Generation und Stimme

Biographie Sein Engagement in Sachen Energiepolitik, Lobbyismus, Generationengerechtigkeit und Nachhaltigkeit hat Wolfgang Gründinger den Ruf als "Anwalt der Jugend" eingebracht
Generation und Stimme
Foto: Verlag/David Ausserhofer

Wolfgang Gründinger (* 11. Juni 1984 in Tirschenreuth) ist Demokratieforscher und Publizist mit den Schwerpunkten Energiepolitik, Lobbyismus, Generationengerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Er ist Sprecher der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen und ist Mitglied im Think Tank 30 (tt30), der jungen Denkfabrik des Club of Rome. 

Gründinger wurde als zweiter Sohn einer alleinerziehenden Gemüseverkäuferin geboren. Er erhielt den Bachelor in Politikwissenschaften und Soziologie an der Universität Regensburg und den Master in Vergleichender Demokratieforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin und an der University of California, Santa Cruz.

Sein politisches Engagement begann mit dem 16. Lebensjahr mit dem Beitritt zu den Jusos und der SPD und der Gründung des überparteilichen internationalen Jugendnetzwerks YOIS ("Youth for Intergenerational Justice and Sustainability"), dessen Vorstand er fünf Jahre lang angehörte. Als 17-Jähriger war er Delegierter zum UN-Klimagipfel in Bonn, im Jahr darauf reiste er zum UN-Weltgipfel für Nachhaltigkeit in Johannesburg. Er war 2004–2007 einziger deutscher Delegierter des Internationalen Jugendparlaments und Mitglied eines internationalen sechsköpfigen Teams, das im Auftrag des weltgrößten Jugend-Aktivistennetzwerks Taking IT Global im Jahr 2005/2006, die weltweite Jugendarbeit für die UN-Millenniumsziele koordinierte. Zur selben Zeit wirkte er als Experte für Internationale Beziehungen am Kinder- und Jugendreport zum Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung für ein kindgerechtes Deutschland mit.

Er war darüber hinaus u. a. beratend tätig im Jugendkomitee des Bundesumweltministeriums, als Mitglied des Zentrums Zukunft beim Deutschen Evangelischen Kirchentag und im Beirat des Bündnisses für ein Energieautarkes Ostbayern. 

Die inzwischen eingestellte Zeitschrift Junge Karriere zählte ihn 2009 zur "jungen Elite Deutschlands". Sein frühes politisches Engagement für die Rechte und Interessen der heutigen Jugend und der künftigen Generationen hat ihm laut Ernst Ulrich von Weizsäcker den Ruf als "Anwalt der Jugend" eingebracht. Der Spiegel bezeichnete ihn 2009 als "Vorzeige-Mittzwanziger Deutschlands". Die Zeit Campus zählt ihn zu den "100 Studenten, von denen wir noch hören werden."

Bekanntheit erlangte er bei einer Aktion zivilen Ungehorsams beim UN-Klimagipfel 2010 im mexikanischen Cancun, wo er polizeilich vom Konferenzgelände entfernt wurde.

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Teile dieses Textes basieren auf dem Artikel Wolfgang Gründiger aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung).

09:27 25.10.2012

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