Alltag und Elend

Einblicke Das Tagebuch schildert eindringlich den vergeblichen Versuch, sich möglichst lange einen normalen Alltag aufrechtzuerhalten, dass aber nach und nach Hunger, Krankheit und der Tod Einzug hielten. Versuch einer Sammlung
Alltag und Elend

Foto: National Archives/Newsmakers

Schritt für Schritt

"Vier Wochen nach Beginn des deutschen Überfalls auf Polen besetzte die Wehrmacht Ende September 1939 Warschau. Die jüdische Gemeinde dort war mit über 380.000 Mitgliedern die größte Europas und umfasste ungefähr ein Drittel der Bevölkerung in der polnischen Hauptstadt. Die gesamte jüdische Gemeinde unterlag mit Beginn der deutschen Besatzung einer Vielzahl willkürlicher Zwangsmaßnahmen, zu denen die Kennzeichnungspflicht, eine erhebliche Einschränkung der Bewegungsfreiheit, die Beschlagnahmung jüdischen Eigentums und gewalttätige Übergriffe zählten. Erste Schritte zu einer Ghettoisierung der jüdischen Bevölkerung unternahm die deutsche Besatzungsmacht im November 1939, als der Militärbefehlshaber einen überwiegend von Juden bewohnten Teil der Altstadt zum "Seuchensperrgebiet" erklärte, das von deutschen Soldaten nicht betreten werden durfte." Deutsches Historisches Museum

Widerstand und Leid

"Nalewki, Mila, Nowolipka: Auf den ersten Blick ist vom Warschauer Ghetto nicht mehr geblieben als ein paar Straßennamen. Doch bei einem Rundgang durch das Viertel, aus dem die Nazis vor 70 Jahren Hunderttausende Juden deportierten, erzählen Denkmäler Geschichten vom Widerstand und Leid." Spiegel Online

Critical facts

"The name Mary Berg was vaguely familiar to me. Several years ago Nextbook.org, Tablet’s predecessor site, published an essay by Amy Rosenberg about Warsaw Ghetto, a war memoir Berg had published in 1944, the year she had arrived as a young woman in the United States. Though Berg had spent two years in the Warsaw Ghetto, having fled there from Lodz, her mother was an American, a critical fact that entitled Berg, her sister and her parents to be included in a prisoner of war exchange program that saved their lives." Tablet Magazine

Enigmatic life

"But by the early 1950s, the book, 'Warsaw Ghetto', had fallen out of print, and she disappeared from public view, refusing to speak with researchers and sometimes denying that she had written the diary at all. Now a trove of Ms. Berg’s albums and scrapbooks has surfaced, promising to shed light on the enigmatic life of a woman sometimes described as an Anne Frank before Anne Frank." The New York Times

Twelve diaries

"Mary Berg, born and raised in Poland, was nineteen in March 1944, when she stepped off a prisoner-of-war exchange ship from Lisbon and onto a dock in New York. She stood with her American-born mother, her Polish father, and her younger sister, clutching a suitcase that contained her U.S. passport (thanks to her mother’s citizenship) and a set of twelve diaries describing her experiences in the Warsaw Ghetto." Tablet Magazine

14:08 05.12.2019

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Früher Beleg

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Leseprobe "Mary Bergs Tagebuch erschien, noch bevor der Krieg zu Ende war, bevor die Menschen das ungeheure Ausmaß der deutschen Verbrechen und die Einzelheiten der Endlösung kannten."
Geschichte und Subjekt

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Biographie Mary Berg war 15 Jahre alt, als die deutsche Wehrmacht 1939 in Polen einfiel, und 16, als sie im Warschauer Ghetto interniert wurde. Als Tochter einer amerikanischen Staatsbürgerin gehörte sie einer privilegierten Minderheit an
Für die Zukunft

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Netzschau Rezensionen und Stimmen aus dem Netz: "Das Tagebuch der Mary Berg ist eines der wichtigsten Zeitzeugen-Dokumente zum Holocaust und zum Zweiten Weltkrieg. Eine bewegende, unvergessliche Lektüre."

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