Film der Woche

Die Sanfte

Die Sanfte

Eine Frau lebt alleine am Rande einer kleinen russischen Stadt. Ihr Mann ist im Gefängnis, regelmäßig schickt sie ihm Pakete. Als eines ihrer Päckchen zurückkommt, bemüht sie sich, den Grund dafür zu erfahren. Doch ihre Suche nach Antworten führt die Frau schließlich immer tiefer in einen Sumpf aus Ignoranz, Selbstsucht und Unmenschlichkeit
Die Sanfte

Die Sanfte

Eine Frau lebt alleine am Rande einer kleinen russischen Stadt. Ihr Mann ist im Gefängnis, regelmäßig schickt sie ihm Pakete. Als eines ihrer Päckchen zurückkommt, bemüht sie sich, den Grund dafür zu erfahren. Doch ihre Suche nach Antworten führt die Frau schließlich immer tiefer in einen Sumpf aus Ignoranz, Selbstsucht und Unmenschlichkeit

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Eine endlose Suche

Eine endlose Suche

Zum Film Aylonka arbeitet an einer Tankstelle. Ihr Mann sitzt im Gefängnis. Doch als eines ihrer Pakete, die sie im regelmäßigen Abstand schickt, zurückkommt, macht sie sich auf die Suche. Nach ihrem Mann, nach einer Antwort und nach Gerechtigkeit

Einfühlsames Leid

Einfühlsames Leid

Biographien Vasilina Makovtseva spielt die Protagonistin in "Die Sanfte". Damit trägt sie eine der Schlüsselrolle in Sergei Loznitsas drittem Spielfilm. Sie spielt einfühlsam und eröffnet dem Zuschauer einen Einblick in ihre verzweifelte Suche

"Ein geistiger Ort"

"Ein geistiger Ort"

Im Gespräch Sein Film "Die Sanfte" feierte Weltpremiere auf den 70. Filmfestspielen in Cannes. Mit seinem dritten Spielfilm adoptiert Sergei Loznitsa eine Kurzgeschichte von Dostojewski und dreht einen gefühlvollen Film. Ein Gespräch

Ein düsteres Panorama

Ein düsteres Panorama

Netzschau "Eine Frau begibt sich auf weite Reise nach Sibirien. Die Fahrt wird zur Demütigung durch feinselige Behörden oder Gangster. Regisseur Sergei Loznitsa entwirft ein düsteres Panorama der russischen Gegenwart"
Die Sanfte - Dostojewski

Die Sanfte (russisch Кроткая) ist eine Erzählung von Fjodor Dostojewski. Veröffentlicht wurde sie erstmals in der Novemberausgabe 1876 von Dostojewskis zu diesem Zeitpunkt selbst verlegtem Tagebuch eines Schriftstellers.

In dem Falle der Erzählung Die Sanfte fand Dostojewski die Anregung zu ihrer Niederschrift in einer kurzen Zeitungsnotiz, dass sich eine junge Frau mit einem Heiligenbilde aus dem Fenster gestürzt habe. In der den beiden Kapiteln der Erzählung vorangestellten Vorbemerkung des Verfassers bittet Dostojewski seine Leser um Entschuldigung, dass er dieses Mal, anstatt des „Tagebuches“ in seiner gewohnten Form, nur eine Novelle bringe. Er nennt seine Novelle eine „phantastische“ Erzählung, obschon er sie selber für in dem höchsten Grade wirklichkeitsgetreu halte. Die Nennung des Phantastischen seiner wirklichkeitsgetreuen Erzählung beziehe sich alleine auf deren Form. Die Form dieser Dichtung, erklärt Dostojewski in der Vorbemerkung, lasse sich weder auf eine reine Erzählung noch auf bloße Aufzeichnungen beziehen. Vielmehr stelle seine monologische Dichtung eine psychologische Untersuchung dar, die ausschließlich auf Findung der Wahrheit abziele. Die Offenbarung der Wahrheit, sagt Dostojewski, sei das eigentliche Thema dieses gigantischen Monologes, den der einundvierzigjährige hypochondrische Pfandleiher nach dem tödlichen Fenstersturz seiner jungen, sechzehnjährigen Frau, die in dem Gastzimmer seiner Wohnung auf zwei zusammengeschobenen L’hombre-Tischen vor ihm aufgebahrt liegt, mit sich selbst führt.

Der auf Wahrheitsfindung abzielende Monolog des hypochondrischen Pfandleihers zieht sich, wie Dostojewski schreibt, „in leicht irreführender Form“ hin, einmal spricht er zu sich selbst, ein anderes Mal „wendet er sich gleichsam an unsichtbare Zuhörer wie an einen Richter“. Ohne dieses neben dem Wahrheits-Motiv bestehende zweite Motiv eines der Gerechtigkeit verpflichteten Richters würde Dostojewskis Dichtung das emphatische Pathos der Wirklichkeit fehlen, die alleine in den Menschen zu finden ist, alles andere, Gesetze, Sitten, Leben, Staat, Glaube sind ihm tot und erstorben.

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Die Sanfte | Trailer

Video Weltpremiere feierte Loznitsa mit seinem neuen Film auf den 70. Filmfestspielen in Cannes. "Die Sanfte" erzählt dabei von einer Frau auf einer verzweifelten Suche nach ihrem Mann


Die Sanfte | Preview

Video Einblick in den neuen Spielfilm "Die Sanfte" von Sergei Loznitsa. Aylonka ist auf der Suche nach ihrem Mann. Doch endlich im Gefängnis angekommen, scheint sie dort an der Bürokratie zu scheitern. (Russisch)


Die Sanfte | Interview

Video Pressekonferenz auf den 70. Filmfestspielen in Cannes mit dem Regisseur Sergei Loznitsa


Die Sanfte | Interview

Video Interview mit dem Regisseur Sergei Loznitsa. Seinen dritten Spielfilm präsentierte der Ukrainer in Cannes. "Die Sanfte" erzählt dabei eindringlich die Geschichte einer Frau auf der Suche nach Antworten