Deutsche Demokratische Republik
„Die Bonzen im Politbüro waren feige“: Warum die SED Kunstausstellungen fürchtete
Die großen Kunstausstellungen der DDR werden in einer Schau in Dresden wiederentdeckt. Die „Documenta des Ostens“ zog in den 1980ern die Massen an. Mitten unter ihnen: der Soziologe Bernd Lindner mit seinen Fragebögen
4. Generation Ost: „Sich ostdeutsch zu fühlen, kann eine Antwort auf Einsamkeit sein“
Immer mehr junge Deutsche fühlen sich ostdeutsch – obwohl sie die DDR nie erlebt haben. Kathrin Klausmeier erforscht dieses Phänomen und hat einen alarmierenden Befund. Ein Gespräch
Neue Doku über Bärbel Bohley: So wurde die DDR ihre mutigste Feindin los
Der Film „Tagebuch einer Auflehnung“ porträtiert Bärbel Bohley, die bekannteste DDR-Bürgerrechtlerin. Sie musste 1988 gegen ihren Willen in den Westen. Doch zeigt der Film wirklich, wer diese Frau war? Oder verfehlt er seine Protagonistin?
Kunstausstellung der DDR: Die Documenta des Ostens
Die letzte große Kunstausstellung der DDR war ein Kulturereignis mit über einer Million Besuchern. Eine Dresdner Ausstellung enthüllt, was die Menschen damals wirklich sehen wollten – und was die Stasi dabei protokollierte
DDR-Philosophen um Wolfgang Heise: Ein Freiraum für kritische Marxisten an der HU
An der Berliner Humboldt-Universität gab es ein Refugium für unangepasste Wissenschaftler in der DDR. Von 1968 an wirkte hier ein junges Team um den Philosophen Wolfgang Heise. Wer waren diese kritischen marxistischen Intellektuellen?
NSDAP-Mitgliederkartei: Warum das Nazi-Tool den Osten ins Mark trifft
Millionen Ostdeutsche gehörten NS-Organisationen an – doch die DDR erklärte sich zur nazifreien Zone. Die digitale NSDAP-Kartei zerstört dieses Illusionsgebäude. Erlebt Deutschland gerade seine überfällige Stunde der Wahrheit?
Wie tickt die 4. Generation Ost? So richtig zuhören will ihr niemand
Junge Ostdeutsche wollen über Identität, Herkunft und Gegenwart sprechen. Doch in Debatten über Ost und West dominieren häufig die Erfahrungen und Verletzungen der Älteren
Mutter aus dem Osten, Vater aus dem Westen: Gehöre ich zur „Vierten Generation Ost“?
Ich wuchs in Leipzig auf und hielt die Wiedervereinigung für perfekt. Später bekam dieses Bild Risse, ich dachte anders über Ost- und Westdeutschland nach, gerade als Grünen-Hochschulpolitiker. Was ich mir heute für meine Generation wünsche
Ein 19-jähriger Ostberliner soll kurz nach der Einheit zum Wehrdienst, taucht aber unter
Eine Musterung durch die NVA zu DDR-Zeiten soll reichen, um Sascha Braumann zum Wehrdienst einzuberufen. Als er sich dem entzieht, erfolgt schon bald seine Festnahme durch Feldjäger. Die vorgeschriebene Anhörung gab es nicht.
4. Generation Ost: Was haben Postwendekinder noch mit DDR zu tun?
Sie kennen die DDR nur aus Erzählungen und Unterricht – und fühlen sich dennoch ostdeutsch. Bei einer Diskussion geht es um die vierte Generation Ost, Identität und die Frage der Einheit
Dieses Buch über die Rockband Silly gilt ganz offiziell als „politische Bildung“
Der Musikwissenschaftler Michael Rauhut hat ein Buch über die Band Silly geschrieben und kennt deren Geschichte so gut wie wenige andere. Ein Gespräch über Musik und Grautöne in der DDR und das charmante Verhandlungsgeschick von Tamara Danz
Ostdeutsche Künstlerin Andrea Pichl: Höllenfahrt in Kleinbürgerparadiese
Andrea Pichl erhielt als erste Künstlerin mit DDR-Hintergrund den mit 30.000 Euro dotierten Ernst-Franz-Vogelmann-Preis für Skulptur. Warum ihre aktuelle Ausstellung „deutsch deutsch“ in der Kunsthalle Heilbronn ziemlich beklemmend ist
Linke-Spitzenkandidatin Eva von Angern: Adlige Anwältin als Alternative für Sachsen-Anhalt
Ihren Namen findet sie „schön, den vergisst man nicht“: Eva von Angern entstammt einem Magdeburger Adelsgeschlecht und führt jetzt Die Linke in Sachsen-Anhalts Landtagswahl. Wer ist die Frau, die einen Durchmarsch der AfD verhindern will?
