Chesters Arche

Biografie Ein außergewöhnliches Ensemble macht den Film von John Chester so unvergleichbar: Menschen und Tiere sind gleichermaßen Protagonisten dieser ebenso lehrreichen, wie traumhaften Dokumentation
Chesters Arche

Foto: 2019 Prokino

John Chester

Produktion, Buch, Regie & Kamera

Seit über 25 Jahren arbeitet John Chester als Filmemacher und Fernsehregisseur. Für seine Dokumentarfilmreihe „Super Soul Sunday“ mit den Kurzfilmen „Saving Emma“, „Worry für Maggie“ und „The Orphan“ wurde er mit fünf Emmy Awards ausgezeichnet, unter anderem für herausragende Regie und Kameraführung. Ein breites Publikum erreichte Chester erstmals 2006 mit seiner TV-Dokuserie „Random 1“ für den Sender A & E. Die Serie inspirierte den Dokumentarfilm „Lost in Woonsocket“, der 2007 bei SXSW uraufgeführt wurde. Mit dem Dokumentarfilm „Rock Prophecies“ über den legendären Rock-Fotografen Robert Knight gewann er drei Publikumspreise für den besten Dokumentarfilm. Der Film wurde 2010 bei PBS ausgestrahlt. Neben seiner Arbeit als Dokumentarfilm-Regisseur etablierte sich Chester mehr und mehr auch als Naturfilmer für Animal Planet und ITV Wildlife. Dreharbeiten rund um die Welt verstärkten sein Interesse am komplexen Zusammenspiel von Ökosystemen - eine Neugier, die ihn auf Apricot Lane Farms, der biodynamischen und nachhaltig geführten Landwirtschaft, die er und seine Frau Molly 2011 starteten, jeden Tag inspiriert.

Sandra Keats

Produzentin

Sandra Keats studierte Journalismus an der Northwestern University und begann ihre Karriere im Dokumentarfilm als Producerin bei „Last Call at the Oasis“ (Participant Media). Der Film über die globale Wasserknappheit lief auf den Festivals von Toronto und Berlin, bevor er 2012 in die Kinos kam. Als Dokumentarfilm-Produzentin konzentriert sich Sandra Keats hauptsächlich auf Umwelt- und Sozialthemen. Unter ihren aktuellsten Arbeiten findet sich „Eating Animals“, eine Koproduktion mit Natalie Portman und Jonathan Safran Foer auf Basis seines Buchbestsellers. Der Film feierte auf dem Telluride Film Festival 2017 Premiere und wurde von IFC Film/Sundance Selects vertrieben. Weiterhin koproduzierte Sandra Keats Lauren Greenfields Dokumentarfilm „Wealth: The Influence of Affluence“ (Amazon Studios), der 2018 in Sundance uraufgeführt wurde. Zuvor war sie Koproduzentin des 2012 mit dem Sundance Audience Award ausgezeichneten Dokumentarkurzfilms „The Debutante Hunters“ sowie „Misconception“ (Premiere: Tribeca 2014) von Participant Media die zweite dokumentarische Zusammenarbeit mit Oscar-Gewinnerin Jessica Yu (Regie) und Produzentin Elise Pearlstein. Molly Chester
Bevor sie als Mitgründerin die Apricot Lane Farms ins Leben rief, verbrachte Molly Chester ihre Zeit als „Private Chef“ in den Küchen verschiedener Celebrities. Heute ist sie als Betreiberin einer nachhaltigen Landwirtschaft, Bloggerin („Organic Spark“), Kochbuch-Autorin („Back to Butter“) und Aktivistin für traditionelle Landwirtschaft und Kochen mit natürlichen Zutaten aktiv.
Auf Apricot Lane verantwortete sie auf 31 Hektar Avocado- und Zitronenbaumfläche den Übergang zu biodynamischen Anbaumethoden, die Anpflanzung von über 5.000 Obstbäumen und den Bau einer komplexen Kompost-Anlage. Ihre nächste große Herausforderung besteht darin, den Ertrag von rund sechs Hektar Bio-Obstbäumen für eine exquisite Marmeladen- und Chutney–Marke zu nutzen.

