Amanda

Blog von Amanda

04.01.2012 | 14:53

Wulff-Interview heute 20.15 Uhr - Livekommentar-Einladung

Liebe Gemeinde,

nun erklärt er sich und seine Sache den seinigen - wer möchte dies verpassen?

Arme Journaille - so viele Überstunden, so viele Tipperchen heute noch...

Ich freue mich auf drei Sachen:

1) Wie vermeiden es die interviewenden Journalisten, die Namen von an sie in der Vergangenheit herangetretenen Politikern / Wirtschaftsbossen / Interessenvertretern wg. Nicht- bzw. Andersberichterstattung NICHT zu nennen?

2) Wie vermeidet es Wulff, "ihr könnt mich alle mal" zu sagen?

3) Wie oft wird auf Grundgesetz, Würde des Amtes etc. hingewiesen, d.h. Bestehendes zementiert?

 

Ich freue mich über euer Erscheinen hier,

bis dahin!

 

A.

 

 

 
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Kommentare
KalleWirsch schrieb am 04.01.2012 um 15:21
Ganz Eilige können das Interview auch schon ab 19.00 auf tagesschau.de sehen.
Staatsfernsehen at it´s best, vermute ich mal.

Es werden noch Wetten angenommen, ob es zumindest eine wirklich kritische Frage geben wird.

Und werden wir Neues erfahren.

Und überhaupt. Von welcher Schweinerei soll uns dieses Schmierentheater wieder ablenken? Vielleicht von der Tatsache, dass das Amt des Bundespräsidenten in den Dreck getreten wurde, als sie den Nickaugust Wulff dazu machten. Oder den eigentlichen Skandal, dass Bundespräsidenten seit geraumer Zeit nicht den Mumm haben sich zur deutschen Politik und zum Weltgeschehen manend zu aüßern.
Der Anruf bei Friede Springer könnte ihm wirklich das Genick brechen. Die Deutschen lieben ihre Illusion von Pressefreiheit.
Amanda schrieb am 04.01.2012 um 20:27
Friede Springer scheinen sie rauszuhalten, Kalle. Und sie werden wissen, warum.
Dreizehn schrieb am 04.01.2012 um 15:41
Und wer wird fragen? Deppendorf fürs Erste. Dazu die so heißt wie der Trainer von Hannover 96? Slomka? Wär ja schön, aber die werden sie sich nicht trauen. Wär vermutlich eh falsch, irgendwas von so einer Sendung zu erwarten außer dem, was sie staatsmännisch nennen, aber die Fassade wenigstens, die müsste er stellen.
Achtermann schrieb am 04.01.2012 um 16:42
Deppendorf und Schausten sollen interviewen. Zwei Vertreter des Journalismus, die nach allen Seiten offen sind. Warum bestanden ARD und ZDF nicht auf einem Live-Interview? Da treffen nicht drei Menschen aufeinander, die sich in unbekannten Wassern bewegen. Das ist nicht Journalismus at its best. Im Gegenteil. Es ist Inszenierung, weil das Interview zuvor aufgezeichnet wurde. Zusammengefasst: So funktioniert öffentlich-rechtliches Fernsehen.
Magda schrieb am 04.01.2012 um 17:05
Also dann sitze ich am ollen Lappie und gucke mal.

Die erste Frage ist die, die ich mir auch am meisten gestellt habe.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 04.01.2012 um 19:06
Kurz zusammengefasst: Wir haben durch unseren Umgang dem Amt nicht gedient und er möchte jetzt dann bitte auch endlich mit seiner Politik weitermachen dürfen..
Also wirklich, seid doch mal vernünftig, Leute! Wir machen alles falsch!
Ehemaliger Nutzer schrieb am 04.01.2012 um 20:13
Nee, falsch. Wulff findet, dass sein Umgang dem Amt nicht gedient hat. Aber warum pflegt er auch solch einen Umgang??
Achtermann schrieb am 04.01.2012 um 19:32
Focus schreibt über den Inhalt des Interviews:

Wulff räumte nun ein, der Drohanruf sei „ein schwerer Fehler“ gewesen, der ihm leid tue, für den er sich auch entschuldigt habe.

