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Zugespitzt und subjektiv: In der Phoenix-Sendung Der Tag prallen jeden Freitag Standpunkte und Perspektiven aufeinander, wenn Jakob Augstein, Verleger des Freitag, und Nikolaus Blome, stellvertretender Chefredakteur und Leiter des Hauptstadtbüros der Bildzeitung, auf ganz persönliche Art und Weise die politischen Geschehnisse der Woche reflektieren. Wir wünschen gute Unterhaltung beim Gucken und viel Spaß beim anschließenden Diskutieren!
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ALLMÄCHT! Musste am Ende eines der Blome-Kinder dieses BILD-Plakat basteln? Und hat Augstein den Sirtaki vorher einstudiert?
A & B über die Hellenen Teil IV, oder so: Im einen hat Blome recht, den reichen Griechen geht es kaum an den Kragen, aber den Rentnern und Studenten und der Mittelschicht schon. Augstein hat aber wieder recht darin, dass Merkels Krisenpolitik selbst eine Krise ist und die Banken immer noch zu viel Spielraum haben. By the way, Blome war zu dem Thema am Dienstag in der Münchner Runde. Da wollte er keine ATTAC-Punkte sammeln, egal. Über den Mirelle Mathieu-Hieb muss ich noch nachdenken... übers Sommerloch hinweg. |
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Hab' ich gelacht...nein, stimmt nicht, ich lache immer noch...
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ALLMÄCHT! Musste am Ende eines der Blome-Kinder dieses BILD-Plakat basteln? Und hat Augstein den Sirtaki vorher einstudiert?
A & B über die Hellenen Teil IV, oder so: Im einen hat Blome recht, den reichen Griechen geht es kaum an den Kragen, aber den Rentnern und Studenten und der Mittelschicht schon. Augstein hat aber wieder recht darin, dass Merkels Krisenpolitik selbst eine Krise ist und die Banken immer noch zu viel Spielraum haben. By the way, Blome war zu dem Thema am Dienstag in der Münchner Runde. Da wollte er keine ATTAC-Punkte sammeln, egal. Über den Mirelle Mathieu-Hieb muss ich noch nachdenken... übers Sommerloch hinweg. In dem Sinne yammas, yassas und adieu. |
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Blomes Krawatte würde auch zu Augsteins Outfit passen, evtl. sogar besser. Von den Farben her, meine ich.
Bei Blome wirkt sie etwas deplaziert. |
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Jan! Willkommen im Club der inoffiziellen Augstein&Blome Stylisten...ob ich Ihnen zustimme, muss ich mir noch überlegen, die Sendung war einfach zu komisch! Sekunde noch...geht gleich wieder!
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@Calvani
So in "ganz" stimmte das mit den Klamotten bei Augstein schon (*ohne* Krawatte), nur hinter dem Tisch versteckt sieht es obenrum irgendwie ein wenig spießig aus. Die Haare haben sie jetzt aber besser im Griff - nur Blome hatte wieder einen leichten bad hair day, aber was soll's... |
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Und ja, guckte gerade noch mal: Blome diesmal nicht im Jägeroutfit. War mir gar nicht aufgefallen, weil ich mich mal fast ausschließlich auf die Inhalte konzentriert hatte.
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schrieb am
17.06.2011 um 20:45
Solange Calvani noch am Boden liegt und zappelt vor Lachen: ja, willkommen im Club der Ästheten/innen.
Mich beschäftigt ja immer noch die Sirtaki-Einlage, war das nun lustig oder peinlich, ich kann mich nicht festlegen. Beeindruckend auch die Vielfalt rund um die eigentlichen Themen: Mirelle Mathieu, Holzbrettchen, Luftschlangen, mei, die legen sich ins Zeug, das sollten wir goutieren. |
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@ Popkontext
Inhalte? Mhm. Also, inhaltlich reden beide erneut aneinander vorbei. Ich weiß immer noch nicht, was Augstein sich nun in der causa Griechenland konkret vorstellt. In der letzten Sendung meinte er, die Kredite sollten schlichtweg nicht mehr bedient werden. Und stattdessen? Stattdessen wünscht sich der tanzende Journalist einen europäischen Finanzminister und eine Reform der Finanzmärkte. Aha. Da bin ich unter Umständen sogar bei ihm. Nur was passiert derweil mit Griechenland? Ja, die Frisur wird besser, aber mit Augsteins Seitenscheitel werde ich genau so wenig warm wie mit seinem Sacko. Weg damit! Das ist nichts Halbes und nichts Ganzes. @ Lisa Blomes Auftritt in der Münchner Runde war wesentlich besser. Höchst interessant fand ich den Moment, in dem sich Henkel Blome ordentlich zur Brust nahm und Blome aufgeregt schluckte... @ Jan Ja, das Blau der Krawatte ist zu kräftig für das Sacko, das ohnehin nicht besonders schön ist. Kurzum: Blomes Optik schwächelt...das ist die Gelegenheit für Augstein aufzuholen! |
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"Teach me to dance..."
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@ Lisa
Die Sirtaki-Einlage? Die war wohl beides, lustig und peinlich! Aber du hast recht, wir kriegen hier in letzter Zeit wirklich was geboten! |
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@Calvani
"Ich weiß immer noch nicht, was Augstein sich nun in der causa Griechenland konkret vorstellt." Er glaube ich auch nicht, macht aber nix ;)...schließlich ist es leichter, auf den aktuellen Positionen zu verharren als gute detaillierte Tipps für Alternativen zu geben, vor allem, wenn man nicht vom Fach ist. Das finde ich in dem Fall echt ein bisschen schwierig, aber er schlägt sich so gut er als Nichtfachmann, der sich das auch nur angelesen hat, kann. Und ich habe ja im Detail auch keine Ahnung von den Finanzmärkten - nur wenn Blome zumindest beim letzten Mal sagte, das System sei unabänderlich und zudem, das griechische System sei im luftleeren Raum zusammengestürzt, waren auch für Laien in dem Bereich erkennbarer Unfug. Das hat er sich diesmal glücklicher Weise gespart. Und immerhin hat Augstein soviel Ahnung, um Blomes plötzlichen Sinneswandel, dass es jetzt den Banken an den Kragen gehen soll ein wenig damit zu erklären, dass die Banken jetzt auch relativ raus sind schon aus der Geschichte. |
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schrieb am
17.06.2011 um 21:20
Es geht noch besser: der extra für Anthony Quinn erfundene Sirtaki wurde deshalb für ihn entworfen, weil er ein wenig steif um die Hüften war, die volkstümlichen griechischen Tänze sind nämlich etwas komplexer; also, für die nächste Griechen-Sendung doch ein echter Anreiz für Augstein, da kann er zeigen was er kann, rein tänzerisch.
@Calvani: Ja, der Münchner Auftritt war besser, man hatte ihm wohl bewusst den Hermes Hodolides an die Seite gesetzt. @Popkontext: Na, vielleicht ist auch dem Blome klar, dass so ein Spruch von wegen Bankenbeteiligung immer gut kommt beim BILD-Leser. |
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Und dass gerade ein tanzende, weiße Intellektueller als komisch empfunden werden, obwohl das Herr Augstein ja gut gemacht hat, hat auch was mit meinem Lieblingsthema Rollenbilder zu tun: das christlich-europäische (im speziellen deutsche) Verhältnis zu Körperlichkeit, Mann und Körperlichkeit, und Intellektuelle und Körperlichkeit. Alles drei Sachen, die klassisch gesehen nicht zusammengehen. Herr Blome war da voll in seiner Rolle.
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@lisaschwert
"Na, vielleicht ist auch dem Blome klar, dass so ein Spruch von wegen Bankenbeteiligung immer gut kommt beim BILD-Leser." Ja, und Pools haben die normalerweise auch nicht. Dachte ich auch. |
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schrieb am
17.06.2011 um 21:27
Oder Blome war einfach überrumpelt, oder noch zu nüchtern.
Also, ich meine, ich fand das komisch, weil es komisch war, komisch im Sinne von überraschend/ unerwartet und komisch im Sinne von lustig; manchmal sind Dinge auch einfach nur einfach. Aber bitte... Thems Griechenland, na, kann sein Augsteins Meinugn reift noch aus, ist ja auch erst Juni, und wie wir wissen gibt es im Herbst erst Ernte. |
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schrieb am
17.06.2011 um 21:38
Die reichen Griechen haben schon Pools, das meinte Blome. Die anderen nicht. Das "bemängeln" ja die Griechen selber, dass es den Reichen nicht an den Kragen geht und dass nur halbherzig mehr Steuerkontrollen und härtere Steuergesetze durchgeführt wurden. Ich weiß nicht, was bei denen zu holen ist, aber mich würde es auch aufregen, wenn alle bluten sollen, aber die, denen es am wenigsten weh tut, nicht.
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schrieb am
17.06.2011 um 21:38
Die reichen Griechen haben schon Pools, das meinte Blome. Die anderen nicht. Das "bemängeln" ja die Griechen selber, dass es den Reichen nicht an den Kragen geht und dass nur halbherzig mehr Steuerkontrollen und härtere Steuergesetze durchgeführt wurden. Ich weiß nicht, was bei denen zu holen ist, aber mich würde es auch aufregen, wenn alle bluten sollen, aber die, denen es am wenigsten weh tut, nicht.
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@ Lisa
Blomes Ausführungen waren in der Münchner Runde viel präziser, Blomes häufige Kinder-Analogien wie das Europa-Fahrrad - naja, obwohl das war ganz gut aber die Boxkampfmetapher z.B. - gehen mir ein bisschen auf die Nerven. Hodolides steht sein Seitenscheitel im Gegensatz zu Augstein übrigens sehr gut. Das, was man will, ist nun mal nicht immer das, was gut für einen ist... @ Popkontext Genau das stört mich ja! Wenn Augstein in der Sache unsicher ist, dann soll er das kund tun! Es wäre für ihn als Journalisten in der jetztigen Situation überhaupt nicht verwerflich zuzugeben, kein eigenes Patentrezept zu haben, aber drumherum schwafeln und so tun als ob, das gefällt mir nicht. Und ne, die Tanzeinlage ist einfach nur witzig, weil üblicherweise in einer Polit-Talkshow nicht getanzt wird. Oder ist Tanz in nicht christlich-europäischen Polit-Sendungen etwa Usus? Wäre mir neu. |
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Ja, ich sehe schon, Soziologie wird nicht eurer Lieblingsfach. Die beiden machen aber eine ganze Menge Sachen, die nicht Usus oder überraschend sind. Ständig. Warum fällt jetzt gerade das Tanzen auf? Warum fallen hier Worte wie "komisch" und "peinlich"? Und das war deutlich weniger witzig als die Geschichte mit den EHEC-Gurken z.B., und Calvani hat sich gefühlt stundenlang nicht eingekriegt vor Lachen? Aber müssen wir jetzt nicht ausdiskutieren ;)...
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Ne, ne. Es geht hier gerade um die Frage, ob Tanz in einer Polit-Sendung außerhalb christlich-europäischer Regionen üblich ist. Das wäre mir neu. Und nur wenn das in anderen Gesellschaften üblich wäre, hättest du recht mit deiner These, dass wir das hier unserer christlich-europäischen Sozialisation wegen witzig oder peinlich finden. Nicht abschweifen...
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Deutungshoheit in den Händen der 3 Grazien oder waren es Alekto, Megaira und Tisiphone?
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Nochmal zum Tanzen:
Das mit den nicht ganz so aktiven Hüften scheint in der Natur des griechischen Tanzes zu liegen: Wie Männer dann mal ihren ganzen Körper zum Einsatz bringen sieht man hier so ab der Hälfte. da klappt das auch mit den Hüften ;): www.popkontext.de/index.php/2010/09/06/rue-princesse-2-%E2%80%93-4-september-im-haus-der-kulturen-der-welt-berlin/ Oder hier, wo klar ist, dass da auch deutsche Musikerinnen, die sich wirklich Mühe geben, da nicht mithalten können: |
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@Calvani
"ob Tanz in einer Polit-Sendung außerhalb christlich-europäischer Regionen üblich ist." Keine Ahnung, kenne keine, außer iranische und indishce und da ist alles sehr zugeknöpft. Aber im deutschen Fernsehen ja normalerweise auch. Deshalb fällt das Format ja raus. Zudem orientiert sich Fernsehen generell auch außerhalb des Westens an westlichen Maßstäben. Also eher unwahrscheinlich. |
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@ Popkontext
Ich habe übrigens schon auf dem Boden gelegen, als Blome sein Schildlein zückte...dass Augstein das nicht witzig fand, verstehe ich gar nicht. Und Augsteins Perfomance jenseits des Rhythmus' hat mir dann den Rest gegeben. |
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@Calvani
Naja, das Schildlein fand ich auch eher mäßig witzig, eigentlich nur, weil es eigentlich so eine linke Pose ist (so war es glaube ich auch gemeint?!). Und beim Tanzen fand ich eher Blomes Reaktion vielsagend und fast eher bemitleidenswert, aber dadurch die Interaktion etwas unfreiwillig witzig. Hab schon mehr gelacht, muss aber auch nicht immer sein und ist ja auch zu einem gewissen Grad Geschmackssache. |
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Hätte auch gedacht, dass Blome in dieser Hinsicht etwas lockerer wäre, aber gut, dann nicht. Das heißt dann wohl, dass aus unserer Idee die beiden an eine Theke zu stellen, so schnell nichts wird. Schade!