Alan York

Erde hat einen ihrer größten Verbündeten verloren“, schrieb Molly Chester im Februar 2014 auf ihrem Blog: Alan York, einer der weltweit renommiertesten Pioniere und Berater für biodynamischen Landbau, war gerade an Krebs verstorben. 1952 in Texas geboren und in Louisiana aufgewachsen, widmete sich Alan York bereits früh der Frage: „Wie kann ich die besten Pflanzen anbauen, ohne Gifte und chemische Hilfsmittel einzusetzen?“ Nach seinem Umzug nach Kalifornien wurde der britische Landschaftsgärtner, Schauspieler und Lehrer Alan Chadwick zu seinem wichtigsten Mentor. Während er an dessen Round Valley Institute for the Study of Man and Nature in Covelo seine handwerklichen Fähigkeiten vertiefte und weiterführende Studien zum Gartenbau begann, galt seine größte Hingabe dem Wesen der Erde und der Verbindung von allem, was in und von ihr lebt. Sein weiterer Weg führte Alan nach Detroit, wo er am Mercy College Gartenbau unterrichtete, später als Leiter des American Farm Institute nach Missouri. Zurück in Kalifornien, konzentrierte sich Alan seit Beginn der 1990er Jahre, in Zusammenarbeit mit den wichtigsten Weingütern, auf biodynamischen Weinbau. Seine Beratertätigkeit führte ihn weiterhin nach Chile, Argentinien, Südafrika, Israel, Frankreich und Italien, wo er unter anderem dem Musiker Sting beim Aufbau seines Weingutes in der Toskana half. Sieben Jahre stand er auch der Biodynamic Association als Präsident vor.
Als Wegweiser unserer Zukunft verkörperte Todd für uns den Wert ehrlicher Hingabe. Mit ihm begann eine Reise von epischen Ausmaßen, die sich – so unsere bisherige Erfahrung –unvermeidlich einstellt, wenn man sich einem lebenden Wesen verpflichtet.


... und die Tiere im Film


Todd

Hund

Als Wegweiser unserer Zukunft verkörperte Todd für uns den Wert ehrlicher Hingabe. Mit ihm begann eine Reise von epischen Ausma- ßen, die sich - so unsere bisherige Erfahrung - unvermeidlich einstellt, wenn man sich einem lebenden Wesen verpflichtet.

Emma

Schwein

Emma und ihre nahezu unzähligen Ferkel sowie das Drama, das ihre Geburt umgab, haben uns gezeigt, dass wir Menschen nicht die einzi- ge Lösung eines Problems darstellen. Ihre Geschichte hat uns damals die ersten Grenzen unserer Rolle in dem Projekt gezeigt: Wir können nicht alles reparieren. Manchmal ist die Bestimmung der Natur einfach kraftvoller.

Greasy

Hahn

Greasy ist für mich ein Überlebender der Ablehnung. Durch seine sym- biotische Freundschaft mit Emma zeigt er uns, dass die Gemeinschaft, die dich lieben und schützen kann, nicht unbedingt deine ursprüngliche und gewohnte sein muss. Sie kann ganz anders aussehen! Je mehr du dich also um dich selbst kümmerst, desto mehr wird sich die Welt dir zuwenden. Das passiert ganz ohne Zwang. An Greasy sahen wir, dass wir nicht die einzige Instanz sind, auf die sich die Farm verlassen muss. Wir können auch unserem Instinkt vertrauen. Alles wird seinen eigenen Weg finden.


Kia & Rosey

Hütehunde

Die Geschichte unserer zwei Hütehunde hat ultimativ etwas Zerstörerisches. Nicht nur Greasy fällt ihr zum Opfer, auch ein Stück unseres Idealismus. Dabei handelte es sich auch hier um die instinktive, eigenständige Lösung eines Problems – und den Beweis für Roseys Temperament als Beschützerin der Hühner.
09:51 11.07.2019

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