Ja, ja, man macht einen Fehler und entschuldigt sich. Eigentlich geht das nicht, sich entschuldigen. Man kann höchstens um Entschuldigung bitten. Und diese wird dann angenommen oder nicht.
GEBE schrieb am 04.01.2012 um 19:45
Auch ein Bundespräsident kann sich nicht selbst entschuldigen!

Wenn Jemand in einer solch zugespitzten Lage, wie die ist, in der Wulff sitzt, einfach nur sagt: "Dafür entschuldige ich mich." - sich also selbst(herrlich) exculpiert -, und nicht die Anstandsbildung besitzt zu wissen, daß man sich selbst nicht entschuldigen kann, sondern höchstens um Entschuldigung bitten kann, und dieser Jemand Verfassungsorgan ist, dann ist der allerletzte Rest (politischen) Anstandes abgeschafft. Und so einen Jemand nenne ich einen hinterfotzigen Taktierer - einen Drecksack.
miauxx schrieb am 04.01.2012 um 19:49
pscht, Achtermann, jetzt sagt keiner mehr was, bis nach 20:15!
Hach, ich bin ja so gespannt! --
Magda schrieb am 04.01.2012 um 20:19
GEBE - "Und so einen Jemand nenne ich einen hinterfotzigen Taktierer - einen Drecksack."

Tja, wenn Ihnen das guttut.
GEBE schrieb am 04.01.2012 um 20:39
Ja, tut es. Ich wollte wenigstens einmal heute Drecksack tippen. Bah! - da schnauft sogar die Tatstatur tief durch.

:-)
blog1 schrieb am 04.01.2012 um 19:51
Also, ich habe bereits eine Anwort gefunden, in dem ich das Interview vorab gedanklich durchgespielt habe (siehe mein Blog von 19:29 Uhr). Ich kann mich zwar irren, aber der Aufwand war mir wert.

Wulff muss im Amt bleiben, weil Merkel das so will. Und die Bildzeitung hat auch "Dreck am Stecken", sonst würden auch dort die Informationen nicht scheibchenweise in die Öffentlichkeit gelangen.
Amanda schrieb am 04.01.2012 um 20:08
Ein mediales Verfolgungsduschen, mit Sperrfrist hin und her und häppchenweise seit 18.23 Uhr uns die O-Tönchen gönnen, sodass wir gleich immerhin noch über die Fragen von D. und Sch. sprechen dürfen.

Wulff kaputt. Aber, heilandsakra: Meedchen auch kaputt. Hört doch auf so zu tun, als wüsstet ihr es nicht besser. Ich sage nicht: Jehova. Aber: Journalistenrabatt.
Magda schrieb am 04.01.2012 um 20:15
Wie hast Du mal gesagt: Die Meedchen, Meedchen, die wollen immer scheedchen.
Magda schrieb am 04.01.2012 um 20:15
Ich mag den Wulff. Der sieht nämlich aus wie mein verschollener Bruder. Der ruft mich immer mal an, wenn er besoffen ist. Und ich weiß nie, woher. Beim letzten Mal wollte er irgendwo Gold schürfen, aber ich glaube am Bellevue gibts kein Gold.

