Wendungen

Netzschau Kritiken aus dem Netz: "Mit diesem ebenso ergreifenden wie nachdenklich stimmenden Thriller hat Farhadi seinen Platz im exklusiven Club der grandiosen Filmkünstler souverän behauptet."
Wendungen
Foto: Prokino Filmverleih

Mittendrin

"War es ein Überfall, eine Verwechslung oder Vergewaltigung? Im Ehe-Thriller 'The Salesman' zeigt der iranische Regisseur Asghar Farhadi erneut eine Gesellschaft zwischen Tabus, alten Ehrbegriffen und modernem Leben." Deutsche Welle

Subtil verfahren

"Einmal mehr entfaltet Farhardi so ein Drama um Schuld, Vergebung, Würde und Moral. Sein Werk entwickelt dabei Parallelen zu dem Theaterstück 'Tod eines Handlungsreisenden' von Arthur Miller, das die Hauptdarsteller im Film trotz des Traumas weiter proben und aufführen. Farhadi lässt sich Zeit, das Paar zu beobachten - wie sich die beiden hilflos gegenüberstehen und nicht in der Lage sind, miteinander über ihre innersten Gefühle und Ängste zu sprechen." Stern.de

Was geschieht, wenn?

"Die Rollen auf der Bühne werden zu Spiegelbildern des sozialen Lebens. Sowohl im Verhältnis untereinander als auch zu ihrer Umgebung müssen Emad und Rana sich neu orientieren. Dabei gelingt es Regisseur Asghar Farhadi, der Suche nach dem Gewalttäter, dem Thema von Strafe und Schuld und dem schwierigen Umgang mit einer traumatischen Verletzung immer neue Wendungen abzugewinnen. 'THE SALESMAN' stellt die Frage, was geschieht, wenn die Fundamente von Moral und Religion sich auflösen und soziales Vertrauen verloren gegangen ist." epd film

Lebenswirklichkeiten

"Das einheimische Publikum kann mit den Filmen iranischer Regisseure wie Abbas Kiarostami (1940–2016) oder Bahman Ghobadi (geboren 1969) meist weniger anfangen als die europäischen Festivalgänger. Anders verhält es sich mit den Dramen von Asghar Farhadi. Wieso? Diese ­haben weit mehr mit der konkreten Lebenswirklichkeit seiner Landsleute zu tun als oft ländliche, symbolisch überhöhte Geschichten. So bricht Farhadis neuster Film 'The Salesman' in seiner Heimat alle Zuschauer­rekorde und ist gleichzeitig Irans offizieller Oscar-Kandidat." Luzerner Zeitung

Grandios

"Mit diesem makellosen, ebenso ergreifenden wie nachdenklich stimmenden Psycho-Thriller hat  Asghar Farhadi sich seinen Platz im exklusiven Club der grandiosen Filmkünstler souverän behauptet." Programmkino.de

Boykott

„Selbst wenn die USA für seine Reise eine Ausnahme machen würden, sei das "Wenn und Aber" nicht akzeptabel, schrieb Farhadi. Er verurteile die ungerechten Bedingungen, die den Bürgern der betroffenen Länder aufgezwungen würden. Er hoffe, die gegenwärtigen Entwicklungen würden nicht zu einer tieferen Spaltung zwischen den Ländern führen.“ Zeit.de

17:32 01.02.2017

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