Wechselwirkungen

Netzschau Kritiken aus dem Netz: "So wirkt der Film stets auch schelmisch und verspielt. Die Treffsicherheit der Komik kommt ganz beiläufig daher und reizt immer wieder zu spontanem Auflachen."
Wechselwirkungen
Foto: Hendrik Heiden

Treffsicher

"Obwohl die Handlung allmählich aufs Makabre, Bitterböse zusteuert, bewahrt sich Hans als Biedermann einen unschuldigen Kern, als erwarte er immer, dass sich alles noch irgendwie richten lasse. So wirkt der Film stets auch schelmisch und verspielt. Die Treffsicherheit der Komik kommt ganz beiläufig daher und reizt immer wieder zu spontanem Auflachen. Aber zwischen die heiter-verschwörerische Gaunerfilm-Musik mischen sich auch der Tango und vor allem der Blues, um Hans' wahre Gefühlslage zu betonen. Die Kamera und die Bildgestaltung verzichten aufs Spektakuläre und lösen sich nur selten von der Unscheinbarkeit der Hauptfigur. So gilt die volle Aufmerksamkeit dem Inhalt mit seinem originellen Beweis, dass im normalen, bürgerlichen Alltag noch ein ganz anderes Potenzial schlummert." Kritiken.de

Der metaphorische Hund

"Der Hund ist für Regisseur Sebastian Stern Mittel zum Zweck, um einen lange schwelenden Konflikt im Leben der Waldmanns zum Ausbruch zu bringen. Wenn der Filmemacher den Vierbeiner zum besseren Partner für die Gattin macht, steht der Mann und Versorger als gedemütigter Versager da. Das in schwelgerischen Zeitlupen eingefangene Spiel zwischen Frauchen und Hund nimmt hier nicht zufällig fast schon sexuelle Züge an." Filmstarts.de

Hier mal Normalo

"Wenn ein Mann in den besten Jahren zu Beginn eines Films im Off darüber nachdenkt, ob das Glück vielleicht nur die Abwesenheit von Unglück ist – dann sind wir schon mitten drin im deutschen Midlife-Crisis-Movie. Der Mann heißt Hans und wird von Justus von Dohnányi gespielt, der oft als Exzentriker auf der Leinwand zu sehen war und hier einmal den Normalo geben muss." epd film

13:18 02.03.2017

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Zum Film "Der Hund begraben" ist eine schwarze Komödie über die Angst, ersetzbar zu sein und die Unfähigkeit, darüber zu reden, sowie über die Notwendigkeit, den richtigen Moment für die Wahrheit zu erwischen
Mit Herzblut

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Biographien Sebastian Stern wurde 1979 in Niederbayern geboren. Nach ersten Theater- und Filmerfahrungen in der Schulzeit und verschiedenen Praktika studierte er ab 2001 an der HFF München
Absurder Humor

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Einblicke Anlässlich der Premiere von "Der Hund begraben" auf den 50. Hofer Filmtagen gab der Regisseur ein Interview über männliche Verlierertypen, absurden Humor und Hunde als Schauspieler