Wie auch immer: Wie bringt man eine Reue, die man - natürlich gar nicht empfindet - glaubhaft rüber?
Wie bringt man die Balance hin zwischen, sich ein bisschen klein machen und trotzdem kein Trottel sein. Ich weiß es nicht.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 04.01.2012 um 20:18
Online-Umfrage auf bild.de am 5.1.:
Wer hat die sexiere Zahnlücke?
a) Madonna
b) Deppendorf
c) Herr Katzer
Magda schrieb am 04.01.2012 um 20:20
d) ich (wenn Sie wüssten) seufz :-))))))))
Amanda schrieb am 04.01.2012 um 20:22
"Ich möchte nicht Präsident in einem Land sein, wo man sich von Freunden kein Geld mehr leihen kann."
Magda schrieb am 04.01.2012 um 20:26
Hihi, den Satz fand ich auch lustig. Mir pumpt auch keiner was.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 04.01.2012 um 20:28
Wollte ich gerade sagen. Der Satz hätte auch von Gaddafi stammen können.
Also brauchen wir eine Schuldenbremse für Entscheidungsträger im Grundgesetz. Die leben nämlich über ihre Legitimationen! Auf unsere Kosten. Was sind das für Verhältnisse?
Amanda schrieb am 04.01.2012 um 20:29
Sollick, Magda? Aber du musst dich dann ins Ausland absetzen und wiederkommen, ich buche für dich und Giovanni schon mal n Zimmer. Ach nee, was verwechselt.
Dreizehn schrieb am 04.01.2012 um 20:34
Geht ja so weiter: "Wenn man als Politiker in diesem Land nicht mal mehr bei Freunden übernachten darf .." Da lässt sich nur mit "Heul doch" antworten. Er hat eh eine weinerliche Stimmlage.
Magda schrieb am 04.01.2012 um 20:44
Doch ist schon richtig mit dem Giovanni.

Da schreiben wir ein Buch. Durchgängig gescheiter" .
GEBE schrieb am 04.01.2012 um 20:45
@ Amanda schrieb am 04.01.2012 um 20:22

"Ich möchte nicht Präsident in einem Land sein, wo man sich von Freunden kein Geld mehr leihen kann."

Ein "SPON"-Kommentar dazu:
"Man möchte ihm entgegenrufen: Wer will Bürger in einem Land sein, in dem der Präsident solche Sätze im Fernsehen sagt?"
Amanda schrieb am 04.01.2012 um 20:46
Und der Freitag druckt vorab deine schönsten Scherenschnitte.
Amanda schrieb am 04.01.2012 um 20:24
Oh, ist das peinlich. Und nicht für Wulff.
Tom Strohschneider schrieb am 04.01.2012 um 20:31
Wieder räumt Christian Wulff Fehler ein, weist Vorwürfe zurück, bittet um Verständnis. Doch wer braucht ein Staatsoberhaupt, das nur noch sich selbst erklärt? bit.ly/yGSFI7 - Grüße aus der blauen Gruppe beim Freitag!
Amanda schrieb am 04.01.2012 um 20:34
Wer braucht öffentlich-rechtlich bezahlte Journalisten, die blauen Auges "JA" sagen, wenn sie gefragt werden, ob sie ihren Freunden pro Übernachtung 100 Euro rüberschieben?
Tom Strohschneider schrieb am 04.01.2012 um 20:38
dieses "Ja" wird Frau Schausten sicher nie wieder los.
Magda schrieb am 04.01.2012 um 20:38
"Doch wer braucht ein Staatsoberhaupt, das nur noch sich selbst erklärt?"

Wir Deutschen brauchen so was. Genau. Wir sind doch ein verdruckstes Volk, das an der falschen Stelle mit Pferdeäpfeln schmeißt und die wirklichen Skandale nicht sieht. Und an der falschen Stelle keine Reue zeigt und sich so gern besser fühlt als andere. Ob das andere Völker sind oder der Bundespräsident, von dem der Herausgeber ja auch schon gemeint hat, wir hätten nichts besseres verdient.

Wenn ich an die unendliche Geschwätzigkeit und Eitelkeit von diesem Johannes Rau denke oder an Herzogs Ruck- Gequatsche - dann ist der doch richtig nett aussehend und man kann ihn bald wieder vergessen. Außerdem hat er ne hübsche Frau. Mehr Ansprüche werden ja nicht mal an Herrscherhäuser gestellt. Hugh.
paulart schrieb am 06.01.2012 um 23:40
Mit dem Zweiten schläft man teuer (immerhin 150 Euro für die Nacht)...
Magda schrieb am 04.01.2012 um 20:31
Mir gefallen weder der Deppendorf noch die Schausten. Diese scheininvestigative Scheiße geht mir auf den Senkel.
Wulff - beiß die mal in die Wade. Wuff Wuff.
Amanda schrieb am 04.01.2012 um 20:43
Ich hätte an seiner Stelle, siehe oben, "Journalistenrabatt" gesagt. Und das immer, wenn die "Würde des Amtes" sagen.
Magda schrieb am 04.01.2012 um 20:45
@ Amanda - das verkürzt man dann auf "Würde-Rabatt" ha .:-)))))))))
Amanda schrieb am 04.01.2012 um 20:58
Würde-Rabatt :o)))))

