Erinnern und Wiederholen

Leseprobe "Doch auch wenn man Lenin hinsichtlich der Nationenpolitik freisprechen kann, wie geht man damit um, dass er brutale Gewalt, einschließlich Terror, befürwortet (und angewendet) hat?"
Erinnern und Wiederholen
Foto: Monika Abraityte/Getty Images

Einführung: Erinnern, Wiederholen
und Durcharbeiten

von Slavoj Žižek

Erinnern und Wiederholen

Der Titel von Freuds kurzem Text von 1914, „Erinnern, Wiederholen und Durcharbeiten“, liefert die beste Formulierung dafür, wie wir uns – heute, 100 Jahre später – auf das Ereignis der sogenannten Oktoberrevolution beziehen sollten. Die drei von Freud anführten Begriffe bilden einen dialektischen Dreischritt: Sie bezeichnen die drei Phasen des Verlaufs einer Analyse, und bei jedem Übergang von einer Phase zur nächsten regt sich Widerstand. Im ersten Schritt geht es darum, die verdrängten traumatischen Ereignisse ins Gedächtnis zurückzurufen, sie wieder hervorzubringen, was auch durch Hypnose geschehen kann. Diese Phase mündet unmittelbar in eine Sackgasse: Dem hervorgebrachten Inhalt fehlt sein eigentlicher symbolischer Zusammenhang, und darum verfehlt er seine Wirkung. Er vermag das Subjekt nicht zu verwandeln. Der Widerstand bleibt bestehen und verhindert, dass die Dinge in größerem Umfang freigelegt werden. Das Problem besteht bei diesem Ansatz darin, dass er auf die Vergangenheit gerichtet bleibt und die gegenwärtigen Umstände, in denen sich das Subjekt befindet, außer Acht lässt. Dies hält die Vergangenheit am Leben, lässt sie symbolisch weiterwirken. Der Widerstand äußert sich selbst in Form der Übertragung: Was sich das Subjekt nicht richtig in Erinnerung bringen kann, wiederholt es, indem es die Konstellation der Vergangenheit auf die Gegenwart überträgt (dadurch etwa, dass der Analysand den Analytiker so behandelt, als wäre er sein Vater). Woran sich das Subjekt nicht richtig zu erinnern vermag, agiert es aus, setzt es neuerlich in Szene – und wenn es vom Analytiker darauf hingewiesen wird, reagiert es mit Widerstand. Durcharbeiten heißt, den Widerstand durchzuarbeiten, ihn aus einem Hindernis in den eigentlichen Ausweg der Analyse zu verwandeln. Und diese Verwandlung ist im Hegel’schen Sinne selbstbezüglich: Der Widerstand bildet eine Verbindung zwischen Objekt und Subjekt, zwischen Vergangenheit und Gegenwart, einen Beweis, dass wir nicht einfach bloß auf die Vergangenheit fixiert sind, sondern dass diese Fixierung ein Effekt dessen ist, was die libidinöse Ökonomie des Subjekts in der Gegenwart blockiert.

Auch in Bezug auf 1917 steht das Erinnern am Anfang. Dabei geht es zunächst darum, sich die wahre Geschichte der Oktoberrevolution in Erinnerung zu rufen und natürlich ebenso ihren Umschlag in den Stalinismus. Das große ethisch-politische Problem kommunistischer Regime lässt sich am besten unter der Überschrift „Gründungsväter, Gründungsverbrechen“ fassen. Kann ein kommunistisches Regime es überleben, wenn es sich seiner gewaltsamen Vergangenheit, in der Millionen eingesperrt und getötet wurden, offen stellt? Und wenn, in welcher Form und inwieweit? Der erste paradigmatische Fall einer solchen Konfrontation ist natürlich Nikita Chruschtschows „geheimer“ Bericht über die Verbrechen Stalins an den XX. Parteitag der KPdSU im Jahre 1956. An diesem Bericht fällt zuerst auf, dass er die Persönlichkeit Stalins als entscheidenden Faktor behandelt und dabei jede systematische Analyse der Umstände vermissen lässt, die diese Verbrechen möglich gemacht haben. Zweitens sticht ins Auge, dass er eifrig um Reinhaltung der Quellen bemüht ist: Nicht nur bleibt die Verurteilung Stalins darauf beschränkt, dass er in den 1930er Jahren hochrangige Parteimitglieder und Militärs festnehmen und töten ließ (ganz punktuell kam es zu Rehabilitierungen, doch Bucharin oder auch Sinowjew und andere mehr galten weiter als Unpersonen, erst recht natürlich Trotzki), während die Hungersnot der späten 20er Jahre mit keinem Wort Erwähnung findet; in dem Bericht wird außerdem die Rückkehr der Partei zu ihren „leninistischen Wurzeln“ verlautbart, so dass Lenin als der reine Ursprung erscheint, der von Stalin verdorben und verraten wurde. In Sartres verspäteter, gleichwohl aber klarer Analyse des Berichts, die er 1970 niederschrieb, heißt es:

