Alltag

Auf der Rennbahn | 16.04.2011 17:00 | Daniel Seiffert (Text und Fotos)

Das Glück der Erde

Pferderennen gelten als mondän, die Galopprennbahn Hoppegarten ist aber schon lange eher Selters als Sekt. Am Wochenende ist Saisonauftakt – Einblicke in ein Milieu

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Hoppegarten 2010 – am Sonntag beginnt die Saison wieder, mit Sieg, Niederlage, ein bisschen Sekt und ordentlich Selters (alle Fotos: Daniel Seiffert)

Mein erstes Mal Galopprennsport war an einem Feiertag. An einem goldenen 3. Oktober entschloss sich meine Familie, von Berlin weiter als sonst hinaus in den Osten zu fahren, um irgendwo hinter Lichtenberg an der B1 auf Pferde mit zackigen Namen und auf Jockeys in geringelten Jerseys zu setzen.

Unsere Wetten auf der Galopprennbahn Hoppegarten waren angesichts gering gehaltener Einsätze ziemlich verlustfrei. Man musste nur die rätselhaften Quoten an den hölzernen Tafeln studieren und den Wettschein auf Platz platzieren. Die kleinen Beträge zirkulierten munter zwischen Wettenden und Rennbahn. Es gab Freudenschreie und Flüche, außerdem Zuckerwatte und Erbseneintopf aus der Gulaschkanone.

Pferderennen gelten oft als mondän, Hoppegarten ist aber schon lange eher Selters als Sekt. Und das macht es so angenehm. Zumal es dort heute auch Belgische Waffeln und Bionade zu kaufen gibt. Man geht mit der Zeit.

1868 fand das erste Pferderennen in Hoppegarten statt. Schnell stieg die Rennbahn zur wichtigsten in Deutschland auf. Der Erste Weltkrieg war ein erster Einschnitt, weil die dominierenden britischen und amerikanischen Jockeys ab 1914 nicht mehr an den Rennen teilnehmen durften. In den dreißiger Jahren wuchs die Rennbahn dann stark, die Tribünen wurden vergrößert. Den Großen Preis 1935 verfolgten 45.000 Zuschauer.

"Walzertraum"

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Bahn und die noch vorhandenen Vollblüter verstaatlicht. Der Pferderennsport galt in der DDR als bourgeoises Vergnügen und führte ein exotisches Nischendasein.

Ab 1990 erlebte Hoppegarten wieder einen Besucheransturm, die Rennbahn ging an den ursprünglichen Besitzer, den Union-Klub, zurück. Doch die Einnahmen deckten nicht die Kosten für Erhalt und Modernisierung. Der Klub ging 2005 insolvent. Seit 2008 gehört Hoppegarten einem Fondsmanager.

Heute sieht man hier hutbewehrtes Wilmersdorfer Bürgertum genauso wie altgediente Ostberliner Zocker. Es heißt, die älteste Pferderennbahn Deutschlands hätte sich vom Kaiserparcours über den volkseigenen Galoppbetrieb hin zu einem Bionade-Biedermeier-Themenpark gewandelt. Tatsächlich ist dieser Ort am Rande Berlins aber eine Mischung aus allen drei. Die Atmosphäre aus Anspannung, Erlösung und Enttäuschung hat einen eigenen Reiz.

Wir setzten an jenem Oktobertag übrigens auf „Walzertraum“, der nicht ganz hielt, was sein Name versprach. Ein polnischer Student freute sich stattdessen über den „Großen Preis“. Aber auch wenn man auf der Bahn nicht reich wird, ist Hoppegarten einen Sonntagsausflug wert. Wollen wir wetten?