"Guten Tag, ich möchte einen Kredit beantragen. Mit ohne Würde-Rabatt. Weil ich bin BuPräsi. "
Amanda schrieb am 04.01.2012 um 20:32
Das GIBTS doch nicht. Die Schausten ist ja wohl völlig gedankenfrei: ihre Freunde werden in Zukunft hoffentlich schön die Hand aufhalten, nachdem sie bei ihnen gegessen hat.
SuzieQ schrieb am 04.01.2012 um 20:34
Frau Schausten bezahlt bei Freunden immer 150 € pro Übernachtung, haha
Ehemaliger Nutzer schrieb am 04.01.2012 um 20:36
Meine Güte, er tut, als dürften Politiker keine Freunde haben. Versteht er die Aufgabe ans Amt eines Politikers nicht - oder will er sie nicht verstehen? Mir scheint fast, er versteht es nicht.

Diäten erhöhen! Sofort. Bei gleichzeitiger Null-Akzeptanz gegenüber so wenig Taktgefühl. Der tut ja so, als sei Maschmeyer nur irgendwer. Weiß er gar nicht, was seine Freunde so treiben..?
SuzieQ schrieb am 04.01.2012 um 20:37
...sie haben doch mit Vierzehn noch im Sandkasten gespielt, haste doch jehört ...
miauxx schrieb am 04.01.2012 um 21:12
"...sie haben doch mit Vierzehn noch im Sandkasten gespielt, haste doch jehört ..."

Mit 14 noch im Sandkasten! Schön!
SuzieQ schrieb am 04.01.2012 um 20:36
Der Bundeskoch, dem es nicht zu heiß wird ...
Rene Artois schrieb am 04.01.2012 um 20:45
An Gotschalks Stelle würde ich jetzt fürchten, daß meine Vorabend-Daily zugunsten vom täglichen "Fremdschämen mit Christian" gekippt wird.
Magda schrieb am 04.01.2012 um 20:46
@ Rene Artois - Ich fand den Christian klasse. Ich liebe den. ich bin Fremdbewunderin von Wulff.
Amanda schrieb am 04.01.2012 um 20:48
Hatte mit nem Freund am Tel auch gerade die Vision einer Telenovela: "Unter uns". Maschdingens, Wulff, Schrödi, und so alles mit Weichzeichner und sonnengelben Laken im Hintergrund.
hadie schrieb am 04.01.2012 um 20:50
Da hat Magda aber mal recht, halte durch Christian!
Magda schrieb am 04.01.2012 um 21:04
@ hadie for Buprä.
kay.kloetzer schrieb am 05.01.2012 um 03:41
liebe magda, bruder hin, verwandschaft her: hier geht es doch ums große ganze. wenn wulff bis heute abend nicht verstanden hat, was das problm ist, dann werden sich alle darunter instinktiv auf ihn berufen. und dann macht dein vermieter mit deinem stromanbieter einen deal, den du von deinem abgeordneten nie erwartest hättest.
Tom Strohschneider schrieb am 04.01.2012 um 20:50
Also wenn der Wulff mit dem Interview so etwas wie ein positives Medienecho erreichen wollte, dann hat das nicht gut funktioniert. eine erste Zusammenfassung von Meinungsstücken zum Gespräch überschreibt die dpa mit: "Erklärung Wulffs stößt auf heftige Kritik - Zeitungskommentatoren sehen Bundespräsidenten von Vorwürfen nicht entlastet".
Magda schrieb am 04.01.2012 um 21:11
@ Tom Strohschneider - mir fällt da nur ein:

