Der Reisende

Zum Protagonisten "Die Augen des Weges" dreht sich um den Grundschullehrer Hipólito Peralta Ccama, der als Weiser durch das Gebirge Perus zieht. Er versucht, das Verhältnis zwischen Erde und Mensch wieder in richtige Bahnen zu lenken
Der Reisende
Der Mensch hat sich von der Natur entfernt. Das will Hipólito Peralta Ccama ändern

Foto: Arsenal Filmverleih/ Presse

Hipólito Peralta Ccama ist ein spiritueller Meister der andinen Tradition, der als Grundschullehrer in Andahuaylillas in Cusco arbeitet. Er ist ein Weiser, ein Mensch mit einer Dichterseele, der die Welt mit dem Herzen eines Kindes der Erde sieht, er ist Erbe einer tausendjährigen Tradition die ausstirbt. In seinen Zeremonien gibt er all seine Seele. Er weiß, dass der Erhalt der Mutter Erde ein ungleicher Kampf ist, da die Spiritualität verfällt, und er vielleicht in seiner Traurigkeit oder in seiner Hoffnung für das Leben scheitert. Trotzdem gibt er sich seiner Mission und seiner Vision hin, und vergibt keine Gelegenheit, die Herzen der Leute anzusprechen in der Suche nach der Verbindung mit den Gefühlen, damit wir merken, dass wir Menschen nur auf der Durchreise sind und auf dieser Erde keine Reichtümer ansammeln können. Er sät Liebe zur Erde und zu einem gemeinschaftlichen Leben.

Hipólito ist die Achse dieses Dokumentarfilms. Er unternimmt eine Pilgerreise zu verschiedenen Gegenden und Dörfern der peruanischen Sierra, auf der Suche nach den wichtigsten Apus, den heiligen Bergen, jedes Ortes, die ihm die unsichtbare Geschichte der spirituellen Kräfte der Erde vermitteln und eröffnen können.

Mit dieser Reise kann er fühlen und mit eigenen Augen sehen, wie seine fernen Geschwister leben, wie sich der Geist und die Moral seines Volkes befinden, und sich auf Quechua zu unterhalten. Er ist ein Reisender, der Verbindungen und Offenbarungen der Apus, der Landschaften, der Flüsse und der Menschen sucht, die er auf seinem Weg antrifft. Auf diese Weise untersucht er, wie es um die andinen Kulturen bestellt ist und er erahnt ihre Zukunft; er stellt fest, was wir machen müssen, um das Leben zu erhalten.

11:30 10.05.2018

Film der Woche: Weitere Artikel


Auf den Spuren der Ahnen

Auf den Spuren der Ahnen

Zum Film In den Anden Perus wird die Kultur der indigenen Bevölkerung bedroht von der modernen Zeit. Hipólito Peralta Ccama macht sich auf eine Pilgerreise, um diese Kultur zu erhalten. Der Film folgt ihm dabei und taucht in eine unentdeckte Welt ein
Reise durch eine Kultur

Reise durch eine Kultur

Zum Regisseur Rodrigo Otero Heraud begleitet den Wanderer mit einer Kamera bei seiner Reise durch die Andenbergwelt. Dabei entsteht ein sinnliches Bild Perus, welches das Spannungsfeld zwischen Natur und Mensch aufzeigt
Beeindruckender Einblick

Beeindruckender Einblick

Netzschau "'Die Augen des Weges' ist ein audiovisuelles Gedicht über die Andenwelt und ein beeindruckender Blick auf die jahrtausendealten Kulturen, die im tiefen Einklang mit der Natur leben, aber bedroht sind von der Gegenwart"