Film der Woche

Ben Is Back

Ben Is Back

Die vierfache Mutter Holly Burns (Julia Roberts) ist hin- und hergerissen, als ihr 19-jähriger Sohn Ben (Lucas Hedges) an Heiligabend vor der Tür steht. Sie möchte zu gern glauben, dass ihr Ältester sein Drogenproblem in den Griff bekommen hat. Aber nicht nur Schwester Ivy (Kathryn Newton) und Stiefvater Neal (Courtney B. Vance) sind skeptisch...
Ben Is Back

Ben Is Back

Die vierfache Mutter Holly Burns (Julia Roberts) ist hin- und hergerissen, als ihr 19-jähriger Sohn Ben (Lucas Hedges) an Heiligabend vor der Tür steht. Sie möchte zu gern glauben, dass ihr Ältester sein Drogenproblem in den Griff bekommen hat. Aber nicht nur Schwester Ivy (Kathryn Newton) und Stiefvater Neal (Courtney B. Vance) sind skeptisch...

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Die unbedingte Liebe einer Mutter zum Kind

Die unbedingte Liebe einer Mutter zum Kind

Zum Film "Ben Is Back"– ein packendes Drama über eine Mutter, die wie eine Löwin für ihren Sohn kämpft. Holly versucht alles, um ihre Familie zusammenzuhalten und Ben vor sich selbst zu schützen. Dabei findet sie mehr über sein Leben heraus, als ihr lieb ist

Furios und voller Leidenschaft

Furios und voller Leidenschaft

Biografien Nicht nur Julia Roberts glänzt in Peter Hedges jüngstem Film, auch sein Sohn Lucas Hedges beeindruckt als Ben – bei dem man bis zum Schluss nicht weiß, ob man ihn lieben oder fürchten soll

Ein enorm eindrucksvolles Familienportrait

Ein enorm eindrucksvolles Familienportrait

Kommentar Trotz eher deprimierenden Faktenlage, die Geschichten wie der von "Ben Is Back" meist zugrunde liegt, schafft Regisseur Peter Hedges es immer wieder, dem Publikum den Überlebenskampf der Familien auf bewegende und erheiternde Weise nahezubringen

Ein fesselnder und kraftvoller Film

Ein fesselnder und kraftvoller Film

Netzlese "'Ben is Back' beginnt als leises Drama über eine angespannte Mutter-Sohn-Beziehung, verbunden mit der fatalen Banalität, mit der Jugendliche in den USA in die Drogenabhängigkeit rutschen. "
Opiodkrise

Unter derOpioidkrise(englischopioid crisisoderopioid epidemic) versteht man den starken Anstieg des Missbrauchs vonOpioid-Schmerzmittelnin denVereinigten StaatenundKanada, der in den späten 1990er-Jahren begann und bis heute andauert.

Diese synthetischen Opioide können, entgegen den ursprünglichen Angaben der Pharmaindustrie, rasch zu einerAbhängigkeitführen. Durch Überdosierungen kommt es zu zahlreichenTodesfällen, da die Opioide dasAtemzentrumbeeinflussen und lähmen können. Die fraglichen Medikamente sind etwaOxycodon(Handelsname Oxycontin oder Percocet),Hydrocodon(Handelsname Vicodin) und das sehr wirksameFentanyl. Vielfach steigen Menschen, die von diesen Mitteln abhängig geworden sind, zudem auf das billigereOpiatDiacetylmorphin(Handelsname Heroin) um, dessen Missbrauch daher in den letzten Jahren wieder stark zugenommen hat. Bereits im Jahr 2007 wurdePurdue Pharma, der Hersteller Oxycontins, zu einer Strafzahlung von 634,5 Millionen US-Dollar verurteilt, da das Unternehmen nicht ausreichend auf die Suchtgefahr hinwies, die aus der Einnahme Oxycontins erwächst.

Nach Aussagen derDrug Enforcement Administration(DEA) hat der Tod durch Überdosen die Ausmaße einer Epidemie erreicht. Bereits zwischen 1999 und 2008 stieg die Zahl der Todesfälle durch Überdosen, der Verkauf und der Missbrauch von Schmerzmitteln stark an. Im Jahr 2015 kam es in den USA zu mehr Todesfällen durch Heroin als durch Autounfälle und Waffen. Die Überdosis von Drogen ist bei Amerikanern unter 50 Jahren die häufigste Todesursache, zwei Drittel aller Todesfälle werden inzwischen durch Opioide verursacht. Dies hat dazu beigetragen, dass die mittlere Lebenserwartung in den USA in den letzten Jahren gesunken ist. Anders als früher ist die Drogensucht nicht mehr vorwiegend auf soziale Brennpunkte in Großstädten beschränkt, sondern betrifft vor allem die Mittelschicht in der amerikanischen Provinz. Als Grund wird die allzu leichtfertige Verschreibung von Opioiden zur Schmerzbekämpfung angenommen.

Die Opferzahlen steigen seit Jahren. Im Jahr 2016 starben 64.000 US-Amerikaner an einer Überdosis, 21 Prozent mehr als im Jahr 2015. Der größte Teil von ihnen war von legalen Opioiden abhängig geworden, die ihnen zuvor verschrieben worden waren. Im Jahr 2010 gab es 16.000 Todesfälle, im Jahr 1999 nur 4.000. Viele der Todesfälle gehen auf das sehr stark wirksame Fentanyl zurück, das ebenso wie Heroin meist über Mexiko in die USA geschmuggelt wird. Im Unterschied zu Heroin wird es auch vor Ort synthetisiert. Fetanyl wird immer öfter verwendet, um das weniger starke Heroin zu strecken. Durch die höhere Wirksamkeit der Mischung kommt es häufig zu unbeabsichtigten Überdosen. Im März 2017 erklärte der Gouverneur vonMarylandin seinem Bundesstaat den Notstand, um die Krise zu bekämpfen, im Juli 2017 wurde die Krise als größte Herausforderung für dieFood and Drug Administration(FDA) bezeichnet.

Am 26. Oktober 2017 erklärte der US-PräsidentDonald Trumpdie Opioid-Krise zu einem Notstand der öffentlichen Gesundheitspflege, stellte allerdings kaum zusätzliche finanzielle Mittel für die Bekämpfung des Problems zur Verfügung. Nach Angaben derCDCstieg die Zahl der Opfer 2017 vielmehr nochmals um 10 %, die Zahl der Drogentoten in diesem Jahr wird mit 72.287 angegeben.

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Ben Is Back | Trailer

Video Trailer zu "Ben Is Back", dem seit der Weltpremiere beim Festival in Toronto von der Kritik gefeierten Film des Regisseurs Peter Hedges – einem mitreißenden Familienportrait


Ben Is Back | Interview

Video Julia Roberts und Kathryn Newton über ihre Rollen als Mutter und Schwester in "Ben Is Back"


Ben Is Back | Interview

Video Interview mit dem Regisseur Peter Hedges und dem Schauspieler Courtney B. Vance, der in "Ben Is Back" die Rolle des Stiefvaters Neal spielt


Ben Is Back | Szene

Video Ausschnitte aus dem Film "Ben is Back", packendes Mutter-Sohn-Drama mit Julia Roberts und Lucas Hedges in den Hauptrollen