Es ist wahr, Stalin hat Massenmorde in Auftrag gegeben, er hat aus dem Land der Revolution einen Polizeistaat gemacht; er war wirklich überzeugt, die UdSSR würde nicht zum Kommunismus gelangen, ohne dass sie den Sozialismus der Konzentrationslager durchläuft. Doch wie einer der Zeugen sehr richtig bemerkt: Wenn die Machthaber zur Wahrheit greifen, dann deshalb, weil sie keine bessere Lüge finden können. Diese Wahrheit aus offiziellem Mund wird unmittelbar zu einer von den Tatsachen gestützten Lüge. Stalin war ein böser Mann? Mag sein. Wie kommt es dann aber, dass ihn die sowjetische Gesellschaft auf den Thron gesetzt und dort ein Vierteljahrhundert lang belassen hat?1

Ist nicht das Schicksal, das Chruschtschow später ereilte (er wurde 1964 abgesetzt), ein Beleg für Oskar Wildes geistreiche Bemerkung, dass man früher oder später dabei ertappt wird, wenn man die Wahrheit sagt? Sartres Analyse greift in einem entscheidenden Punkt dennoch zu kurz: Auch wenn Chruschtschow „im Namen des Systems gesprochen hat“ – „die Maschine war in Ordnung, ihr oberster Maschinist war es nicht; kaum hatte dieser Saboteur die Welt von seiner Anwesenheit befreit, lief alles wieder reibungslos“2 –, so hatte sein Bericht tatsächlich traumatische Folgen, und mit seinem Eingreifen brachte er einen Prozess in Gang, der schließlich zum Niedergang des Systems führte. Und dies ist eine Lektion, an die es sich heute zu erinnern lohnt. In ebendiesem Sinne war jene Rede Chruschtschows, in der er Stalins Verbrechen verurteilte, ein wahrer politischer Akt – nach dem sich, wie es bei Richard Taubman heißt, „das Sowjetregime nie wieder vollständig erholte und er [Chruschtschow] genauso wenig“.3 Obgleich die opportunistischen Motive für diesen wagemutigen Schritt deutlich genug sind, beruhte er zweifellos nicht auf bloßer Berechnung. Vielmehr stellte er eine Art Exzess dar, eine Überschreitung ohne Rücksicht auf Verluste, die sich nicht mit strategischen Überlegungen erklären lässt. Nach der Rede war nichts je wieder wie zuvor. Das Grunddogma von der unfehlbaren Führung war verheerend erschüttert worden; kein Wunder also, dass die gesamte Nomenklatura infolge dieser Rede von einer zeitweisen Lähmung befallen wurde. Noch während der Rede selbst erlitt etwa ein Dutzend Abgeordnete einen Nervenzusammenbruch, so dass die Betreffenden hinausgetragen und medizinisch behandelt werden mussten. Einige Tage später erlag der als Hardliner bekannte Generalsekretär der Kommunistischen Partei Polens Bolesław Bierut einem Herzinfarkt und der Schriftsteller und Musterstalinist Alexander Fadejew erschoss sich selbst. Was nicht unbedingt heißt, dass diese Leute „aufrichtige Kommunisten“ gewesen wären – die meisten von ihnen waren vielmehr gnadenlose Manipulierer, die sich keinen subjektiven Illusionen über das Sowjetregime hingaben. Es war die „objektive“ Illusion, die bei ihnen einen Zusammenbruch erlebte: die Figur des „großen Anderen“, die den Hintergrund geliefert hatte, vor dem sie ihrem Machtdrang rücksichtslos nachgeben konnten. Der Andere, dem sie ihren Glauben übertragen hatten, der gewissermaßen für sie glaubte, ihr für glaubend gehaltenes Subjekt, verlor seinen Zusammenhalt und zerfiel.

Chruschtschow setzte darauf, dass die kommunistische Bewegung durch sein (begrenztes) Eingeständnis gestärkt würde – und erst einmal passierte das auch. Man sollte sich stets vor Augen halten, dass die Chruschtschow-Ära die letzte Phase echter Begeisterung für den Kommunismus darstellte, in der auch der Glaube an das kommunistische Projekt noch entsprechend lebendig war. Als Chruschtschow sich 1959 während seines USA-Besuchs an die amerikanische Öffentlichkeit wandte und jene berühmte trotzige Äußerung tat, „Ihre Enkel werden Kommunisten sein“, sprach er damit praktisch die Überzeugung der gesamten sowjetischen Nomenklatura aus. Nach deren Sturz 1964 waltete ein resignierter Zynismus, bis schließlich Gorbatschow den Versuch zu einer radikaleren Konfrontation mit der Vergangenheit unternahm (dann wurde auch Bucharin die postume Rehabilitierung zuteil, Lenin aber blieb – für Gorbatschow zumindest – der unverrückbare Bezugspunkt, und Trotzki galt weiterhin als Unperson).

