Potenzial und Perspektive

Netzschau Rezensionen aus dem Netz: "Der Band beleuchtet das Gewaltpotenzial des Islam aus den Perspektiven von Theologie, Kulturwissenschaft, Philosophie, Soziologie, Politik und Geschichte."
Potenzial und Perspektive
Foto: Thomas Samson/AFP/Getty Images

Kontrovers

"Beinahe täglich tauchen Meldungen auf, wonach Männer und Frauen im Kampf für Gott und gegen die 'Ungläubigen' ihr Leben 'hingeben' und sich dafür im Paradies auch Freuden erhoffen. Der vom Wiener Dogmatik-Professor Jan-Heiner Tück herausgegebene Sammelband 'Sterben für Gott. Töten für Gott? Religion, Martyrium und Gewalt' (Herder-Verlag) bietet eine Kontroverse um das Gewaltpotential des Islam." Der Sonntag

Betont sachlich

"Der Band beleuchtet das Gewaltpotenzial des Islam aus den Perspektiven von christlicher und islamischer Theologie, Kulturwissenschaft, Philosophie, Soziologie, Politik und Geschichte. Die Darstellung wird eröffnet mit einer betont sachlich gehaltenen Kontroverse darüber, ob dem Islam ein Muster gemäß der kriegerischen Expansion Mohammeds innewohnt, ob die theologische Tradition Ansatzpunkte bietet, dieses Muster zu verurteilen, und ob nicht nur die Gotteskrieger, sondern womöglich auch ihre Kritiker fundamentalistisch verblendet sind." Christ in der Gegenwart

Äußerst aktuell

"Das Buch von Jan-Heiner Tück 'Sterben für Gott – Töten für Gott? Religion, Martyrium und Gewalt', könnte nach den Worten Raffelts 'kaum aktueller sein'. Es sei aus dem Widerspruch gegen die Verwendung des Märtyrer-Begriffs für Selbstmord-Attentäter entstanden." Bistum Mainz

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Fehlerhafter Begriff

"Im Zusammenhang mit Selbstmordattentaten islamistischer Terroristen fällt immer wieder der Begriff 'Märtyrer'. Er ist völlig fehl am Platze, jedenfalls wenn mit ihm die Täter gemeint sein sollen." NZZ.ch

Grundlagen

"Wer Religionsfreiheit will, kann aber ohne eine demokratiefähige Religion nicht gut leben. Es ist daher an der Zeit, dass islamische Organisationen, christliche Kirchen, politische Parteien, aber auch Medien und Vertreter der Zivilgesellschaft sich öffentlich und klar für die Demokratiefähigkeit der hier und heute lebenden Religionen einsetzen – auch für die des Islam!" Institut für Sozialstrategie

Fragwürdig

"Der christliche Märtyrer erduldet Gewalt, aber er übt sie nicht. Er erduldet Gewalt, weil er sich weigert, sein Bekenntnis zu Jesus Christus, dem inkarnierten Wort Gottes, zur Disposition zu stellen. Diese Weigerung ist Ausdruck persönlicher Treue, die sich nicht durch sozialen Druck oder politische Gewalt korrumpieren lässt. Diese Treue, wie Jan Assmann es tut, als 'reaktive Intoleranz' zu bezeichnen, erscheint mir daher fragwürdig. Noch fragwürdiger wäre es, den christlichen Märtyrer mit einem Selbstmordattentäter gleichzusetzen, der Andersgläubige im Namen seines Gottes tötet." Perlentaucher.de

15:36 17.12.2015

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