Außerhalb der Zentren

Netzschau Stimmen zum Thema aus dem Netz: "Auf der Erde ziehen die Trabanten ihre Bahnen eher außerhalb der gesellschaftlichen Zentren, wo sich Glanz, Geld und Bedeutung zusammenballen."
Außerhalb der Zentren
Maike Knirsch und Peter Kurth (Foto: Arno Declair)

Nur scheinbar

"So wie Clemens Meyer sind auch seine Figuren in 'Die stillen Trabanten' nur scheinbar vom Typ Rührmichnichtan. Denn gleichzeitig fahren sie alle Antennen aus wie künstliche Trabanten, die unsere Erde umkreisen. Die Menschen in Meyers Geschichten tun dies allerdings, um menschliche Nähe zu erfahren. Meist vergeblich und wenn doch, so nur für kurze Zeit, die meist auch schon länger zurückliegt." KulturPort

Leichte Melancholie

"Der Erzählkosmos von Clemens Meyer ist von rauer Poesie und seine eher tristen Milieus kontrastieren sich mit blutroten Sonnenuntergängen, dynamischen Licht- und Wolkenformationen. Seine Prosa ist ebenso detailgesättigt wie einfühlsam und schafft schnell eine atmosphärisch dichte Stimmung. Aus den Zeilen sickert dabei stetig eine leichte Melancholie, das Gefühl von Abschied und Verlust heraus. Fast unmerklich lässt Clemens Meyer in seinen Geschichten die Zeiten sowie Traum, Realität und Imagination ineinander fliessen. 'Was ist schon gegenwärtig' fragt er und unterstreicht 'wir befinden uns immer wieder woanders'. Und so laufen seinen Geschichten auch im Oszillierenden, im Offenen und Andeutenden aus." Culturmag

Wunderbar einprägsam

"Diese Geschichten aus den Randbezirken der ostdeutschen Gesellschaft sind mit ihren vielen Andeutungen und unvermittelten Zeitsprüngen wahrlich keine leichte Lesekost. Clemens Meyer findet allerdings für seine sorgsam ausgewählten Themen wunderbar einprägsame Bilder und zieht damit den Leser stimmungsmäßig tief hinein in seine sehr spezielle, melancholische Erzählwelt." Literaturzeitschrift.de

Störtebeker der Postmoderne

"Clemens Meyer ist ein politischer Dichter. Er beendet 'Die stillen Trabanten' mit der Geschichte des Arbeiterschriftstellers Willi Bredel und dessen Werk über Klaus Störtebeker, den Piraten und Robin Hood der Hanse. Der Legende nach ging Störtebeker in die ärmlichen Hütten der Fischer, wusste, wie sie lebten und kämpfte für ihre Rechte. Am Ende ist Meyer selbst mit seinen Geschichten ein Störtebeker der Postmoderne." Pfeil und Bogen

Literatur im Gespräch

"Kurzgeschichten aus der Nacht erzählt Clemens Meyer in seinem neuen Band 'Die stillen Trabanten'. Ende September war er damit in Saarbrücken zu Gast. Der Mitschnitt des Abends ist online abrufbar." SR 2 Kulturradio

10:37 12.10.2018

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