Thema und These

Biographie Einer der thematischen Schwerpunkte des Soziologieprofessors Michael Hartmann ist seit jeher die soziale Ungleichkeit in Gesellschaften und deren Zusammenhang mit den sogenannten Eliten
Thema und These

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Michael Hartmann wurde am 24. August 1952 in Paderborn geboren. Er ist Professor für Soziologie mit den Schwerpunkten Elitesoziologie, Industrie- und Betriebssoziologie sowie Organisationssoziologie an der Technischen Universität Darmstadt. Er bezeichnet sich selbst als Sozialist und Kritiker der deutschen Gegenwartsgesellschaft.

Hartmann bestand 1971 die Reifeprüfung am altsprachlichen Gymnasium Theodorianum seiner Geburtsstadt Paderborn. Sein Studium von 1971 bis 1976 in den Fächern Soziologie, Politikwissenschaft, Philosophie, Geschichte, Germanistik und Psychologie an den Universitäten in Marburg und Hannover schloss er mit dem M. A. in Soziologie und Politikwissenschaften ab. Im Jahre 1979 wurde er in Hannover zum Dr. phil. promoviert. 1983 habilitierte er sich für Soziologie an der Universität Osnabrück. Nach verschiedenen Projektarbeiten, befristeten Tätigkeiten, Gast- und Vertretungsprofessuren ist Michael Hartmann seit 1999 als Professor für Soziologie am Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften der Technischen Universität Darmstadt tätig. Hartmanns Forschungsinteresse gilt besonders der Elitenforschung sowie der Globalisierung und deren Einfluss auf die unterschiedlichen nationalen Wirtschaftsstile (Globalization and National Economic Cultures). Hochschulpolitisch setzt er sich gegen Studiengebühren und die Förderung sogenannter "Eliteuniversitäten" ein.

In seiner empirischen Studie Der Mythos von den Leistungseliten untersucht Hartmann den Zusammenhang von sozialer Herkunft und Zugangschancen zu Elitepositionen in Deutschland. Er kommt zu dem Ergebnis, dass die Chancengleichheit diesbezüglich erhebliche Defizite aufweist. Dazu hat er die Biografien von 6500 Doktoren der Promotionsjahre 1955, 1965, 1975 und 1985 in der Bundesrepublik Deutschland anhand deren Lebensläufen in der Dissertation untersucht. Dabei konzentrierte er sich wegen ihrer Bedeutung für die Herrschaftsstruktur in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Justiz und Politik auf Juristen, Wirtschaftswissenschaftler und Ingenieure. Zum einen stellt Hartmann fest, dass bereits die Promotion sozial hoch selektiv ist. Es zeige sich bei Betrachtung des weiteren Karriereverlaufs der Promovierten, dass Spitzenpositionen in den untersuchten Bereichen in überrepräsentativen Ausmaß von Kindern des Großbürgertums und des gehobenen Bürgertums besetzt werden. Dabei unterliege der Wirtschaftsbereich einer stärkeren sozialen Selektion als die Bereiche Justiz und Politik. Hartmann begründet dies mit der Wahlmöglichkeit der aus "Großbürgertum" und "gehobenen Bürgertum" stammenden Kinder, die vorwiegend in Positionen der Wirtschaft drängen und sich erst dann für Justiz und Politik entscheiden, wenn die gesamtwirtschaftliche Situation die Aussichten auf eine Wirtschaftskarriere schmälert. Die in der strukturfunktionalistischen Schule der Eliteforschung vertretene Position, die Rekrutierung der Eliten erfolge vorrangig anhand der individuellen Leistung, hätten sich insoweit nicht bestätigt.

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In jüngster Zeit gab er diverse Interviews zum Thema, unter anderem bei Radio Bremen, Heise Online und WDR5.

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Teile dieses Textes basieren auf dem Artikel Michael Hartmann aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung).

12:59 04.07.2013

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