Zweiter Blick

Einblicke Das Schaffen Hoppers als eine Chronik der US-amerikanischen Moderne zu betrachten, ist die gängigste Interpretation seines Werks. Ob sie ihm restlos gerecht wird, ist eine andere Frage
Zweiter Blick

Bild vom Bild

"Edward Hopper ist der bekannteste amerikanische Realist. Das liegt vielleicht auch daran, dass er so oft von Filmregisseuren 'zitiert' wurde. Wim Wenders sagte einmal, jedes von Hoppers Bildern könne der Beginn eines neuen Kapitels in einem großen Film über Amerika sein. Wim Wenders, Michael Curtiz, Ridley Scott und nicht zuletzt Alfred Hitchcock inspirierten sich an seinen Werken. Das in Madrid ausgestellte 'House by the Railroad' von 1925 wurde in Alfred Hitchcocks Thriller 'Psycho' zum Zuhause der Familie Bates." Handelsblatt

Das Drama des Alltäglichen

"Ein Bild ist eine Bühne. Wenn man an die epischen Schlachtengemälde und opulenten Schaustücke denkt, die der Historismus noch an der Wende zum zwanzigsten Jahrhundert auf Leinwände im Riesenformat bannte, so wird die Nüchternheit und Bescheidenheit des nur wenige Jahrzehnte später malenden Edward Hopper um so bezwingender: Ein Mann, eine Frau, ein kleines Zimmer. Hoppers 'Room in New York' legt eine geradezu ungeheuerliche Ökonomie der erzählerischen Mittel an den Tag. Und erzählt wird in diesem Bild etwas, auch wenn scheinbar nichts passiert." Mahagoni Magazin

Suchen und Finden

"Die Menschen in den Bildern von Hopper haben es vorgezogen, allen Widersprüchen aus dem Weg zu gehen, allem Negativen, allen Schwierigkeiten des Lebens den Zutritt zu ihren Räumen zu verweigern. Nun aber sind sie dem Leben selbst aus den Weg gegangen und spüren es nicht mehr. Man kann nicht einmal sagen, dass sie das Leben suchen – eine solche Suche findet man allenfalls noch bei denen, die die 'Exkursion in die Philosophie' unternehmen, die anderen aber verharren einfach und warten auf das Leben, denkwürdige Monumente der Leere." Lebenskunst Philosophie

Sichtweisen

"Edward Hopper selbst hielt die 'Sache mit der Einsamkeit' für übertrieben. Und tatsächlich kann man in den Bildern des amerikanischen Malers auch das Gegenteil von Isolation und Depression sehen." FAZ.net

Mal anders

"Würde bei einem Quiz die Frage lauten: 'Nennen sie den bekanntesten Künstler des Amerikanischen Realismus', müsste man wohl 'Edward Hopper' antworten, um richtig zu liegen. Das jedenfalls ist die gängige Meinung. Aber würde Hopper selbst das so unterschreiben?" Neon.de

Im Gespräch

"Gustav Deutsch über seinen Film 'Shirley – Visions of Reality ', über die Bilder Edward Hoppers, über Farben und Licht und über die Arbeit an der Ausstellung rund um den Film." ray Magazin

19:51 17.09.2014

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Alt und neu

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Synopsis Die Gemälde Edward Hoppers haben immer wieder als Inspiration für Filmschaffende gewirkt. Der Ansatz von "Shirley" allerdings ist eine gänzlich neue Form der Auseinandersetzung
Beide Seiten

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Biographien Gustav Deutsch ist sowohl Filmemacher wie auch Künstler. Mit den Wechselwirkungen verschiedener Medien setzt er sich bereits seit den 1980er Jahren in Theorie und Praxis auseinander
Grenzgänger

Grenzgänger

Netzschau Kritiken aus dem Netz: "'Shirley – Visionen der Realität' ist ein höchst ungewöhnlicher, aber faszinierender Balanceakt auf der Grenzlinie zwischen Kino und bildender Kunst."