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Oder Blome macht mal Übungen, dass er enstpannt, wenn ihn ein anderer Mensch berühren, egal welchen Geschlechts und ob er sie scharf findet oder nicht. Einfach cool bleiben ;)
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Also wenn sie das ohne ungebetenes und offensichtliches sexuelles Interesse wollen, ansonsten kann ich eine gewisse Abwehrhaltung natürlich verstehen....
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Ohne offensichtlich sexuelles Interesse? Mit offensichtlich sexuellem Interesse wäre doch viel besser! Wie meinte Arno Schmidt so schön: Nur die Phantasielosen flüchten sich in die Realität.
Und was sehen meine müden Augen da zu später Stunde? Hat Augstein etwa die Hemdsärmel zugeknöpft? Oh, süßer Vogel Hoffnung! Vielleicht kriegen wir Blome auch noch rum bzw. an die Theke... |
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Ich meinte mit *ungebetenem* sexuellen Interesse, (das man sich auch nicht nur aus Paranoia vor Berührung einbildet), aber das wäre hier SEHR weit hergohlt...Und Herrn Augsteins Hemdsärmel - I couldn't care less...;) Gute Nacht!
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schrieb am
18.06.2011 um 11:06
"Süßer Vogel Hoffnung..." - Calvani, jetzt lach ich mich schlapp.
Ich muss Dir wieder mal zustimmen, es geht hier darum, dass in einer Sendung mit Journalisten einer das Wackeln anfängt, kenne ich nicht, nicht vom Presseclub usw.; und da darf ich mich schon fragen, ob das peinlich ist und nicht an der Glaubwürdigkeit zwickt. Solltest du, Popkontext, doch als erste verstehen. Und ich hab verdammt nochmal etwas dagegen, wenn meine Worte nicht verstanden werden (wollen) und in irgendeine Richtung und von oben herab umgedeutelt werden, nur um wieder ein Fass aufzumachen wo keines ist! |
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@lisschwert
Du hast offenbar den kaum zu widerlegenden hinweis darauf übersehen, dass ja bei A & B kontant Sachen passieren, die eben im Presseclub oder bei anderen konventionellen Sendungen nicht passieren - das ist ja gerade das Besondere an dem Format. Oder werden im Presseclub (physisch) Brettchen gebohrt, Glückskekse interpretiert oder EHEC-Gurken verfüttert? Und die Fässer sind durchaus da: Körperlichkeit, Sinnlichkeit und Sexualität - also auch Tanz - wurden in der hierarchischen Konstruktion der letzten Jahrhunderte immer auf die vermeintlich Unterlegenen projiziert: Frauen (und auch schwule Männer), andere Kulturen, im Zweifel die weniger komplexen, aber auch den Orient, dem man sich zivilisatorisch überlegen fühlen wollte, oder auch die Unterschicht. Das ist auch nicht "von oben herab", sondern fiel mir einfach auf, weil Augstein das Gegenteil von all diesen Konstrukten ist, die auch ohne dass man sie reflektiert, sie einem also bewußt sind, in unseren Köpfen sind. |
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@lisaschwert
Hier nochmal ein interessanter einführender Text zum Thema, der auch noch die an anderer Stelle aufgeworfenen Frage zu Schönheit und bürgerlichen Geschlechterkonstruktionen berührt: parapluie.de/archiv/haut/optik/ Und gerade gelesen, wo ich mal ein wenig nach dem Thema im Netz geschaut habe: Das scheint auch nicht nur der bürgerlichen westlich-christlich-europäischen Kultur eigen zu sein, dass sie Sinnlichkeit auf andere Ethnien / Kulturen projiziert, um sich ihnen überlegen fühlen zu können: www.sueddeutsche.de/kultur/uiguren-erotisierung-von-minderheiten-warum-hat-sie-geschrien-1.168975 Jetzt ist dann aber auch Schluss mit Soziologie ;). |
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schrieb am
18.06.2011 um 14:24
Nee, hab ich nicht übersehen (kann man mir auch zutrauen, dass ich da genau hinschaue), zudem schreibe ich oben etwas über die Vielfalt der Dinge um die Themen herum (Schneidebrettchen, Luftballons, griechische Tänze).
Das ist dann eine Kernfrage, ob das Format so drauf angelegt war, das sich so entwickelt hat (am Anfang wurden nur Büchlein verschenkt), und ob das gut tut. Mir gehen ein paar Gags zuweit, da ist mir dann inhaltliche Kompetenz lieber. Zum Tanzen speziell, es ist schon noch mal eine Steigerung das zu tun, als hinterm Tresen zu stehen und Gurken zu schwingen. Man stelle sich vor es ginge um Argentinien, hätte Augstein dann zum Tango aufgefordert (beim Sirtaki muss man sich ja noch nicht mal anfassen)? Also, wenn hier ein Fass steht, dann eher das, warum in der deutschen Sitztänzergesellschaft das Singen und Tanzen nicht mehr in den Alltag involviert ist als beispielsweise in Südafrika, wo man alles möglich durch Bewegung verarbeitet und da keiner komisch guckt. Ich meine, Augstein ist keine 12 mehr, er muss wissen ob sich so etwas wirklich lustiges gesamtkonzeptlich eignet, oder er sich nicht ein wenig clownesk aufführt. Für dieses Format ein "Highlight", insgesamt ... wird man sehen. |
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schrieb am
18.06.2011 um 14:29
Ein zweites Fass gibt es doch noch: Glaubwürdigkeit von Journalisten, wie äußert sich die, gibt es da "feste" Konstanten, das finde ich wiederum spannend.
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@lisaschwert
"Das ist dann eine Kernfrage, ob das Format so drauf angelegt war, das sich so entwickelt hat (am Anfang wurden nur Büchlein verschenkt), und ob das gut tut." Naja klar entwickelt sich das, die haben ja nur erstmal gemerkt, dass sich Augstein und Blome gut verstehen und ein lustiges Pärchen à la Don Camillo und Pepone abgeben, mit denen man eine etwas andere Polittalkshow machen kann, in der Tradition von Kienzle und Hauser, aber eben mit der Persönlichkeit von den beiden. "Zum Tanzen speziell, es ist schon noch mal eine Steigerung das zu tun, als hinterm Tresen zu stehen und Gurken zu schwingen." Ich sehe halt den Grund, das man das als "weiter gehend" empfindet, in der Körperlichkeit. "Man stelle sich vor es ginge um Argentinien, hätte Augstein dann zum Tango aufgefordert (beim Sirtaki muss man sich ja noch nicht mal anfassen)?" Das hätte ja dann einen eindeutig homoerotischen Aspekt gehabt. Der Sirtaki ist in seinem (künstlichen) Ursprung ganz klar ein "Männertanz" ohne jede erotische Dimension. Anfassen schon, aber eben nur unter "echten" (d.h. heterosexuellen) Kerlen auf die Schulter. "Also, wenn hier ein Fass steht, dann eher das, warum in der deutschen Sitztänzergesellschaft das Singen und Tanzen nicht mehr in den Alltag involviert ist als beispielsweise in Südafrika, wo man alles möglich durch Bewegung verarbeitet und da keiner komisch guckt." Ja, weil hier die Körperlichkeit in bestimmte Sphären verbannt wurde. "Ich meine, Augstein ist keine 12 mehr, er muss wissen ob sich so etwas wirklich lustiges gesamtkonzeptlich eignet, oder er sich nicht ein wenig clownesk aufführt." Naja, die ganze Show ist ja darum aufgebaut, das Augstein so drauf ist, und Blome das bis auf die Körperlichkeit offenbar zu goutieren weiß und mithalten kann. Das macht ja den Reiz der Sendung aus, dass sie eben nicht so steif und formal rüberkommt wie die üblichen Politsendungen, die nicht gleich ganz Comedy sind wie die Heute Show oder Extra3 (auch wenn Erstere wahrscheinlich auch schon lockerer geworden sind als vor 20, 30 Jahren, vermute ich als Nichtexpertin für solche Sendungen). "Ein zweites Fass gibt es doch noch: Glaubwürdigkeit von Journalisten, wie äußert sich die, gibt es da "feste" Konstanten, das finde ich wiederum spannend." Ich glaube, das entwickelt sich insgesamt eben gerade hin zu lockererem Umgangston, das spiegelt insgesamt eine gesellschaftliche Entwicklung wider. Was eben nicht heißt, das die Inhalte falscher oder richtiger sein müssen, weil sich der Habitus ändert, eben nicht mehr der steife (männliche!) Experte, der immer alles weiß, und das 100% richtig, sondern ein entspannterer, informellerer Umgang, in dem man ggf. sich selbst und die eigene Meinug auch mal durchaus in Frage stellen oder zumindest (selbst)ironisch sein kann. |
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@ Popkontext
Es gibt zwei Fragen, die ich gerne auseinander dividieren möchte. Erstens warum ist ein tanzender Journalist am Ende einer Polit-Talkshow witzig? Weil es eine Pointe, einen unerwarteten Positionswechsel darstellt - wie bei einem guten Witz. Und worin liegt zweitens der Positionswechsel? Im Gegensatz zwischen der nüchternen, intellektuellen Auseinandersetzung mit einem existenziellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Thema einerseits und dem körperlichen Ausdruck eines heiteren Lebensgefühls andererseits. Ich kann hier keine Manifestation eines gesellschaftlichen Rollenbildes entdecken, es geht konkret um diese Situation. Im Gegenteil, deine Sichtweise, dass sich der Witz aus den Rollenbildern ergeben soll, zementiert dein kategorisierendes Denken, weil du schlussfolgerst, dass ein intellektueller Weißer witzig ist, wenn er tanzt. Ich fände den tanzenden Augstein in einer Disco sicher weniger witzig, obwohl er dann doch immer noch ein intellektueller Weißer wäre. Das zeigt, dass die konkrete Situation und nicht die gesellschaftliche Rolle entscheidend ist. Und warum findest du die Vorstellung so weit hergeholt, dass sich zwischen zwei weißen intellektuellen Männern eine sexuelle Spannung entwickelt? Das scheint mir viel klischeehafter zu sein, als über einen tanzenden Journalisten zu lachen. @ Lisa Was einen glaubwürdigen Journalisten ausmacht? Mhm. Eine kritische Distanz zum Gegenstand und den Akteuren, über die er berichtet, vielleicht auch ein bisschen Neugier und nicht zuletzt Empathiefähigkeit, behaupte ich jetzt mal so. Wie das von jemandem wahrgenommen wird, hängt wohl von eigenen Vorstellungen ab. Z.B. muss ein Journalist ein Sacko tragen um seriös zu wirken? Ich meine: nein! |
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schrieb am
18.06.2011 um 17:43
@Calvani: Auf Sacko bestehe ich auch nicht, viele professionelle Journalisten haben es auch gerne leger. Und was raus kommt ist wichtig.
Der Grund der Frage war eigentlich der: ändert sich durch dieses Format etwas an der Wahrnehmung, oder ändert sich nichts an der "linken Seriösität Augsteins", auch wenn man das pauschal gar nicht sagen kann; das meine ich auch gar nicht wertend, eher neugierig. Ich bin schon erstaunt über die kleinen Gesten und die Atmosphäre (I have reason to believe... die beiden wollen nur spielen :-) ), aber sehe ich das zu eng, zu mikroskopisch und sollte lieber mit den Verantwortlichen des Senders sprechen um die Strategie dahinter zu erfahren (wenn vorhanden); oder liegt es an den Erwartungen? Wohin soll die Reise gehen? Reine Unterhaltung oder Etablierung? Fragen über Fragen. |
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Ich sehe schon, als Konzeptionistin willst du ans Konzept der Sendung...
