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Netzschau Rezensionen aus dem Netz: "Wolfram Eilenberger hat ein großartiges Buch geschrieben. Mitreißend erzählt, klug, erhellend. 'Zeit der Zauberer' ist beides zugleich: Inspiration und Mahnung."
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Foto: Dan Kitwood/Getty Images

Elegant und schlüssig

"Wolfram Eilenberger erzählt elegant und schlüssig. Etwa wenn er erklärt, wie der studierte Ingenieur Ludwig Wittgenstein davon besessen ist, die Sprache, die einzelnen Sätze auf ihre formalen und logischen Möglichkeiten zu untersuchen – und darüber zu der berühmten Erkenntnis kommt: 'Wovon man nicht reden kann, darüber muss man schweigen.' Und weil man eben die letzten Fragen nicht logisch und objektiv beantworten kann, muss sie jeder für sich selbst ganz allein lösen. Was wiederum weiter zu Martin Heidegger führt, der den Einzelnen auch in solche unlösbaren Fragen geworfen sieht. In Eilenbergers 'Zeit der Zauberer' wird all das ziemlich rasant kurzgeschlossen mit den Biografien dieser Denker: Wittgenstein, der sein gesamtes Millionenerbe verschenkt, um als einfacher Dorfschullehrer den Menschen zu dienen, Benjamin, der auch über seine erotische Getriebenheit die Zerrissenheit der menschlichen Existenz erfährt – und Martin Heidegger, der mit seiner Lehre sogar seinen eigenen Ehebruch sozusagen theoretisch begründet." MDR Kultur

Mitreißend, klug, erhellend

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Wichtigstes Jahrzehnt

"Wolfram Eilenberger, langjähriger Chefredakteur des 'Philosophie Magazins', widmet sich in seinem Buch 'Zeit der Zauberer' dem bis heute wichtigsten Jahrzehnt der deutschen Geistesgeschichte, den Zwanziger Jahren. Große Philosophen wie Ludwig Wittgenstein, Walter Benjamin, Ernst Cassirer und Martin Heidegger prägten diese Epoche geistiger Kreativität." rbb Kulturradio

Vielfältiges Sprechen

"Der Autor vermag beides: Pointiert über das Leben schreiben und fachkundig in das Denken einzuführen; das Leben seiner Protagonisten mit ihrem Denken zu verknüpfen; die Protagonisten in einer gemeinsamen Zeit zu verorten und sie in ihren Kontrasten kenntlich zu machen. Sollte es eine Überzeugung geben, die Wittgenstein, Heidegger, Benjamin und Cassirer in diesem (und jedem anderen) Stadium ihres Denkens umstandslos und unbedingt bejaht hätten, dann war es die folgende: 'Die menschliche Lebensform ist eine des Sprechens. Die Sprache (…) ist der eigentliche Boden unseres jeweiligen Selbst- und Weltverständnisses.' Faszinierend, wie vielfältig dieses Sprechen sein kann." Augsburger Allgemeine

Ambivalenter Zauber

"Die moderne Philosophie hat ihren letzten großen Innovationsschub in den 1920er-Jahren erlebt und zwar durch das Wirken der großen Denker Ernst Cassirer, Ludwig Wittgenstein, Walter Benjamin und Martin Heidegger, meint der Philosoph Wolfram Eilenberger. Doch dieser Zauber sei auch ambivalent." Deutschlandfunk Kultur

08:37 15.03.2018

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Leseprobe "Dieser Wittgenstein also war zurück in Cambridge. Zurück, wie es hieß, um zu philosophieren. Indes besaß das Genie, mittlerweile 40 Jahre alt, keinen akademischen Titel und zeigte sich zudem vollkommen mittellos."
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Biographie Wolfram Eilenberger studierte Philosophie, Psychologie und Romanistik in Heidelberg, Turku und Zürich. 2008 wurde er in Zürich mit einer Arbeit zu Michail Bachtin zum Doktor der Philosophie promoviert
Am Ursprung

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Einblicke Die Zwanziger Jahre sind eine Epoche, die unser Denken bis heute in vielerlei Hinsicht prägt und daher für die Entwicklung des 21. Jahrhunderts von höchster Bedeutung ist. Versuch einer Sammlung