Mit Liebe zum Detail

Zum Film Mit dem Großstadtmärchen „Cleo“ hat Regisseur Erik Schmitt die Berliner Antwort auf „Die fabelhafte Welt der Amélie“ geschaffen. Visuell überraschend erzählt der Film von der verträumten Cleo, deren größter Wunsch es ist, die Zeit zurückzudrehen ...
Mit Liebe zum Detail
Szenenfoto aus „Cleo“: Marleen Lohse, Jean Puetz und Peter Meinhardt

Foto: Detailfilm/ Janine Marold

Kurzinhalt

Die verträumte Cleo fühlt sich ihrer Heimatstadt Berlin auf ganz besondere Weise verbunden. Ihr größter Wunsch ist es, die Zeit zurückzudrehen mit Hilfe einer magischen Uhr, die von den legendären Gebrüdern Sass erbeutet wurde und seither verschollen ist. Die junge Frau hofft, mit ihr den frühen Tod ihrer Eltern verhindern zu können. Eines Tages begegnet sie dem Abenteurer Paul, der auf einem Hausboot lebt und eine Schatzkarte ersteigert hat. Gemeinsam begeben sie sich auf einen aufregenden Trip durch die pulsierende Großstadt, bei der Cleo nicht nur auf verrückte Typen und urbane Legenden trifft, sondern auch Paul langsam näher kommt. Angekommen im Untergrund Berlins muss sich Cleo die wichtigste aller Fragen stellen: Soll sie die Zeit überhaupt zurückdrehen?

Zahlen & Fakten

„Cleo“ wurde an 50 Drehtagen an 100 Motiven in, um und auch unter Berlin gedreht.

Es entstanden 100 Stunden Drehmaterial. Daraus wurden 210 Minuten (erste Schnittversion) und schlussendlich 99 Minuten (finale Version) Film geschnitten. Im Film gibt es 1800 Schnitte.

Zwischen der ältesten Schauspielerin (Us Conradi) und der jüngsten (Baby Cleo nach der Geburt) liegen 90 Jahre.

In der griechischen Mythologie ist Cleo (Kleio, Clio) eine der neun Musen. Sie ist die Muse der Heldendichtung und Geschichtsschreibung und der Historiker.

Die im Film dargestellte Geschichte des Teufelsberges ist korrekt
– inklusive des Skilifts und des Weinanbaus. Der Atombunker unter der Teufelsberg Abhörstation ist allerdings eine urbane Legende, die nie bestätigt werden konnte (aber auch nicht entkräftigt).

Für die Dreharbeiten hat der Kameramann Johannes Louis zusammen mit ARRI einen Zeiss CP- Satz (Kamera Linsen) individualisiert, wodurch die Objektive ein komplett neues Schärfe- und Flareverhalten bekamen.

Der Film vereinigt In-Camera-Effekte, also Tricks, die direkt am Set hergestellt wurden, mit digital bearbeiteten Effekten (die schwarz-weißen Geister wie Einstein und Marlene Dietrich) bis hin zu Stop-Motion- und Lege-Tricks.

Auch die Gebrüder Sass gab es wirklich, den im Film besprochenen Schatz auch. Er wurde tatsächlich nie gefunden und wird im Grunewald vermutet. Dass er wie im Film genau unter dem heutigen Teufelsberg liegt, ist theoretisch zwar möglich, aber ausgedacht. Es gibt heute noch Schatzsucher, die darauf hoffen ihn zu finden.

Noch heute liegen ca. 3000 Fliegerbomben und Munitionsreste unter Berlin. Immer wieder gibt es Unfälle.

12:02 24.07.2019

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