Wohltemperiert

Netzschau Rezensionen und Stimmen aus dem Netz: "Dieses Portrait gerät durchaus ausgewogen (...) und wirkt damit fast wie ein Gegengift zur berühmten Aufgeregtheit des einstigen Herausgebers."
Wohltemperiert
Foto: Ralph Orlowski/Getty Images

Gute Fügung

"Vier Jahre nach Schirrmachers überraschendem Ableben erscheint nun die erste Biografie über ihn. Verfasst hat sie der stellvertretende Chefredakteur des Freitags Michael Angele – und es erweist sich als gute Fügung, dass hier weder ein Traumatisierter noch ein Jünger am Werk ist, weder ein abrechnungsbereiter Schirrmacher-Feind noch ein Schirrmacher-Bewunderer, dem jedes kritische Wort wie Häresie vorkommen muss. Dieses Portrait gerät durchaus ausgewogen, ja es ist auf fast biedere Weise wohltemperiert, ziemlich distanziert und wirkt damit fast wie ein Gegengift zur berühmten Aufgeregtheit des einstigen Herausgebers." Zeit Online

Schillernd

"Ein großartiger Literaturkritiker, aber auch ein rachsüchtiger Intrigant: In seiner Biografie über Frank Schirrmacher skizziert Michael Angele den verstorbenen FAZ-Herausgeber als schillernde Persönlichkeit mit widersprüchlichen Seiten." Deutschlandfunk Kultur

Wahn und Anekdote

"Anekdoten und Erinnerungen an die 'heroische Zeit' des Feuilletons prägen Michael Angeles Buch 'Frank Schirrmacher. Ein Porträt', sagt SWR Literaturchef Frank Hertweck. Schirrmacher, der bis zu seinem plötzlichen Tod 2014 Mitherausgeber der FAZ war, erscheine in dieser Biografie als größenwahnsinniger 'Karlsson vom Dach', als Hasardeur und Regelbrecher. Frank Schirrmacher sei, so Frank Hertweck, 'der Journalist des postideologischen Zeitalters' gewesen." SWR2

Darum

"Nun wird sich jeder Leser zu Recht fragen: Warum sollte ich diese angeblich eher boshafte Schrift an einen Toten lesen, der vermutlich doch nicht der grösste Publizist nach Luther geworden ist? Die Antwort fällt leicht: Weil es ein interessantes Buch geworden ist." NZZ.ch

Text und Lust

"Mit großer Lust, die sicherlich notwendig auch eine am Klatsch ist, liest man die 200 Seiten, die als Abgesang des 'letzten Zeitungslesers' – so der Titel von Angeles 2016 in Buchform erschienene Liebeserklärung an das Gedruckte – auf den (vielleicht) letzten Zeitungsmenschen Schirrmacher verstanden werden können." neues deutschland

Überzeugend

"Entstanden ist ein spannendes, auch stilistisch überzeugendes Porträt eines Geistesmenschen und Netzwerkers, der sich auf die Geheimnisse der Literatur ebenso verstand wie auf das nächste große Ding oder die Ränkespiele am Hof der Macht. Wer Schirrmachers Leben verfolgt hat, wird vieles Bekannte wiedererkennen und hier doch präziser und lebhafter geschildert finden, als es die bloße Erinnerung vermag." Berliner Morgenpost

13:05 31.05.2018

Buch der Woche: Weitere Artikel


Wallungswerte

Wallungswerte

Leseprobe "Dieses Buch will kein Psychogramm sein, aber es kommt nicht ganz ohne psychologisches Reden aus. Wie sollte es auch anders sein, da es schlicht und einfach danach fragt, wie ein Journalist so erfolgreich und mächtig werden konnte?"
Vor Ort

Vor Ort

Biographie Michael Angele, gebürtiger Schweizer und promovierter Literaturwissenschaftler, schrieb u.a. einst für die Berliner Seiten der FAZ. Heute ist er als stellvertretender Chefredakteur des Freitag tätig
Katalysator

Katalysator

Einblicke Man mag von Frank Schirrmacher halten, was man will – einig sind sich Freund wie Feind darin, dass er es verstand, gesellschaftsweite Debatten zu erzeugen. Versuch einer Sammlung