Gewalt und Historie

Einblicke Die Geschichte Irlands wird seit hunderten von Jahren von Eroberung und Unterdrückung geprägt. Eine besondere Rolle nimmt hier das Verhältnis von Staat und Kirche zueinander ein
Gewalt und Historie
Foto: Pandora Film

Am Rande Europas

"Steinkreise, keltische Kreuze und Klosterruinen: Irland besitzt viele steinerne Zeugnisse seiner bewegten Geschichte. Seit Tausenden von Jahren ist der westliche Rand Europas immer wieder Schauplatz von Eroberungen und Zerstörungen geworden. Doch auch die Jahrhunderte währende Herrschaft der Engländer konnte den irischen Willen nach Unabhängigkeit nicht unterdrücken. Seit 1921 ist die Insel bis auf Nordirland eigenständig, seit 1973 Mitglied der Europäischen Gemeinschaft." Planet Wissen

Kirche und Staat

"Medienberichte über Irland handeln fast ausschließlich über die Republik Irland und ihre 4,35 Millionen Einwohner, von denen 89 Prozent katholisch sind - ohne Bezug auf Nordirland mit seiner Bevölkerung von 1,75 Millionen Menschen, von denen 43 Prozent katholisch sind. Im Jahr 1921 wurde Irland geteilt. Aber die Organisation aller Kirchen erstreckte sich weiterhin über die ganze Insel. Die Beziehung zwischen Kirche und Staat war in den zwei Teilen Irlands sehr unterschiedlich: Der Katholizismus in Nordirland - eine Minderheitenkirche auf dem Gebiet des Vereinigten Königreichs - entwickelte sich anders als in der Republik Irland, wo der Katholizismus einmal so dominant war, daß 95 Prozent der Bevölkerung katholisch waren und fast immer die Sonntagsmesse besuchten." Stimmen der Zeit

Fesselndes Thema

"In 'Jimmy's Hall' erzählt der britische Filmemacher Ken Loach erneut vom Konflikt zwischen Irland und Nordirland. Wir haben ihn gefragt, was den bekennenden Sozialisten an dem Thema fesselt - und warum er noch immer analog dreht." Deutschlandradio Kultur

Aufgeben und Aufhören

"Man soll nie aufgeben, so lautet die Botschaft von Ken Loachs neuem Film 'Jimmy's Hall'. Aber im Gespräch gibt der Regisseur zu, dass er selbst nach diesem Historienfilm durchaus ans Aufhören denkt." Hamburger Abendblatt

Überzeugungen und Charaktere

"Er habe ganz vergessen, dass Berlin im Sommer so schön ist, sagt Ken Loach. Tatsächlich ist es lauschig im Garten des Hotels, wo wir ihn treffen. Ob Berlin denn menschenleerer würde im Sommer, will der 78-jährige britische Regisseur noch wissen, der ungeheuer freundlich, wach und zugewandt wirkt. Dann ist man schon beim Thema. Der britische Regisseur spricht mit uns über seinen letzten Film 'Jimmy’s Hall', linke Überzeugungen und Charaktere." Berliner Zeitung

08:40 14.08.2014

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