Saisonauftakt in Hoppegarten ist am Sonntag, den 17. April, Einlass ab 12 Uhr

 
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Artikelaktionen
Kommentare
Kunibert Hurtig schrieb am 16.04.2011 um 18:26
Hottemax im Hoppegarten …
Rennwetten, ich lache mich schlapp, das Publikum wettet um die Wette und … verliert. Ich kann da mal aus der Schule plaudern, aus derSoftwareschule. Vor etwa 8 Jahren habe ich ein Programm geschrieben, mit dessen Hilfe man die vom Renndirektorium im Internet angekündigten Rennen eingeben konnte und auf Basis vorheriger Rennen eine ungefähre Prognose über den Rennausgang erstellen. Das hat tatsächlich funktioniert.
Gewettet wurde immer die Dreierwette mit 4 Pferden, also 1:24, das heißt, das drei der benannten Pferde in beliebiger Reihenfolge über die Ziellinie laufen konnten: dann hatte man gewonnen. Allerdings musste man eben 24 € einsetzen, was im Allgemeinen ein Verlustgeschäft war, denn die Gewinnquoten mussten besser ausfallen als 10:241 (oder 1;24,1), was sie jedoch selten taten. Manchmal gab es jedoch auch Quoten von 10:1000 oder auch schon mal 10:5000. Die habe ich häufiger getroffen, also rechnerisch, aber da ich selber nie gewettet habe, gab es auch keine Verluste.
Dann habe ich mir jedoch die Mühe gemacht und aus den tausenden Rennen, die dem Programm zur Verfügung standen die Rennen heraus gefiltert, deren Dreierwette mindestens 10:1500 quotiert worden waren. Und siehe da … an diesen Rennen waren immer 4 von 7 Jockeys beteiligt. Dies fand ich höchst verwunderlich, da von von statistischer Signifikanz. Nicht dass diese Jockeys auch das Rennen gewonnen hatten oder unter den ersten Vier waren. Nein, sie waren einfach nur immer dabei. Das ließ tief blicken …
Dann habe ich an einem WE den 7 größten Buchmachern aus den nächsten Rennen eine Mail mit den berechneten Rennausgängen geschickt, einfach nur um zu sehen, was an dem WE wohl passiert. Nun Ergebnis: Am Samstag liefen Pferde bei den Rennen in Hamburg und Dresden so langsam, wie sie noch bei keinem Rennen zuvor gelaufen waren und am darauf folgenden Sonntag in München und Krefeld liefen die Zossen so schnell, wie noch nie zuvor in den aufgezeichneten Rennen.
Ich fand das interessant, denn es hat einen tiefen Einblick in die Mechanismen des so genannten edlen Sports eröffnet. Einige Zeit danach konnte man auf den WEB-Seiten des Direktoriums auch nicht mehr die Daten abrufen, mit denen das Programm vorher arbeiten konnte. Es wäre Verleumdung, hier von kriminellen Machenschaften zu sprechen, aber ich glaube was ich zwei Jahre verfolgt hatte, kommt dem doch recht nahe.
Ich sag mal so: Sauerbraten hat wenigstens einen Nährwert.
dame.von.welt schrieb am 16.04.2011 um 19:07
Papperlapapp! Lieber Kuni - Information tötet Inspiration!

Ich habe ja nullkommanull Ahnung von Pferden, Galopprennen oder Statistik, habe mich aber in Hoppegarten schon ganz wunderbar amüsiert. Und zwar damit, nach Namen der Pferde oder Farben der Jockeys zu wetten - das finanzierte mir schon herrliche Tage.

Der Knaller war vor vielen Jahren ein Davidoff-Jagdrennen - die dame setzte auf einen Gaul namens Marcelline, der ein bißchen müde aussah und eine himmelhohe Quote hatte - ich mochte aber den Namen.

Kurz nach dem Start des Rennens warf der Favorit seinen Jockey ab und das ganze Feld verritt sich im Gefolge des reiterlosen Pferds sehr gründlich - der Parcours fürs Jagdrennen ist nämlich eine Acht, keine Runde.

