Gegen Vereinfachung

Biographien Markus Sehr fand schon immer Gefallen an Stoffen, die sich mit der Vielschichtigkeit sozialer Konstellationen auseinandersetzen und dabei simple Weltbilder hinterfragen
Gegen Vereinfachung
Foto: Movienet Film

Markus Sehr (Regie)

Markus Sehr wurde 1977 in Köln geboren. Nach seinem Studium an der Universität Köln in den Fächern Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften, Politikwissenschaft, Anglistik und Philosophie arbeitete er von 1999 bis 2004 als Texter bei der Werbeagentur Springer & Jacoby in Hamburg. 2003 nahm er an einem Filmmaking-Workshop an der New York Film Academy teil. 2004–2007 folgte das Studium der Filmregie an der ifs internationale filmschule köln, das er mit dem Abschluss Bachelor of Arts beendete.

Seine Kurzfilme waren auf diversen nationalen wie internationalen Filmfestivals zu sehen. Sein Abschlussfilm Absolution feierte seine internationale Premiere im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele von Cannes 2008.

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Christoph Maria Herbst (Benno)

Christoph Maria Herbst wurde am 9. Februar 1966 in Wuppertal geboren. Er ist ein deutscher Schauspieler sowie Hörbuch- und Synchronsprecher. Für seine Darstellung des Stromberg in der gleichnamigen Comedy-Fernsehserie erhielt er unter anderem 2006 den Grimme-Preis und dreimal in Folge den Deutschen Comedypreis als bester Schauspieler.

Peter Kurth (Hotte)

Peter Kurth wurde am 4. April 1957 in Güstrow geboren. Er absolvierte das Fachschulstudium an der Schauspielschule Rostock und bekam sein erstes Engagement am Theater für junge Zuschauer Magdeburg (1981–1984). Danach spielte er am Theater der Altmark in Stendal (1984–1988). Am Städtischen Theater Karl-Marx-Stadt/Chemnitz spielte er von 1988 bis 1997 um dann von 1997 bis 2000 am Schauspielhaus Leipzig zu arbeiten.

Schon in jungen Jahren (1984) unterrichtete Peter Kurth das Fach Szenenstudium. Seit 1999 ist er Leiter des Schauspiel Studienjahrs an der Schauspielschule Leipzig. Von 2000 bis 2006 war Peter Kurth fester Bestandteil des Ensembles am Thalia Theater Hamburg. Seit 2006 hat er ein Engagement am Maxim-Gorki-Theater; seit der Spielzeit 2013/14 gehört er zum Ensemble des Schauspiels Stuttgart. Als Filmschauspieler spielte er in diversen deutschen Filmen, unter anderem in Hallesche Kometen und Ein Freund von mir.

Anneke Kim Sarnau (Tanja)

Anneke Kim Sarnau wurde am 25. Februar 1972 in Elmshorn geboren. Nach einem Semester Studium der Fächer Philosophie und Englisch an der Universität Kiel absolvierte sie von 1993 bis 1996 eine Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Bereits vor und während dieser Zeit wirkte sie in mehreren Experimentalfilmen mit. Von 1998 bis 1999 war sie am Burgtheater engagiert. Es folgten Gastspiele an den Hamburger Kammerspielen, dem Düsseldorfer Schauspielhaus und dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Seit 2000 ist Sarnau auch in Filmproduktionen zu sehen.

2002 erhielt sie für ihre Rolle als Tochter einer todkranken Mutter in Ende der Saison zusammen mit Hannelore Elsner den Adolf-Grimme-Preis. Für ihre Darstellung einer jungen Polizeibeamtin, die an den Schikanen durch Vorgesetzte und Kollegen am Arbeitsplatz zerbricht, wurde sie in Die Hoffnung stirbt zuletzt nochmals mit dem Adolf-Grimme-Preis, zudem mit dem Deutschen Fernsehpreis und dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet. Einem internationalen Publikum wurde Sarnau 2005 durch ihre für die Handlung nicht unwesentliche Nebenrolle als Berliner Kindergärtnerin Birgit in dem Film Der ewige Gärtner bekannt.

Seit 2010 bilden Anneke Kim Sarnau und Charly Hübner für den NDR das Rostocker Ermittlerduo Bukow und König der Fernsehreihe Polizeiruf 110. Für die Fälle "Feindbild" und "… und raus bist du" erhielten beide eine Nominierung für den Grimme-Preis 2012.

21:06 03.09.2015

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