Handeln und Moral

Netzschau Rezensionen aus dem Netz: "Otte präsentiert seine Sicht auf die Planung seiner Tat, die Festnahme, Prozessverlauf und Gefängnisalltag. Er erzählt schnörkellos und mit vielen Dialogen."
Handeln und Moral
Foto: Fabrice Coffrini/AFP/Getty Images

Nur ein Krimi?

"'Schwarzgeld'. So heißt die Romanpremiere des gebürtigen Solingers Lutz Otte. Ein Krimi, bei dem es um die Job-Ängste kleiner Schweizer Bankmitarbeiter geht, um die Kurs-Betrügereien der großen Bankchefs, um hanebüchene Sicherheitslücken der Konten und um eine hübsche Love-Story. Vor allem aber geht es um den Ankauf belastender Steuer-CDs durch deutsche Fahnder, die so heimische Steuersünder überführen können – ein Stück Realität, wie es sie seit fünf Jahren das Land Nordrhein-Westfalen betreibt und damit Silberscheibe für Silberscheibe das Schweizer Bankgeheimnis abgewrackt hat. Otte hat also einen spannenden, aktuellen Krimi auf den Markt gebracht. Nur einen Krimi?" Der Westen

Enthüllend

"Lutz Otte ist Wistleblower. Er hat als IT-Experte bei einer Schweizer Bank gearbeitet. Ein befreundeter Steuerfahnder fragte ihn, ob er Daten liefern könne. Er zapfte einen Großrechner an und schickte dem deutschen Fiskus Angaben zu tausenden von Kunden, die mehrere hundert Millionen Steuern hinterzogen hatten. Otte flog auf und saß anderthalb Jahre wegen Geldwäsche, Bruch des Bankgeheimnisses und Wirtschaftsspionage im Gefängnis. Jetzt packt er aus." SWR 1

Mit Anliegen

"Vom Datendieb zum Krimiautor, allerdings zu einem Krimiautor mit einem Anliegen – im Buch erzählt Otte seine Geschichte aus der Perspektive des Protagonisten Schwarzenbach. Er präsentiert damit seine Sicht auf die Planung seiner Tat, die Festnahme, Prozessverlauf und Gefängnisalltag. Otte erzählt schnörkellos und mit vielen Dialogen." Kreiszeitung.de

Er muss es wissen

"Weshalb lassen immer wieder einmal Angestellte von Schweizer Banken am Arbeitsplatz hoch vertrauliche Informationen über Kunden mitlaufen? Liegt es nur daran, dass die deutschen Finanzbehörden Datenlieferanten mit Millionenbeträgen entlöhnen? Lutz Otte ist einer, der es wissen muss." Tagesanzeiger.ch

Man harrt gespannt

"'Ich wollte eigentlich einen Roman schreiben', sagt Otte. Aber der Verlag habe es nicht Roman nennen wollen. Man kann das aus Marketingsicht verstehen. Immerhin hat Otte im Gespräch noch eine gute Nachricht für den hiesigen Fiskus auf Lager. Da viele Schweizer unversteuerte Gelder in Deutschland hätten, werde der kommende automatische Informationsaustausch 'für die Schweiz zu einer sprudelnden Geldquelle'. Man harrt gespannt der Dinge, die da kommen." NZZ.ch

13:33 02.07.2015

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