Wandel und Konstanz

Einblicke Der Iran ist ein Staat, der in seiner Geschichte extreme Phasen der westlichen Orientierung und der radikalen Islamisierung durchmachte. Kein leichter Zustand für die junge Generation
Wandel und Konstanz
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Zwang und Raum

"Im März 1979 stimmten die Iraner zu 98 Prozent für die Islamische Republik. Für viele bedeutete sie vor allem die Erlösung von der Diktatur des Schahs. Die Islamische Republik entwickelte sich seitdem zu einem widersprüchliches System, das republikanisch-demokratische und theokratisch-autoritäre Elemente vereinigt. Heute herrschen krasse soziale Gegensätze. Irans Gesellschaft ist jung und gut gebildet, aber gerade jungen Menschen droht die Arbeitslosigkeit. Zensur und staatliche Repressionen sind allgegenwärtig. Manche Journalisten, Blogger und Künstler schaffen sich dennoch eigene Räume und stellen bohrende Fragen an ihre Politiker." Bundeszentrale für politische Bildung

Zaghaftes Träumen

"Seit den Präsidentschaftswahlen 2009 im Iran haben es junge Menschen schwer. Die Polizei kontrolliert alles bis hin zum Haarschnitt. Öffentlich Musik zu spielen, war lange Zeit ganz verboten. Jetzt lockern sich die Vorgaben ganz zaghaft. Für manche rückt der Traum vom Leben als Musiker ein winziges Stück näher." 3sat Kulturzeit

Regeln und Faszination

"Zwei Monate lang reiste Helena Henneken allein durch Iran. 80 Einladungen, 390 Gläser Tee und 28 Gastgeschenke später ist sie fasziniert von dem Land. Im Interview erzählt sie von strikten Regeln und Nächten im Frauenmatratzenlager." Spiegel Online

Wurzeln und Inspiration

"'Nur weil ich iranische Wurzeln habe, will ich mich nicht darauf reduzieren lassen', sagt Ana Lily Amirpour, eine junge Filmemacherin aus Kalifornien. Nach einem Kunststudium entdeckte sie ihre Liebe Drehbücher zu schreiben. Dabei lässt sie sich ausschließlich von ihren Gefühlen und persönlichen Erfahrungen inspirieren. Jede Geschichte, jeder Kurzfilm ist ein Teil von ihr. Im Portrait erzählt uns Ana Lily Amirpour, was sie bewegt und erklärt an Hand ihrer letzten Filmprojekte, wie sie arbeitet." Arte.tv

Hintergründiges

"Die Seite Dread Central hatte die Möglichkeit mit Ana Lily Amirpour, der Regisseurin hinter 'A Girl Walks Home Alone At Night', zu sprechen und etwas über ihren einzigartigen Vampirfilm zu erfahren, sowie über ihre anstehendes Projekt." Horrorwelten.net

20:01 15.04.2015

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Synopsis Ein Vampir-Mädchen im Tschador auf einem Skateboard, das in einer surrealen Film-Noir-Szenerie die Liebe findet. Klingt eigen? Ist es auch. Und dies ist erst die Spitze des Eisberges
Prägung und Subjekt

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Biographien Ana Lily Amirpours Familie stammt aus dem Iran, sie jedoch ist in den USA aufgewachsen. Naheliegend, dass dieser biographische Aspekt eine gewisse Tendenz zum Genre-Mix bedingt
Sehenswerte Mixtur

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Netzschau Rezensionen aus dem Netz: "Der Film ist ein absolut ungewöhnlicher, sehr musikalischer Kulturmix irgendwo zwischen Punk, Postmoderne und Arthaus-Kino. Sehr sehenswert."