Wiederholungsbedarf

Netzschau Rezensionen aus dem Netz: "Für die außerordentliche Qualität von Mitchells Erzählungen in 'Szenen aus Schottland' spricht auch, dass man jeden Text ad hoc noch mal lesen möchte."
Wiederholungsbedarf
Illustration: Valeria Gordeew

Klasse und Stil

"In seinen Erzählungen vermittelt Mitchell die alltäglichen Dramen, Hoffnungen und Sehnsüchte der 'einfachen' schottischen (Land-)Bevölkerung mit einem anmutigen, dem poetischen Realismus verhafteten Ton, perfekt von Esther Kinsky ins Deutsche übertragen. Seinen Figuren begegnet er voller Respekt und Liebe. In seinen Landschaftsbeschreibungen findet er exakt die richtigen Worte, um die karge und spröde Gegend atmosphärisch dicht und bilderreich einzufangen. Das alles hat Klasse und Stil. 'Szenen aus Schottland' ist ein schmaler Band mit Texten von umso größerer Wirkung." Sounds & Books

Sorgfältig ausgearbeitet

"Diese Texte verdienen mehr als nur ein historisches Interesse. Das hat in erster Linie damit zu tun, dass Mitchell sich jenseits aller politischen Friktionen und immer wieder beschworenen Klassenunterschiede ein ungebrochenes Interesse an Menschen bewahrt hat. In seinen sorgfältig ausgearbeiteten Charakterstudien erscheinen die Figuren nie als Typen. Es sind Individuen, denen die Bedingungen ihrer Existenz oft keine Wahlmöglichkeit lässt. Mitchells differenzierter, auf die Details hin geschulter Blick, findet auf wenigen Seiten in diesem Lebensumfeld Schönheit und Grausamkeit, Leid und hin und wieder auch Trost." Süddeutsche Zeitung

Außerordentlich

"Für die außerordentliche Qualität von Mitchells Erzählungen in 'Szenen aus Schottland' spricht auch, dass man jeden Text ad hoc nochmal lesen möchte und dann ein drittes oder viertes Mal; sicherlich mit das größte Lob, dass man Literatur aussprechen kann. Mit dieser Sammlung beschert der Guggolz Verlag einmal mehr die Wiederentdeckung eines zu unrecht vergessenen Autors. Lest Szenen aus Schottland von James Leslie Mitchell!" lustauflesen.de

Aus ihrer Mitte

"Insofern sind die 'Szenen aus Schottland' ein auch in dieser Hinsicht empfehlenswertes Buch: Mitchell liebt seine Protagonisten von Herzen, er kommt aus ihrer Mitte, spricht ihre Sprache, kennt ihr Leben – ist also sehr nah dran, und schaut doch weit über den nächsten Hügel hinaus." Gute Literatur

Ein ganzes schottisches Jahr

"Mit James Leslie Mitchell in den 'Szenen aus Schottland' darf ich seine Welt, Das Land, erlesen und wie er nah an Lehm, Graupel und den Menschen bleibt, kommt’s auch mir nah, jede Jahreszeit, gerade so, als säße man daneben, da er es aufschreibt, auf einem Stein sitzend, rastend, während des Gangs durch Winter, Frühling, Sommer und Herbst. Ich hatte meinen Winter bekommen. Ich hatte ein ganzes schottisches Jahr erhalten. Und wäre gerne noch geblieben." Hundstrüffel

14:03 15.12.2016

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Biographie James Leslie Mitchell wurde 1901 geboren. Er veröffentlichte, teilweise unter seinem Pseudonym Lewis Grassic Gibbon, bis zu seinem frühen Tod 1935 zahlreiche Artikel und Bücher
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Einblicke Zwar wurde Mitchell mit seinem Roman "Sunset Song", der unter Pseudonym erschien, auch über die Grenzen Schottlands hinaus berühmt, dies allerdings nicht sehr nachhaltig