Innen und Außen

Biographie Zentrale Forschungsthemen des Historikers Wolfgang Wippermann sind die Ideologiegeschichte sowie das gesellschaftliche Verhalten gegenüber Randgruppen
Innen und Außen

Foto: Verlag/David Ausserhofer

Wolfgang Wippermann wurde am 29. Januar 1945 in Wesermünde geboren. Er ist außerplanmäßiger Professor für Neuere Geschichte am Friedrich-Meinecke-Institut an der Freien Universität Berlin und nimmt Lehraufträge an der Universität der Künste Berlin und der Fachhochschule Potsdam wahr.

Wippermann studierte in den 1960er und 1970er Jahren Geschichte, Germanistik und Politische Wissenschaften an der Georg-August-Universität Göttingen und der Philipps-Universität Marburg. 1975 promovierte er bei Ernst Nolte an der Freien Universität Berlin. Drei Jahre später, 1978, habilitierte er sich über die "Die Bonapartismustheorie von Marx und Engels". Im gleichen Jahr wurde er Privatdozent an der FU Berlin.

Wippermanns Hauptforschungsgebiet ist die Ideologiegeschichte, d. h. Antiziganismus, Faschismus, Kommunismus und Antisemitismus. Befasst hat er sich auch mit dem Teufelsglauben und der Verunglimpfung gesellschaftlicher Randgruppen mit den daraus resultierenden Verschwörungstheorien. Als passionierter Hundefreund hat er auch zur Geschichte der Hunde publiziert.

Als Mitglied der Corps Hildeso-Guestphalia (1964) und Vandalia Rostock (1971) hat er sich mit der Geschichte der Corps und des Kösener SC-Verbandes in der Zeit des Nationalsozialismus auseinandergesetzt. Er ist nach eigenen Angaben Mitglied der SPD.

Wippermann hatte Gastprofessuren an der Indiana University, der Universität Innsbruck, dem Teachers College in Peking, an der University of Minnesota, in Innsbruck und der Duke University inne.

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13:07 16.04.2015

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