Wulff: Wollt Ihr meinen Kopf?
Medien Nein
Wulff Wollt Ihr meinen Rücktritt?
Medien Nein
Wulff Was wollt Ihr dann?
Medien Aomam ,Aomam... (keine Schleichwerbung)
Fro schrieb am 04.01.2012 um 21:22
Vielleicht jemanden im dunklen Schatten des Präsidenten wieder als Lichtgestalt erscheinen lassen?
Fro schrieb am 04.01.2012 um 21:39
Der Höhepunkt der causa Wulff ist wohl heute überschritten, Schaun wir mal, ob Gutti zum Wochenende oder nächste Woche mit einem „begeisterungswürdigen“ Konzept zur Rettung der Internetfreiheit in autoritären Staaten – z.B. Iran – in Erscheinung tritt.
Fro schrieb am 04.01.2012 um 22:47
Diese Vermutung bezieht sich ausschließlich auf die BILD-Strategen – natürlich lässt sich niemand so eine Geschichte entgehen, und das ist auch gut so, Politiker müssen stets auf den Prüfstand.
kay.kloetzer schrieb am 05.01.2012 um 03:34
also das überrascht mich jetzt mal nicht. einer, der es schafft, verbrüderungen mit BILD und WELT herzustellen, ruft ja direkt auch nach dresche. und alle, würde ich mal behaupten, haben bis 18 uhr an der zeile "wulff tritt zurück" oder "merkel tritt wulff zurück" gebastelt. gegen 18.03 uhr hat er eine enttäuschung losgetreten, die sich gewiss nicht in schweigen bahn brechen wird.
weinsztein schrieb am 05.01.2012 um 05:14
Ich war mir lange vorher völlig sicher, dass Wulff bleibt, gugge mal hier:
www.freitag.de/community/blogs/weinsztein/wulff-bleibt-grosse-koalition-kommt---ein-szenario
mcmac schrieb am 04.01.2012 um 20:59
Mein lieber Köhler, da kriechst' ja 'n Guttenberg, wie das Brüderle sich zum Horst gemacht hat.

Erbärmliche Vorstellung.

Allerdings durch tatkräftige Mithilfe der stets kritischen und unabhängigen Medien von nun an hoffähig. Womit der letzte Staatstheaterstandard im Großen Demokratiespektakel unter das Niveau gefakter Folklore gefallen sein dürfte. Schaustens Hitparade der Volksmusik mit Ulrich Hinterseer-Deppendorf.
Amanda schrieb am 04.01.2012 um 21:09
"The Roast of Christian Wulff" wäre unterhaltsamer gewesen. Zumindest wars der von Charlie Sheen.
kay.kloetzer schrieb am 05.01.2012 um 03:28
das war ein schöner sheen-abend, oder?! womit ich schon bei käßmann bin: sie würde für mich die würde des amtes tragen können. jetzt mal wirklich.
Rosa Sconto schrieb am 05.01.2012 um 03:51
@kay
Ne, ne, lieber nicht, die ist so eitel wie ein Boris Becker - und obendrein auch noch religiös vorbelastet. Dann spielen die katholischen Jungs wieder Fussball gegen die evangelischen und finden es toll wenn sie gemeinsam den anderen auf die Köpfe klopfen können. Eine Frau wäre natürlich zur Abwechselung mal 'was, als nur immer diese gekünstelte, vornehme, zurückhaltende männliche Blasiertheit.
miauxx schrieb am 04.01.2012 um 21:09
Erst nach 5 Jahren urteile man über ihn. Jetzt isser nunmal Präsident und dann ist das eben auch so.
Wenn man "400 Fragen" geschickt bekommt, geht eben nur Salami-Taktik. Jetzt bestehe ich aber darauf zu wissen, wie das Scheibchen aussieht, auf dem die Finanzierung des Kleides seiner Frau auf der Hochzeit von xy beschrieben steht. Oder ist das noch nicht abgeschnitten? Naja, warten wir.

