Am Scheideweg

Einblicke Das Ende des II. Weltkriegs, die sogenannte Stunde Null, war eben genau dies – ein Moment, in dem nahezu alles Vorherige seine Gültigkeit verlor und zugleich die Zukunft vollkommen unsicher war
Am Scheideweg

Die Stunde Null

"Am 30. April 1945 begeht Adolf Hitler in Berlin Selbstmord. Der Krieg ist verloren.  (...) Am Ende des Krieges – in der sogenannten Stunde Null – ist Deutschland fast vollkommen zerstört. Es fehlt an Nahrung und Kleidung, das Überlebensnotwendige ist nur über den Schwarzmarkt zu beschaffen." Planet Wissen

Zusammenbruchsgesellschaft

"Die Deutschen leben in einer 'Zusammenbruchsgesellschaft': Millionen von Männern befinden sich in Kriegsgefangenschaft, Millionen von Flüchtlingen und Vertriebenen aus dem Osten strömen in die vier Besatzungszonen. Suchdienste helfen beim Auffinden vermisster Familienangehöriger. Die Menschen leben vielfach in Trümmern und beginnen unter schwierigsten Umständen mit dem Aufräumen. Armut, Kälte, Krankheiten und Hunger prägen ihren Alltag. Zerstreuung bieten kulturelle Angebote, die mit Hilfe der Alliierten unmittelbar nach dem Krieg wieder auf die Beine gestellt werden." Haus der Geschichte

Erschreckende Leere

"Kaum Verwüstung, dafür erschreckende Leere: Der Bildband Berlin um 1950 zeigt Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg. Anstatt Nachkriegschaos sieht man aufgeräumte Straßen, sorgfältig aufgetürmte Backsteinhaufen und fein gekleidete Menschen. Die Bilder nahm der damals 23-jährige Fotografiestudent Ernst Hahn Berlin bei seinem ersten Berlinbesuch nach dem Krieg auf – eigentlich nur zur Übung." Zeit Online

Erschütternde Korrespondenz

"Eine junge Mutter erzählt in Briefen, wie sie nach der Kapitulation Berlins ums Überleben kämpft. Jahrzehnte später entdeckten ihre Tochter Brigitte und Schwiegersohn Manfred Heyde die Durchschläge dieser erschütternden Korrespondenz." Spiegel Online

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Im Gespräch I

"'Phoenix' ist ein historischer Film, in dessen Zentrum die von Nina Hoss berauschend gespielte Nelly steht, eine Überlebende aus den deutschen Lagern, die traumatisiert zurückkommt, und erst langsam wieder ins Leben findet. Dies ist aber auch eine universale Geschichte über Identität und Liebesverrat. Ein Gespräch mit Regisseur Christian Petzold." artechock film

Im Gespräch II

"Von Harun Farocki inspiriert: Der Regisseur Christian Petzold spricht über seinen soeben beim Filmfestival Toronto bejubelten neuen Film, das Holocaust-Überlebenden-Drama 'Phoenix'." Frankfurter Rundschau

03:18 25.09.2014

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