Nur meine treue Marcelline tat, was sie sollte, nämlich rechtzeitig abbiegen und die richtige Strecke reiten. Sie wurde zwar knapp vor dem Ziel noch vom reiterlosen Favoriten überholt, was nicht gewertet wurde, mich aber ohnehin mit Galopprennen an und für sich sehr versöhnte - dem Pferd machte das Rennen nämlich offensichtlich auch ohne Reiter sehr viel Vergnügen.

Ein mit nichts zu vergleichendes Geräusch ist das einer viel Geld gewettet habenden Menschen-Menge, wenn die Pferde auf der Zielgerade sind.

Um mich herum wurden die Wettscheine zerrissen und zertrampelt, Menschen brachen in Tränen aus oder brüllten vor Wut, während ich still und unauffällig zu einem der Schalter ging, um mir ziemlich viel Geld für meinen popeligen Einsatz von 10DM auf die tolle *Marcelline* auszahlen zu lassen.

Hoppegarten ist auch ein sehr hübscher Ort zum Leutegucken - das ist eine großartige Mischung! Das reicht von Westberliner Halbwelt stöckelnd durch den Kies über die Wilmersdorfer Witwen mit Pudel und Herrenbegleitung mit Einstecktuch, viele Familien mit Kindern, alte Männer mit Schiebermütze, Speckfalten im Nacken und der Rennzeitung vor der Nase, die seit mindestens 35 Jahren dort hingehen bis zu den Pferdezüchterinnen, die zu Chanel-Kostüm und Hut Gummistiefel tragen. Ganz großes Kino!
Ehemaliger Nutzer schrieb am 16.04.2011 um 22:06
Bitte, was, Frau dame.von.Welt? Sie als Geisteswissenschaftlerin?, wie ich annahm? Sie kennen sich nicht mit Statistiken aus, können also solche auch nicht interpretieren? Auf welcher Grundlage, außerauf der der Lebenserfahrung, argumentieren Sie hier unter diesem Namen? In einem anderen Blog schrieben Sie etwas zu Rassismus und B.B., wie soll ich das verstehen? ich ging davon aus, dass Sie als Frau nicht derart emotionalisiert argumentieren wie Monsieur Rainer.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 16.04.2011 um 22:06
Bitte, was, Frau dame.von.Welt? Sie als Geisteswissenschaftlerin?, wie ich annahm? Sie kennen sich nicht mit Statistiken aus, können also solche auch nicht interpretieren? Auf welcher Grundlage, außerauf der der Lebenserfahrung, argumentieren Sie hier unter diesem Namen? In einem anderen Blog schrieben Sie etwas zu Rassismus und B.B., wie soll ich das verstehen? ich ging davon aus, dass Sie als Frau nicht derart emotionalisiert argumentieren wie Monsieur Rainer.
Kunibert Hurtig schrieb am 17.04.2011 um 10:03
@Dame.vonWelt …