Also ich persönlich mag die kleinen Mätzchen, das, was nach meiner Meinung die Seriösität der beiden Turteltauben bedroht, ist - tut mir leid, dass ich mich anhöre wie eine kaputte Schallplatte - die mangelnde Stringenz. Und das liegt vornehmlich an Augstein. Was die Strategie hinter der Sendung ist? Das jeweilige Blatt bekannter zu machen? Selbst bekannter zu werden? Beides? |
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@Calvani
Ich weiß nicht, ob du mich wirklich nicht verstehst oder nicht verstehen willst. Worüber ich geschrieben habe sind weitgehend aktzeptierte soziologische Erkenntnisse, nicht mein persönliches "kategorisierendes Denken". In der Soziologie wird kategorisiert, weil betrachtet wird, welche gemeinsamen Erfahrungen bestimmte gesellschaftliche und soziale Gruppen machen. Discos sind übrigens eine recht neue soziale Entwicklung, die nicht zufällig in engem Zusammenhang mit schwuler und / oder afroamerikanischer Kultur stehen. Getanzt wurde auch in Europa immer, aber eben körperlich möglichst distanziert und wenig wild - außer bei Volkstänzen (Unterschicht). Der bürgerliche Tanz war dabei allerdings schon freier als der aristokratische. Aber die Erotik war doch schon sehr gezügelt. Und zudem ist bis heute die klassische Tänzerin ein Frau, auch wenn es natürlich auch heterosexuelle Männer gibt, die gut und gerne tanzen. Zudem habe ich ja gar nicht bestritten, dass der Witz *auch* darin liegt, dass das in einer solchen Sendung im deutschen Fernsehen unüblich ist - wie viele andere Sachen, die die machen. Bei den anderen Sachen macht Blome aber mit - hier ist er stocksteif geworden - was Augstein auch ein wenige zu überraschen schien -, weil es ihm zu körperlich wurde. "Ich kann hier keine Manifestation eines gesellschaftlichen Rollenbildes entdecken, es geht konkret um diese Situation...weil du schlussfolgerst, dass ein intellektueller Weißer witzig ist, wenn er tanzt." Ja, weil er da seine Rolle als (weißer) Intellektueller aus der Oberschicht, die er gerade noch hochoffiziell gespielt hat, verläßt. Wenn du Augstein in der Disko sehen würdest und ihn in seiner "offiziellen" Rolle kennst würdest du das wahrscheinlich auch erstmal komisch findest, ehe du ihn als "normalen" Discotänzer akzeptiertst - würde dir allerdings sicher auch mit deiner Chefin so gehen, weil du sie in einer anderen Rolle kennst. Wahrscheinlich würdest du ihn allerdings weniger komisch finden, als wenn du Michael Hirz in der Disko treffen würdest, weil der der dieser dem Rollenklischee noch viel mehr entspricht während weil Augstein sowieso schon in seinem ganzen - auch öffentlichen - Habitus und Aussehen mehr aus der klassichen Rolle rausfällt. "Und warum findest du die Vorstellung so weit hergeholt, dass sich zwischen zwei weißen intellektuellen Männern eine sexuelle Spannung entwickelt?" Wo habe ich das bitte geschrieben? Das wäre dann in der Tat hochgradiger Quatsch. Es ging da speziell um Tango - vor laufender Kamera. Der Tanz ist in der klassischen Form ein sehr körperbetonter und erotischer Tanz zwischen heterosexuellen Partner/innen. Wenn zwei Männer das tanzen, hat es eine klar homoerotische Komponente. Ich persönlich habe damit auch gar kein Problem, aber ich würde bezweifeln, dass das deutsche Fernsehen soweit ist - überhaupt Erotik in einer Talkshow, dann jenseits einer Showeinlage, die von Künstlern, nicht von den "seriösen" Gesprächspartnern geliefert wird, und dann noch gleichgeschlechtliche. Sodom und Gomorra! Zudem Verlust jeglicher Seriosität - eben weil Körperlichkeit und Erotik nicht als intellektuell gilt...(um wieder Missverständnisse zu vermeiden: Das ist nicht meine Sicht, aber das würde man sicher befürchten, und Blome war ja schon mit einem völlig unerotischen Tänzchen überfordert). |
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@Calvani
Mit der Stringenz und dem sich gegenseitig ausreden lassen ist aus meiner Sicht besser geworden. |
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@lisaschwert
"Wohin soll die Reise gehen? Reine Unterhaltung oder Etablierung? Fragen über Fragen." Die sich die Sendungsmacher/innen wahrscheinlich genauso stellen werden... |
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@ Popkontext
Mir geht es vornehmlich um inhaltliche Stringenz, also darum auf die Argumente des anderen einzugehen. Blome will "den Stecker ziehen" womit er die Insolvenz sprich eine Entschuldung meint, Augstein will einen europäischen Finanzminister und eine Reform des Finanzmarktes - das sind zwar in einem größeren Wirtschaftskontext zusammenhängende Aspekte, aber an konkreter Erörterung dieser Aspekte mangelt es, das meine ich mit Stringenz und in diesem Punkt sehe ich keine wesentliche Verbesserung. Popkontext schrieb am 18.06.2011 um 01:51 "Ich meinte mit *ungebetenem* sexuellen Interesse, (das man sich auch nicht nur aus Paranoia vor Berührung einbildet), aber das wäre hier SEHR weit hergohlt..." Warum wäre das weit hergeholt? Darauf bezog ich mich. Was den Witz der Tanzeinlage anbelangt, sind wir uns ja schon mal einig, dass es um einen Wechsel geht. Du argumentierst v.a. mit der Rolle des männlichen, intellektuellen, christlich-europäischen Weißen. Das sehe ich anders. Hätte z.B. Hodolides, den ich nicht für einen Intellektuellen halte, in der Münchner Runde Blome zum Sirtaki aufgefordert, hätte ich das vermutlich genau so lustig gefunden. Warum? Weil in einer Polit-Talkshow in der Regel getalkt und nicht getanzt wird, sonst wäre es ja eine Tanzshow. Und würde Anne Will morgen Abend tanzend die Sendung beenden, fände ich das ebenfalls urkomisch, das hat nichts mit männlicher Körperlichkeit zu tun. Ich sehe den Wechsel, die Pointe also situationsbedingt, in der Natur der Polit-Talkshow. Das erklärt auch, warum die EHEC-Gurken-Verköstigung nicht sonderlich witzig war: Habe ich nämlich schon gesehen z.B. bei Anne Will, als es um die Dioxin-Belastung von Eiern ging. Die Verköstigung zeigt einen Sach- und Themenzusammenhang, den der Tanz nicht hat - es sei denn, das Thema der Sendung wäre Tanz. Kurz und knackig: Die Pointe ist nach meiner Meinung der Stilbruch zum Sachzusammenhang Polit-Talkshow, nicht zur Männlichkeit, nicht zur christlich-europäischen Prägung und nicht zur Intellektualität der Akteure. |
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P.S.: Deshalb fand ich u.a. auch Augsteins Triangel super...in einer Talkshow "einfach mal die Klappe halten", das ist so konträr zum Wesen der Talkshow, dass auch das witzig ist.
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schrieb am
18.06.2011 um 20:06
@Calvani: Ich will ans Eingemachte, als Rezeptionistin, oder wie war das, ja.
Ich bin ja ganz bei dir was die fehlende Stringenz anbelangt, vielleicht würden mich die Mätzchen viel weniger stören, wenn vorher auch die Pflicht erfüllt und nicht "nur" die Kür zu sehen ist. Die Triangel fand ich auch gut. Woher die das immer nehmen das Zeug, aus dem Phoenix-Fundus? Also, das war einfach lustig mit dem Sirtaki. Auch wenn Blome sich sträubte. Ich wette mit Hodolides würde Blome noch weniger gerne tanzen, auch nicht nach 12 Ouzo. Nehmen wir an es geht bei Augstein darum sich bekannt(er) zu machen, das funktioniert (auch links) durch Überzeugung, und erst recht links nur durch Sachverstand und intelligente Überzeugung, da ist doch der Fahrplan eigentlich klar, eigentlich. Wenn mir einer was neues aufschwatzen will (salopp) muss er mir auch erstmal den Käufernutzen erklären oder verständlich machen. Die, die ohnehin beim Freitag sind (die meisten hoffe ich) erwarten aber auch etwas, das über reine Plattitüden hinaus geht. So, nu is doch klar, wie das Ding laufen sollte, wenn dann noch Musikinstrumente, Tänze und Rohgemüse verhackstückt werden solls mir auch recht sein. @Popkontext: "Das fragen sich die Macher auch" - Im guten Falle ja, im schlechten nicht und das Ding schaukelt schon irgendwie vor sich hin. |
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schrieb am
18.06.2011 um 20:06
@Calvani: Ich will ans Eingemachte, als Rezeptionistin, oder wie war das, ja.
Ich bin ja ganz bei dir was die fehlende Stringenz anbelangt, vielleicht würden mich die Mätzchen viel weniger stören, wenn vorher auch die Pflicht erfüllt und nicht "nur" die Kür zu sehen ist. Die Triangel fand ich auch gut. Woher die das immer nehmen das Zeug, aus dem Phoenix-Fundus? Also, das war einfach lustig mit dem Sirtaki. Auch wenn Blome sich sträubte. Ich wette mit Hodolides würde Blome noch weniger gerne tanzen, auch nicht nach 12 Ouzo. Nehmen wir an es geht bei Augstein darum sich bekannt(er) zu machen, das funktioniert (auch links) durch Überzeugung, und erst recht links nur durch Sachverstand und intelligente Überzeugung, da ist doch der Fahrplan eigentlich klar, eigentlich. Wenn mir einer was neues aufschwatzen will (salopp) muss er mir auch erstmal den Käufernutzen erklären oder verständlich machen. Die, die ohnehin beim Freitag sind (die meisten hoffe ich) erwarten aber auch etwas, das über reine Plattitüden hinaus geht. So, nu is doch klar, wie das Ding laufen sollte, wenn dann noch Musikinstrumente, Tänze und Rohgemüse verhackstückt werden solls mir auch recht sein. @Popkontext: "Das fragen sich die Macher auch" - Im guten Falle ja, im schlechten nicht und das Ding schaukelt schon irgendwie vor sich hin. |
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schrieb am
18.06.2011 um 20:06
@Calvani: Ich will ans Eingemachte, als Rezeptionistin, oder wie war das, ja.
Ich bin ja ganz bei dir was die fehlende Stringenz anbelangt, vielleicht würden mich die Mätzchen viel weniger stören, wenn vorher auch die Pflicht erfüllt und nicht "nur" die Kür zu sehen ist. Die Triangel fand ich auch gut. Woher die das immer nehmen das Zeug, aus dem Phoenix-Fundus? Also, das war einfach lustig mit dem Sirtaki. Auch wenn Blome sich sträubte. Ich wette mit Hodolides würde Blome noch weniger gerne tanzen, auch nicht nach 12 Ouzo. Nehmen wir an es geht bei Augstein darum sich bekannt(er) zu machen, das funktioniert (auch links) durch Überzeugung, und erst recht links nur durch Sachverstand und intelligente Überzeugung, da ist doch der Fahrplan eigentlich klar, eigentlich. Wenn mir einer was neues aufschwatzen will (salopp) muss er mir auch erstmal den Käufernutzen erklären oder verständlich machen. Die, die ohnehin beim Freitag sind (die meisten hoffe ich) erwarten aber auch etwas, das über reine Plattitüden hinaus geht. So, nu is doch klar, wie das Ding laufen sollte, wenn dann noch Musikinstrumente, Tänze und Rohgemüse verhackstückt werden solls mir auch recht sein. @Popkontext: "Das fragen sich die Macher auch" - Im guten Falle ja, im schlechten nicht und das Ding schaukelt schon irgendwie vor sich hin. |
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@Calvani
""Ich meinte mit *ungebetenem* sexuellen Interesse, (das man sich auch nicht nur aus Paranoia vor Berührung einbildet), aber das wäre hier SEHR weit hergehohlt..." Warum wäre das weit hergeholt? Darauf bezog ich mich." Da ging es auch um die konkrete Situation: Ich gehe nicht davon aus, dass Augstein Herrn Blome vor laufender Kamera anbaggern wollte - er hat sicher genug Gelegenheiten, ihm hinter den Kulissen das Knie zu tätscheln, wenn er meint, das ist eine gute Idee. Er wollte ihn hier nur ein wenig aus der Reserve locken. "Hodolides, den ich nicht für einen Intellektuellen halte, in der Münchner Runde Blome zum Sirtaki aufgefordert, hätte ich das vermutlich genau so lustig gefunden." Ja, wegen Blome. Und: "Weil in einer Polit-Talkshow in der Regel getalkt und nicht getanzt wird, sonst wäre es ja eine Tanzshow." Ohne Frage. Nur ist ja, falls es nicht aufgefallen sein sollte, A & B auch keine klassische Talkshow ;)... "Und würde Anne Will morgen Abend tanzend die Sendung beenden, fände ich das ebenfalls urkomisch, das hat nichts mit männlicher Körperlichkeit zu tun." Weil sie eine Intellektuelle ist (und der Kontext intellektuell ist) und normalerweise nicht tanzt oder sonstige lustige Einlagen bringt. "Das erklärt auch, warum die EHEC-Gurken-Verköstigung nicht sonderlich witzig war: Habe ich nämlich schon gesehen z.B. bei Anne Will, als es um die Dioxin-Belastung von Eiern ging. Die Verköstigung zeigt einen Sach- und Themenzusammenhang, den der Tanz nicht hat." Doch, es ging um Griechenland. Das knüpfte sogar an das Hauptthema an und machte nicht wie die EHEC-Gurken ein neues Fass auf. Und die Gurken-Geschichte war noch weniger hintergründig als Alexis Sorbas in dem Kontext, zudem noch Musik von einem Kommunisten... "Die Pointe ist nach meiner Meinung der Stilbruch zum Sachzusammenhang Polit-Talkshow." Ja, der Bruch ist Körperlichkeit vs. Intellektualität in erster Linie. Und wenn Augstein eine schwarze Frau gewesen wär, wäre es noch mehr Blomes Reaktion gewesen, die die Komik der Situation ausgemacht hätte. |
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@ Lisa
Da sind wir einer Meinung. Die Dosis macht das Gift - auch bei den Mätzchen - das habe ich ja schon gefühlte hundert Mal kommentiert. Aber von der Mathieu, der Entschuldung Griechenlands, dem Boxkampf zu Kohl und dem Europa-Fahrrad, weiter zum europäischen Finzminister und zurück zum Sirtaki - ja, das ist ein weiter Weg in zehn Minuten, da kommt man nicht dazu, stringent in einer Sache zu argumentieren. |
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@ Popkontext
Ne, jetzt springst du hin und her, drehst die Dinge wie du willst und widersprichst dir selbst. Es ging bei EHEC und Dioxin um die Frage, ob man noch essen kann, was in Deutschland auf dem Lebensmittelmarkt ist. Was ein griechischer Tanz mit der Entschuldung Griechenlands und einem europäischen Finanzminister zu tun hat, das musst du mir erklären. Das hypothetische Beispiel der tanzenden Anne Will zeigt, dass es nicht um männliche Körperlichkeit geht und Hodolides, dass es nicht um die Intellektualität der Akteure geht - Blome hat nicht mit Augstein getanzt und hätte es auch sicher nicht mit Hodolides. Es geht einzig und allein um die Intellektualität der Sendung, nicht um die Männlichkeit, die christlich-europäische Prägung oder die Intellektualität der Talkshowgäste. Ein letztes Beispiel: Heide Simonis hat bei Let's dance getanzt. Das war vielleicht unbeholfen, aber nicht irrsinnig komisch. Hätte sie bei Anne Will getanzt, wäre es komisch gewesen. Es geht um den Kontext der Sendung. |
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"Es ging bei EHEC und Dioxin um die Frage, ob man noch essen kann, was in Deutschland auf dem Lebensmittelmarkt ist."