Mit Deng Xiaopings Reformen schlugen die Chinesen eine völlig andere, fast entgegengesetzte Richtung ein. Während das, was man gewöhnlich unter „Kommunismus“ versteht, auf wirtschaftlicher (und bis zu einem gewissen Grad auch auf kultureller) Ebene aufgegeben und das Tor zur „Liberalisierung“ westlicher Prägung (Privateigentum, Profitstreben, hedonistischer Individualismus etc.) weit aufgestoßen wurde, wahrte die Partei dennoch ihre Vorherrschaft – nicht im Sinne der Doktrin (im offiziellen Diskurs wurde praktisch jeder Bezug auf den Kommunismus vermieden und durch die Rede von der „harmonischen Gesellschaft“ konfuzianischer Prägung ersetzt), sondern kraft Behauptung, Chinas Stabilität und Prosperität lasse sich nur durch Wahrung der unbedingten politischen Vorherrschaft der Partei sicherstellen. Dies erforderte eine strenge Überwachung und eingehende Regulierung des ideologischen Diskurses zur chinesischen Geschichte, insbesondere zur Geschichte der letzten zwei Jahrhunderte: Die von den Staatsmedien und Lehrbüchern endlos variierte Story ist eine von Chinas Demütigung, die mit den Opiumkriegen begann und erst mit dem kommunistischen Sieg im Jahr 1949 ein Ende fand, weshalb es die Herrschaft der Partei patriotisch zu unterstützen gelte. Wenn der Geschichte eine solche legitimierende Rolle gegeben wird, verbietet sich natürlich jegliche substanzielle Selbstkritik; die Chinesen hatten die Lehre aus Gorbatschows Scheitern gezogen: Die vollständige Anerkennung der „Gründungsverbrechen“ wird nur das ganze System zu Fall bringen. Folglich müssen jene Verbrechen verleugnet bleiben. Es ist zwar richtig, dass manche maoistische „Auswüchse“ und „Fehler“ eine Verurteilung erfahren (der Große Sprung nach vorn und die darauffolgende verheerende Hungersnot; die Kulturrevolution), und die Bewertung der Rolle Maos, die Deng vorgenommen hat (70 Prozent positiv, 30 Prozent negativ), ist als offizielle Haltung festgeschrieben. Zugleich aber fungiert diese Bewertung als ein formeller Abschluss, mit dem die Sache ihr Bewenden haben soll: Auch wenn Mao als zu 30 Prozent schlecht gilt, so ist doch die ganze symbolische Wirkung dieses Eingeständnisses neutralisiert, und darum kann er weiter als Gründungsvater der Nation gefeiert werden, dessen Leichnam in einem Mausoleum aufgebahrt liegt, während sein Konterfei von jedem Geldschein prangt. Wir haben es hier mit einem eindeutigen Fall von fetischistischer Verleugnung zu tun: Obwohl man ganz genau weiß, dass Mao Fehler begangen und enormes Leid verursacht hat, wird seine Gestalt wie durch Zauberhand von diesen Tatsachen unberührt gehalten. Auf diese Weise können die chinesischen Kommunisten beides gleichzeitig haben: Die durch die wirtschaftliche „Liberalisierung“ bewirkten radikalen Veränderungen verbinden sich bei ihnen mit derselben fortgesetzten Parteiherrschaft.