Aber aber, wäre da nicht Dame.von.Halbwelt der richtigere Name? Was Sie da beschreiben, das Fieber vor dem Start, das tänzeln der Zossen in den Startboxen … und dann rennen sie los. Der Rennbahnsprecher hechelt ins Mikrophon, schreit regelrecht die Laufreihenfolge ins Volk.
Der Rentner, der sich entschied, das Einkaufsgeld auf SEINEN Favoriten zu setzen und dann auf seinem Jackenärmel herum kaut, weil es wieder nichts geworden ist und er sich nicht nach hause traut, denn mit dem Sonntagsbraten wird es nichts.
Ach D.v.HW … welche Inspiration, welche Transpiration; nicht vom Wettfieber, beileibe nein, sondern dem nahenden Keifen des häuslichen Drachens geschuldet. Ja, wie schön, wie inspirierend, wenn Sie dann am Zahlschalter einige unauffällige Herren oder Damen treffen, die nach der Auszahlung des Gewinns zielstrebig zu den Ställen eilen, in denen lachende Jockeys und grinsende Trainer sich über das bescheuerte Volk amüsiert, das stampfend und Wettscheine zerreißend sich über die mangelhafte Ernährung des Hochzuchtfleisches beklagt.
Nein D.v.HW, was Sie da beschreiben fasziniert nur den Unkundigen. Und noch ein kleines Erlebnis:
Neuss, Sandbahnrennen schon früh im Jahr. Ein Zossen Namens Ännchen, Jokey: Unbekannt, Distanz 1.600 m. Ännchen hatte noch NIE ein Rennen gewonnen, war nur einmal auf Platz gelaufen. Die Dame, der dieses Pferd verkauft worden war ist definitiv beschissen worden. Nun den: die Startboxen öffnen sich, der Sand spritzt, die Pferde hecheln … na ja, Sie kennen das eben. Auf der Zielgeraden halten die Jokeys die Pferde zurück, das kann man sehen, wenn man schon dutzende Rennen sah. Ännchen liegt auf dem zweiten Platz, Starke mit einen anderen Zossen auf dem ersten. Er gibt die Zügel frei und der Galopper explodiert förmlich, doch 50 Meter vor dem Ziel reißt er derart am Zügel, dass er fasst abgeworfen wird, Ännchen überholt ihn und läuft als erste über die Ziellinie, mit einer geradezu sagenhaften Quote. Gewonnen! Zwei Wochen später hatte das Pferd einen neuen Besitzer, D.v.HW … Inspiration? Nein, meine Liebe, ich sehe dort eher Fäkalation ...
LG Kuni
dame.von.welt schrieb am 17.04.2011 um 12:54
Ach Kunibert Hurtig,
Sie beleuchten natürlich alles kritisch von allen Seiten, während ich nur unkundig Spaß habe/hatte - ich habe übrigens nichts anderes behauptet: 'nullkommanull Ahnung von Pferden, Galopprennen oder Statistik'.

Ich verrate Ihnen aber noch etwas: der einzige Sport, bei dem ich mich selbst mal brüllend an einem Spielfeldrand erwischt habe: Polo. Auf einem Gestüt in Oberbayern, wo die Mischung der Zuschauer ähnlich wild war wie die in Hoppegarten: Münchner Schickeria und maulfaule oberbairische Bauern in Stallkluft betrachteten gemeinsam argentinische Zentauren. War aufregend. Sie werden aber dabei sicher auch Lug, Trug und Fäkalation ausmachen.

Ich bin dafür von Fußball inklusive dem ganzen Drumherum gelangweilt, aber - jeder, wie er's mag! Daß mehrere Millionen für einen Spieler den Besitzer wechseln und auch Schiedsrichter öfter mal bescheißen, wissen Sie ja.

So ließe sich bei allem Haare in der Suppe finden, ob das aber für eine gelegentliche Freizeitbeschäftigung irgendwie sinnvoll ist, lasse ich dahin gestellt. Sollte ich das Stichwort 'Karaoke' in den Raum werfen, um zu 'Halbwelt' eine Bemerkung gemacht zu haben?

Grüße
die dame
Kunibert Hurtig schrieb am 17.04.2011 um 13:23
@Madame.de.monde
Ja, so soll es wohl sein, mit den Zossen und dem Fußball.
In Honkong auf der Rennbahn läuft das jedoch etwas anders ab: die Jockeys werden vom Flughafen abgeholt und dann in einem Rennplatzhotel bis zum Rennen vollkommen isoliert gehalten. So sind Absprachen wie beschrieben nicht möglich. Allerdings muss man dann auch erwähnen, dass allein in Hongkong auf der Galopprennbahn zehnmal mehr Geld in der Saison gesetzt wird als in gesamt Deutschland, nämlich ca. 25 Mrd. $!!!

