Außerhalb des Zentrums

Einblicke Sowohl Posthumanisten wie auch Transhumanisten stellen angesichts neuer technologischer Bedingungen und Möglichkeiten Fragen über eine Zeit ohne den Menschen als Maß aller Dinge. Versuch einer Sammlung
Außerhalb des Zentrums
Foto: China Photos/Getty Images

Begrifflichkeiten I

"Der Posthumanismus entspricht dem Zeitalter, das auch als 'Anthropozän' bezeichnet wird – und durch die (negativen) Auswirkungen menschlichen Handelns auf das Ökosystem der Erde gekennzeichnet ist. Den Begriff prägte der Chemie-Nobelpreisträger Paul Crutzen; er beschreibt damit die gegenwärtige geologische Epoche und betont die technologisch vermittelte Macht unserer Spezies und ihre tödlichen Folgen. Als Auseinandersetzung mit den Herausforderungen unserer Epoche geht der Posthumanismus jedoch über die ökologische Zukunftsfähigkeit und die Auswirkungen technologischer Vermittlung hinaus und beschäftigt sich mit Themen der sozialen Gerechtigkeit und der politischen Subjektivität." Bundeszentrale für politische Bildung

Begrifflichkeiten II

"Es macht Sinn, einerseits zwischen Posthumanismus und Transhumanismus und andererseits zwischen posthumanistisch und posthuman zu unterscheiden, auch wenn die Grenzen zwischen diesen oft fließend sind. Posthumanisten und Transhumanisten spielen beide mit dem Gedanken an eine Zeit nach dem Menschen angesichts neuer technologischer Bedingungen und Möglichkeiten – Eugenik, Prothetik, Bionik, künstliche Intelligenz usw. Philosophisch als auch praktisch gibt es dabei aber große Unterschiede." philosophie.ch

Ans Eingemachte

"Es geht ans Eingemachte: Klimawandel und Verlust der Artenvielfalt bei Ressourcenknappheit und großen Migrationsbewegungen – so lauten zentrale Stichwörter des 21. Jahrhunderts. Erst sprachen Naturwissenschaftler vom Anthropozän, dem 'Menschenzeitalter'. Mittlerweile macht das Konzept auch in den Kulturwissenschaften Karriere." Tagesspiegel.de

Von den Grenzen

"Neben dem Posthumanismus befasst sich auch der so genannte Transhumanismus mit den Fragen der Grenzen des menschlichen Lebens. Pragmatischer als im Posthumanismus wird hier über konkrete technische Maßnahmen aus der Nanotechnik, den Neurowissenschaften, der Pharmazie und der Kybernetik zur Erweiterung (enhancement) aller mentalen und physischen Fähigkeiten des Menschen diskutiert." Eurozine

Aktualisierung(en)

"Haraway hat in ihrer Theoriebildung immer die historische Bedingtheit ihrer Figuren, die Kraft der Revision von Begriffen und die Notwendigkeit des Neuschreibens von Geschichte(n) betont. Bereits seit Beginn der 2000er Jahre fragt sie vor diesem Hintergrund, ob die Figur der Cyborg gegenwärtigen Entwicklungen überhaupt noch gerecht wird. Dabei kommt sie zu dem Schluss, dass es für die angemessene Beschreibung und Analyse der Gegenwart einer anderen, breiteren Kategorie bedarf." Feministische Studien

10:40 24.05.2018

Buch der Woche: Weitere Artikel


Auf eigensinnige Art

Auf eigensinnige Art

Leseprobe "Dieses Buch führt aus und durch, dass das Bewahren von Unruhe unter Vermeidung von Futurismus ein ernsthafterer und produktiverer Zugang ist. Um unruhig zu bleiben, müssen wir uns auf eigensinnige Art verwandt machen."
Neu denken

Neu denken

Biographie Donna Haraway, mittlerweile emeritierte Professorin an der University of California, Santa Cruz, ist u.a. bekannt als feministische Wissenschaftstheoretikerin, Biologin und Geschlechterforscherin
Subversion

Subversion

Netzschau Rezensionen aus dem Netz: "Auch in ihrer aktuellen Streitschrift, die nach wie vor mit feministischem Anspruch geschrieben wurde, ruft Haraway die politische Sprengkraft begrifflicher Ordnungen ins Bewusstsein."