Yang Jishengs voluminöse und sorgfältig belegte Untersuchung Grabstein – Mùbei: Die große chinesische Hungerkatastrophe 1958– 1962 stellt einen exemplarischen Fall des Erinnerns dar: Auf der Grundlage von Forschungsergebnissen fast zweier Jahrzehnte beziffert sie die Zahl der zwischen 1958 und 1961 „vorzeitig Verstorbenen“ auf 36 Millionen.4 (Nach offizieller Darstellung hatte die Katastrophe zu 30 Prozent natürliche Ursachen und sei zu 70 Prozent auf schlechtes Management zurückzuführen gewesen, was genau dem umgekehrten Verhältnis von Dengs Bewertung Maos entspricht.)5 Als Journalist der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua war Yang in der privilegierten Lage, Archive im ganzen Land einsehen zu können und sich so das umfassendste Bild von der großen Hungersnot zu verschaffen, das sich je ein in- oder ausländischer Forscher von ihr machen konnte. Viele Menschen von innerhalb des Systems unterstützten ihn dabei – Demographen, die sich jahrelang in Regierungsbehörden abgemüht hatten, um genaue Zahlen über die Verluste an Menschenleben zusammenzutragen; örtliche Beamte, die von den Ereignissen in ihrem Landstrich schaurige Aufzeichnungen geführt hatten; die Archivare, die froh darüber waren, dass sie einem vertrauenswürdigen Genossen, der vorgeblich über die Geschichte der Weizenproduktion forschte, mit einem Nicken des Einverständnisses ihre Türen öffnen konnten. Wie ist die Reaktion auf das Buch ausgefallen? In Wuhan, einer Großstadt in Zentralchina, wurde es vom Büro des Komitees zur umfassenden Steuerung der sozialen Ordnung auf eine Liste „obszöner, pornographischer, gewalttätiger und gesundheitsschädlicher Bücher für Kinder“ gesetzt und umgehend konfisziert, sobald es irgendwo auftauchte. An anderen Orten wurde es von der Partei totgeschwiegen. Sie untersagte jede Erwähnung in den Medien und hielt sich von aufsehenerregenden Angriffen auf das Buch selbst zurück. Sein Autor aber lebt nach wie vor in China, wo er ein unbehelligtes Dasein im Ruhestand führt und gelegentlich in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht. Es gehört zu den wichtigen Erkenntnissen von Yangs Buch, dass die Hungerkatastrophe ihre Ursache zu einem Teil in der schlecht fundierten Naturwissenschaft hatte, die damals zur Anwendung gelangte: Die Zentralregierung verfügte einige Änderungen bei den landwirtschaftlichen Anbauverfahren, die auf den Ideen des ukrainischen Pseudowissenschaftlers Trofim Lyssenko basierten. Eine dieser Ideen war die enge Bepflanzung, bei der die Setzlinge zunächst dreimal so dicht und dann noch einmal doppelt so dicht ausgebracht wurden. Die theoretische Annahme dabei war, dass Pflanzen gleicher Art nicht miteinander konkurrieren, sondern sich gegenseitig unterstützen, gerade so, als ließe sich die Klassensolidarität auf die Natur übertragen – selbstverständlich aber konkurrierten sie in der Praxis miteinander, wodurch sie in ihrem Wachstum stark beeinträchtigt wurden, und dies führte zu entsprechenden Mindererträgen.6

Auf solche Weise sind im Hinblick auf die kommunistische Vergangenheit falsche Erinnerung und Wiederholung miteinander verquickt. Dergleichen ist jedoch keineswegs auf Kommunisten beschränkt, die sich einer harten Auseinandersetzung mit der Vergangenheit verweigern und damit selbst dazu verurteilen, in alte Muster zurückzufallen. Was Liberale oder Konservative auch nicht sehen, wenn sie die Oktoberrevolution wie üblich dämonisieren und auf einen brutalen Staatsstreich verkürzen, ist das Emanzipationspotenzial, das sie zweifelsohne in sich barg. Die Spannung zwischen diesen beiden Dimensionen der Revolution erlaubt allerdings nicht den Schluss, dass es sich bei der Wende zum Stalinismus um eine sekundäre Abweichung handelte. Denn wie man mit gutem Grund behaupten kann, war sie im Bolschewismus als Möglichkeit angelegt, was ihn von Beginn an zum Untergang bestimmte. Deshalb ist das bolschewistische Projekt wirklich tragisch zu nennen: eine authentische emanzipatorische Vision, die gerade durch ihren Sieg zum Scheitern verurteilt war.

Hier nun wird das Durcharbeiten des Kommunismus relevant. Und durchzuarbeiten heißt in seinem Falle, ihn radikal neu zu durchdenken, um ihm damit schließlich zu neuer Aktualität zu verhelfen. Aus diesem Grund steht es auch nur den getreuen Kommunisten zu, die traurige Wirklichkeit des Stalinismus und seiner Ableger einer wirklich grundlegenden Kritik zu unterziehen. Seien wir ehrlich: Lenin und sein Erbe erscheinen heute hoffnungslos veraltet, wie Relikte eines längst vergangenen „Paradigmas“. Lenin war nicht allein für viele der heute zentralen Probleme (die Ökologie, die Kämpfe für eine befreite Sexualität etc.) verständlicherweise blind. Auch die Brutalität seines politischen Vorgehens ist mit dem demokratischen Empfinden unserer Tage vollkommen unvereinbar. Dazu ist sein Bild von der neuen Gesellschaft, die er sich als zentralstaatlich gesteuertes industrielles System vorstellte, schlicht irrelevant. Und so weiter. Wäre es darum nicht ratsamer, statt zu versuchen, den leninistischen Kern von den stalinistischen Schlacken zu befreien, man würde Lenin vergessen und zu Marx zurückkehren, um in dessen Werk nach den Gründen dafür zu suchen, weshalb die kommunistischen Bewegungen im 20. Jahrhundert fehlgeschlagen sind?           