Ohne Frage. Hab ich was anderes gesagt? "Was ein griechischer Tanz mit der Entschuldung Griechenlands und einem europäischen Finanzminister zu tun hat, das musst du mir erklären." Es ging vor allem auf der Metaebene darum dass (erstmal) alles zusammengebrochen ist, keine Lösung in Sicht ist und die beiden Männer am Strand einfach tanzen. So war ja auch das Ende der Diskussion. Reininterpretieren könnte man bei Augstein auch noch die Hinterlist, dass es sich um einen kapitalisischen Betrieb handelte, der zusammengebrochen war (im Detail habe ich die Handlung nicht mehr auf dem Schirm, vielleicht sogar noch mehr Parallelen), und die Musik von einem Kommunisten stammte. "Das hypothetische Beispiel der tanzenden Anne Will zeigt, dass es nicht um männliche Körperlichkeit geht." Tanzende Männer sind in den meisten Fällen komischer, und wären es hier wahrscheinlich auch - nur darüber müßte man eine ganze Arbeit schreiben, um das auszuführen und zu belegen. Zudem - so plump ist die Soiologie eben nicht - hat ja eine Person nicht nur eine Identität, sondern viele Identitäten. Will ist eben nicht nur Frau, sondern auch obere Mittelklasse und Intellektuelle. "und Hodolides, dass es nicht um die Intellektualität der Akteure geht" ??? Ich sagte ja, dass es nicht an ihm liegen würde, sondern vor allem an Blomes Reaktion und dem Kontext. Im gegenteil - Schauspielerei ist ja was sehr körperliches und wenn ein Schauspieler irgendwo tanzt, würde das in den seltensten Fällen als komisch empfunden werden, DASS er tanzt. Vielleich bei ganz bestimmten Typen, genauso wie es bei Augstein weniger komisch wirkt, als bei dem Phönix-Chef. "Heide Simonis hat bei Let's dance getanzt. Das war vielleicht unbeholfen, aber nicht irrsinnig komisch. Hätte sie bei Anne Will getanzt, wäre es komisch gewesen. Es geht um den Kontext der Sendung." Das habe ich ja gar nicht bestritten!? Ich glaube, da geht es nur noch um Rechhaberei gerade und bringt nich tvorwärts. Ich seh das so, du siehst das so, weil wir das aus anderen Perspektiven betrachten. Und so ist das mal. |
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Es geht mir nicht um Rechthaberei, es geht darum, dass du mir erklären willst, warum ich den tanzenden Augstein in Augstein&Blome witzig finde und du begründest das mit männlicher Körperlichkeit, christlich-europäischer Prägung und Intellektualität. Ich habe dir jetzt viele Bespiele genannt, die belegen, dass es auf den Gegensatz zwischen Handlung einerseits und Sendung und Thema andererseits ankommt - unabhängig von der Männlichkeit und der Intellektualität des Handelnden.
Dass in einer Polit-Talkshow einfach einer anfängt zu tanzen, das ist deshalb witzig, weil es ungewöhnlich und konträr ist, genau so wie das verordnete Schweigen in einer Talkshow. Du fandest die Tanzeinlage nicht besonders komisch. Okay. Ich käme jetzt nicht auf die Idee, dir erklären zu wollen, warum du das nicht witzig findest. Aber dann versuchen wir es zu guter Letzt andersherum - vielleicht verstehe ich dich dann besser. Warum findest du denn Augsteins Getanze nicht besonders witzig? |
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@Calvani
Ich habe wiederum das Gefühl, du drehst mir jedes Wort im Mund um (ob jetzt absichtlich oder nicht), überliest meine Gegenargumente (indem du die Show immer wieder mit "normalen" Polittalkshows vergleichst, was sie eben nicht ist), sträubst dich gegen alles, was nach Soziologie riecht (und schiebst es auf meine fixen Ideen) und beziehst das ausschließlich auf dich (das war eine allgemeine Aussage). Ich hatte angemerkt, dass das Besondere hier zu den anderen Witzen in der Show darin lag, dass Weiße, Intellektuelle (heterosexuelle) Männer und Oberschicht nicht mit Körperlichkeit verbunden sind, sondern diese Frauen, Nichteuropäern, der Unterschicht oder schwulen Männern zugeschrieben wird. Das sind wie gesagt weitgehend anerkannte soziologische Beobachtungen. Wenn du dem nicht folgen magst, ist das deine Sache. Ich habe nicht gesagt, dass es *ausschließlich* den Witz ausmacht, sondern ein *auch* eingefügt. Ich habe übrigens auch nicht gesagt, dass ich das nicht witzig fand - ich fand das sogar recht gelungen, mit dem ganzen Alexis Sorbas-Kontext und Blomes (unfreiwillige) Reaktion. Ich musste einfach nur bei den EHEC-Gurken mehr kichern, und das mit dem Spiegel-Titel hat mir vom Schlagabtausch und der Info, die dabei rüberkam besser gefallen - aber ich habe auch gesagt, das ist Geschmachssache. |
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Ergänzung: Das es im Gegensatz zu den anderen "normalen" Witzen in der Show hier um Körperlichkeit der Akteure ging, deshalb rausfiel...(2. Absatz)
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Ergänzung: Das es im Gegensatz zu den anderen "normalen" Witzen in der Show hier um Körperlichkeit der Akteure ging, deshalb rausfiel...(2. Absatz)
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Den persönlichen Bezug, den hast du hergestellt. Du hast aus meiner und Lisas Reaktion geschlussfolgert, dass wir die Tanzeinlage der typischen Rollenbilder wegen witzig finden. Bei meiner und Lisas Reaktion siehst du einen soziologischen Zusammenhang, wenn es um die EHEC Gurken geht, die du witzig findest, sagst du, das sei Geschmackssache.
Ich habe ja auch geschrieben, dass ich schon bei Blomes Schildlein nach Luft schnappen musste - weil es witzig ist, dass einer in einer Talkshow ein Schild hoch hält, denn in einer Talkshow soll ja getalkt und nicht demonstriert werden, da ist er wieder der unerwartete Gegensatz. Was findest du denn an den EHEC-Gurken so witzig? Und warum ist das individuelle Geschmackssache und nicht soziologisch begründet? |
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@Calvani
"Du hast aus meiner und Lisas Reaktion geschlussfolgert, dass wir die Tanzeinlage der typischen Rollenbilder wegen witzig finden." Ich habe eure Reaktionen als Beispiel genommen - andere hatte ich ja nicht. "Und warum ist das individuelle Geschmackssache und nicht soziologisch begründet?" Auch Geschmack ist soziologisch in der tendenz begründbar und hat z.B. mit Bildungshintergrund und Klassenzugehörigkeit zu tun (Pierre Bourdieu hat dazu z.B. einen dicken Wäzer und soziologischen Klassiker namens Die Feinen Unterschiede dazu geschrieben), aber damit kann man kaum begründen, warum wir gerade individuell jetzt einen speziellen Witz besonders witzig finden oder nicht - damit kann man vielleicht begründen, warum ausgerechnet wir (Frauen, Mittelklasse, zwischen 25 und 45, höheres Bildungsniveau, politisch interessiert etc.) so ein Sendeformat interessant (tendentiell) finden. Es geht immer nur um gesellschaftliche Tendenzen. |
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Deshalb frage ich ja, was dir am EHEC-Gurken-Gag gefallen hat. Ich wüsste nämlich gerne, ob du deine Reaktionen genau so auf Rollenbilder und Prägung zurückführen kannst, wie du das bei mir und Lisa tust.
Und natürlich beziehe ich deine Ausführungen auf mich, wenn du mich als Beispiel nimmst, ist doch klar. Jetzt hätte ich dich gerne als Beispiel - am EHEC-Gurken-Gag. |
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@Calvani
"Ich wüsste nämlich gerne, ob du deine Reaktionen genau so auf Rollenbilder und Prägung zurückführen kannst, wie du das bei mir und Lisa tust." Das ging / geht weder um meine noch um deine noch um Lisas persönliche Rollenbilder, sondern gesellschaftliche. |
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@Calvani
Ich habe die Tanzeinlage z.B. im Gegensatz zu anderen, die sich mit sowas nicht beschäftigt haben, bewußt so wahrgenommen - also war sie für mich gerade besonders in der Beziehung witzig. Aber das Ding bei den gesellschaftlichen Rollenbildern ist, dass sie bei allen auf die eine oder andere Art im Unterbewußtsein haben, weil wir alle davon geprägt sind, im Gegensatz zu den individuellen Erfahrungen, die wir natürlich auch machen, und die dann diese Rollenklischees ggf. auch in anderem Licht erscheinen lassen, z.B. wenn dein Vater Tänzer war oder so. |
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@Calvani
Ich habe die Tanzeinlage z.B. im Gegensatz zu anderen, die sich mit sowas nicht beschäftigt haben, bewußt so wahrgenommen - also war sie für mich gerade besonders in der Beziehung witzig. Aber das Ding bei den gesellschaftlichen Rollenbildern ist, dass sie bei allen auf die eine oder andere Art im Unterbewußtsein haben, weil wir alle davon geprägt sind, im Gegensatz zu den individuellen Erfahrungen, die wir natürlich auch machen, und die dann diese Rollenklischees ggf. auch in anderem Licht erscheinen lassen, z.B. wenn dein Vater Tänzer war oder so. |
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schrieb am
19.06.2011 um 12:15
Keine Ahnung, ob das ankommt, aber:
- manche Dinge sind einfach witzig und bedürfen keiner Analyse - manches bedarf einer Analyse, aber selbst die besten Therapeuten fragen den Patienten und maßen sich nicht an zu wissen was einer tut warum einer etwas tut - hier sind wir doch nicht auf der Couch, ich fange auch nicht an mir heraus zu nehmen zu sagen der tut dies aus diesem Grund; wenn ich etwas analysieren oder hinterfragen will kann ich das auch alleine und bitte dann andere um Rat, wenn.. Und überhaupt, mein Gott Walter, das Ding war lustig, Thema durch. |
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@lisaschwert
Ich glaube das Problem ist, dass ihr Sachen persönlich nehmt. Hier geht es nicht um die Couch und Psychanalyse eines einzelnen Menschen, sondern gesellschaftliche Zusammenhänge: de.wikipedia.org/wiki/Soziologie |
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schrieb am
19.06.2011 um 14:38
@lisaschwert
>>Im einen hat Blome recht, den reichen Griechen geht es kaum an den Kragen, aber den Rentnern und Studenten und der Mittelschicht schon.<< Das ist stinknormaler Kapitalismus, in Griechenland wie hier. Die Reichen leihen das Geld, das an den griechischen Staat weiterverliehen wird und sacken Zinsen ein. Genial ist, wenn der Staat mit dem Geliehenen sein Militär weiter aufrüsstet und die Reichen dann mir den eingesackten Zinsen hochprofitable Rüstungsaktien kaifen. Die Armen müssen für den Reichtum aufkommen, wer sonst? Blomes Job ist es, uns zu sagen wo man das mal kritisieren darf und wo nicht. |
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schrieb am
19.06.2011 um 16:41
@Popkontext: Dann nimm unsere Sätze nicht für deine Beispiele, dann nehmen wir es auch nicht persönlich. Mehr als sagen, dass es nicht so ist wie du es dir zusammen denkst können wir nicht.