Papa war nur am Wochenende da: Warum meine Generation die Wende bis heute spürt
Um über die Runden zu kommen, musste der Vater der Autorin „drüben im Westen“ als LKW-Fahrer arbeiten – sein Fernbleiben prägte ihre Kindheit. Ein Essay über fehlende Sicherheit in den Nachwendejahren und ihre politischen Folgen bis heute
DDR-Platte in Venedig: Der deutsche Pavillon von Sung Tieu auf der Kunstbiennale
Sung Tieu bringt mit ihrer Plattenbau-Installation in Venedig die Geschichte vietnamesischer Vertragsarbeit in der DDR ins Bewusstsein. Der deutsche Pavillon wird zur Bühne für Erinnerungen an soziale Ungerechtigkeit und Widerstandskraft
Sillys „Bataillon d’Amour“ war der Quantensprung im Ostrock
1986 brachte Silly mit „Bataillon d’Amour“ ein Album heraus, das die DDR-Rockmusik neu definierte: Poetische Texte, melancholische Klangwelten und subversive Botschaften zwischen den Zeilen
Schon jetzt viel zu teuer: Das Zeitalter der Braunkohle ist vorbei
Grünes Wissen to go: Vor über 100 Jahren begann das Zeitalter der Braunkohle. Inzwischen stehen die Kraftwerke häufig still. Die Kohle wurde verdrängt, von einem deutlich günstigeren Energieträger
Super-Gau in Tschernobyl: Wie DDR-Bürger nach Wahrheit suchten
Nach Tschernobyl vertrauten weder Ost- noch Westdeutsche den Informationen ihres jeweiligen Staates. Wie die Umweltbewegung in der DDR vom GAU erfuhr – und heimlich mit Naturschützern in der BRD kooperierte
Hitler & der Nahostkonflikt: „Nie wieder“ muss mehr sein als „Seid nett zueinander“
Es war nie leicht, das Nazireich sinnvoll in der Schule zu behandeln. Der Nahostkrieg und der Aufstieg der Rechten machen es noch komplexer. Ein Geschichtslehrer erklärt, warum Betroffenheitspädagogik nichts bringt
„Keine besonderen Auffälligkeiten“: Sophie Sumburane über Gewaltverbrechen in der DDR
Tatort Wendzeit: Sophie Sumburane erzählt in ihrem packenden Brandenburg-Thriller „Keine besonderen Auffälligkeiten“ von realer Gewalt, Misstrauen und Misogynie in den Tagen nach dem Mauerfall – und von der Rolle der Boulevardmedien
DDR-Textilindustrie: Die Geschichte der Nähfabrik PGH in Salzwedel lebt weiter
Einst nähten in den PGH Modewerkstätten 140 Menschen – der Großteil Frauen. Nach der Wende verschwand der Betrieb in wenigen Monaten. Eine Reportage über verlorene Arbeit, kollektives Erinnern – und einen Ort, an dem wieder Stoff raschelt
Queere Kunst in der DDR? Von Resilienzen gegen homophobe Systeme
Die Ausstellung über queere Kunst in der DDR macht nicht nur sichtbar, wie vielfältig ostdeutsche Kunst ist. In Zeiten wachsender Homofeindlichkeit ist sie ein wichtiges Zeichen
Neues Michael-Succow-Buch: „Seine Sauna-Diplomatie für den Naturschutz hatte Erfolg“
Er ist der „Moorpapst“ der Republik: Michael Succow hat ein Buch über „Erfahrungen und Erkenntnisse eines Ökologen, Weltbürgers und Mutmachers“ vorgelegt, mit Christiane Grefe. Im Interview schildert sie, wie Succow auch in Russland wirkte
Frühjahr 1982 mit „Familie Rechlin“: Eine Ost-West-Familiensaga im Schatten der Mauer
Als die Mauer ihre Familie trennt, ist Ingelore Rechlin fest entschlossen, die Bande nicht reißen zu lassen. Das Thema getrennter Familien war eine Rarität im DDR-Fernsehen und wurde selten so lebendig erzählt wie in dieser Verfilmung