War Lenins Lage aber nicht dennoch durch eine ganz vergleichbare Hoffnungslosigkeit gekennzeichnet? Es stimmt, dass die heutige Linke sich mit dem Ende einer ganzen Epoche von Fortschrittsbewegungen konfrontiert sieht, und diese niederschmetternde Erfahrung zwingt sie, ihr Projekt von Grund auf neu zu erfinden. Doch genau aus einer solchen Erfahrung ist auch der Leninismus hervorgegangen. Man denke an Lenins Entsetzen, als sich die sozialdemokratischen Parteien Europas im Herbst 1914 dafür entschieden, auf die „patriotische Linie“ einzuschwenken (mit der rühmlichen Ausnahme der russischen Bolschewiki und serbischen Sozialdemokraten). Als das sozialdemokratische Parteiorgan Vorwärts berichtete, die Sozialdemokraten hätten im Reichstag für die Kriegskredite gestimmt, glaubte Lenin sogar, es müsse sich dabei um ein Fälschungsmanöver handeln, das von der russischen Geheimpolizei ausgeheckt worden sei, um die russischen Arbeiter hinters Licht zu führen. Wie schwer war es doch in einer Zeit der kriegerischen Auseinandersetzung, die den europäischen Kontinent in zwei Teile spaltete, dem allgemeinen Druck nicht nachzugeben und sich dem patriotischen Eifer im eigenen Land zu widersetzen! Wie viele große Geister sind der nationalistischen Versuchung erlegen (einschließlich Freud) und war es auch nur für ein paar Wochen!

Der Schock von 1914 war, mit Alain Badiou gesprochen, ein désastre, eine Katastrophe, bei der eine ganze Welt verschwunden ist: nicht bloß der behagliche bürgerliche Fortschrittsglaube, sondern auch die sozialistische Bewegung, die mit ihm einherging. Sogar Lenin selbst verlor den Halt – es gibt in seiner verzweifelten Reaktion in Was tun? keine Genugtuung, nichts Rechthaberisches nach dem Motto „Ich habe es doch gleich gesagt!“ Dieser Moment der Verzweiflung, diese Katastrophe schaffte Platz für das leninistische Ereignis, sie erlaubte den Bruch mit dem evolutionären Historizismus der Zweiten Internationalen – und Lenin befand sich als Einziger auf der Höhe dieser neu eröffneten Möglichkeit, er war der Einzige, der die Wahrheit dieser Katastrophe aussprach. In diesem Verzweiflungsmoment trat der Lenin hervor, der über den Umweg über die gründliche Lektüre von Hegels Logik dahin gelangte, die einzigartige Chance für eine Revolution zu erkennen.

Die Linke befindet sich heute in einer Situation, die unheimliche Ähnlichkeit mit jener Situation hat, aus der heraus der Leninismus entstanden ist, und ihr Auftrag ist es, Lenin zu wiederholen. Damit aber ist kein Zurück zu Lenin gemeint. Lenin zu wiederholen heißt zu akzeptieren, dass „Lenin tot ist“, dass seine Lösung ein Fehlschlag war, ein ungeheurer Fehlschlag sogar. Lenin zu wiederholen heißt, dass man unterscheiden muss zwischen dem, was er tatsächlich getan hat, und dem Feld der Möglichkeiten, das er begründet hat. Es bedeutet, die Spannung anzuerkennen, die zwischen seinen Handlungen und einer anderen Dimension bei ihm bestand, dem, was „in Lenin mehr als Lenin selbst“ war. Lenin zu wiederholen heißt nicht etwa das zu wiederholen, was er tat, sondern das, was er nicht tat, es heißt, die von ihm versäumten Gelegenheiten wieder aufzugreifen.

Goodbye Lenin in der Ukraine

Im Westen sorgte Lenin letztmals 2014 im Zuge der Erhebung in der Ukraine für Schlagzeilen, bei der der prorussische Präsident Janukowytsch gestürzt wurde: In den Fernsehberichten über die Massenproteste konnte man immer wieder sehen, wie aufgebrachte Demonstranten auf Leninstatuen losgingen und sie niederrissen. Diese wütenden Angriffe waren insofern verständlich, als sie sich gegen Symbole der russischen Unterdrückung richteten und in der Politik Russlands unter Putin die Fortführung der sowjetischen Unterwerfung nichtrussischer Nationen unter die russische Herrschaft gesehen wird. Außerdem sollte man sich an den genauen geschichtlichen Zeitpunkt erinnern, als sich Leninstatuen überall im Land zu Tausenden auszubreiten begannen: Allein 1956 sind im Anschluss an die von Chruschtschow auf dem XX. Parteitag gegen Stalin erhobene Anklage Statuen von Stalin in großer Zahl durch jene von Lenin ersetzt worden. Letztere traten buchstäblich an deren Stelle, wie auch eine merkwürdige Begebenheit aus dem Jahr 1962 auf der Titelseite der Prawda verdeutlichte:

