Erinnerung und Bekenntnis

Netzschau Rezensionen aus dem Netz: "Eine stark gezeichnete Lektion über unterschiedliche Staatsformen, die Selbst- und Fremdbilder (benachbarter) Gesellschaften sowie deren Auswirkungen auf das Individuum."
Erinnerung und Bekenntnis
Foto: Fred Dufour/AFP/Getty Images

Schwung und Eleganz

"Traurig klingt, was Sofi Oksanen berichtet, aber das Buch ist ganz und gar nicht traurig. Denn Oksanen erzählt mit Schwung und Eleganz, sie zeigt das Komische im Bizarren, und an den tragischen Stellen wird sie kurz, hart, pointiert. Der Roman mit seiner Fülle packender Geschichten ist soziologisch, historisch und literarisch von Wert, seine Protagonistin trotz der schrägen Erscheinung obendrein eine sympathische Figur." Deutschlandradio Kultur

Gelungene Form

"Der Roman ist Erinnerungs- und Bekenntnisorgie, über fast 500 Seiten bricht alles aus der Erzählerin heraus. Wie seine Protagonistin kennt der Roman 'Stalins Kühe' kein Maß. Die gelungene Form ist kein Wunder, denn geschrieben hat ihn Sofi Oksanen, 35, eine der besten Schriftstellerinnen Finnlands und Schöpferin des Bestsellers 'Fegefeuer'. Oksanen selbst ist die Tochter einer estnischen Mutter, wusste selbst mit dieser Herkunft nicht richtig umzugehen, bis eine Dozentin in einem Dramaturgiekurs sie ermutigte, das Thema zu ergründen statt wegzuschieben. 'Stalins Kühe' ist das Ergebnis dieses Prozesses und zugleich Oksanens erster Roman – der nun also endlich in deutscher Übersetzung erscheint." Spiegel Online

Literatur im besten Sinne

"Sollte es Sofi Oksanens persönliche Geschichte sein, die sie in ihrem Erstlingswerk erzählt, so mag die Autorin sich mit dem Schreiben geheilt haben. Für Stalins Kühe ist das ohne Bedeutung. Dieser Roman ist keine Therapie, er ist Literatur im besten Sinne." der Freitag

Sehr beeindruckt

"Eigentlich wollte ich diese Rezension noch gar nicht schreiben, sondern warten, bis wir 'Stalins Kühe' von Sofi Oksanen gemeinsam im LitClub im Rahmen von finnischer – oder estnischer? – engagierter Literatur gelesen haben. Aber der Roman hat mich sehr beindruckt, so dass ich euch gerne doch schon einen kurzen Lesetipp geben möchte." LesErleben

Mit anderen Augen

"Die LeserInnen erfahren viel über die Krankheit/Sucht 'Essstörung' – der Begriff wirkt geradezu verharmlosend. Durch die drastischen Schilderungen gewinnt die Erzählung noch an Stärke. Nach der Lektüre sieht mensch möglicherweise auch das Coverbild des Buches mit anderen Augen." Aviva-Berlin

 

 

08:50 04.10.2012

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