Zirkusspiel der Meisterklasse

Biografie Mit einem Ensemble von mehr als dreißig Darstellern und Musikern inszenieren Mark Zurmühle, Olli Hauenstein und Christoph Nix das Zirkusspiel „Foottit und Chocolat“ als ein riesiges Spektakel im Zirkuszelt
Zirkusspiel der Meisterklasse
Christoph Nix

Foto: Theater Konstanz/ Ilja Mess

Christoph Nix (Regie und Bühne)

Prof. Dr. Dr. Christoph Nix studierte nach seinem Abitur, das er 1973 in Herborn ablegte, Rechtswissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Nach dem Referendariat in Frankfurt am Main legte er 1983 die zweite Juristische Staatsprüfung ab. 1988 wurde er an der Universität Bremen zum Dr. jur. promoviert, 1990 zum Professor an der Evangelischen Hochschule Hannover ernannt.

Von 1985 bis 1990 war er Strafverteidiger in Gießen, ab 1988 lehrte er an der Evangelischen Fachhochschule Hannover Strafrecht. Er unterrichtete an der Humboldt-Universität zu Berlin (1992-2003), später auch an der Universität der Künste (Bühnenrecht) und 2005 auch an der Universität in Kassel (Strafrecht). Im Januar 2011 wurde Christoph Nix an der Universität Bremen zum Professor für Jugendstrafrecht und Bühnenrecht ernannt.

1985 bis 1988 spielte Nix bei Augusto Boal und Gardi Hutter. Er trat als Clown im Europa Circus Bügler auf. 1991 wurde Nix Regieassistent bei Peter Palitzsch am Berliner Ensemble. 1994 wurde er Intendant am Theater in Nordhausen, wo er außerdem den Thüringer Herbst organisierte. 1999-2004 war er Intendant am Staatstheater Kassel. Während dieser Zeit war er Mitglied des Vorstands des Deutschen Bühnenvereins und der Hessischen Theaterakademie. Regiearbeiten führten ihn u.a. nach Uganda, Togo, Malawi, Chile und Schweden. Seit Beginn der Spielzeit 2006-2007 ist Nix Intendant am Theater Konstanz. Sein Vertrag wurde im Frühjahr 2014 bis in das Jahr 2020 verlängert.

Mark Zurmühle (Regie)

Nach seinem Studium der Theaterwissenschaften, Kunstgeschichte und Germanistik an der Universität Wien folgt eine Ausbildung zum Regisseur und Schauspieler an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (Max Reinhardt Seminar). Er ist als Schauspieler an der Freien Volksbühne und am Schiller Theater in Berlin, an den Münchner Kammerspielen und am Schauspielhaus Zürich tätig. Über erste Regieassistenzen, unter anderem bei Hans Lietzau, ergibt sich 1982 die Gründung einer freien Theatergruppe in Paris. Von 1984 bis 1988 ist Mark Zurmühle Schauspieldirektor am Theater Basel, ab 1992 in Leitungsfunktion am Nationaltheater Mannheim und ab 1995 als festes Mitglied der Schauspielleitung am Staatstheater Hannover tätig. Von 1999 bis 2014 ist er Intendant des Deutschen Theater Göttingen. Seine freie Regietätigkeit setzt er jedoch in den vergangenen Jahren fort, beispielsweise am Maxim-Gorki-Theater in Berlin, am Thalia Theater Hamburg und am schauspielfrankfurt.

Olli Hauenstein (Clown)

Olli Hauenstein, geboren 1953, ist ein Schweizer Schauspieler und Clown. Als Clown gehört er in Europa zu einem der renommiertesten in seinem Fach. Nach seiner Pantomimeausbildung am Teatro Studio di Roma bei Roy Bosier, ging er im Jahr 1973 für ein umfangreiches Studium, welches er mit Diplom abschloss, an die staatliche Theater- und Zirkusakademie in Budapest, sowie an das staatliche Puppentheater.

Stefan Gansewig & Rudolf Hartmann (Musikalische Leitung)

Rudolf Hartmann wurde in Münsingen (Baden-Württemberg) geboren. Ab dem sechsten Lebensjahr erhielt er Musikunterricht bei Hans Brändle in Stuttgart. Er studierte Musik am Hohner-Konservatorium in Trossingen mit dem Hauptfach Akkordeon. Unter anderem waren seine Dozenten Hubert Deuringer, Fritz Dobler und Josef Bugala. 1990 machte Rudolf Hartmann seinen Abschluss als Staatlich anerkannter Musiklehrer. Schon während dem Studium wirkte er bei zahlreichen Produktionen als Spieler, Arrangeur und Dirigent für Schallplatte und Rundfunk mit. Außerdem war er in den Bereichen Originalkompositionen, Jazz und Bearbeitung klassischer Werke tätig. Rudolf Hartmann hat seinen eigenen Musikverlag (Musikverlag Rudolf Hartmann) mit Schwerpunkt auf Akkordeonliteratur. Heute ist Rudolf Hartmann freischaffender Musiker, Arrangeur, Komponist und arbeitet an allen Facetten der Akkordeonmusik von Alter Musik über Bearbeitungen klassischer Werke bis hin zu Uraufführungen zeitgenössischer Titel. Außerdem wirkt er als Begleiter für Chanson und Kleinkunst, World Music, Jazz und entwickelt Klanginstallationen und Performances für verschiedene Instrumente und Apparate. Er ist Gründungsmitglied bei den »Färbe-Schrammeln«.

Stefan Gansewig, geb. am 16. März 1960 in Berlin. Mit 14 Jahren begann er Gitarre zu spielen, und studierte später Gitarre an der Schweizer Jazzschule in Bern. Im Laufe seiner Karriere hat er mit vielen verschiedenen Bands gespielt, so z.B. mit »The Muppets of Invention« (Frank Zappa Stil), »Purple Elefant« (Steely Dan Stil), »The Do-Groove Band« (Rhythm and Blues) und »Shake« (Rock and Roll). Gansewig hat die seltene Fähigkeit, viele verschiedene Musikstile mit Gefühl und Glaubwürdigkeit zu spielen. Er war in ganz Europa auf Tournee, und lebt zur Zeit in Konstanz.

Martina Eitner-Acheampong (Regie)

Geboren in Cottbus, absolvierte Martina Eitner-Acheampong ihr Schauspielstudium in Rostock an der Hochschule für Schauspielkunst. Sie war viele Jahre im Ensemble des Schauspiels Leipzig, spielte u.a. in der Fernsehserie »Stromberg« und mehrfach im »Tatort« mit. In Konstanz war ihre Inszenierung »Vermessung der Welt« in der Spielzeit 2014/2015 zu sehen.

Nora Bussenius (Regie)

Nora Bussenius studierte Schauspiel- und Opernregie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München. Sie arbeitet als Regisseurin für Kinder- und Jugendtheater an Häusern wie Schauspiel Köln und den Theatern Bamberg, Darmstadt und Oldenburg. »Sagt der Walfisch zum Thunfisch« ist ihre erste Inszenierung am Theater Konstanz.

12:08 08.06.2019

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