@Claudia: Also, mir geht das ziemlich auf den Wecker, wenn Sie egal wo und in welchem Zusammenhang diese Leier aus dem Kasten zaubern. Hier geht es darum, dass der griechische Staat den Reichen mehr in die Tasche greifen könnte. Nicht darum, was Blome dazu meint, das ist mir nämlich ziemlich schnurz. Und das was Sie da von Militär uns so weiter reden und Reichen, die dem Staat sonstwas leihen trifft auf diesen Fall noch nicht mal zu. OMG |
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Zum Thema angewandte Wissenschaft habe ich mir einen schönen Kommentar bei indyjane geklaut:
„Wo geht’s denn hier zum Bahnhof?“ Ein Sozialpädagoge: „Ich weiß nicht, aber lassen Sie uns darüber reden ...“ Ein Sozialarbeiter: „Keine Ahnung, aber ich fahr’ dich schnell hin!“ Ein Gesprächstherapeut: „Sie möchten wissen, wo der Bahnhof ist?“ Ein Therapeut für tiefenpsychologisch fundierte Therapie: „Sie wollen verreisen ...?“ Ein Psychoanalytiker: „Sie meinen dieses lange, dunkle Gebäude, wo die Züge immer rein und raus und rein und raus fahren ...?“ Ein Verhaltenstherapeut: „Heben Sie den rechten Fuß. Schieben Sie ihn vor. Setzen Sie ihn jetzt auf. Sehr gut! Hier haben Sie ein Bonbon!“ Ein Gestalttherapeut: „Du, lass das voll zu, dass du zum Bahnhof willst!“ Ein Bioenergetiker: „Machen Sie mal: Sch... Sch... Sch...!“ Ein humanistischer Psychotherapeut: „Wenn du da wirklich hin willst, wirst du den Weg auch finden!“ Ein Systemiker: „Was würde denn Ihr Sohn zu Ihrer Frau sagen, wenn er wüsste, dass Sie nach dem Weg fragen müssen?“ Ein NLP-ler: „Stell’ dir vor, du bist schon im Bahnhof: Welche Schritte hast du zuvor getan?“ Ein Arbeitsamtspsychologe: „Testen wir mal Ihre Fähigkeiten, sich ganz alleine einen geeigneten Bahnhof zu suchen!" Ein Theologe: „Ist nicht das ganze Leben die fortwährende Suche nach der Endstation?“ Ein Primärtherapeut: Schreien Sie mal so laut Sie können: Baaaaaaaaaahnhof!!!“ Ein Eurhythmiker: „Klatschen Sie in die Hände und hüpfen Sie fröhlich immer den Gleisen nach ...!...!...!...!...!...!...!“ Ein Hypnosetherapeut: „Schließen Sie die Augen, hören Sie nur noch auf meine Worte: den Bahnhof zu finden, ist gaaaaanz schweeeeeer ...!“ Ein Musiktherapeut: „Singen Sie laut und fröhlich: Mit der Schwäb’schen Eisenbahn ...!“ Ein Kunsttherapeut: „Malen Sie sich den Bahnhof hier auf die Leinwand und versetzen Sie sich dann einmal ganz in das Bild hinein!“ Ein Philosoph: „Meinen Sie einen Bahnhof als solchen, die Idee eines Bahnhofs oder den Bahnhof an und für sich?!“ Ein Neurologe: „Ich verstehe immer nur Bahnhof ...?“ |
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So kann man auch damit umgehen, wenn man was einfach nicht versteht...
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schrieb am
19.06.2011 um 20:51
@Popkontext: Auf diesen Kommentar hätte ich wetten können. Erst teilst du uns mit was wir wie und warum tun, und wenn es nicht zutrifft oder wir dein Spielchen nicht mitspielen sind wir natürlich zu doof dafür. Das hast du nun schon bei ein paar anderen abgezogen, daher nehme ich das nicht persönlich, wie auch.
Was ich wirklich nicht verstehe ist warum du das tust, was du dir davon versprichst, dem einen zu sagen er wäre kapitalistisch, dem anderen er wäre dumm usw.; ich meine, mal abgesehen, dass du dich da irrst (ja, auch du könntest irren, so unglaublich das auch klingt), sieht das auch ein wenig merkwürdig aus, wenn du stets und ständig irgendwas konstruierst. Es war beim Garten-Text so, dann wieder hier. Bitte, wenns Spaß macht, aber erwarte dann keine Dialoge. Und Arroganz kann ich gar nicht ab (egal, ob die "brechtigt ist oder derjenige sich das einbildet)... die ist auch das Gegenteil von Kommunikation, müsstest du wissen, aber was rede ich, klar weißt du das. Schönen Abend. |
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@ Popkontext
Mich dünkt, du bist diejenige, die nicht verstehen kann oder akzeptieren will, dass man nicht die ganze Welt und die Reaktionen einzelner Individuen allein aus der Warte einer einzigen Disziplin heraus erklären kann. |
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Ich entschuldige mich zutiefst dafür dass ich Soziologin bin und natürlich so Sachen auch in soziologischen Kontexten sehe, die ich interessant finde, die aber manchen offenbar völlig fremd sind.
Nur verstehe ich nicht, wie man sich daran solange hochziehen kann, bis man hochgradig aggressiv und persönlich wird. Nur weil man sich nicht eingestehen kann, dass man mal was nicht kennt / es einem fremd ist? Wie wärs mit einfach mal akzeptieren (und respektieren), dass ich mir das nicht einfach so aus den Fingern gesogen habe und ignorieren, wenn es nicht interessiert? |
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Nochmal, da der Link offenbar nicht angeklickt wurde und immer noch nicht klar ist, dass es eben *nicht* um einzelne Personen geht:
"Soziologie (lat. socius ‚Gefährte‘ und -logie) ist eine Wissenschaft, die sich mit der empirischen und theoretischen Erforschung des sozialen Verhaltens befasst, das heißt die Voraussetzungen, Abläufe und Folgen des Zusammenlebens von Menschen untersucht. Als systematisch-kritische Wissenschaft des Sozialen ging die Soziologie aus dem Zeitalter der Aufklärung hervor und nimmt eine vermittelnde Stellung zwischen Natur- und Geisteswissenschaften ein." de.wikipedia.org/wiki/Soziologie |
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Ne, Popkontext, es geht hier gerade nur bedingt um Soziologie, es geht hier um Kommunikation und Vorverurteilung. Wenn es dich wirklich interessiert hätte, dann wäre es sinnvoll und professionell gewesen, du hättest empathisch gespiegelt und Interesse gezeigt, hättest z.B. geschrieben: "Aha, ihr findet ausgerechnet das witzig? Warum?" und hättest dann erst in Abwägung mit individuellen Blickpunkten eine gesellschaftliche Einordnung versucht. Schließlich räumst du ja inzwischen selbst ein, dass die Gesellschaft Tendenzen prägt, die durch individuelle Erfahrungen und Anlagen ergänzt und entwickelt werden. Ich hätte dir dann - neben den erläuterten Gegensätzen - noch von meiner persönlichen Perspektive auf Augsteins Tanzeinlage erzählt. Von Augsteins gekipptem Becken, von seiner Kumulation der Arm- und Bein-Beugen und von Blomes angewinkelten Armen, die eine ehemalige Tanzlehrerin von mir immer "halbe Hähnchen" nannte usw. Das sind alles individuelle Aspekte, die du zu Beginn der Debatte hier völlig außer Acht gelassen hast und gleich mit deinen Rollenbildern gekommen bist...
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Zum Xten Mal: ES GING GAR NICHT UM EUCH. Ich habe eine Sache aufgeschrieben, die mir aufgefallen ist - und du streitest die ganze Zeit ab, das das so ist, weil du es auf DICH beziehtst.
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"Schließlich räumst du ja inzwischen selbst ein, dass die Gesellschaft Tendenzen prägt, die durch individuelle Erfahrungen und Anlagen ergänzt und entwickelt werden."
Wo habe ich das je behauptet, dass es nich tso wär??? |
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"hättest dann erst in Abwägung mit individuellen Blickpunkten eine gesellschaftliche Einordnung versucht."
Die gesellschaftliche Einordnung, die ich gegeben habe, die ist reichlich belegt. Und die Bilder sind in unsere aller Köpfe, ob bewußt oder nicht. Dass da noch individuelle Blickpunkte dazukommen, habe ich an keiner Stelle in Frage gestellt. Deshalb das *auch*. |
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Ja, dann zum x-ten Mal, du bist diejenige, die den persönlichen Bezug hergestellt hat. Unter anderem hier:
Popkontext schrieb am 17.06.2011 um 22:11 "Und das war deutlich weniger witzig als die Geschichte mit den EHEC-Gurken z.B., und Calvani hat sich gefühlt stundenlang nicht eingekriegt vor Lachen? Aber müssen wir jetzt nicht ausdiskutieren ;)..." Ich weiß, ich weiß, ich war nur ein Beispiel, aber ich bin nunmal kein Objekt, wenn jemand meine Reaktionen ungefragt soziologisch einordnet, dann melde ich mich unter Umständen zu Wort und widerlege die Einordnung ggf. Argumentiere in Zukunft einfach nicht mehr mit mir als Beispiel, sondern formuliere deine soziologischen Erkenntnisse allgemein, dann beziehe ich deine Ausführungen auch nicht mehr auf mich. Einverstanden? |
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schrieb am
20.06.2011 um 12:30
Das ist doch hier versteckte Web-Cam oder so?
Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass das journalistische oder wissenschaftliche Arbeit sein soll erst anderen etwas aufzudrücken was die angeblich tun und warum und dann zu sagen "nee, es ging gar nicht um euch". Wasn nu? Und wie kann man um eine Tanzeinlage so ein Gewese machen? Albern und kindisch hoch zehn. Noch n Tipp: alles um der Aufmerksamkeit halber kann auch nach hinten losgehen. Nun allen eine geschmeidige Hüfte. |
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schrieb am
20.06.2011 um 12:43
@Calvani:
Hahä... halbes Hähnchen, ichsachmaso: die Kongruenz von Ober- und Unterkörper ist beim Tanzen schon mal die halbe Miete. |
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Die Kongruenz bedeutet dann wohl für Nikolaus oben und unten wie ein halbes Hähnchen auszusehen? Der arme Blome! Aber da muss er jetzt durch...
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Calvani schrieb am 17.06.2011 um 22:21
"Ne, ne. Es geht hier gerade um die Frage, ob Tanz in einer Polit-Sendung außerhalb christlich-europäischer Regionen üblich ist." Eiertänze immer. :-)) |
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@ Magda
So gesehen erscheint Blomes Tanzverweigerung in einem völlig anderen Licht... Sind wir dann nicht alle ein bisschen Blome? |
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Nach einmal anschauen würde ich sagen: Gelungene Sendung. Fand auch die gewisse Einigkeit in einigen Punkten völlig in Ordnung. Das klang wie ein Gespräch zwischen vernünftigen erwachsenen Männern - da war Herr Blome auch mal ein bisschen mehr Volkswirt als Springer-Meinungsmacher (obwohl ich nicht genau weiß, wie da die "Linie" gerade aussieht.)
Wer Herrn Blome mal Tanzstunden geben oder vielleicht auch nur physische Berührungsängste nehmen möchte, kann das übrigens auf einer aus meiner Sicht sehr interesssant klingenden Veranstaltung im Rahmen der Berliner Stiftungswoche zum Thema Journalismus und Stiftungen, von der ich eben gerade erfahren habe, deshalb mal (fast) OT: www.berlinerstiftungswoche.eu/rahmenveranstaltungen |
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Hier eine Zusammenfassung der Veranstaltung:
www.freitag.de/community/blogs/barbara-muerdter/diskussionsrunde-stand-und-zukunftschancen-des-printjournalismus |
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Hier war er doch mal ganz vernünftig...;)
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Ging doch. Und ich dachte schon beim letzten Mal, die große Pause stünde an, weil Fastnacht in der Studioluft lag.
Ja, wenn Angie so weiter auf Sicht fährt, rettet sie sich mit Ach und Krach durch die Legislatur, und die Wetten stehen immer noch gut, dass am Ende, nach den Wahlen, vielleicht eine ganz neue Koalitionsarithmetik unserer Autistin die Weiterfahrt ermöglicht. Die "Dance band on the Titanic" spielt auch grüne Lieder. Das Versprechen, an der Spekulation etwas zu ändern, zumindest von den Wettkönigen einen Teil der Eninahmen abzuschneiden um damit einen großen Teil des in Staatsbesitz übergegangenen Junks zu bezahlen und investiv etwas auf europäischer Ebene zu tun (z.B ein Infrastrukturprogramm für Griechenland, Umfang 200 Milliarden €), war und ist eine Zirkusnummer fürs vergessliche Wahlvolk. Herr Blome zeigt, hinter jedem schlechten, aber gut verkäuflichen Blatt, stecken kluge Köpfe, die schlechte Gedanken so verpacken, dass sie neben Titten, Skandalen und Sport einen Platz finden. Die beiden Protagonsiten "antagonisieren" nun gekonnt, sogar beim neu erfundenen griechischen Volkstanz des Sorbas. Sehr amüsant. Liebe Grüße Christoph Leusch |
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@Columbus
"Herr Blome zeigt, hinter jedem schlechten, aber gut verkäuflichen Blatt, stecken kluge Köpfe, die schlechte Gedanken so verpacken, dass sie neben Titten, Skandalen und Sport............................... .......geschnackelt .........ihre Pfalz finden. |
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In der DDR hatte die Partei immer recht. Nur Honecker hat nie solche beknackten Schildchen gemalt wie Blome.
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Na gut. Aber dafür hatten Honi & Co. "ihren" Karl-Eduard Richard von Schnitzler (1918-2001). Er war Journalist, Chefkommentator des DDR-Fernsehens und Moderator der berühmt-berüchtigten Fernsehsendung "Der schwarze Kanal".
de.wikipedia.org/wiki/Karl-Eduard_von_Schnitzler |
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Eigentlich hieß er nur Karl-Eduard von Schni.