1945 erschien Lenin auf dem Titel der Prawda (man könnte in Anbetracht des destabilisierenden Einflusses der heimkehrenden Soldaten, die den Tod, aber auch das bürgerliche Europa gesehen hatten, und in Anbetracht auch der kursierenden Gerüchte, wonach Lenin auf dem Totenbett vor Stalin gewarnt hatte, spekulieren und behaupten, dass Lenin zur Bekräftigung von Stalins Macht über die Partei dort erschien). 1962, als Stalin auf dem XXII. Parteitag der Kommunistischen Partei öffentlich angeprangert wurde, erscheinen plötzlich zwei Profilbilder Lenins auf dem Titel, als überdeckte der seltsame Doppel-Lenin den fehlenden „anderen Führer“, der dort in Wirklichkeit nie abgebildet war!7

Warum wurden daher zwei identische Leninprofile nebeneinander abgedruckt? In gewisser Weise kann man sagen, dass Stalin in dieser seltsamen Wiederholung als Abwesender präsenter denn je war. Insofern war seine schattenhafte Anwesenheit die Antwort auf die offensichtliche Frage, warum Lenin in zweifacher Ausführung erschien und nicht einfach nur ein einziger. Gleichwohl hatte es schon etwas sehr Ironisches, Ukrainer dabei zu sehen, wie sie im Willen, mit der russischen Herrschaft zu brechen und ihre nationale Souveränität zu behaupten, Leninstatuen umstürzten. Schließlich war das goldene Zeitalter des ukrainischen Nationalbewusstseins nicht das zaristische Russland (in dem die Ukrainer an der Behauptung ihrer nationalen Identität gehindert worden waren), sondern das erste Jahrzehnt der Sowjetunion, als das ukrainische Volk seine volle nationale Identität begründete. So heißt es selbst in dem Wikipedia-Eintrag über die Ukraine in den 1920er Jahren:

Der Bürgerkrieg, der schließlich die Sowjetregierung an die Macht brachte, hatte verheerende Auswirkungen auf die Ukraine. Er forderte mehr als eineinhalb Millionen Menschenleben und machte Hunderttausende obdachlos. Außerdem hatte die sowjetische Ukraine 1921 mit einer furchtbaren Hungersnot zu kämpfen. Angesichts einer ausgelaugten Ukraine blieb die sowjetische Regierung in den 20er Jahren äußerst flexibel. So beförderte sie unter der Ägide der Ukrainisierungspolitik der kommunistischen nationalen Führung von Mykola Skypnyk eine nationale Renaissance in Kunst und Literatur. Die ukrainische Kultur und Sprache blühten neu auf, als sich die Ukrainisierung zu einer lokalen Umsetzung der sowjetweiten Politik der Korenisazija [wörtlich Indigenisierung bzw. Einwurzelung] gestaltete. Die Bolschewiki bekannten sich auch zur Einführung einer allgemeinen Gesundheitsversorgung, zu Bildung und Sozialversicherungsleistungen sowie zum Recht auf Arbeit und Wohnen. Die Frauenrechte wurden durch neue Gesetze zur rigorosen Beseitigung jahrhundertealter Ungleichheiten enorm gestärkt. Die meisten dieser politischen Vorgaben aber sind in den frühen 1930er Jahren, als Josef Stalin seine Macht allmählich befestigt hatte und zum faktischen Oberhaupt der Kommunistischen Partei aufgestiegen war, stark eingeschränkt und zurückgenommen worden.

Die „Indigenisierung“ erfolgte nach den Prinzipien, die Lenin in unmissverständlicher Form dargelegt hatte:

Das Proletariat [...] kann sich des Kampfes gegen die gewaltsame Zurückhaltung der unterjochten Nationen in den Grenzen des vorhandenen Staates nicht enthalten, und eben dies heißt für das Selbstbestimmungsrecht der Nationen kämpfen. Das Proletariat muß die Freiheit der politischen Abtrennung der von „seiner“ Nation unterdrückten Kolonien und Nationen fordern. Andernfalls wird der Internationalismus des Proletariats zu leeren Worten; weder Vertrauen noch Klassensolidarität unter den Arbeitern der unterdrückten und der unterdrückenden Nation sind möglich.8

