Zum Nachdenken

Netzschau Kritiken aus dem Netz: "Bille August führt ein starkes Schauspielerensemble durch ein berührendes Familiendrama, das zum Reflektieren über die eigene Sterblichkeit einlädt."
Zum Nachdenken
Foto: Movienet/Rolf Konow

Intensiver Film

"'Silent Heart – Mein Leben gehört mir' ist ein kleiner, intensiver Film, der wieder einmal zeigt, welch fantastisches Filmland Dänemark doch ist. Mit gerade einmal 5,5 Millionen Einwohnern ist das skandinavische Land Heimat hochbegabter Filmemacher und Schauspieler. Regisseur Bille August machte zuvor mit internationalen Koproduktionen wie 'Das Geisterhaus' und 'Fräulein Smillas Gespür für Schnee' auf sich aufmerksam." Mittelbayerische.de

Stark und berührend

"Unaufdringlich führt Regisseur Bille August ein starkes Schauspielerensemble durch ein berührendes Familiendrama, das zum Reflektieren über die eigene Sterblichkeit einlädt." Filmstarts.de

Intime Aspekte

"Bille Augusts Filme überzeugen meist, wenn sie in Dänemark spielen und sich auf familiäre Geschichten konzentrieren – 'Die besten Absichten' und 'Pelle, der Eroberer' sind stimmiger als 'Das Geisterhaus' und 'Nachtzug nach Lissabon'. Glücklicherweise schließt sich auch 'Silent Heart' den erstgenannten Filmen an: Konzentriert erzählt er von den privaten Folgen eines Entschlusses zur Sterbehilfe. Rechtliche Folgen werden kurz angesprochen, im Kern aber geht es um den Umgang einer Familie mit diesem Entschluss. Damit konzentriert sich der Film auf sehr intime Aspekte, die von Bille August mit warmen Farben auf die Leinwand gebracht werden. Immer wieder scheint die Sonne in das abgelegene Landhaus, lassen die Bilder die vielen vergangenen Momente erahnen, die diese Familie dort erlebt hat. Die nur teilweise übertriebene Musik untermalt die dem Film innewohnende Emotionalität, so dass Silent Heart ein sehr berührender Film über Sterbehilfe ist." kino-zeit.de

Bis zum Schluss

"Bille August zeigt die Geschichte als Beinahe-Kammerspiel. Fast der gesamte Film spielt in Esthers und Pouls blitzblank geputztem Klinkerhaus, nur selten geht es hinaus ins Freie, wo eine weitgehend trübe Herbststimmung die Melancholie der Handlung noch unterstützt. In warmen Farben fängt Dirk Brüel mit der Kamera die intensive Atmosphäre ein. Und eines wird dabei sehr deutlich: Die Familie ist hier nicht nur Brennpunkt von Spannungen, sondern sie wird im Idealfall zum Ort der Ruhe, wo alle sich zu Hause fühlen können. Bis zum Schluss." Programmkino.de

Leinwandereignis

"Esther will sich nicht weiter quälen lassen. Am nächsten Tag wird sie sich das Leben nehmen, den 'freien Tod' (Friedrich Nietzsche) wählen. Und die, die zum Fest ­gekommen sind, haben ihren Entschluss ­akzeptiert. Dass aber letzte Fragen doch noch nicht beantwortet sind, zeigen Regisseur Bille August ('Nachtzug nach Lissabon'), Christian Torpe (Drehbuch) und Dirk Brüel (Kamera) gemeinsam mit dem überzeugenden Schauspieler-Team mit ihrem Leinwandereignis." Stuttgarter Nachrichten

18:46 23.03.2016

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