Der Rest wurde nicht mehr gehört - weil schon weggezappt. |
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;-) GeroSteiner
Hoffentlich hat man ihn ob dieser Abbreviatur nicht mit dem kleinen gemeinen "Schni edelwutz" verwechselt... Angenehmes Wochenende! |
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Augstein&Blome ", "Akropolis, bleib uns erhalten, wo Du bist!" 17/5/11
Nicht mehr wieder zu erkennen, das Herren Duo "Augstein & Blome". Was letzte Woche an dieser Stelle auf dieser Welle ultrabrutal klar war "Schluss mit Zahlungen, auf gehts in den Schuldenschnitt für Griechenland"(Augstein) , "Schluss mit lustig in Griechenland" (Blome) , "Fanfare empor in aller Ohr" "Empört euch eropaweit, seid bereit!" ist nur noch, wenn auch ministrabel respektables "Gesäusel", wie "Wir brauchen eine Umschuldung für Griechenland. Wir brauchen einen europäischen Finanzminiter" (Augstein) "Merkel, Sarkozy hatten ja 2008 Recht auf Zeit zu setzen, aber jetzt doch nicht mehr!" "Die fahren immer noch den alten Stremel" (Blome) geblieben. Geblieben ist ihnen die ehrliche Haut, die sie "Nur für Heute" aus der Asservatenkammer, aus dem Fundus der Europäischen Kultur dem Alexis Sorbas geklaut. Warum eigentlich nicht. Europa musste ja auch erst von Zeus als Jungfrau geklaut werden, um Europa zu sein. Die ehrliche Haut steht Augstein wie Blome anzüglich gut zu Gesicht. Irgendetwas ist da mit beiden, Augstein & Blome, heute nicht geheuer, mindestens einer von beiden läuft vor lauter Ausgeglichenheit mit irgendeinem Überraschungsei schwanger.. Was nur? Blomes geklaute ehrliche Haut verleiht seiner EU- Fahrradtheorie besonderes Gewicht. Die Fahrradtheorie geht so: "EU, Merkel, Sarkozy & Co streben wie ein Fahrrad immer enorm nach vorn radelnd, nach hinten tretend, fahrend voran, jeden Stillstand vermeidend, sei der auch noch so rasend durchgedreht, weil sie wie Fahrräder im Stillstand einfach umfallen, als hätten sie nie getanden. Blome war immerhin immer hin in Brüssel 5 Jahre BILD Korrespondent, hat sich bis in den Deutschen Bundestag als Leitender Kommentator von BILD hochgerangelt. Blome ist das heute ahnungsvoll doch ein wenig zu ausgeglichen, schon ist er Augstein ausgewichen "Stecker raus, sage ich", versucht Blome doch noch Anchluss an den Augstein & Blome Elan von der letzten Woche zu gewinnen. Nur bei wem der Stecker raus soll und alles auf LOS zurückgehen soll, läßt Blome offen, wie andere Vorhänge, als wartete er auf den Gasmann, der den Gashahn abdreht. Der Postmann ist sowieso von Brüssel, Berlin, Paris, Rom, Amsterdam u. u. nach Griechenland schon mit "Akropolis adieu" Post beladen unterwegs. Irgenwie, irgendwas liegt in der Luft, ein ganz besonderer Duft, jeder geneigte Zuschauer/in ahnt es spätestens bei der Minute 8.08 ?, Denn sowohl Augstein wie Blome agieren heute so ausgenommen versöhnlich, voreingenommen ausgeglichen, wenig antagonistisch kämpferisch, als säßen sie gemütlich unter einem Riesen Klitschko & Klitschko Hut. Auf der anderen Seite wirken beide heute so was von auf der Hut, dass sie gar keinen Hut brauchen. "Was ist los im Staate Dänemark?" Ach wir sind ja beim Staate Griechenland. Plötzlich löst sich Augstein, so als befände er sich zuvor in Zwischenwelten, freihändig weg hinter seinem Redner Pult in die Wirklichkeit des Studios hervor, gleichzeitig erklingt, wie von Geisterhand, der Kultsound des Gesanges & Tanzes von Alexis Sorbas. Augstein hebt halb die Arme hoch, tänzelt griechisch ein zwei, drei Schritte, getragen von der Leichtigleit seines Sinnens & Trachtens, mit Ansätzen von Hüftschwung, auf Blome zu, ihn nur andeutend berührend, wie einladend, es ihm gleichzutun. Testosteron liegt unaufdringlich wie ein Duft in der Luft, wenn Sehen Riechen wäre. Blome erstarrt, wie gebannt, gespannt, was da kommt, als hätte ihn unmerklich ein Hirsch, ein Elch aus Griechenland gestreift. Hier war klar, wer Trapezspringer, wer Fänger war. Blome war der Fänger, der Halter, Augstein der Springer vom Trapez ins Ungewisse. Gut, dass Blome nicht aus der Rolle "übermannt" von der Stange fiel. Was, wenn die EU, Merkel, Sarkozy & Co. uns gar nicht an der Nase herumführen, eine Nase zeigen, wie wir, hier und da, vermeinen, sondern längst in den griechischen Tanz verfallen sind, der in der griechischen Tragödie ein begleitender Tanz zur Trauer über einen Verlust ist? Was haben wir mit Augsteins heutigem Tanz für die Europa Debatte gewonnen?, was für lange, gar immer verloren? Ist es was Gutes, ist es was weniger Gutes, außer man/frau tut es?. JP |
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siehe:
www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/griechenland-der-trojaner-des-ezb-finanzkommandoregimes 17.06.2011 | 15:26 Griechenland, der Trojaner des EZB "Finanzkommandoregimes" ezb griechenland giipsstaaten kommandowirtschaft privatpublicpartnership schuldenbremse euro eu schäuble rettungsschirm banken gläubiger steuerzahler staatsanleihen eurobonds sofin bafin Griechenland das Trojanische Perd, die EU einem "Fliegenden Finanzkommandoregime" zu unterwerfen? "Treiben wir nicht Griechenland in jenes neoliberale Abenteuer einer angeblichen „privat public partnership“, deren fatale Folgen wir selbst gegenwärtig, mühevoll zu überwinden trachten." |
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Blome, als BILD-Vertreter, den er ja auch in A&B gibt, argumentiert eben immer aus der kurzfristigen Perspektive; in einen jeweiligen "Wind" hängt auch er seinen Mantel. Während Blome stets mit handfesten Tatsachen des Tages, ganz pragmatisch, hantiert, ist er oft schwer zu widerlegen. Augstein macht es sich da schwerer. Er versucht stets weitläufiger, größere Zusammenhänge fassend, zu argumentieren.
Wenn Blome dann noch, wenn's passt, sogar die Terminologie übernehmen kann, die eigentlich dem "im Zweifel linken" Antagonisten zusteht - tja, dann hat BILD eben recht. In dieser Sendung, kann man sagen, haben aber beide tatsächlich recht - auch wenn ich mir nicht sicher bin, wie Blome etwa vor 1 Jahr gesprochen hätte ... So hat auch keiner der beiden Anlaß, den anderen in die Tasche stecken zu wollen. Gut - auch wenn Blome das mit seinem Schildchen versucht hat ... Ihre Gimmicks - die ewigen Mitbringsel oder neuerdings Ansätze zum Tanzen - sollten sie vielleicht etwas sparsamer einsetzen. Das greift sich langsam ab. |
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Das Problem ist ja nun wahrlich nicht neu.
"Der Staatshaushalt muß ausgeblichen sein. Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden. Die Arroganz der Behörden muß gemäßigt und kontrolliert werden. Die Zahlungen an ausländische Regierungen müssen reduziert werden, wenn der Staat nicht pleite gehen soll. Die Leute sollen wieder arbeiten, statt auf öffentliche Rechnung zu leben." Wer hat's gesagt? Marcus Tullius Cicero. Er lebte von 106 bis 43 vor(!) Chr. |
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@GeroSteiner
Das Problem mag nicht neu sein, trotzdem aber nicht genau das selbe. "Die Leute sollen wieder arbeiten, statt auf öffentliche Rechnung zu leben." "Leute"? Wen meinte Cicero denn an dieser Stelle? Plebs oder die civitas? Das würde nämlich den Unterschied machen! |
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Wie könnte es dasselbe sein, wenn es zu der Zeit weder Mobiltelefone noch Netbooks gab? Dann hätte man Cicero direkt fragen können oder zumindest hätte man die Hintergründe im Hellas-Web recherchieren können. Aber so? Es hat ja auch was Gutes. Wenn es damals schon Mobiltelefone gegeben hätte, wäre der Marathonlauf nie erfunden worden.
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Augstein und Blome schienen mir diesmal Jacke wie Hose.
Beide vermieden auch nur Andeutungen, wie oder durch wen Griechenland so schlamasseln konnte. Blome wie Augstein wissen, dass per Lohndumping über viele Jahre Deutschland weltweit und innerhalb der EU die Position als Exportgroßmeister halten konnte. Griechenland kaufte und wenn es an Geld fehlte, halfen Großbanken mit Krediten aus. Das wurde übrigens mehrmals in der Freitag-Community erörtert. Augstein überlässt es dem klugen Blome, wie Schäuble eine Beteiligung der betroffenen Banken bei der Lösung der griechischen Krise zu fordern. Er widerspricht sogar. Warum? Weil die Banken sehr gut verdient und als es kritisch wurde, ihre Forderungen an die Europäísche Zentralbank verkauft haben. Ist das ein Grund, diese Banken an der Lösung der griechischen Schuldenkrise nicht zu beteiligen? Am Ende versöhnlich: Augsteins Bemühungen, zur Musik des frei denkenden kommunistischen Komponisten Mikis Theodorakis Sirtaki zu tanzen. (Sirtaki, eigens komponiert und choreographiert für den Film Alexis Sorbas und als kleine Hilfe für den wenig tanzbegabten Antony Quinn. Diese Musik zum Film wurde später quasi zur Hymne des Widerstands gegen die Obristen.) |
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Sehr richtig Blomes Hinweis auf die Verantwortung der Banken. Man sollte aber auch erwähnen, dass Merkels und Schäubles Vorhaben, die Gläubiger zu beteiligen, reines Propagandatheater war – sie wussten von vornherein, dass sie damit bei Sarkozy nicht durchkommen würden – die französischen Banken hängen da ja noch viel tiefer drin als die deutschen. Und wie man heute hören konnte, sollen sich nun die Gläubiger überlegen, ob sie einen freiwilligen Beitrag zu leisten bereit sind.;-)))))
Vollkommener Irrsinn, dass wir Bürger nun schon wieder die Zeche dafür zahlen müssen, weil Banken nicht bereit sind für ihre riskanten Geschäfte gerade zu stehen. Egal was diese kurzsichtigen „Gierlappen“ machen – ihre Regierungen sorgen schon dafür, dass es ein Riesengeschäft wird.... Die Enteignung der Bürger ist mittlerweile Bestandteil der Banken-und Spekulantenkalkulation geworden. Ich kann den griechischen Bürgern nur empfehlen, dafür zu sorgen, die Politiker, die an der übermäßigen Kreditaufnahme beteiligt waren, zu enteignen und sie zu verpflichten, sich bis ans Lebensende an der Tilgung zu beteiligen. Und natürlich müssen sich die Griechen auch die Frage stellen, warum sie derartig verantwortungslose und korrupte Politiker überhaupt in ihre Ämter gewählt haben. Und klar, Wut, weil man hintergangen wurde, muss ausgelebt werden - aber viel wichtiger ist, wie man in Zukunft Transparenz und Mitwirkung der Bürger verwirklicht und wie man am geschicktesten mit den aktuellen Problemen fertig wird. Mein Tipp: Meldet Insolvenz an, kümmert euch erstmal nicht um die Schulden – zeigt aber Bereitschaft sie irgendwann zinslos in kleinen Raten zurückzubezahlen – macht aus eurem Land ein demokratisches korruptionsloses Musterländle, fördert die Binnenwirtschaft, gebt die Waffen, und alles andere nutzlose Zeug, das ihr mit den Krediten gekauft habt, wieder zurück... Und: Egal wie, und mit welcher Währung, Griechenland wird immer zu Europa gehören. Lasst euch nicht verarschen ihr lieben Griechen. |
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Danke an Augstein&Blome für die Inspiration:
Nicht nur der Kongress mit Merkel & Sarkozy tanzt "Obama" aalglatt parkettsicher gallalant, auch die Akropolis in Athen tanzt adante. siehe: www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/fressen-sich-ezb-fed-iwf-weltbank-an-griechenland-fett? 18.06.2011 | 15:56 Fressen sich EZB, FED, IWF, Weltbank an Griechenland fett? ezb griechenland giipsstaaten kommandowirtschaft privatpublicpartnership schuldenbremse euro eu schäuble rettungsschirm banken ratingagenturen staatsanleihen eurobonds sofin bafin EZB, FED, IWF, Weltbank im Bunde mit den Rating Agenturen, die Moneten- Monster- Kraken unserer Zeit? Eine Frage an den Sinn und die gegenwärtige Praxis der Zentralbanken, Bundesbank, EZB, FED, IWF, Weltbank. |
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44% der griechischen schulden liegen bereits bei staatlichen einrichtungen.
mfg mh |
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Immer dieses klein, klein . . . . Bei Europa pallawer ich lieber vom „Großen und Ganzen“ Auf meiner Fernbedienung bin schließlich ich nur wenig Tasten entfernt vom „Großen und Ganzen“. Also . . . .