Ansonsten hatt'er ja gut abgeschnitten. Geld eben bei Sandkastenfreunden geliehen, dann Kredit zu "üblichen" Konditionen aufgrund festgestellter Bonität, naja, und Freunde beleidigt man schließlich nicht mit Geld für ihre Gastfreundschaft. Dazu sieht er nett aus und ... tja ...
Nein, der ist, der kann nicht so einer sein.
Alles nur der Medien falsche Zunge.
Wehe, hier in der FC stützt nochmal einer seine Argumentation mit Links zu Medienseiten!
Fro schrieb am 04.01.2012 um 21:13
Wulff scheint viele Freunde zu haben – Schausten und Deppendorf zählen wohl auch dazu – schwache Leistung – Wulff konnte seinen Text gelassen abspulen...
Der wenig informierte Bürger wird sich nach diesem Interview fragen, was die ganze Aufregung eigentlich sollte. Darf man in Deutschland keine Freunde mehr haben? Soll Wulff sich etwa von seinen langjährigen Freunden Geerken und Maschmeyer etc trennen? Merkel gar den Kontakt zu ihren Freunden von BDI, INSM und Goldman Sachs abbrechen? Guttenberg den zu Diekmann und Lorenzo? Als Freunde hilft man sich eben gegenseitig etwas – wozu ist man sonst befreundet?
Magda schrieb am 04.01.2012 um 21:23
Wo mag denn nur der Christian sein
bei Tina oder Bettina?
Amanda schrieb am 04.01.2012 um 21:34
All so, ich konstatiere: "Menschliche Günstlingswirtschaft" ist Tautologie. Oder "Natur"?

Samstag ist Demo, lustiger Schuh.

Armer Freitag, ne ganze Woche mit dem Typchen als Aufmacher im Zeitungsladenregal.

Der Begriff "Nachrichtensperre" wird GANZ neu definiert, Mediengejagte erfinden das "unter Null".

Offline jetzt, selbige Kompetenzen pflegen,

Gruß & Dank:

A.
Magda schrieb am 04.01.2012 um 21:58
www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1643569/

Der Küppersbusch bringts auf den Punkt. Sehr empfehlenswert.
Uwe Theel schrieb am 04.01.2012 um 23:16
@ Magda am 04.01.2012 um 21:58

Küppersbusch ist lahm,

CDU- und Kohlberaterin Höhler serviert Wulff ab:

www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/1643041/

Eine solch vernichtende Kritik an Wulff, deren Spitze gegen Merkel nicht verborgen bleibt aus dem Munde einer Frau zu hören, die Kohl beriet, ist schon erstaunlich an sich. Dass Frau Höhler Wulff rückhaltlose - wenn inzwischen auch vergebliche - Offenheit angeraten hätte, während Kohl in seinem Fall öffentlich von Frau Höhler unwidersprochen die Spender verschweigen konnte, ist es nicht weniger.

Wulff dürfte nicht mehr zu retten sein, wenn es nicht eine ARD, ein ZDF, Deppendorf und Schausten und umliegende Ortschaften gäbe, oder BILD bewiese, was Linke schon immer von ihr hielten.
Uwe Theel schrieb am 04.01.2012 um 23:19
Nachtrag/Korrektur

Nicht das DR-Interview meinte ich sondern das ZDF-heute-Interview:

www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/sendung-verpasst/#/beitrag/video/1533222/ZDF-heute-journal-vom-3-Januar-2012
weinsztein schrieb am 05.01.2012 um 02:19
@ll

Ganz ehrlich, Wulff hat das brillant gemacht, finde ich und er war toll gebrieft. Er spielte mit Bettina Schausten und Ulli aus Deppendorf wie auf einem Klavier, bzw., sie ließen sich evtl. bespielen auf "Rat" von höchsten Senderstellen. Was nicht nötig gewesen wäre, die politischen Frontmenschen sind immer staatstragend, anderenfalls wären sie nicht an der Front. Das Interview wirkte wie mehrfach geübt.

Heute am späten Nachmittag werden die Ergebnisse der Blitzumfragen vorliegen - ich tippe: mit überwältigender Zustimmung zu Wulff.