Und mit den Haaren in der Suppe ... nun ich bin definitv zufällig an einen Züchter geraten, der mir dann auch geflüstert hatte (nein ich bin kein Pferd) was alles berücksichtigt werden musste. Und es war ja schließlich auch keine Haar in dieser Suppe, sondern ein ganzer Pferdeschwanz.
In diesem Sinne, noch einen schönen Restsonntag. ich mach jetzt etwas Augenpflege.
LG v. Kuni
Kunibert Hurtig schrieb am 16.04.2011 um 18:26
Hottemax im Hoppegarten …
Rennwetten, ich lache mich schlapp, das Publikum wettet um die Wette und … verliert. Ich kann da mal aus der Schule plaudern, aus derSoftwareschule. Vor etwa 8 Jahren habe ich ein Programm geschrieben, mit dessen Hilfe man die vom Renndirektorium im Internet angekündigten Rennen eingeben konnte und auf Basis vorheriger Rennen eine ungefähre Prognose über den Rennausgang erstellen. Das hat tatsächlich funktioniert.
Gewettet wurde immer die Dreierwette mit 4 Pferden, also 1:24, das heißt, das drei der benannten Pferde in beliebiger Reihenfolge über die Ziellinie laufen konnten: dann hatte man gewonnen. Allerdings musste man eben 24 € einsetzen, was im Allgemeinen ein Verlustgeschäft war, denn die Gewinnquoten mussten besser ausfallen als 10:241 (oder 1;24,1), was sie jedoch selten taten. Manchmal gab es jedoch auch Quoten von 10:1000 oder auch schon mal 10:5000. Die habe ich häufiger getroffen, also rechnerisch, aber da ich selber nie gewettet habe, gab es auch keine Verluste.
Dann habe ich mir jedoch die Mühe gemacht und aus den tausenden Rennen, die dem Programm zur Verfügung standen die Rennen heraus gefiltert, deren Dreierwette mindestens 10:1500 quotiert worden waren. Und siehe da … an diesen Rennen waren immer 4 von 7 Jockeys beteiligt. Dies fand ich höchst verwunderlich, da von von statistischer Signifikanz. Nicht dass diese Jockeys auch das Rennen gewonnen hatten oder unter den ersten Vier waren. Nein, sie waren einfach nur immer dabei. Das ließ tief blicken …
Dann habe ich an einem WE den 7 größten Buchmachern aus den nächsten Rennen eine Mail mit den berechneten Rennausgängen geschickt, einfach nur um zu sehen, was an dem WE wohl passiert. Nun Ergebnis: Am Samstag liefen Pferde bei den Rennen in Hamburg und Dresden so langsam, wie sie noch bei keinem Rennen zuvor gelaufen waren und am darauf folgenden Sonntag in München und Krefeld liefen die Zossen so schnell, wie noch nie zuvor in den aufgezeichneten Rennen.
Ich fand das interessant, denn es hat einen tiefen Einblick in die Mechanismen des so genannten edlen Sports eröffnet. Einige Zeit danach konnte man auf den WEB-Seiten des Direktoriums auch nicht mehr die Daten abrufen, mit denen das Programm vorher arbeiten konnte. Es wäre Verleumdung, hier von kriminellen Machenschaften zu sprechen, aber ich glaube was ich zwei Jahre verfolgt hatte, kommt dem doch recht nahe.
Ich sag mal so: Sauerbraten hat wenigstens einen Nährwert.
EnidanH schrieb am 16.04.2011 um 19:22
Lief neulich noch ein Themenabend zu den Pferden, die beim Pferdesport antreten MÜSSEN und dafür gequält werden lese ich nun hier einen Artikel, der sich mehr um das Milieu der Gäste kümmert. Gut, kann man machen, ist aber einsichtig und kurzsichtig.
dame.von.welt schrieb am 16.04.2011 um 22:01
Meinen Sie den Thementag bei 3Sat?
www.3sat.de/page/?source=/specials/thementage/152126/index.html

In Hoppegarten finden Galopprennen statt, nicht Dressurreiten o.ä.
EnidanH schrieb am 17.04.2011 um 06:55
D.v.W.:

Ich befürchte Sie meinen das ernst, daher will ich ernst antworten: es gab viele Skandale von gedopten Renpferden, gerne mit Strychnin, die Tiere sind schnell eingegangen, es gibt viele Tiere, die abgeschoben werden oder zum Abdecker kommen, wenn sie nicht mehr die gewünschte Leistung erbringen. Also lassen wir uns gemeinsam über den Tellerrand schauen - wo nicht, wenn nicht bei einem linksliberalem Meinungsmedium - und generell feststellen, dass Pferdesport Pferdequälerei ist.

