Road to Ruin

Biographien Ausgestattet mit einem alten Rolls Royce reiste die Filmcrew um Eugene Jarecki durch Amerika. Auf dem Weg durch das Land trafen die Filmemacher Prominente und alte Weggefährten von Elvis. So kam ein politisches Roadmovie zustande
Road to Ruin
Zwischen Plastik und Metall träumen immer noch viele Amerikaner ihren ganz eigenen Traum

Foto: Arsenal Filmverleih

Die Grundidee von Eugene Jarecki war einfach: Auf den Spuren von Elvis Amerika zu bereisen und dabei die Stimmung im Land einzufangen. Vierzig Jahre nach dessen Tod hatte sich vieles verändert. Doch vieles ist auch gleich geblieben. Armut, Aufstieg und Ruhm sind immer noch die drei Komponenten eines Traums, den viele Amerikaner noch folgen. 

Doch durch diesen Traum kommt auch die Verzweiflung, wenn er sich als Mythos entpuppt. So wenden sich viele Menschen in Amerika extremeren Ecken zu und verhelfen einem Entertainer zur Macht im Weißen Haus. "Wenn Elvis deine Metapher für Amerika ist", kommentiert ein junger Mann in einer Bar die Dreharbeiten von Jarecki, "dann ist es Elvis kurz vor der Überdosis". Ein Amerika das kurz vor dem Zusammenbruch steht.

Durch diese Stimmung im Land fährt Eugene Jarecki und seine Crew den alten Rolls Royce und entdeckt immer schärfere Parallelen zwischen dem King of Rock und seinem Land. Somit ist es dem Filmemacher nicht nur gelungen eine Dokumentation über Elvis Presley zu machen, sondern ein politisches Roadmovie, das ein Land mit vielen Problemen zeigt. 

 

 

18:33 18.04.2018

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