Zu öffentlich-rechtlichem oder so genanntem Staatsfernsehen: hätten die Privaten es besser gemacht? Oder wäre die Farce nicht noch viel farciger geraten?
Rosa Sconto schrieb am 05.01.2012 um 03:11
@ weinsztein
zur Ihrer letzten Frage: gibt es überhaupt einen qualitativen Unterschied oder ist es nicht überhaupt eine Farce? Bespielen lassen sich private wie staatliche Anstalten, aber so eine Person muss natürlich den staatlichen Kanal einschalten. Ansonsten, KalleWirsch schrieb oben schon den Rest. Logisch, da herrscht ziemliches Zähneklappern um die Glaubwürdigkeit im Reichstag bei den Regierundsverantwortlichen. Die können sich doch aus internationaler Sicht gar keine erneute Wahl für einen Präsidenten leisten. Das wäre vollkommen fatal.
kay.kloetzer schrieb am 05.01.2012 um 03:25
eine öffentliche pressekonferenz wäre vielleicht eine möglichkeit gewesen. eigentlich nicht, weil sich ja an den fakten nichts ändert. so aber hat er den guttenberg-fehler nachgespielt: auserwählten eine chance zu geben und so die anderen scharf zu machen.
das für mich überraschende heute abend war, dass er nichts bis gar nichts verstanden hat. und das passiert auch einem beta-tier nur, wenn es sich in bester gesellschaft wähnt. was wiederum das ist, was mir wirklich sorgen macht.
weinsztein schrieb am 05.01.2012 um 03:42
@Rosa Sconto

Ich sehe einen bedeutenden qualitativen Unterschied. Öffentlich-Rechtlich bedeutet nicht nur ARD und ZDF sondern auch deren Spartenprogramme, arte, 3sat, phoenix und die regionalen Sender unter dem Dach der ARD.

Dieses Programmangebot wollen Sie mit dem der Privatsender vergleichen?
weinsztein schrieb am 05.01.2012 um 03:42
@Rosa Sconto

Ich sehe einen bedeutenden qualitativen Unterschied. Öffentlich-Rechtlich bedeutet nicht nur ARD und ZDF sondern auch deren Spartenprogramme, arte, 3sat, phoenix und die regionalen Sender unter dem Dach der ARD.

Dieses Programmangebot wollen Sie mit dem der Privatsender vergleichen?
Rosa Sconto schrieb am 05.01.2012 um 04:03
@ Weinsztein
Nein nicht die Spartenprogramme, auch nicht die 3er, das sind auch, ausser Arte, nur eher Verwerter, ähnlich wie EuroNews. Sie wissen das wohl besser. Es gibt nämlich durchaus sehr kritische Beiträge bei den Privaten, ein Beispiel habe ich heute gerade hier gepostet. Das Problem ist die immer enger werdende Unabhängigkeit, das gilt für Private wie für Öffentliche. Auch Öffentlich haben Mitarbeiter denen vom Arbeitsgericht Unfähigkeit bescheinigt wurde, die aber nicht entlassen werden können und das ist dann noch schlimmer als bei den Privaten.
weinsztein schrieb am 05.01.2012 um 04:17
@kay.kloetzer

Liebe Kay, es war eine Inszenierung, die das Bundespräsidialamt wohl genau so mit den Intendanzen von ARD und ZDF abgesprochen hat. Hinter denen stecken Beiräte, deren Gewicht und Einfluss man immer beachten sollte.

Eine öffentliche Pressekonferenz hätte näher gelegen, doch die war ganz unbedingt nicht gewollt, weil dann FragestellerInnen und der Antwortgeber und überhaupt die Gesamtveranstaltung nicht kontrollierbar gewesen wären.

Das Bundespräsidialamt nahm in Kauf, dass die ausgeschlossenen Medien Revanche üben werden - abgewogen gegen den Popularitätsgewinn zugunsten Wulffs, der uns heute irgendwann per Demoskopie präsentiert werden wird.

Aus der Sicht des Amtes hat alles wunderbar geklappt. Christian Wulff wirkte souverän, räumte wieder ein paar Fehler ein, er appellierte ans Menschliche. In der Presse werden nachher Wulff, Schausten und Deppendorf verhauen werden. Egal.