MfG
dame.von.welt schrieb am 17.04.2011 um 13:33
EnidanH:

Ich befürchte auch, daß Sie das ernst meinen, daher will ich ernst antworten: merken Sie jetzt, wie herablassend Sie geschrieben haben? Das auch zum Thema 'wir *gemeinsam* über den Tellerrand schauen' im 'linksliberalen Meinungsmedium'.

Here we go: es ist ganz ohne jeden daran möglichen Zweifel so, daß Tiere es generell in der Gesellschaft von Menschen nicht unbedingt gut haben, sondern gequält, mißbraucht, getötet, instrumentalisiert, vermenschlicht werden. Das reicht von Fleischproduktion mittels Qualzucht über Schoßhündchen bis zu Nutztieren. Davon betroffen: Pferde wie alles, was man mit ihnen so anstellen kann. Meines Wissens ist aber Dressur deutlich weiter von einer halbwegs artgerechten Haltung entfernt als Galopprennen, mir ist auch von Dressur weit mehr Quälerei bekannt als von Pferderennen, obwohl Sie bestimmt mit Ihrem Einwand recht haben.

Meine Frage, ob Sie den 3Sat-Thementag mit 'neulich' meinten, war übrigens ganz ernst gemeint, weil es dabei nur um positive Beispiele von Menschen und Pferden ging. Das Ganze hieß 'Pferdewelten Über Pferde und Pferdefreunde' und war nun mal 'neulich' Thementag. Weswegen mich Ihr Kommentar zur Pferdequälerei irritierte und ich nachfragte - um von Ihnen eine überhebliche Befürchtung zu kassieren.

Sport ist auch ohne dazu zugerichtete Tiere ganz generell Quälerei. Es gibt keinen olympiatauglichen Wettbewerb des Liegens in der Hängematte unter dem Apfelbaum. Würde ich glatt mitmachen, darin wäre ich gut ...;-)...
EnidanH schrieb am 17.04.2011 um 14:26
Nun bin ich irritiert, ich meine den Thementag von neulich, aber da gab es auch Beiträge über die kriminellen Machenschaften bei Dressur und- Springpferden. Vielleicht war es eine Themenwoche, und wir haben an verschiedenen Tagen geschaut.
Obwohl ich persönlich diese Beiträge gar nicht sehen muss und sollte. Aus dem näheren Bekanntenkreis kenne ich einen Anwalt, der einen Fall (Hoppegarten läßt grüßen) hatte, bei dem ein Besitzer seine Pferde tatsächlich mit Strychnin gedopt hatte.

Das war übrigens nicht herablassend gemeint, sondern irnonisch. Wie auch immer.
EnidanH schrieb am 17.04.2011 um 14:26
Nun bin ich irritiert, ich meine den Thementag von neulich, aber da gab es auch Beiträge über die kriminellen Machenschaften bei Dressur und- Springpferden. Vielleicht war es eine Themenwoche, und wir haben an verschiedenen Tagen geschaut.
Obwohl ich persönlich diese Beiträge gar nicht sehen muss und sollte. Aus dem näheren Bekanntenkreis kenne ich einen Anwalt, der einen Fall (Hoppegarten läßt grüßen) hatte, bei dem ein Besitzer seine Pferde tatsächlich mit Strychnin gedopt hatte.

Das war übrigens nicht herablassend gemeint, sondern irnonisch. Wie auch immer.
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