Ausdruck und Auflehnung

Einblicke In einem Staat, in dem das Tanzen verboten ist, erhält die Beschäftigung mit dieser vermeintlich unpolitischen Kunstform automatisch eine politische Dimension. Versuch einer Sammlung
Ausdruck und Auflehnung
Foto: Senator Film

Zwang und Raum

"Im März 1979 stimmten die Iraner zu 98 Prozent für die Islamische Republik. Für viele bedeutete sie vor allem die Erlösung von der Diktatur des Schahs. Die Islamische Republik entwickelte sich seitdem zu einem widersprüchliches System, das republikanisch-demokratische und theokratisch-autoritäre Elemente vereinigt. Heute herrschen krasse soziale Gegensätze. Irans Gesellschaft ist jung und gut gebildet, aber gerade jungen Menschen droht die Arbeitslosigkeit. Zensur und staatliche Repressionen sind allgegenwärtig. Manche Journalisten, Blogger und Künstler schaffen sich dennoch eigene Räume und stellen bohrende Fragen an ihre Politiker." Bundeszentrale für politische Bildung

Hinter den Schlagzeilen

"Wie leben die Menschen in einem Staat, in dem die Regierung mit drastischen Maßnahmen gegen jede Form der Kritik vorgeht? In dem die Wirtschaft nicht nur aufgrund der westlichen Sanktionen am Boden liegt? In dem Religion und Politik untrennbar miteinander verbunden sind und ein nur schwer durchschaubares Geflecht bilden? Wie hat sich der Alltag der Menschen verändert in den vier Jahren seit der grünen Revolution? Diesen Fragen gehen wir in unserem multimedialen Special 'Iran: Innenansichten eines Gottesstaates' nach." Deutsche Welle

Zaghaftes Träumen

"Seit den Präsidentschaftswahlen 2009 im Iran haben es junge Menschen schwer. Die Polizei kontrolliert alles bis hin zum Haarschnitt. Öffentlich Musik zu spielen, war lange Zeit ganz verboten. Jetzt lockern sich die Vorgaben ganz zaghaft. Für manche rückt der Traum vom Leben als Musiker ein winziges Stück näher." 3sat Kulturzeit

Vom Verbot tanzen

"Seit 1979, seit der Revolution im Iran und dem Beginn der religiös dominierten Herrschaft des Landes, ist im Iran das Tanzen in der Öffentlichkeit verboten. Das heißt, es gibt keinerlei Aufführung, keine offizielle Ausbildung, keine Kultur des Tanzes. Diesen Zustand haben die aus dem Iran stammende Choreografin und Tänzerin Modjgan Hashemian und die Dramaturgin Susanne Vincenz in einer Tanz-Trilogie gestaltet." Deutschlandradio Kultur

Regeln und Faszination

"Zwei Monate lang reiste Helena Henneken allein durch Iran. 80 Einladungen, 390 Gläser Tee und 28 Gastgeschenke später ist sie fasziniert von dem Land. Im Interview erzählt sie von strikten Regeln und Nächten im Frauenmatratzenlager." Spiegel Online

16:48 03.07.2014

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