Wie Wulff sich einem großen TV-Publikum präsentierte (ich tippe auf ca. 30 Millionen), bleibt haften und hilft auch Merkel. Miese Inszenierung, sehr erfolgreich.
weinsztein schrieb am 05.01.2012 um 04:50
Zu: @Rosa Sconto am 05.01.2012 um 04:03

Ich fürchte, Rosa Sconto, sie kennen sich nicht aus. Sicherlich gibt es sehr kritische Beiträge auch bei den Privaten, die allerdings werbefinanziert sind, was gewisse journalistische Rücksichtnahmen erfordert. Zu den Öffentlich-Rechtlichen hier das Beispiel der ARD: die ist kein Sender, sondern eine Arbeitsgemeinschaft im wesentlichen der dritten Programme. Diese dritten Programme sind nicht Verwerter des ARD-Programms. Im Gegenteil, die Dritten produzieren und gestalten die eigenen 24-Stunden-Programme und das der ARD.

Lesen Sie: de.wikipedia.org/wiki/ARD :
"Die ARD (Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland) ist ein Verbund öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten in Deutschland. Derzeit besteht die ARD aus insgesamt neun Landesrundfunkanstalten, die die Gemeinschaftsfernsehprogramme Das Erste, EinsPlus, Einsfestival und EinsExtra sowie jeweils eigene regionale Programme betreiben. Außerdem ist die Auslandsrundfunkanstalt Deutsche Welle ein Mitglied der ARD. Zusammen mit dem ZDF und dem Deutschlandradio bildet die ARD den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland.
Die neun Landesrundfunkanstalten der ARD haben insgesamt rund 23.000 festangestellte Mitarbeiter, sie veranstalten 11 Fernsehprogramme, 55 Hörfunkprogramme und verfügen über 16 Orchester und 8 Chöre. Das Gesamtbudget der neun Anstalten beträgt pro Jahr rund 6,3 Milliarden Euro. Die Mitglieder der ARD sind mit etwa 100 eigenen Hörfunk- und Fernsehkorrespondenten an 30 Orten der Welt ständig präsent."

Und bitte, Rosa Sconto, werfen Sie die sozialen Standards der Öffentlich-Rechtlichen und die der Privaten nicht in einen Topf. Das wäre wirklich albern.
Rosa Sconto schrieb am 05.01.2012 um 21:06
Lieber Weinzstein
ich fürchte Sie bleiben beim Frühstücksfernsehen hängen, wenn überhaupt. Ihre Stänkereien sind zum Unsinn.
weinsztein schrieb am 06.01.2012 um 01:02
Liebes Rosa Sconto,

wo hab ich denn jetzt gestänkert?

Fürs ARD-Morgenmagazin (Ihr "Frühstücksfernsehen") habe ich bis vor einigen Jahren gearbeitet, bin also nirgendwo hängengeblieben.
Rosa Sconto schrieb am 05.01.2012 um 02:36
zu 1: All diese ungenannten Quellen, die eh nicht genannt werden, um die political correctness, sprich eigene Kackjerie, zu riskieren.

Schliesslich war's schon schwer genug diesen pflegeleichten Buben ins Amt zu hieven. Ein Nachgeben würde die Dame zum Wackeln bringen, Nichtmal das so supertolle Deutschland kann sich leisten jedes Jahr einen neuen Pseudo-König auszugucken. So funktioniert Demokratie nun wirklich nicht...

Ausserdem, diese deutsch-tümelnde Zote mit den Handelswegen war schliesslich auch nur ein Ausrutscher vom viel besonneneren und intellektuelleren Vorgänger. Hoffentlich tritt nun wenigstens dieser arme Kerl nicht auch noch zurück.
weinsztein schrieb am 05.01.2012 um 04:52
Jesses, wie schlicht.
paulart schrieb am 06.01.2012 um 23:45
Wulff beim stern: Singen sie jetzt gemeinsam?
joelgion schrieb am 10.01.2012 um 11:35
Galerie der primitiven Kommentare hier: Magda und Amanda wieder unterste Schublade
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