Deutschland liegt im Herzen Europas. Im Herzen. Ein Herz ist im Grunde konservativ. Es war einmal von Übermut, von Hass und von Grimm erfüllt. Es musste zum Herzinfarkt kommen. Zum Glück. Das Herz konnte wiederbelebt werden, es war jedoch fortan ein gebrochenes Herz. Ein geteiltes Herz. Einander fremdes Herz. Mit der Wiedervereinigung schlägt unser Herz wieder in einer Brust, aber auf dem Herzen liegen dunkle Schatten. Was im Zuge der Wiedervereinigung mit dem ominösen „Beutezug Ost“ angerichtet wurde, ist unverzeihlich und die Herzfehler „Enteignet & Bittsteller & politische Entmündigung“ werden immerfort nachwirken. Solange diese Ungerechtigkeiten nicht zur Sprache kommen und keinen Ausgleich finden, wird Europa auf immer ein vergiftetes Herz in sich tragen. *** What the fuck is Staatsräson ? Transatlantische Partnerschaft zu den USA vs. Existenzrecht Israel Vorweg, ich werde jetzt nicht so ausfallend wie Eric Cartman aus South Park. Barack Obamas Wahl zum US-Präsidenten war ein Weltwunder. Er hat von Beginn an eine andere Außenpolitik gegenüber der arabischen Welt angekündigt und Taten folgen lassen. Sein 1. Interview im Amt gab er einem arabischen Sender „Amerika führt keinen Krieg gegen die muslimische Welt“. Er kündigte eine Reise in muslimische Staaten im Juni 2009 an. Es war eine politische (und historische) Kampagne aus drei Stationen. Er reiste in die Türkei, um die türkische Demokratie zu Würdigen mit einer Rede vor dem Parlament. Er reiste nach Ägypten, um nach einem ShakeHands Foto mit Mubarak dann eine Rede in der Universität von Kairo zu halten. „Amerika führt keinen Krieg gegen die muslimische Welt“ „Millionen von Muslime sind Teil der amerikanischen Gesellschaft“ „Ich werbe für einen Neuanfang“ Abends war Herr Peter Scholl-Latour im heute journal bei Klaus Kleber. So aufgekratzt habe ich Opa noch nie erlebt ! „Die Rede war historisch !“ Der Altmeister ähm Großmeister war voll des Lobes. Bei Spiegel-Online gibt es übrigens einen Beitrag vom 04.06.2009 von Gabor Steingart zur Rede in Kairo. Den kann man getrost in die Tonne treten. Herr Steingart ist mir mehr als einmal aufgefallen, das er ein ganz übler Stimmungsmacher gegen Obama ist. Den Mann habe ich sowieso im Verdacht, das er mit dazu beigetragen hat, das „der Spiegel heute ein geschwätziges Blatt“ unter vielen geworden ist. Der ist keine Saufeder – der ist eine Drecksfeder. Dann reiste Obama nach Deutschland. Er besuchte das KZ Buchenwald mit der Kanzlerin. Ich habe noch Berichte in den Ohren, die davon sprachen, das es im Vorfeld des Besuchs unter den Emissären ein hartes Tauziehen gab um ShakeHands Foto Orte. Die Kanzlerin bestand auf einen Fototermin in der Dresdener Frauenkirche, wozu es nur widerwillig eine US – Zustimmung gegeben haben soll. Um die Situation im „Großen und Ganzen“ zusammen zufassen. Bush-Kriegerin Merkel belog zu diesem Zeitpunkt noch das deutsche Volk, das in Afghanistan (einem muslimischen Land!) die Bundeswehr in einem Partisanen-Krieg steht. Verteidigungsminister Jung war noch in „Würden“. Kunduz war noch nicht geschehen. Ihr war es wichtig, das der Besuch von Obama mit einem Abschlussfoto vor einer christlichen Kirche endet. Obama, der mit der medialen Aufmerksamkeit der arabischen Welt im Gepäck nach Deutschland kam, wollte seine Kampagne vor den Mahnmalen der Ermorderten beschließen. Als klares Bekenntnis Richtung Israel – Die Verbrechen an Eurem Volk sind nicht vergessen und bleiben Bestandteil der Politik. Kann es sein, das „Mutti“ hier eine historische Chance vertan hat ? Sich als Mutter der Nation zu bewähren ? Ein Friedenszeichen zu setzen ? Was wäre das nur für ein Bild gewesen, wenn Sie z.B. nach einem leidenschaftlichen Vortrag zu Brüllen angefangen hätte. Die letzten Worte enden tränenbeladen in den Armen des schwarzen US-Präsidenten. Vor den Mahnmalen der Ermordeten. Das wäre ein Foto gewesen ! Der Kniefall von Brandt oder Mitterand & Kohl Hand-in-Hand hätten gegrüßt. Stattdessen hat Sie versucht, dem US-Präsidenten im Ende seine Nahost-Tour zu vermasseln . . . **** Die Bush – Kriege werfen lange Schatten. Es gab in europäischen Gesellschaften große Spannungen zwischen Muslimen und Ureinwohnern. In Frankreich in den Vororten, in England, in Schweden, in Holland. Von hier eine kleine persönliche Beobachtung nach der Auto-Attacke auf die Parade der Königin Beatrix im Mai 2009. Sie ist allen Holländern heilig. Ein Bekannter, der in Holland lebt, berichtete damals über die TV-Übertragung, das die erste Frage, die aufkam lautete : „War der Fahrer Muslim ?“ Hätte sich das Bewahrheitet, wäre es in Holland in einigen Orten zu einer Nacht der langen Messer gekommen ! In Deutschland haben ein Herr Sarazin und ein Herr Broder fortwährend zum braunen Kaffekränzchen eingeladen. Griechenland, Italien und Spanien grenzen an die muslimische Welt. Sie werden seit Jahrzehnten mit der Flüchtlingsproblematik – der Völkerwanderung- aus Nordafrika allein gelassen. Die Franzosen wollten einen richtigen Schritt mit einer Mittelmeerunion machen. Das wurde von Merkel blockiert. In Spanien hat man vor einigen Jahren hunderttausende Illegaller kurzerhand die Staatsbürgerschaft gegeben – in Italien gereichen die Flüchtlinge regelmäßig zur Staffage für Schmieren-Komödien. Und in Griechenland muss es Lager geben, in denen sich menschliche Tragödien noch und nöcher ereignen. Der arabische Frühling hat nun reihenweise Despoten hinweggefegt, die sogar zum Teil jahrzehntelang auf westlichen Gehaltskonten geführt wurden. Marionetten. Israel befindet sich in einer heiklen Lage. An allen „Grenzen“ ist Unruhe. Israel hat sich seit der Zeit von Georg Bush (!?) politisch radikalisiert. Netenjahu steht doch einer Koalition mit Fundamentalisten und Nationalisten vor. Die haben sich meiner Überzeugung nach aufs Programm geschrieben : Den Schwarzen sitzen wir aus. Und das, obwohl Obama mit der Aktion Osama nüchtern gesehen der Israelischen Außenpolitik für die Zukunft Steilvorlagen geliefert hat „Staatliche Morde sind eine Option.“ Zwischen den USA und Israel gibt es ein großes Ringen um eine Friedenslösung mit einem Staat Palästina. Der US-Präsident bleibt am Thema, die Debatte zieht mittlerweile alle Register (am Ende meines Textes ein Beispiel) und ist mehrere Male in eine Schlamm-Schlacht in den US- und Israelischen Medien eskaliert. Die Peripherie Europas ist in Bewegung geraten ! Und in der Lage sollen wir nun die Griechen am besten erstmal raus schmeißen. Weil Sie gegaunert haben. Jetzt nicht so wie die Iren und deren Irre Bankengeschäfte auf europäische Kosten. Die haben höchstens geschummelt. Euro-Kritiker Professor Starbatty hat im Moment ganz schön mediale Aufmerksamkeit. Dafür, das er nicht demokratisch legitimiert ist wie z. B. ein Herr Oskar Lafontaine, schon überraschend. Sein alternativloses Geschwätz predigt er rauf und runter. Würde den Mann gerne mal im gleichen Brustton der Überzeugung zu den Machenschaften der City-Bank in Deutschland hören. Diese Bank hat ein Geschäftsgebaren an den Tag gelegt, das auf Verführung setzte, die private Insolvenz von Kunden billigend in Kauf nahm und das ganze deutsche Bankensystem mit diesem Verhalten noch Vorbild war. Kleines persönliches Erleben hierzu: Vor 12 Jahren Fernseher auf 24 Monatsraten gekauft. Man hat für mich ein Konto bei der Citybank eröffnet. Kreditverträge sind gut platziert, dachte ich mir noch. Erster Brief wegen Kontoeröffnung. O.K. Und dann jeden Monat ein Schreiben mit dem Angebot „Easy Kredit“ Immer und immer wieder. Habe zweimal angerufen und darum gebeten, mich aus dem Verteiler diese Standard-Briefsytemes rauszunehmen. Beim dritten Mal bin ich dann rein in die Filiale und habe den Filius in barschem lauten Tonfall eindringlich aufgefordert, mich jetzt endlich aus dem Verteiler zu nehmen. Diese Masche lief hier Millionen Mal ab. Und alle anderen Banken machen das mittlerweile auch. Wieviele wurden davon schon eingelullt ? Mit der Finanzkrise kam es zum Offenbarungseid. Diese Bank hat tausende Landsleute abgegaunert. Dazu gab es kaum Berichterstattung. Alles sehr dürftig. Die Bank hat sich mittlerweile umfimiert, ein neues Firmenschild gegeben, neue Broschüren gedruckt, die Innenräume neu getüncht und weiter geht es. Aber wie sagte Herr Prof. (Un)Sinn in der Finanzkrise 2008 im Angesicht der aufbrandenden Bankster- Debatte. „Das ist ja wie Judenhetze im Dritten Reich !“ Und was zeigt uns das irische und griechische Dilemma im „Großen und Ganzen“ Englischsprachige Piratengeschichten sind sogar origineller als griechische Sagen. Ein Rausschmiss Griechenlands wird der Anfang vom Ende sein. Was auch immer in den nächsten Monate geschehen wird : Die Frage „Nie wieder Krieg“ ist berührt ! Jeder, der etwas anderes behauptet, ist freundlich gesagt, eine unappetitliche Körperöffnung. Europa zählt 400 Mio. Menschen. In den USA gibt es zwei private Ratingagenturen, die in Ihren obersten Etagen in einem Kreis von wenigen über das Schicksal von Millionen per Digitalanzeige herrschen können. Die imstande sind, Bürgerkriege zu entfachen per Knopfdruck. Es scheint an der Zeit und gerechtfertigt, das man als Staat alle seine Optionen prüfen sollte . . . . Europäische Regierungschefs müssten auf der Stelle gemeinsam eine TV-Spot in nationalen und im amerikanischen Fernsehen schalten, wo Sie Obama eindringlich auffordern, hier ordnend zu handeln um des Friedens willen. **** Bevor ich wieder rüberschalte zur aktuellen Berichterstattung von Flitze-Kake durch Gurkensalat (Buuäh) hier noch ein kleiner Musikvorschlag zum Schluss. Die Tanzeinlage kann ruhig fetziger sein. Wie wäre es mit einem aktuellen brandheissen Hit aus dem Mai diesen Jahres. Vom internationalen Popstar Lady Gaga, die laut Time Magazin aus 2010 zu den einflussreichsten Künstlerin weltweit gehört. „Judas“ |
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@PreussenMichel:
Einen Fernseher sollte man eben nicht auf Pump kaufen. Da wettern Sie gegen den Kapitalismus und unterliegen selbst dessen Verlockungen. Gewisse Luxusgüter MUSS man einfach haben und wenn das Geld fehlt, dann eben leihen! Genau das ist das Problem Griechenlands. Andere Mentalität - OK. Weniger Ordnung - OK. Aber dann den gleichen Standard haben wollen... |
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Griechenland ist ein komplexes Problem...und ne Patentlösung gibts nicht. Auf der einen Seite kann man natürlich Hellas nicht vor die Hunde gehen lassen, auf der anderen Seite muss der griechischen Verschwendung Einhalt geboten werden.
