Entwicklung

Biographien Christian Bach studierte am European Film College in Dänemark und an der HFF München. Nach zahlreichen, mehrfach ausgezeichneten Kurzfilmen ist dies nun sein erster Spielfilm
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Hinter der Kamera

Christian Bach (Regie)

Christian Bach wurde 1977 in Düsseldorf geboren, verbrachte seine Jugend in Mettmann und lebte ein Jahr in den USA. Nach zwei Semestern Literatur, Soziologie und Geschichte in Marburg ging er ans European Film College nach Dänemark und arbeitete im Anschluss als Cutterassistent, Drehbuchlektor und Producerassistent für internationale Kinoproduktionen bei der Gemini Film in Köln. Des Weiteren sammelte er Arbeitserfahrungen an Fließbändern, als Kurier, Filmvorführer, medizinischer Assisteur in einer Notrufzentrale sowie als Regie- und Drehbuchbetreuer an der HFF München.

Im Jahr 2009 schloss Bach sein Regie-Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film in München mit Diplom in der Abteilung Kino und Fernsehfilm ab. Aus dieser Zeit stammen zahlreiche Kurzfilme, die auf renommierten Festivals liefen und mehrfach ausgezeichnet wurden. Als Stipendiat der 21. Drehbuchwerkstatt München entwickelte er das Drehbuch für seinen Debütfilm HIRNGESPINSTER, das 2010 für den Tankred Dorst Preis nominiert wurde.

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Die Schauspieler

Tobias Moretti (Hans Dallinger)

Tobias Moretti studierte zunächst Musik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Wien. Nach seiner Theaterausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule München war er Ensemblemitglied des Residenztheater München und der Münchner Kammerspiele und feierte Erfolge in diversen Titelrollen, u.a. in „Troilus und Cressida“, Fassbinders „Katzelmacher“ oder Achternbuschs „Der Frosch“. 2001 spielte er die Titelrolle in der Uraufführung von Botho Strauß„ „Pancomedia“ (Schauspielhaus Bochum, Regie: Matthias Hartmann). 2002-2005 war er im „Jedermann“ Teufel und Guter Gesell. Es folgen die Titelrolle in Grillparzers „König Ottokars Glück und Ende“ bei den Salzburger Festspielen und am Wiener Burgtheater (Regie: Martin Kusej) sowie die Darstellung des „Faust“ (Regie: Matthias Hartmann), ebenfalls am Burgtheater.

Sein Opernregiedebut gab Moretti 2001 mit „Don Giovanni“ in Bregenz, 2006 folgte „La Finta Giardiniera“ (Mozart) am Opernhaus Zürich (Dirigent: Nikolaus Harnoncourt) und 2009 „Il mondo della luna“ von Josef Haydn (ebenfalls mit Nikolaus Harnoncourt) am Theater an der Wien.

Seit Anfang der 90er Jahre ist Moretti erfolgreich in Film und TV präsent. Zuletzt war Moretti 2013 in dem starken Drama „Mobbing“ von Nicole Weegmann in einer Hauptrolle zusehen sowie in Lars Beckers Thriller „Geisterfahrer“. Derzeit dreht er u.a. für die Roxy Film und die EPO Film in Koproduktion mit BR und ORF die Fernsehpoduktion "Luis Trenker – Der schmale Grat der Wahrheit" (Regie: Wolfgang Murnberger).

Im Kino war Tobias Moretti, u. a. in Torsten Fischers „Liebeswunsch“ (2007), in „Flores Negras“ von David Cerreras (2009) und in Oscar Roehlers „Jud Süß – Film ohne Gewissen“ (2010) zu sehen. In „Das Wochenende“ von Nina Grosse stand er an der Seite von Katja Riemann, Sylvester Groth und Barbara Auer vor der Kamera. Moretti spielte in der Kinokomödie von Thomas Wiemann „Großstadtklein“ (2013) und zuletzt in Prochaskas „Das finstere Tal“, für seine Darstellung in dem Film wurde er 2014 mit dem Deutschen Filmpreis als „Bester Nebendarsteller“ ausgezeichnet. Zusammen für diese Rolle und seine Hauptrolle in HIRNGESPINSTER erhielt Tobias Moretti den Bayerischen Filmpreis 2013 als „Bester Darsteller“.

Jonas Nay (Simon Dallinger)

Der Schauspieler und Musiker Jonas Nay wurde 1990 in Lübeck geboren. Derzeit studiert er Pop- und Jazzklavier an der Musikhochschule Lübeck. Mit seiner Band „Northern Lights“ tritt er auch regelmäßig auf. Mit 13 Jahren begann seine Karriere als Schauspieler bei der NDR-Kinderserie „4 Gegen Z“, in der er den pfiffigen Otti spielt, der mit seiner Schwester und Freunden mystische Verbrecher jagt.