Lenin blieb dieser Position bis zum Ende treu. Unmittelbar nach der Oktoberrevolution lieferte er sich eine Auseinandersetzung mit Rosa Luxemburg, die dafür eintrat, kleineren Nationen nur dann die volle Souveränität zuzuerkennen, wenn die Vorherrschaft in dem neuen Staat von fortschrittlichen Kräften ausgeübt wurde, während er das unbedingte Recht auf Loslösung befürwortete, selbst wenn die „Bösen“ in dem neuen Staat die Macht ergriffen. In seinem letzten Kampf gegen Stalins Entwurf zu einer zentralistisch organisierten Sowjetunion trat Lenin noch einmal für das unbedingte Recht kleiner Nationen auf Loslösung ein (in diesem Fall ging es um Georgien) und bestand auf der vollen Souveränität der nationalen Einheiten, aus denen sich der sowjetische Staat zusammensetzte. Daher verwundert es nicht, dass Stalin in einem an die Mitglieder des Politbüros gerichteten Brief vom 27. September 1922 Lenin offen „Nationalliberalismus“ vorwarf. Woher bei Stalin bereits der Wind wehte, geht klar daraus hervor, wie er den Beschluss, die Regierung Sowjetrusslands auch zur Regierung der anderen fünf Republiken (Ukraine, Weißrussland, Aserbaidschan, Armenien und Georgien) auszurufen, durchzusetzen gedachte:

Dieser Beschluß wird, wenn er vom Zentralkomitee der KPR bestätigt ist, nicht veröffentlicht, sondern als Runderlaß den Zentralkomitees der Republiken zugeleitet zur Bekanntgabe an die sowjetischen Organe, die Zentralexekutivkomitees oder die Sowjetkongresse der genannten Republiken, vor der Einberufung des Gesamtrussischen Sowjetkongresses, wo er als Ausdruck des Wunsches dieser Republiken verkündet werden wird.9

Der Austausch des Zentralkomitees (ZK) mit der Basis wurde demnach nicht einfach bloß abgebrochen, so dass die höhere Instanz schlicht ihren Willen durchsetzte; wie zum Hohn wurden die Dinge ins Gegenteil verkehrt und entsprechend inszeniert: Das ZK selbst entschied jetzt darüber, mit welcher Bitte um welche zu verfügende Sache sich die Basis nach oben wenden sollte, als handelte es sich dabei um ihren eigenen Wunsch. (Es gilt jedoch auch festzuhalten, dass Lenin den Prozess, gegen den er jetzt ankämpfte, durch sein Verbot von Parteifraktionen ein Jahr zuvor selbst in Gang gesetzt hatte.) Man denke an den offensichtlichsten Fall einer solchen Inszenierung, als die drei baltischen Staaten freiwillig um Aufnahme in die Sowjetunion baten, die ihnen ihren Wunsch gewährte. Stalins Handeln in den frühen 1930er Jahren kam daher schlichtweg einer Rückkehr zur zaristischen Außen- und Nationenpolitik gleich. So wurde etwa die russische Kolonisierung Sibiriens und des muslimischen Asiens im Zuge dieses Kurswechsels nicht mehr länger als imperialistische Expansion verurteilt, sondern als Bemühung gefeiert, diese Traditionsgesellschaften aus ihrer Trägheit herauszuholen und durch eine fortschreitende Modernisierung nach vorn zu bringen.

Heute bewegt Putin sich mit seiner Außenpolitik eindeutig auf dieser zaristisch-stalinistischen Linie und führt sie fort. Ihm zufolge bedeutete der Kurswechsel der Bolschewiki nach der Revolution eine Kränkung für Russland: Damals „traten die Bolschewiki aus verschiedenen Gründen – möge Gott darüber befinden – große Teile des Territoriums im historischen Süden Russlands an die Unionsrepublik Ukraine ab. Dies geschah ohne Rücksicht auf die ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung; und diese Gebiete bilden nun heute den südöstlichen Teil der Ukraine.“10

In demselben Sinne äußerte sich Putin noch einmal im Januar 2016, als er über Lenins größten Fehler sprach:

Man soll regieren und sich dabei von seiner Idee leiten lassen, so viel ist richtig. Allerdings muss die Idee dazu auch zum richtigen Ergebnis führen, nicht wie bei Wladimir Iljitsch. Diese Idee führte letztlich zum Zerfall der Sowjetunion. Es gab viele Ideen dieser Art. Autonomisierung und so weiter. Sie legten eine Atombombe unter das Gebäude, das Russland heißt, und diese Bombe ist dann später auch explodiert.11

