Starkes Kino

Biographien Über den neuen Film "Utøya, 22 Juli" von Erik Poppe wurde auf den Internationalen Filmfestspielen 2018 in Berlin viel diskutiert. Vor allem die starke Besetzung mit Hauptdarstellerin Andrea Berntzen überzeugte
Starkes Kino

Foto: Martin Kraft/Wikimedia Commons

Schauspielerin

Andrea Berntzen

geboren 1998 in Oslo, gab mit ihrer Verkörperung der 18-jährigen Kaja in UTØYA 22. JULI ihr Schauspieldebüt in einem Kinofilm. Während ihrer Schulzeit in Oslo begeisterte sie bereits durch ihre herausragenden Leistungen in den Theateraufführungen ihrer Schule. Derzeit studiert sie Theater an der Romerike Folkehøgskole. Von der norwegischen Zeitung Aftenposten wurde Andrea Berntzen zwei Jahre in Folge zur besten Schauspielerin nominiert und gewann den begehrten Titel 2017.




Regisseur

Erik Poppe

ist einer der renommiertesten Regisseure Norwegens, der von Publikum und Kritikern gefeiert wird. Geboren 1960 in Oslo, begann Poppe seine Karriere als Pressefotograf und wurde für seine Arbeiten mehrfach ausgezeichnet. Nach dem Studium am Stockholmer Dramatiska Institutet war er als Kameramann an verschiedenen Spielfilmen beteiligt, bevor er 1998 mit SCHPAAA sein Regiedebüt vorlegte, das 1999 im Panorama der Berlinale gezeigt wurde. Der Film markiert den ersten Teil seiner vielfach preisgekrönten Oslo-Trilogie. Für den zweiten Teil HAWAII, OSLO wurde er 2005 mit dem norwegischen Filmpreis Amanda ausgezeichnet. Mit TROUBLED WATER, der als erster Film in der Geschichte des Hamptons International Film Festivals sowohl Publikumspreis als auch Preis für den Besten Film abräumte, schloss er 2008 die Reihe ab. Sein Film THE KING'S CHOICE – ANGRIFF AUF NORWEGEN war 2017 auf der Shortlist für den Oscar® in der Kategorie Bester Fremdsprachiger Film. Mit UTØYA 22. JULI wurde Erik Poppe 2018 in den Wettbewerb der Berliner Filmfestspiele eingeladen. Erik Poppe ist der einzige Regisseur, der viermal mit dem norwegischen Film Critics Award ausgezeichnet wurde

17:31 26.08.2018

Film der Woche: Weitere Artikel


Der Anschlag

Der Anschlag

Zum Film Kaja verbringt einige Ferientage in einem Sommercamp auf einer norwegischen Insel. Die Stimmung unter den Jugendlichen ist entspannt, doch eines Abends fallen Schüsse. Sie verstecken sich. Doch was passiert um sie herum? Wer sollte auf sie schießen?
Tödlich Rechtsextrem

Tödlich Rechtsextrem

Interview Der Anschlag auf Utøya war kein spontaner Akt eines Verrückten, sondern ein über Jahre hinweg geplanter Anschlag. Vor allem müssten wir in Europa über das erstarken des Rechtsextremismus reden, sagt der Regisseur Erik Poppe im Interview
Emotionale Wucht

Emotionale Wucht

Netzschau "Zweiundsiebzig Minuten dauerte der Massenmord. Neunzig Minuten dauert der Film, und keine davon ist verschenkt. Auch die Weigerung, die politischen Hintergründe einer Tat zu klären, kann eine politische Geste sein. Man weiß das. Hier sieht man es"