Bereits seine erste Filmhauptrolle in „Homevideo“ von Kilian Riedhof wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet: So erhielt Jonas Nay für seine Darstellung des Cybermobbing-Opfers Jakob Moormann u.a. den Grimme-Preis, den Förderpreis beim Deutschen Fernsehpreis, den BUNTE New Faces Award als bester Nachwuchsschauspieler und den Günter-Strack- Fernsehpreis als bester Nachwuchsdarsteller.

Danach folgten Auftritte in „Tatort: Die Ballade Von Cenk Und Valerie“ und in „Die Letzte Spur“. Zuletzt war er im Fernsehen in Andreas Kleinerts „Die Frau von Früher“ und in dem Kriminaldrama „Tod An Der Ostsee“ zu sehen. Zur Zeit steht er für den ZDF-Dreiteiler „Tannbach“ (Regie: Alexander Dierbach) in einer Hauptrolle vor der Kamera. Außerdem wirkte er in dem Kinofilm „Wir sind jung, wir sind stark“ unter der Regie von Burhan Qurbani und in Oliver Dommengets TV- Drama „Nichts Mehr Wie Früher“ mit.

Für seine Rolle im Kinofilm HIRNGESPINSTER (Regie: Christian Bach), in dem Jonas Nay an der Seite von Tobias Moretti spielt, gewann er den Bayerischen Filmpreis 2013 in der Kategorie Nachwuchsdarsteller.

Stephanie Japp (Elli Dallinger)

Stephanie Japp ist in Zürich geboren. Sie absolvierte ein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater in Bern. Bis 2001 war sie Ensemblemitglied am Theater Dortmund. Seit 2001 steht Stephanie Japp regelmässig für Film- und TV-Produktionen vor der Kamera. So spielte sie zum Beispiel in „Champions“ (Regie: Riccardo Signorelli), in „Grounding“ und „Mein Name ist Eugen“ (beide Filme Regie: Michael Steiner) sowie in „Eine Nacht im Grandhotel“ (Regie: Thorsten Näter), in Tobias Ineichens „Jimmie“ und in diversen TV-Serien wie „Der Kriminalist“ und „Tatort“. Stephanie Japp gewann den Förderpreis der Stadt Dortmund und am Genfer Filmfestival 2009 den Preis als beste Hauptdarstellerin für „Jimmie“.

Hanna Plaß (Verena)

Hanna Plaß wurde 1989 in London geboren und zog 1992 mit ihrer Familie nach Deutschland. Nach dem Abitur zog sie nach München und studierte Schauspiel an der Otto-Falkenberg-Schule. In dieser Zeit begann Plaß zusammen mit Tom Bola Musik als Ginger Redcliff zu machen.

Nach einem ersten Engagement 2012 an den Münchner Kammerspielen als Frida in Henrik Ibsens „John Gabriel Borkmann“ (Regie: Armin Petras) spielte sie im selben Jahr die Julia in Shakespeares „Romeo und Julia“ bei den Luisenburg-Festspielen. 2013 wurde sie festes Ensemblemitglied des Stuttgarter Staatstheater und wirkte u.a. in den Inszinierungen von Schorsch Kamerun „Denn sie wissen nicht was sie tun“, „5 Morgen“ (Regie: Armin Petras) und „Die Dreigroschenoper“ unter der Regie von Sebastian Baumgarten mit. Bei mehreren Theaterinszenierungen war Hanna Plaß nicht nur schauspielerisch, sondern auch musikalisch tätig.

Ebenfalls ist Hanna Plaß in mehreren Fernsehproduktionen zu sehen, u.a. in „Die Frau aus dem Moor“ (Regie: Christoph Stark), in „Jeder Tag zählt“ (Regie: Gabriela Zerhau) und in Hans Steinbichlers „Hattinger und die kalte Hand – Ein Chiemseekrimi“. HIRNGESPINSTER ist ihr erster Kinofilm.

Ella Frey (Maja Dallinger)

Ella wurde 2004 als zweites Kind der Theaterwissenschaftler Stephan und Susan Frey in München geboren. 2012 während des Münchner Filmfestes wurde eine Schauspielagentin wegen ihrer offenen und natürlichen Art auf sie aufmerksam und vertritt Ella seitdem bei KOKON. Anfang 2013 war ihr erstes Casting für HIRNGESPINSTER. Dort überzeugte sie auch Regisseur und Produktion. Seitdem hat sie gemeinsam mit ihrem Bruder Victor in „Monsoon Baby“ (Regie: Andreas Kleinert, Produktion: Roxy Film) mitgespielt.

HIRNGESPINSTER ist ihr erster Kinofilm.

19:19 09.10.2014

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