Bitterböse Gesellschaftskritik

Netzschau "Dieser durchtriebene Krimi weitet sich im Hintergrund zu einer scharfen Zivilisationskritik, bildet in der kleinen Dorfgemeinschaft das große Ganze ab. Porträtiert ein postsozialistisches Polen, in dem die Zeiten von Solidarność vorbei sind"
Bitterböse Gesellschaftskritik

Foto: Film Kino Text

Ausgezeichnet

"Jolanta Dylewska und Rafal Paradowski finden mit ihrer Kamera großartige, gleichnishafte Bilder. Die Filmmusik von Antoni Komasa-Lazarkiewicz hätte eine eigene Eloge verdient – sie vertieft die Dringlichkeit einer filmischen Erzählung, die sich zum universellen Plädoyer für die Schwachen und Verfolgten weitet. Als Genre-Mischung aus skurriler Detektivgeschichte, spannendem Ökothriller und feministischem Märchen ist „Pokot“ unbedingt ein Anwärter auf einen der Berlinale-Preise, etwa den Silbernen Bären für die Beste Darstellerin. An Agnieszka Mandats Spiel kann man sich einfach nicht satt sehen." Berliner Zeitung


Gesellschaftskritik

"Dieser durchtriebene Krimi weitet sich im Hintergrund zu einer scharfen Zivilisationskritik, bildet in der kleinen Dorfgemeinschaft das große Ganze ab. Porträtiert ein postsozialistisches Polen, in dem die Zeiten von Solidarność vorbei sind. Ein freches, modern erzähltes Kunststück, das mit leichter Hand in die Gegenwart und Vergangenheit Polens blickt und unsere Gegenwart analysiert - amüsante, kluge Unterhaltung." Bayrischer Rundfunk

Starke Frauen

"Natürlich sind diese Männer mehr als nur Jäger. Sie sind Vertreter des alten, polnischen Patriarchats, die mit ihrem testosterongetränkten Gebaren nicht nur Tiere, sondern auch Frauen wie die junge Dobra Nowina als ihr Eigentum betrachten. Es sind Männer, die wenig mit Modernisierung oder der Europäischen Union anfangen können und noch weniger mit aufmüpfigen alten Schachteln wie Duszejko. Mit ihnen trägt Agnieszka Holland (...) nicht nur einen überholten Typ Mann zu Grabe, sondern auch das alte, modernisierungsfaule und korrupte Polen." Die Welt

Monumental

"Der neue Film "Die Spur" der polnischen Filmemacherin Agnieszka Holland glänzt mit monumentalen Naturaufnahmen und einer Handlung, die ins Herz der gegenwärtigen polnischen Staatskrise zielt: Er ist Satire, Ökothriller, feministisches Gesellschaftsporträt und Heimatfilm zugleich." SWR2

Traumschöne Landschaften

Die Spur«, Agnieszka Hollands fulminanter Mystery-Thriller um eine zauberhaft überdrehte, zunehmend verzweifelte Ökoanarchistin, führt in die traumschöne Landschaft der polnischen Sudeten. Tiere aller Arten, auch seltene Käfer, gedeihen hier reichlich, aber zu jeder Jahreszeit ist »Saison«, wie Olga Tokarczuks Roman »Der Gesang der Fledermäuse« und ihr mit Agnieszka Holland gemeinsam verfasstes Drehbuch lakonisch notieren." EPD-Film

 

15:35 03.01.2018

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Zum Film Janina Duszejko liebt den Wald vor ihrer Haustür und seine Bewohner. Doch in ihrem Dorf hat das Jagen eine lange Tradition. Ihre Versuche die Tiere zu schützen, bleiben erfolglos. Bis zu einem Tag, an dem sich alles ändert
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Biographien Als Vorlage für den Film diente der Roman "Der Gesang der Fledermäuse" der polnischen Autorin Olga Tokarczuk. Diese arbeitete eng mit Agnieszka Holland und schrieb ihn in ein Drehbuch. Ein paar kurze Informationen
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Im Gespräch Ihr Film "Die Spur" wurde auf der Berlinale 2017 mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet. Sie selber beschreibt ihn als einen anarchistisch feministischen Ökothriller. Ein Interview mit Agnieszka Holland