Ohne Hoffnung?

Einblicke Der Nahostkonflikt scheint sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einer endlosen Spirale immer neuer Eskalationen entwickelt zu haben, aus der kaum mehr ein Ausweg möglich scheint
Ohne Hoffnung?
Foto: Said Khatib/AFP/Getty Images

Ewiger Stillstand

"Mit dem Jahrestag der Gründung Israels jährt sich zugleich der erste arabisch-israelische Krieg. Seitdem kam es zu sechs weiteren kriegerischen Auseinandersetzungen, zuletzt im Winter 2009. Terroranschläge und Raketenbeschüsse durch radikale Gruppen wie Hamas und Hisbollah gehören in manchen Dörfern und Städten zum Alltag. Trotz der Friedensabkommen zwischen Israel und den arabischen Nachbarn Ägypten und Jordanien wurde die Hoffnung auf eine friedliche Gesamtlösung im Nahen Osten immer wieder enttäuscht. Momentan scheint der Friedensprozess still zu stehen." Bundeszentrale für politische Bildung

Differenz und Wiederholung

"Die Stimmung hatte ihren Tiefpunkt erreicht, als der Chef des israelischen Inlandsgeheimdienstes Schin Bet, Joram Cohen, den Palästinenserpräsidenten vor einigen Wochen persönlich über Putschpläne der Islamisten informiert haben soll. Abbas drohte den Islamisten nun: Sollte die Hamas der Palästinenserregierung die Handlungsfreiheit in Gaza verwehren, werde er die Einheitsregierung wieder auflösen." Welt Online

Spannung und Offenheit

"Es wird wohl sein wie immer bei deutsch-israelischen Konsultationen: Kritische Töne sind im offiziellen Rahmen unerwünscht, wenn Kanzlerin Merkel und ihre Delegation in Israel landen. Dabei hoffen manche Menschen im Land auf mehr Offenheit." Spiegel Online

Absicht und Wirkung

"In der Dokumentation 'The Gatekeepers' erzählen ehemalige Chefs des israelischen Geheimdienstes Shin Bet, wie sie die Moral im Umgang mit palästinensischen Terroristen ausblendeten. Gebracht hat es nichts: Die tatsächliche Sicherheit Israels habe sich weiter verschlechtert, so der Regisseur Dror Moreh." Deutschlandfunk

Chancen und Hoffnungen

"Seine aufsehenerregende Dokumentation 'Töte zuerst', in der sechs ehemalige israelische Geheimdienstchefs ihre Sicht auf den Nahostkonflikt preisgeben, ist für einen Oscar nominiert: Regisseur Drorh Moreh über verpasste Chancen und verlorene Hoffnungen." FAZ.net

14:27 05.02.2015

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