Auf Umwegen

Einblicke Zunächst hätte Jonathan Meese den "Parsifal" in Bayreuth inszenieren sollen. Dies wurde jedoch aus Kostengründen wieder abgesagt. Also suchte der Künstler nach Alternativen
Auf Umwegen
Foto: Jan Bauer, Courtesy of Jonathan Meese

Große Empörung

"2016 hätte Jonathan Meese den 'Parsifal' in Bayreuth inszenieren sollen. Für Meese, der sich seit den späten 1990er Jahren an Wagners Mythen abgearbeitet hat, ging ein Lebenstraum in Erfüllung. Dementsprechend groß war die Empörung, als Katharina Wagner sein Engagement im November 2014 kündigte. Offiziell hieß es, der Künstler habe mit seinen Vorstellungen das Budget gesprengt. Ein Argument, das Meese bis heute in Rage versetzt." ORF Ö1

Ursprungsmythen

"Bernhard Langs neues Musiktheaterwerk 'ParZeFool – Der Thumbe Thor' wird am 4. Juni 2017 in der Regie von Jonathan Meese und unter der musikalischen Leitung von Simone Young im Rahmen der Wiener Festwochen uraufgeführt. In diesem Interview spricht der Komponist über die Entstehung des Werks." Ricordi

Gewaltige Maschine

"Eine gewaltige Assoziationsmaschine gespeist aus popkulturellen Trashsujets wirft Jonathan Meese in seinem 'Mondparsifal' bei den Wiener Festwochen an. Komponist Bernhard Lang lässt Wagner dazu in einem Loopgewitter und virtuosen Übermalungen aufgehen. Und am Schluss wartet eine tolle Pointe." Deutschlandfunk Kultur

Reibungen

"Maxime Le Calvé (34) ist Anthropologe und begleitet ethnographisch den Mondparsifal seit seiner Entstehung. Er schreibt an einer Dissertation zu 'Jonathan Meese und Parsifal' am Institut für Theaterwissenschaft (FU Berlin) und an der École des Hautes Études en Sciences Sociales (Paris). Seine Zeichnungen gelten als phenomenographischer Beitrag zum Forschungsbereich am Probenprozess. Le Calvé praktiziert eine ernsthaft teilnehmende Beobachtung und bemüht sich, gleichzeitig der Kunst und der Wissenschaft zu dienen. Aus den entstehenden Reibungen kommen diese Bilder." Berliner Festspiele Blog

05:52 29.09.2017

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