Bedürfnis und Konflikt

Einblicke Die Ursachen für die jahrzehntelange unstabile Lage in Liberia liegen wie bei so vielen Konfliktgebieten in einer Verflechtung von vielen verschiedenen Problemen. Versuch eines Überblicks
Bedürfnis und Konflikt

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Konflikt und Ursache

"Der Bürgerkrieg in Liberia dauerte 14 Jahre lang von 1989 bis 2003. Es handelte sich einerseits um ethnische Konflikte zwischen den Volksgruppen in Liberia, andererseits um den Kampf zwischen Kriegsherren (Warlords) um die politische Macht und um die Rohstoffe des Landes." Wikipedia

Am Rand des Abgrunds

"Der Bürgerkrieg hat Liberia an den Rand des wirtschaftlichen Abgrunds geführt. Obwohl das Land reich an natürlichen Ressourcen ist, leben über drei Viertel der LiberianerInnen in Armut: Die Infrastruktur ist zerstört, die Arbeitslosigkeit liegt bei 85 Prozent und ein Gesundheitssystem existiert so gut wie nicht. Etwa 46 Prozent der Bevölkerung gelten als unterernährt. Die Kindersterblichkeit ist mit fast 15 Prozent extrem hoch. Der Krieg hat zum Verfall gesellschaftlicher Normen und Werte geführt und die Gewaltbereitschaft ist enorm gestiegen." Medica Mondiale

Ohne Waffen

"Abgehackte Glieder, ungesühnte Morde und ein Land, in dem zwei Drittel aller Frauen Opfer sexueller Gewalt werden: Liberias Präsidentin Johnson-Sirleaf erhält den Friedensnobelpreis für ihren Kampf für Frauenrechte. Ebenfalls geehrt wird die Aktivistin Leymah Gbowee. Den Frauen gelingt, wozu die Männer in dem vom Bürgerkrieg zerrütteten Land unfähig sind: Frieden schaffen ohne Waffen." Süddeutsche.de

Frauen und Frieden

"Dass Liberia überhaupt zurück zum Frieden fand, hat das Land maßgeblich ihr zu verdanken. Die 39-jährige Gwobee erlebte den Kriegsausbruch als junges Mädchen. Als Liberia in Flammen aufging, wurde sie erst Sozialarbeiterin und dann Traumatherapeutin. In der Schlussphase des Bürgerkrieges organisierte sie die erste landesweite Frauenbewegung für den Frieden: Christinnen und Musliminnen, die öffentlich gemeinsam beteten." taz.de

Für alle

"Zugleich aber würdigt dieser Nobelpreis alle Afrikanerinnen: Millionen namenloser Frauen, die frühmorgens mit einem Säugling auf dem Rücken hinaus auf die Felder ziehen. Die in der Gluthitze des Mittags in einer endlosen Schlange auf Medikamente warten. Die nachmittags Getreide dreschen oder Hirse mahlen oder Mais stampfen und abends gewaltige Brennholzbündel oder Wasserkanister auf ihren Köpfen balancieren." Zeit Online

09:41 30.08.2012

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