Landauf, Landab

Biographie Kabarettist, Musiker, Komponist: Seit über zwanzig Jahren bespielt der gebürtige Münchner erfolgreich die Bühnen Deutschlands. Schlüsselqualität bei fast allem, was er tut: Wortspiel und Humor

Willy Astor (* 6. September 1961 in München) ist ein bayerischer Kabarettist, Musiker und Komponist. 

Astor wuchs im Münchner Stadtteil Hasenbergl auf, wo er auch die Grund- und später die Hauptschule besuchte. Im Alter von 14 Jahren begann er mit dem Akkordeonspiel. Ebenfalls im Jahr 1976 schloss er seine Schulausbildung ab und begann eine Werkzeugmacherlehre bei BMW. 1979 begann er Gitarre zu spielen, zunächst im Volkshochschulkurs, später vermehrt autodidaktisch. Seine Werkzeugmacherlehre schloss Astor 1980 ab, im Jahr 1983 begann er eine Ausbildung zum Maschinenbautechniker, die er 1985 abschloss.

Seit etwa 1983 schrieb Astor erste Songs und Prosatexte, die in der Münchner Kleinkunstszene im Muh, in der Liederbühne Robinson, im Kunstkeller Neuhausen usw. aufgeführt wurden.
Nach dem Abschluss der Ausbildung zum Maschinenbautechniker beschloss Astor, die zunächst nebenbei betriebene kabarettistische Tätigkeit hauptberuflich zu betreiben. Die Programme "Lieder, Nonsens, Instrumentals", "Oamoi neidabt glangt" und "Merci Mausi" fanden beim Publikum jedoch kaum Beachtung. So verdiente sich Astor seinen Lebensunterhalt als Gitarrendozent an der Münchner Volkshochschule und am Freien Musikzentrum.

Bekannt wurde Astor ab den frühen 1990er Jahren vor allem durch seine wortspielerischen Kabarett-Nummern, bei denen er gleich oder ähnlich klingende Wörter in an sich sachfremde Texte verpackt. So erzählt etwa Radkäppchen und der böse Golf das Märchen vom Rotkäppchen, verwendet aber im Text etliche Automobil-Bestandteile und -Marken. Ähnliches findet sich im Rauchermärchen mit Zigarettenmarken oder in den mehrteiligen Stücken "Länderspiele" mit Ländern und Städten. Die Wortspielereien finden sich auch in der Musik Astors. Vielfach versieht er bekannte Lieder mit neuen Texten, zum Beispiel wird The House of the Rising Sun der Animals bei Astor zum See-Haus in the Freising sun, das dann natürlich aufgrund seiner guten Lage eine "Bello Immobilie" darstellt (frei nach Gianna Nannini: Bello e impossibile).

Zudem wurde seine Bekanntheit durch erste Radio- und Fernsehauftritte in Bayern sowie seine Autorentätigkeit für den Radiosender Antenne Bayern gefördert, auf dem von 1990 bis 1999 auch Astors Comedy-Sendung Die Feuchtgrubers ausgestrahlt wurde. Das bayerische Fernsehen sendete 1993 erstmals eine Stunde aus Astors aktuellem Programm; 1996 folgte die erfolgreiche Serie Die Willy Astor-Show unter anderem mit Günter Grünwald.

1998 komponierte Astor zusammen mit Stephan Lehmann, den er aus ihrer gemeinsamen Zeit bei Antenne Bayern gut kennt, die aktuelle Hymne des FC Bayern München, Stern des Südens.
Mit seinen Wortspielereien ist er inzwischen bei Bayern 3 mit einem wöchentlichen Comedy-Beitrag vertreten (Titel: Willys Wortstudio, in Anlehnung an das aktuelle Sportstudio); zudem war er ab 1999 häufig Gast bei 7 Tage, 7 Köpfe. Daneben trat er 2009 mit einem Vollprogramm am Arosa Humor-Festival auf.

Astor ist außerdem seit Mitte der 1990er Jahre musikalisch tätig. Er gibt nicht nur zahlreiche eigenständige Konzerte – mit seinen selbstkomponierten, vorwiegend für Gitarre geschriebenen Instrumentaltiteln füllt er mittlerweile fünf Alben.
Mit dem Album Leuchtende Tage schlägt er in Liedermacher-Tradition eine noch nachdenklichere, kritischere Richtung ein. Er spannt damit einen weiten Bogen vom lustigen, spaßigen Kabarettisten bis zum "philosophierenden" Musiker.

1994 wurde ihm der oberschwäbische Kleinkunstpreis Ravensburger Kupferle verliehen.

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Teile dieses Textes basieren auf dem Artikel Willy Astor aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung).

11:39 19.07.2012

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