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Biographien Jonathan Dove gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen Komponisten. Mit Charles Hart wurde zudem ein preisgekrönter Librettist gewonnen, der gemeinsam mit Regisseur Jürgen R. Weber das Libretto entwickelte
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Foto: Marshall Light Studio

Jonathan Dove wurde 1959 in London als Sohn eines Architektenehepaars geboren. Er war Kompositionsschüler von Robin Holloway in Cambridge. Nach dem Diplom arbeitete er als Liedbegleiter, Repetitor, Animateur und Arrangeur. In Glyndebourne, wo er bei einem Opernprojekt assistiert hatte, erhielt er einen ersten Kompositionsauftrag. Von 2001 bis 2006 war er Künstlerischer Direktor des Spitalfields Festival. Doves Werkkatalog umfasst mehr als 20 Opern, Chorwerke, Instrumental- und Orchestermusik sowie Bühnenmusik für das National Theatre in London, die Royal Shakespeare Company und das New York Shakespeare Festival. Er wurde auch mit Kompositionen für öffentliche Feiern beauftragt. So begleitete seine Musik die Feiern zur Jahrtausendwende am Millennium Dome in London und im Juni 2000 zur Eröffnung der Millennium Bridge (London), die zwischen St Paul’s Cathedral und der Tate Gallery of Modern Art die Themse überquert.

Charles Hart, 1961 in London geboren, ist ein britischer Liedtexter, Songwriter und Musiker. Am bekanntesten wurde er durch die Überarbeitung der Liedtexte und des Textbuchs für Andrew Lloyd Webbers "The Phantom of the Opera". Zusammen mit Don Black schrieb er 1989 wiederum für Lloyd Webber die Texte zu "Aspects of Love". Des Weiteren überarbeitete er Glenn Slaters Lyrics zu "Love Never Dies", dem Folgewerk von Phantom. Hart erregte die Aufmerksamkeit von Andrew Lloyd Webber und Cameron Mackintosh durch seine Teilnahme am Vivian Ellis Wettbewerb für junge Musiktheaterautoren, bei dem beide Juroren waren; er hatte eine Bearbeitung von Defoes Moll Flanders eingereicht und war damit ins Finale gelangt. Webber engagierte ihn gleich im darauffolgenden Jahr für "The Phantom of the Opera". Zur Musik von Howard Goodall schrieb er die Texte zu "The Kissing-Dance" und "The Dreaming"; darüber hinaus verfasste er "The Vampyr: A Soap Opera" (BBC TV). Er schrieb verschiedene Lieder, Text wie Musik für das Fernsehen (Watching, Split Ends – Granada TV) und das Radio (Love Songs – BBC). Seine Two Studies for String Quartet wurden im Februar 2005 im Londoner Purcell Room vom Sacconi Quartet uraufgeführt. Hart erhielt zwei Ivor Novello Awards. Er wurde bislang zweimal für den Tony Award und für das von Minnie Driver gesungene Lied Learn to be Lonely, das im Abspann der Filmfassung von "The Phantom of the Opera" erklingt, für den Oscar nominiert.

Jürgen R. Weber wurde in Hamburg geboren und studierte bei Götz Friedrich Musiktheaterregie. Nachdem er das Studium mit einer Aufsehen erregenden Inszenierung der LUSTIGEN WITWE abgeschlossen hatte, komponierte er Musik für Werbefilme. Für eine freie Gruppe schrieb und inszenierte er die Biopera DIE ROSE DES HIMMELS über das Leben Claudio Monteverdis. Dann wandte er sich dem Fernsehen zu und wurde Spielleiter bei Seifenopern wie GZSZ und STURM DER LIEBE. Für verschiedene Arztserien war er als Regisseur und Autor tätig. Daneben arbeitete er als Dozent für Regie, u.a. an der Universität der Künste Berlin. Nach verschiedenen Kinderserien (DIE GRASLÖWEN, SIEBENSTEIN, LÖWENZAHN RELOADED) zog es ihn schließlich wieder zum Musiktheater. [...]

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Teile dieses Textes basieren auf den Artikeln Jonathan Dove und Charles Hart aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung).

12:10 30.11.2018

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