Verdrängung

Einblicke Obwohl der langjährige bewaffnete Konflikt zwischen Frankreich und Algerien beide Länder fundamental prägte, wird noch immer kaum darüber gesprochen. Versuch einer Sammlung
Verdrängung
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Historische Zäsur

"Der Algerienkrieg markiert eine Zäsur in der französischen Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts. Er endete am 19. März 1962 mit einem Waffenstillstand und der folgenden Unabhängigkeit Algeriens. Doch bis heute ist der Prozess der Aufarbeitung unvollendet." Bundeszentrale für politische Bildung

Fundamentale Auswirkungen

"Der Algerienkrieg war einer der blutigsten Kolonialkriege des 20. Jahrhunderts – dabei war Algerien offiziell gar keine Kolonie. Heute jährt sich sein Beginn zum 60. Mal. Die Erinnerung daran schwankt in Algerien und in Frankreich zwischen Gedenken und beredtem Schweigen – dabei sind sogar die politischen Systeme beider Länder Ergebnisse des Krieges." Alsharq

Verschämte Erinnerung

"Am 18. März endete mit dem Waffenstillstandsabkommen der Krieg zwischen Frankreich und Algerien. Doch die Erinnerung an das Kriegsende ist auf beiden Seiten bis heute verschämt." FAZ.net

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Thema und Tabu

"In der Camus-Adaption 'Den Menschen so fern' erzählt der französische Regisseur David Oelhoffen die Geschichte zweier gegensätzlicher Männer, die sich im Algerienkrieg begegnen. Das Thema sei noch heute ein Tabu in Frankreich, meint Oelhoffen." Deutschlandradio Kultur

Von Massen und Mate

"Das Filmfest München eröffnete mit dem Algerien-Western 'Den Menschen so fern'. Hauptdarsteller Viggo Mortensen präsentierte den Film persönlich an der Isar. Wir haben mit ihm gesprochen – über Fußball, Kino fernab der Blockbuster-Massen ... und Mate-Tee." BR.de

18:50 08.07.2015

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Konfrontationen

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Zum Film "Die Kollision zwischen zwei Gesetzgebungen ist das Herz der Geschichte. Wir werden Zeuge, wie zwei Kulturen und Moralvorstellungen durch sie zur Koexistenz gezwungen werden."
Herangetastet

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Biographien Der 1968 in Frankreich geborene David Oelhoffen arbeitete zunächst als Produzent, bis er 1996 seine Karriere als Regisseur mit mehreren Kurzfilmen begann. 2006 folgte der erste Langfilm
Dekonstruktion

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Netzschau Kritiken aus dem Netz: "Da zeigt sich, wie zeitlos Camus auch heute noch ist und wie sich aus Existentialismus und Western ein raffinierter filmischer Kommentar zur Gegenwart machen lässt."