Ausgezeichnetes Ensemble

Biografie Ein Film voller Atmosphäre und Energie – Regisseur Ludovic Bernard versammelt in seinem mitreißenden Film große Stars wie Lambert Wilson und Kristin Scott Thomas und stellt sie an die Seite eines umwerfenden jungen Talents, Jules Benchetrit
Ausgezeichnetes Ensemble
Mathieu (Jules Benchetrit) erzählt Anna (Karidja Touré) nichts davon, dass er im Konservatorium wegen einer Haftstrafe gemeinnützige Arbeit leistet

Foto: Neue Visionen Filmverleih

Ludovic Bernard (Regie)

Ludovic Bernard ist in Cannes aufgewachsen und hat als Jugendlicher immer wieder für die Internationalen Filmfestspiele von Cannes gearbeitet. Er war erster Regieassistent von wichtigen Autoren der jüngeren französischen Filmemachergeneration, wie zum Beispiel für Jean-François Richet bei seinem erfolgreichen Krimifilm „Public Enemy No. 1“ (2008) oder für Guillaume Canet bei seiner Komödie „Kleine wahre Lügen“ (2010). Bei mehreren Projekten arbeitete er als erster Regieassistent von Luc Besson, unter anderem bei „Malavita – The Family“ mit Robert De Niro (2013) und „Lucy“ (2014) mit Scarlett Johansson in der Hauptrolle. Sein Spielfilmdebüt legte Ludovic Bernard 2017 mit der Komödie „Der Aufstieg“ vor, worauf im selben Jahr „Die Pariserin – Aufrtrag Baskenland“ folgte. „Der Klavierspieler vom gare du Nord“ ist Bernards drittes Spielfilmprojekt als Regisseur.

Lambert Wilson (Pierre Geithner)

Lambert Wilson wurde 1958 in Paris geboren. Zwischen 1974 und 1978 studierte er Schauspiel am Drama Centre in London. 1979 spielte er neben Louis de Funès in der Komödie „Louis' unheimliche Begegnung mit den Außerirdischen“ von Jean Girault. 1982 war er an der Seite von Sean Connery im letzten Film des großen Filmemachers der klassischen Hollywood-Ära Fred Zinnemann, „Am Rande des Abgrunds“, zu sehen. 1984 war er in dem – auf dem gleichnamigen Roman von Simone de Beauvoir basierenden – Film „Das Blut der Anderen“ unter der Regie von Claude Chabrol zu sehen. Bereits 1985 wurde er für seine Rolle in Andrzej Zulawskis Die öffentliche Frau“ zum ersten Mal für den César nominiert, worauf bis heute fünf weitere Nominierungen folgten. Im Jahr 1990 erhielt Lambert Wilson den Jean- Gabin Preis, der nach einer Initiative von Louis de Funès an Nachwuchsschauspieler verliehen wird. 1997 hat er mit dem Filmauteur Alain Resnais für den Film „Das Leben ist ein Chanson“ zusammengearbeitet. Einige Jahrespäter kamen beide für den Film „Herzen“ (2006) erneut zusammen. Seine letzte César-Nominierung erhielt Wilson für die Hauptrolle in dem in Cannes mit dem großen Jury-Preis ausgezeichneten Film „Von Menschen und Göttern“ (2010) von Xavier Beauvois. Lambert Wilson ist außerdem gelernter Bariton- Sänger.

Kristin Scott Thomas (Die Gräfin)

Kristin Scott Thomas wurde 1960 in England geboren. Im Alter von 19 Jahren zog sie nach Paris und absolvierte eine Schauspielausbildung an der École Nationale des Arts et Technique de Théâtre. Kurz nach ihrem Studienabschluss erhielt sie ihre erste Rolle in dem vom US-amerikanischen Popstar Prince gedrehten Film „Unter dem Kirschmond“ (1986). In den folgenden Jahren war sie überwiegend in französischen Filmproduktionen tätig und spielte unter anderem in Jean-Pierre Mockys „Mord aus Versehen“ (1987) an der Seite von Catherine Deneuve. Mit ihrer Hauptrolle in Roman Polańskis „Bitter Moon“ (1992) an der Seite von Hugh Grant konnte sie sich als europäischer Filmstar etablieren. 1997 erhielt Kristin Scott Thomas eine Oscar-Nominierung als Beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle in „Der Englische Patient“. Hauptrollen in den Kinohits „Der Pferdeflüsterer“ (1998) und „Gosford Park“ (2001) folgten. In dem Drama „Die Schwester der Königin“ (2008) überzeugte Kristin Scott Thomas neben Natalie Portman und Scarlett Johansson. Kinoerfolge wie „The Party“ (2017) von Sally Potter oder der Oscar-Gewinner „Die dunkelste Stunde“ (2017) mit Gary Oldman zählen ebenfalls zu ihrer umfangreichen Filmografie. Neben ihrem Engagement in Kinofilmen ist sie auch auf Theaterbühnen zu sehen. 2004 erhielt sie eine Nominierung als Beste Schauspielerin für den Laurence Olivier Theatre Award und gewann die Auszeichnung 2008 für ihre Rolle in Tschechows „Die Möwe“ in London.

Jules Benchetrit (Mathieu Malinski)

Jules Benchetrit wurde 1998 geboren und 2019 von der Académie des César als vielversprechendes Nachwuchstalent ausgewählt. Er spielte unter anderem in „Ein Augenblick Liebe“ (2014) und „Wir sind alle Astronauten“ (2015) mit.

15:14 19.06.2019

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