Handeln und Notwendigkeit

Netzschau Rezensionen aus dem Netz: "Trittin verbindet eine Analyse der tiefen Gräben im linken Lager mit dem Plädoyer, alle progressiven Kräfte mögen sich gemeinsam in den Kampf stürzen."
Handeln und Notwendigkeit
Foto: Daniel Roland/AFP/Getty Images

Analyse und Plädoyer

"Dem Buch, mit dem er nun zurückkehrt, merkt man deutlich die Enttäuschung darüber an, dass die unter Trittins Führung erarbeitete Programmatik nur noch die Stammwählerschaft überzeugte. Und doch gerät Trittins Wahl- und Zustandsanalyse weder larmoyant noch besserwisserisch. (...) Trittin jedenfalls verbindet eine schonungslose Analyse der tiefen Gräben im linken Lager mit dem heftigen Plädoyer, alle progressiven Kräfte mögen sich gemeinsam in den politischen Kampf stürzen." Frankfurter Rundschau

Lösungsansätze

"'Stillstand made in Germany' heißt das aktuelle Buch von Jürgen Trittin. Am Montag stellte er es im Rahmen des Göttinger Literaturherbstes vor. Es war weniger eine Lesung, sondern mehr ein freier Vortrag mit anschließender Publikumsdiskussion. Der Göttinger Grünen-Abgeordnete geht in seinem Buch dem möglichen Stillstand auf die Spur und bietet Lösungsansätze. Doch wo steht Deutschland still und warum? Dana Rotter hat die Lesung besucht und kennt die Antworten." StadtRadio Göttingen

Druck und Veränderung

"Im Kampf gegen die Folgen des Klimawandels und die Ungleichheit fordert der Grünen-Politiker eine Vorreiterrolle Deutschlands und Europas. Das sei ein Manko der Großen Koalition. An etlichen Beispielen macht Trittin deutlich, dass Druck durchaus Veränderungen bewirkt habe. Gleichzeitig weist er auf die Macht der Lobbyisten hin. Sie drohten die Demokratie zu untergraben. (...) Dabei geht es auch um das geplante Freihandelsabkommen mit den USA. Trittin stellt das nicht grundsätzlich infrage, hält aber die geplanten Schiedskommissionen, die an jeglicher rechtsstaalichen Institution vorbei entscheiden sollten, für einen 'Anschlag auf den Mittelstand'. Denn: Nur Großkonzerne könnten sich noch ein solches Verfahren leisten." Bergstadt Kurier

Erkenntnis und Nachhaltigkeit

"Trittin würde aus knallhartem Eigeninteresse heraus den Klimawandel bekämpfen und die Industrie ökologisch revolutionieren. Dass die Regierenden und ganz vorne Angela Merkel als Bundeskanzlerin verkennen, wie wichtig das ist, fuchst ihn ungemein. Bis zu 25 Prozent der globalen Wertschöpfung könne der Klimawandel kosten. Es müsse sich ein neuer 'ökologischer Materialismus' durchsetzen, sagt und schreibt Trittin. Also die Erkenntnis, dass 'nur über ökologische Nachhaltigkeit der Wohlstand gesichert werden kann'." Süddeutsche Zeitung

Mehr als nur ein Aufruf

"Denn was Trittin in diesem Buch unternimmt, ist mehr als nur der Aufruf an die Grünen, Ökologie und Ökonomie dem Wähler künftig nicht mehr als Widerspruch zu präsentieren. 'Das Letzte, was wir brauchen, sind Appelle an das schlechte Gewissen', schreibt er. Das haben schon andere grüne Vordenker wie Ralf Fücks versucht. Aber Trittin schwört die Grünen in seinem unmissverständlichen Befehlston außerdem darauf ein, in Zukunft verstärkt in Regierungsverantwortung zu drängen." Welt Online

12:03 23.10.2014

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