Lenins Schuld besteht kurz gesagt darin, dass er die Autonomie der verschiedenen Nationen, die das russische Reich bildeten, ernst genommen und hierdurch die russische Vorherrschaft infrage gestellt hat. Kein Wunder, dass man bei russischen Militärparaden und öffentlichen Feierlichkeiten wieder Stalin-Porträts sieht, derweil sich von Lenin weit und breit keine Spur finden lässt. Vor ein paar Jahren ist Stalin aus einer großen Meinungsumfrage als drittgrößter Russe aller Zeiten hervorgegangen, während Lenin nirgends auftauchte. Stalin wird heute nicht als Kommunist gefeiert, sondern als derjenige, der Russland nach der von Lenin vollzogenen antipatriotischen „Abweichung“ zu alter Größe zurückführte. Für Lenin gehören der „proletarische Internationalismus“ und die Verteidigung der Rechte kleinerer Nationen gegenüber den Großnationen zusammen. Der entscheidende Indikator dafür, dass eine „große“ Nation es mit ihrem erklärten Internationalismus ernst meint, ist ihm zufolge das Recht, das sie den von ihr dominierten kleineren Nationen in vollem Umfang einräumt.

Gewalt, Terror, Disziplin

Doch auch wenn man Lenin hinsichtlich der Nationenpolitik freisprechen kann, wie geht man damit um, dass er brutale Gewalt, einschließlich Terror, befürwortet (und angewendet) hat? In der Geschichte der radikalen Politik wird Gewalt gewöhnlich mit dem sogenannten jakobinischen Erbe verknüpft, das aus genau diesem Grund als etwas abgelehnt wird, auf das es zu verzichten gilt, wenn man aufrichtig vorhat, noch einmal von vorn zu beginnen. Von diesem Erbteil des zentralisierten Staatsterrors fühlen sich auch viele heutige (Post-)Marxisten unangenehm berührt, und sie wollen Marx selbst davon wegrücken – nach ihrer Version der Geschichte war es Lenin, der das jakobinische Erbe (wieder) in den Marxismus hineinbrachte und Marx’ libertären Geist auf diese Weise verfälschte. Trifft das aber wirklich zu? Schauen wir uns näher an, wie die Jakobiner sich im Namen derer, die „ewige Wahrheiten“ geltend machen, effektiv gegen die Erwirkung eines Mehrheitsbeschlusses sperrten. Wie konnten sie nur so „totalitär“ sein?

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1 Zitiert nach Ian H. Birchall, Sartre against Stalinism, New York: Berghahn Books 2004, S. 166.

2 Ebd.

3 William Taubman, Khrushchev: The Man and His Era, London: Free Press 2003, S. 493.

4  Yang Jisheng, Grabstein – Mùbei: Die große chinesische Hungerkatastrophe 1958– 1962, Frankfurt a. M.: S. Fischer 2012 (Mubei – Zhongguo Liushi Niandai Da Jihuang Jishi, Hong Kong: Cosmos Books 2008).

5  Bis heute hat sich die chinesische Regierung nie dazu geäußert, wie viele Menschen ihr zufolge damals zu Tode gekommen sind, obwohl sie Mitte der 1980er Jahre eine Studie zur internen Verwendung in Auftrag gegeben hatte. Der Wissenschaftler, der sie erstellt hat, war den Großteil seines Lebens als Dozent im Bereich automatisierter Fertigungssysteme in Xi’an beschäftigt gewesen, bevor er für ein knappes Jahr in Indien Demographie studierte. Er kam auf eine Zahl von 17 Millionen vorzeitiger Todesfälle. Die Untersuchung ist auf weitgehende Ablehnung gestoßen, da sie hauptsächlich registrierte Todesfälle einbezogen hat.

6 Der Haupteinwand, der gegen Yangs Untersuchung erhoben wurde, speist sich aus Vergleichszahlen; so lässt sich etwa mit gutem Grund behaupten, dass die zusätzliche Sterblichkeit in Indien aufgrund des üblichen Mangels in „normalen“ Zeiten viel größer ist als in China. Diesem Punkt kann man nur beipflichten, was der chinesischen Hungerkatastrophe freilich nichts von ihrem Grauen nimmt.

7 Aus einem persönlichen Gespräch mit Xenia Cherkaev.

8 Wladimir Iljitsch Lenin, „Die sozialistische Revolution und das Selbstbestim-mungsrecht der Nationen“ (Januar–Februar 1916), in: Ders., Werke, Band 22, Berlin/DDR: Diez 1960, S. 144–159, hier S. 149.

9 Moshe Lewin, Lenins letzter Kampf, Hamburg: Hoffmann und Kampe 1970, S. 69.

10  Aus der Rede des Präsidenten der Russischen Föderation vom 18. März 2014, nach der offiziellen englischen Fassung „Address by President of the Russian Federation“, abrufbar unter www.en.kremlin.ru/events/president/ news/20603.

11  Übersetzt nach „Russia’s Putin Accused Lenin of Ruining the Soviet Union“, Newsweek, 22. Januar 2016, abrufbar unter www.newsweek.com/russias-putin-accused-lenin-ruining-soviet-union-418519.

14:50 01.11.2018

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