Katalysator

Einblicke Man mag von Frank Schirrmacher halten, was man will – einig sind sich Freund wie Feind darin, dass er es verstand, gesellschaftsweite Debatten zu erzeugen. Versuch einer Sammlung
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Foto: Johannes Simon/Getty Images for Hubert Burda Media

Fazit

"Warum wir Frank Schirrmacher nicht vergessen sollen: Rede bei der Gedenkfeier für Frank Schirrmacher, den im Juni verstorbenen Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, in der Frankfurter Paulskirche." FAZ.net

Pfau, flanierend

"Draußen, auf den Stufen der Sacrower Heilandskirche, mit Blick auf das Wasser der Havel, die Glienicker Brücke und einen tatsächlich zu Beginn vor der Kirche herumflanierenden Pfau, da sagt es plötzlich jemand leise, aber gut zu hören: 'Es gibt wohl kaum einen schöneren Platz, um beerdigt zu werden.' Man könnte allerdings genauso sagen, dass die Lage diese Ortes viel zu schön, zu heiter-lieblich und dem Leben zugewandt ist für einen Trauergottesdienst mit anschließender Beisetzung, es dieser Ort nur noch schwerer macht, den Tod eines Menschen begreifen zu können." Der Tagesspiegel

Positionsbestimmung

"Er ist einer der fünf Herausgeber der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung'. Er schreibt einen Bestseller nach dem nächsten. Er gilt als Meinungsführer Nummer eins in Deutschland. Wie mächtig ist Frank Schirrmacher tatsächlich?" taz.de

Blinder Fleck?

"Es fällt auf, dass der Machtmensch Schirrmacher sich mit Macht im herkömmlichen Sinne gar nicht sehr beschäftigt. 'Politische' Artikel schreibt er nicht. Sein Verhältnis zur Politik ist ein ästhetisches, eines, wie man es vielleicht im George-Kreis pflegte. Er hat nie einen Hehl daraus gemacht, ein Bewunderer Helmut Kohls zu sein. Aber er hat sich in seinen Texten nur mit der Rezeptionsgeschichte der Figur Kohl befasst, nie mit seiner Politik. Und übrigens hat Schirrmacher noch nie einen Artikel über Angela Merkel geschrieben." Zeit Online

Gewusst wie

"Gewiss, Schirrmacher versteht es, ein Thema zu inszenieren und zu managen. Er weiß, wann er das Wort ergreifen muss oder wann es besser ist, zu schweigen oder anderen den Vortritt zu lassen. Vor allem versteht er es auch, strategische Bündnisse zu knüpfen, zuletzt etwa mit Stefan Aust vom Spiegel und mit Mathias Döpfner vom Springer-Verlag, Vorabdrucke und Interviews im Spiegel, Häppchen-Botschaften für die BILD-Kundschaft und gemeinsame Kooperationen, was Verkauf oder Verbreitung exklusiver Interviews angeht – nichts wird ausgelassen, wenn es darum geht, Themen und Inhalten mehr Nachdruck und Aufmerksamkeit zu verleihen und einen Gegenstand zu einer res publica zu machen." Telepolis

13:05 31.05.2018

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