Welt und Klang

Zur Ausstellung Die Ausstellung "[laut] Die Welt hören" im Humboldt Forum Berlin lässt die Faszination von Klängen sowie den unterschiedlichen Umgang mit ihnen in einer breiten Frequenz hörbar und erlebbar werden
Welt und Klang
Foto: Mark Gambino

Klang trifft uns unmittelbar und ist dennoch flüchtig. Er löst tiefe Emotionen aus und ist lebendiger Austausch. Klang fordert und bewegt uns – in jeder Kultur, in jeder Zeit. Erst durch Schwingungen, Schall, Ton, Laut, Musik und Sprache entfaltet sich unsere Welt als Ganzes.

Seit etwa 140 Jahren lassen sich Klänge technisch einfangen und wiedergeben – mithilfe von Wachswalzen über Schellackplatten und Magnetbänder bis hin zu MP3-Files. Doch wofür, mit welchen Techniken und unter welchen Bedingungen wurden und werden Aufnahmen gemacht? Wie verbreiten sich Klänge und Musikstile weltweit? Wie geht man mit Klang als immatriellem Kulturgut um? Wem gehört der Klang in Aufnahmen?

Die Ausstellung [laut] Die Welt hören lässt anhand des Berliner Phonogramm-Archivs des Ethnologischen Museums, des Lautarchivs der Humboldt-Universität zu Berlin und der AMAR Foundation in Beirut die Faszination von Klängen sowie den unterschiedlichen Umgang mit ihnen in einer breiten Frequenz hörbar und erlebbar werden.

Die in der Ausstellung [laut] Die Welt hören präsentierten Klangarchive sind geleitet von der Vision, Kulturen anhand ihrer Klänge zu identifizieren und zu erforschen, und legen heute im Ergebnis auch den Austausch zwischen verschiedenen Kulturen offen. Das Live-Konzert macht in diesem Zusammenhang den Wandel und die Veränderung von Musik durch transkulturelle Entwicklungen unmittelbar erlebbar.

Die beiden Berliner Sammlungen, berühmt für ihre Tonaufnahmen aus aller Welt, kommen Ende 2019 im Humboldt Forum zusammen und bereichern dieses um eine klangliche Dimension und um die Vielfalt der Sprachen – ein entscheidender Beitrag zu dessen Einzigartigkeit, die in der Ausstellung bereits jetzt zu erleben ist. Zur Erforschung unterschiedlicher Klangwelten und Klangkulturen laden bis September zudem ein breites Vermittlungsprogramm und eine vielfältige Veranstaltungsserie in ganz Berlin ein.

Mit dem Humboldt Forum entsteht Ende 2019 ein neues kulturelles Stadtquartier in der Mitte Berlins. Durch das Zusammenführen herausragender Sammlungen mit bedeutenden Exponaten, darunter spirituelle Objekte und Kunstwerke aus Asien, Afrika, Amerika, sowie in vielfältigen Veranstaltungen regt das Humboldt Forum zu neuen Erkenntnissen über die Welt von gestern, heute und morgen an.

Akteure im Humboldt Forum sind federführend die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit dem Ethnologischen Museum und dem Museum für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin, die Kulturprojekte Berlin und das Stadtmuseum Berlin sowie die Humboldt-Universität zu Berlin.

Bereits jetzt ist das Humboldt Forum mit einem breiten Programm an Ausstellungen, Diskussionen, Performances, Workshops, Filmen und künstlerischen Interventionen in der ganzen Stadt präsent.

12:12 31.08.2018

Event der Woche: Weitere Artikel


Konstellationen

Konstellationen

Das Konzert Erzählt wird eine Liebesgeschichte. Setio, ein armer Dorfbewohner, verliebt sich tragisch in die schöne Asih, eine javanische Prinzessin. Um ihre Liebe zu erringen, setzt er auf ein Geschäft mit dem Teufel
Kollaborationen

Kollaborationen

Biographien Gedreht wurde der Stummfilm "Setan Jawa" vom indonesischen Avantgarde-Regisseur Garin Nugroho. Die Musik zum Film wurde von Rahayu Supanggah und dem Australier Iain Grandage komponiert
Herausforderungen

Herausforderungen

Netzschau Stimmen aus dem Netz: "The film is a collaborative effort by Garin and composer Rahayu Supanggah. Using live gamelan to create a movie score is a great challenge since there are no conductors in a gamelan performance."