Die Gegenwart ist nicht genug

Zum Festival Zusammengestellt wurde der Festivalplan für die drei Häuser des HAU's von Ricardo Carmona, dem Kurator für Tanz und Performance. Herausgekommen ist ein vielseitiges Programm, welches auch eine Ausstellung im Schwulen Museum umfasst
Die Gegenwart ist nicht genug
„Non-binary them – 1972–2019“/ Konzert, Jam Rostron

Foto: Hebbel am Ufer

Das Jahr 2019 markiert das 50. Jubiläum des Stonewall-Aufstands: 1969 wehrten sich Mitglieder der New Yorker LGBTIQ-Community gegen ständige Polizeirazzien, entfachten so in den USA eine neue Befreiungsbewegung und setzen einen Kampf für gesetzliche und soziale Rechte in Gang. Gleichzeitig jährt sich 2019 die Gründung des Instituts für Sexualwissenschaft durch den deutschen Theoretiker Magnus Hirschfeld zum 100. Mal. Von diesen zwei bedeutenden historischen Ereignissen ausgehend, präsentiert das HAU ein interdisziplinäres Festival, das den Blick auf die Idee einer queeren Zeitlichkeit richtet. Das Festival untersucht sowohl politische als auch künstlerische Geschichte als Grundlage für den Entwurf von Zukunftsszenarien und für die aktive Gestaltung einer queeren Gegenwart.

Welche Narrative fehlen immer noch, wenn wir über queere Geschichte(n) sprechen?

Mit dem Festival leistet das HAU einen Beitrag zur Erinnerungspolitik, indem es künstlerische Positionen aus verschiedenen Ländern vorstellt, die bisher im Mainstream nur unzureichend abgebildet wurden.
Die Gegenwart ist nicht genug, solange weiterhin Menschen, die aus dem Raster von cis- und heteronormativen Strukturen fallen, weltweit verhaftet, verfolgt und getötet werden. Queerness kann als Zukunftsvision verstanden werden. Die kommende Zeit ist von Menschen und ihrem Handeln geprägt, in dem sich schon jetzt das Potenzial für eine queere Zukunft zeigt.

Beteiligt sind u.a. Jam Rostron aka. Planningtorock, Sara Ahmed, Wu Tsang + boychild und Michael Borczuch.

Angegliedert an das Festival sind auch die Manifestos for Queer Futures zu sehen: Das HAU rief dafür in Berlin lebende Künstler*innen dazu auf, ihre Manifeste zu einer queeren Zukunftsvision einzureichen. Aus 270 Einsendungen wurden 26 ausgewählt, die nun auf der Bühne des HAU2 präsentiert werden. Die Bandbreite der Projekte ist beachtlich: von Arbeiten mit kulturellen und soziopolitischen Referenzen über aktive Beschäftigungen mit der Vergangenheit bis hin zu Visionen für eine mögliche Zukunft.

Zum Festivalplan des „The Present Is Not Enough – Performing Quere Histories and Futures“

00:14 14.06.2019

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Queerness als Zukunftsvision

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Programm Das HAU Hebbel am Ufer rief in Berlin lebende Künstler*innen dazu auf, ihre Manifeste zu einer queeren Zukunftsvision einzureichen. Aus 270 Einsendungen wurden 26 ausgewählt und werden nun an drei Abenden auf der Bühne des HAU2 präsentiert
Im Kampf gegen Homophobie

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Aktiv gestalten!

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Netzschau „With videos and conferences, sculptures and activism, Motta fingers the underbelly of the conqueror’s histories, the humans crushed beneath the wheel of one winner or another that refuses all other ways of being other than their own.“

Keep it real | HAU

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