Nah dran

Netzschau Kritiken aus dem Netz: "Ein Film, der im Gedächtnis bleibt, nicht nur wegen seiner Schönheit, sondern vor allem, weil er die Ambivalenz jeder Mutter-Tochter-Beziehung mit grosser Intensität spürbar macht."
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Foto: Tobis Film

Endlich zurück

"Endlich findet Pedro Almodóvar, der große spanische Regisseur, nach einigen arg konstruierten Filmen zu seiner alten erzählerischen Leidenschaft zurück! Durch Zufall begegnet Julieta einer Kindheitsfreundin ihrer Tochter, und diese Freundin will die schon seit Jahren abgetauchte Antía gesehen haben. Die Nachricht bringt die Mutter aus dem Takt und veranlasst sie, der Verschwundenen einen langen Brief über ihre eigene Geschichte zu schreiben. Sie schreibt über die mystische Begegnung mit ihrer großen Liebe während einer Zugfahrt, über das gemeinsame Leben mit dem Mann, einem Fischer, der Antías Vater wurde, von Tod, Schuld, Sehnsucht und den Windungen des Schicksals." Zeit Online

Dichtes Geflecht

"Almodóvar entwirft ein dichtes Geflecht aus widersprüchlichen Gefühlen und Selbstzweifeln, aus Begegnungen und Einsamkeit. Er verzichtet dabei auf Melodramatik, Pathos und Kitsch und macht aus 'Julieta' einen sehr klaren, reifen und erwachsenen Film." Filmstarts.de

Nachhaltig

"'Julieta' ist ein Film, der im Gedächtnis bleibt, nicht nur wegen seiner Schönheit, sondern vor allem, weil er die eigenartige Ambivalenz in jeder Mutter-Tochter-Beziehung mit grosser Intensität spürbar macht, voller Schmerz und dann doch noch mit etwas Hoffnung." SRF.ch

Wiederholung und Differenz

"Und auch in seinem neuen Film Julieta erfindet der derzeit skandalgeplagte (Stichwort Panama Papers) spanische Filmemacher seine Kunst nicht neu, sondern fügt ihr vielmehr lediglich einen neuen (freilich erneut ausgesuchten, schillernden und geschmackvollen) Mosaikstein hinzu und arbeitet so an seinem Gesamtwerk, das längst im europäischen Kinos seinesgleichen sucht." Kino-Zeit

Große Fragen

"Es sind die ganz grossen Fragen, die der spanische Regisseur in seinem jüngsten Werk verhandelt: von Schuld und Sühne, Gewissen und Verantwortung, Annäherung und Entfremdung, Schicksal und Selbstbestimmung. Viele Jahre leben Julieta und Xoan mit ihrer Tochter glücklich zusammen, doch wie immer in Almodóvars Filmen ist es ein erotisches Geheimnis aus der Vergangenheit, das sie einholt und ein tragisches Ereignis auslöst." NZZ.ch

14:59 20.07.2016

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