Aber, AUF KEINEN FALL bin ich als Steuerzahler bereit für diese Misere grade zu stehen. Durch unsere Steuern wird eh schon jedweder Blödsinn finanziert und Geld vernichtet, Das hat grade noch gefehlt. Aber man wird nicht gefragt... |
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Heute auf BLD-Online:
Und DIE wollen UNSER Geld? "Vor dem Parlament zeigten die Demonstranten am Sonntagabend ein gefährliches großes Plakat! Darauf zu sehen: ein Hakenkreuz aus gelben Europa-Sternchen, darauf zu lesen: „Nazi-Nazi – Merkel - Sarkozy“! „Diebe“, schrien die aufgeregten Demonstranten dem Parlament entgegen. Sie wollen nicht sparen, sie wollen nicht verzichten – aber von uns wollen sie in zwei Wochen zwölf Milliarden Euro! " Sicher ein erschreckendes - aber nur vereinzeltes – Plakat. Die Griechen demonstrieren im wesentlichen gegen ihre eigene korrupte Regierung, die sie gemeinsam mit den Kreditverkäufern und Spekulanten an den Rand des existenziellen Abgrundes geführt hat. Herr Blome, eine Bitte: Sorgen Sie dafür, dass diese widerliche Hetze gegen unsere griechischen Mitbürger in ihrer Zeitung eingestellt wird. Die Griechen haben mit der Zahlungsunfähigkeit nur insofern etwas zu tun, als sie ihrer Regierung ebenso vertraut oder geduldet haben, wie Sie und viele andere Bürger unserer. Mit den griechischen und anderen europäischen Bürgern wird ein böses Spekulanten-Spiel getrieben. Warum sollen die unbeteiligten Bürger zahlen? Und, weil ich es in Interviews griechischer Bürger in den letzten Tagen öfter hörte: Wie Sie wissen, hat „Deutschland“ den Griechen in den Jahren 1941-1944 schwerstes Leid zugefügt. „In Griechenland mit seinen 7 Millionen Einwohnern wurden in dreieinhalb Jahren Besatzung 130 000 Zivilisten im Zuge von „Sühne- und Vergeltungsmaßnahmen" umgebracht, 300 000 Griechen starben allein in der durch die Besatzer verursachten Hungerkatastrophe 1941/ 42. ..Die Vernichtung der griechischen Juden (60 000 von etwa 72 000) waren grauenvoller Bestandteil der „Endlösung".“ mehr Hier noch mehr Infos über das Wüten deutscher Beamter und Soldaten in Griechenland. Kann man in diesem Zusammenhang das Nazi/Hakenkreuz-Plakat nicht zumindest etwas verstehen? Die erpressten, von Merkel unterstützten Spar-Auflagen, werden die Griechen wahrscheinlich wieder in höchste Not bringen... Setzen sie sich, statt Deutsche gegen Griechen aufzuhetzen, für angemessene Reparationszahlungen mit Zins und Zinseszins an die Griechen ein. Ein Skandal, dass diese bisher von den deutschen Regierungen immer wieder verweigert wurde (bis auf lächerliche 115 Mill im Jahre 1960, auf die immer wieder verwiesen wird). Hier noch ein interessanter Bericht, der die Wirkung der BILD-Hetze sehr anschaulich dokumentiert. |
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Neben dem menschlichen Leid der Griechen und der total zerstörten Infrastruktur, steht Deutschland auch noch mit einer hohen konkreten Geldsumme (damaliger Zwangskredit) in der Schuld Griechenlands.
„Und Anfang 1945, also noch unter Nazi-Vorzeichen, wurde im Auftrag der Reichsbank und des Auswärtigen Amtes die Höhe der - wörtlich - "Reichsverschuldung gegenüber Griechenland ... für künftigen Gebrauch" auf 476 Millionen Reichsmark berechnet. Ich habe die Denkschrift selber ausgegraben aus den Kellern des Bundesarchivs. Nach heutiger Kaufkraft sind das über fünf Milliarden Euro- ohne einen Pfennig Zinsen. Hingegen wurden die deutschen Nachkriegskredite an Griechenland eben immer sehr, sehr wacker verzinst. Wir haben also die absurde Situation, dass Exponenten des NS-Regimes den kreditären Charakter dieser Zahlungen, die deutsche Schuld gegenüber Griechenland, explizit anerkannten, dies aber von den demokratisch gewählten Regierungen der BRD, der Rechtsnachfolgerin des Deutschen Reiches, ignoriert wird.“ Aus: Historiker: Deutschland hat sich vor Reparationen gedrückt |
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Korrektur: Neben der Entschädigungszahlung für das menschliche Leid der Griechen und der total zerstörten Infrastruktur, steht Deutschland auch noch mit einer hohen konkreten Geldsumme (damaliger Zwangskredit) in der Schuld Griechenlands.
Wäre auch mal interessant zu erfahren, auf welche Summe sich die Schulden heute belaufen würde, wenn man da mal die jeweilige Kaufkraftentwicklung einberechnen und zeitübliche Verzinsung ansetzen würde.... Ohne Verzinsung heute 5 Milliarden € - Laufzeit 66 Jahre - müssen wir das Brandenburger Tor und den Reichstag verkaufen? |
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Die Nazi-Greuel sind unbestritten. ABER das hat mit der heutigen Situation NICHTS zu tun.
Lieber "Fro", gehen sie doch mit gutem Beispiel voran und überweisen nach Griechenland!! |
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Die Nazi-Greuel sind unbestritten. ABER das hat mit der heutigen Situation NICHTS zu tun.
Lieber "Fro", gehen sie doch mit gutem Beispiel voran und überweisen nach Griechenland!! |
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Es geht um zwei Angelegenheiten Daniel:
Die Entschädigungszahlungen für das Wüten deutscher Beamter im Auftrag einer deutschen Regierung - die noch immer nicht geleistet wurde, - und ein (Zwangs-)Kredit, dessen Rückzahlung bis heute nicht erfolgt ist. Wenn das für dich ok ist – für die deutsche Regierung scheint es so zu sein -, könnten sich die griechischen Bürger einfach ein Systemwechsel genehmigen und sämtliche finanzielle Verpflichtungen wären hinfällig.... Mit welcher Begründung sollte die verzinste Rückzahlung eines Kredites verweigert werden? Weil der Kredit nicht freiwillig gewährt wurde? Das wäre ja irre. |
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@Daniel Meister schrieb
„Lieber "Fro", gehen sie doch mit gutem Beispiel voran und überweisen nach Griechenland!! „ Gute Idee, aber ich schlage mal eine kleine – kostensparende – Variante vor. Wir Steuerzahler teilen unserem politischen Personal mit, dass die Griechen „unseren“ Kredit erst in 66 Jahren zurückzahlen müssen + der Zeit, die noch verbleibt, bis der Zwangskredit plus Zinsen an Griechenland zurückgezahlt ist. |
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@ Herr Blome (falls Sie hier lesen sollten),
ich schrieb am 20.06.2011 um 17:26 : „Setzen sie sich, statt Deutsche gegen Griechen aufzuhetzen, für angemessene Reparationszahlungen mit Zins und Zinseszins an die Griechen ein.“ Das wirkt etwas unfreundlich und missverständlich. Ich meine nicht, dass Sie ein Hetzer sind, aber Sie heißen die Kampagne ihrer Zeitung gut, obwohl Sie wahrscheinlich wissen, dass sie nicht gut ist ....und ich war noch ziemlich verärgert wegen des BILD-Artikels – also nichts für Ungut. - Ein Wechsel auf einen wirklichkeitsbezogenen, griechenfreundlichen Kurs würde Ihrer Zeitung sicher gut tun – den derzeitigen halte ich für gefährlich und er bringt sie ins Abseits. Die ausstehenden Entschädigungen an Griechenland wären vielleicht ein gutes Einstiegsthema um gegenüber den Griechen wieder Fairness zu zeigen.... |
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schrieb am
21.06.2011 um 06:28
Letztlich bleibt die Erkenntnis, dass Kredite, Umschuldungen und Rettungsschirme dem deutschen Exportüberschuss dienen. Und der wird weiter steigen, weil hier die Reallöhne (und -Renten) weiter sinken. Folglich muss auch die Verschuldung der Abnehmerländer weiter steigen.
Irgendwann gehört alles den Kreditgebern/Zinsnehmern, wie damals bei Fugger. "Der Fugger" sind aber nicht wir, denn in das Finanzssystem investierte Mehrwertsteuer ist zwecks Privatisierung enteignetes Geld. |
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Kann mir mal jemand erklären, warum Augstein den rassistischen Gossenjournalist Blome hofiert? Man könnte meinen, Wallfraff hätte in den Siebzigern keine Bücher über Bild geschrieben und der bildblog wäre auch nicht existent.
Was soll diese eitle Selbstbespiegelung? Und das in einer sich links nennenden Zeitung. Bild ist Gosse und nicht Pop, wie vor Jahren schon formuliert. Davon lässt man die Finger. Punkt. |
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Und wenn ich in den Kommentaren lese, wie viele User hier mit Blome diskutieren wollen und ihm Tipps für seine Zeitung geben, wird mir schlecht. Der lacht sich kaputt, freut sich über die Reputation und hetzt morgen in der Bild weiter.
Eine tolle linke Community. Nebenan diskutieren Freitag-user über Matusseks neues Katholikenbuch, das sie auch toll und anregend finden. Eine Diskussion über diese Strukturen wäre wesentlich angebrachter als die Auseinandersetzung mit Blome und Konsorten. Das kann man der Bild-Community überlassen. |
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schrieb am
22.06.2011 um 12:16
Diesen Unfug kann man nun wirklich nicht lesen:
Deutschlands Exporte nach Griechenland machen keine 0,5% aus, oja, was für ein fetter Batzen. Und diese Exporte sind nicht auferzwungen. Die Griechen wünschen sich selber neue Strukturen und geben zur Kenntnis - trotz des Stolzes - dass die Korruption im Land zur Verschuldung maßgeblich beigetragen hat. Griechenland gilt als eines der korruptesten europäischen Länder. Bei allem Unverständnis über einige Kommentare frage ich mich auch, wie den Rentnern und Studenten und dem Mittelstand (dem Nichtbeamten-Mittelstand) geholfen werden soll, wenn man Griechenland pleite gehen läßt, also keine Kredite usw. Aber die Hauptsache hier mal wieder Reden geschwungen. |
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schrieb am
22.06.2011 um 12:20
Für die, die es einfach nicht kapieren wollen:
Papandreous Vorgänger hat mit seinen Konservativen das Ding in den Sand gesetzt, indem er immer mehr von den Geringverdienern nahm und damit Beamte und Besserverdienende fütterte, wie verblendet kann man denn sein, da nicht andere Strukturen für die Griechen zu wollen, gerechtere Strukturen, und hier immer nur von den bösen Deutschen zu reden. |
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@ Fro:
Ich denke wir reden aneinander vorbei. Man will den Griechen doch nichts Böses. Griechenland ist ein wunderbares Land, das ich schon oft bereiste, aber ein weiter-so macht keinen Sinn. Irgendwann muss eben ein Riegel vorgeschoben werden, ansonsten wird sich das griechische Finanzgebahren nie ändern. |
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Ihr "Zwangskredit" existiert wirklich? Können Sie das beweisen...und bitte eine unabhängige Quelle...
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Ihr "Zwangskredit" existiert wirklich? Können Sie das beweisen...und bitte eine unabhängige Quelle...
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@Daniel Meister
Ja, natürlich geht es nicht so weiter, da muss sich einiges ändern. Die griechischen Bürger haben, weil sie die Vorgängerregierung gewählt haben, auch eine Mitverantwortung und müssen daher m.E. auch einen Anteil der Sanierung tragen. Die Hauptverantwortung tragen aber die Vorgängerregierung, die Kreditgeber und Spekulanten. Diese Akteure haben bisher profitiert, werden aber nicht zur Rechenschaft gezogen. Die europäischen und insbesondere die griechischen Bürger müssen „gescheiterte“ Risikogeschäfte durch ihren Beitrag „retten“ und die Finanzmarktakteure in der Gewinnzone halten. Das geht nicht. Diese Angelegenheit muss fair geregelt werden, das ist mein Anliegen. Die Souveränität der Griechen muss gewährleistet und darf nicht angetastet werden. Allerdings würde ich als Bürger, der über Steuerzahlungen einen Beitrag zur Hilfe leistet, die Bedingung stellen, dass diese Hilfe nicht an die Finanzmarktakteure gezahlt wird, oder in die Hände korrupter Politiker gerät. Der finanzielle Druck muss für eine Zeit von den Griechen genommen werden, damit sie sich in die richtige Richtung reorganisieren, die Korruption beseitigen und transparente demokratische Strukturen aufbauen. Die Schulden sollen sie sehr langfristig zurückzahlen – aber die Kreditgeber müssen weitestgehend auf Zins-Gewinne verzichten oder sie sich von den korrupten griechischen Kreditnehmern (Politiker der Vorgängerregierung) holen – was natürlich kaum möglich sein wird, aber man sollte es wegen „erzieherischer“ oder abschreckender Wirkung durchaus versuchen. Die Information über den „Zwangskredit“ Griechenlands an (Nazi-)Deutschland habe ich aus einem vom Deutschlandradio geführtem Interview mit Hagen Fleischer, Historiker an der Universität in Athen. |
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schrieb am
22.06.2011 um 15:44
@Fro:
Eine Souveränität der Griechen trotz Pleite und Kredite? Wie soll das denn gehen? Das hieße, dass sie sich am eigenen Schopfe aus der Lage ziehen müssten, ohne Unterstützung. Und das hieße auch, dass sie aus dem EURO-Bund austreten müssten. |
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@lisaschwert
Man könnte den Griechen gestatten, die Tilgung der Kredite für einen längeren Zeitraum auszusetzen. Und oben beschrieb ich, dass „Deutschland“ noch eine große Schuld gegenüber den Griechen zu begleichen hat. Großzügigkeit ist angesagt. Zur Zeit sieht es aber so aus, dass Griechenland per Finanzdruck „neoliberalisiert“ d.h. auch ausverkauft/enteignet werden soll. |
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schrieb am
22.06.2011 um 17:36
Sieht so aus? Für Sie?
Also, Sie können auch Griechen fragen (ganz normale Mittelständler), die Ihnen sagen werden, dass die Privatisierung (die nicht automatisch mit Enteignung gleichzusetzen ist, wenn inländische Investoren kaufen) auch Arbeitsplätze schaffen kann. Die Enteignung von Häfen, Inseln, Ländereien wird gar nicht vollzogen (wäre auch sinnlos, weil eben da die Griechen nicht ausbauen müssen). Sie können auch griechische Finanzexperten im EURO-Beratungsrat fragen, die Ihnen dann sagen, dass eben die Aussetzung der Tilgung der Kredite bereits nach hinten verschoben ist bzw. gar nicht erwartet wird, dass die Griechen 2012 alles zurück zahlen. Also, worüber reden wir hier überhaupt? Dass Deutschland wieder einmal der böse Bube ist? In dem Falle wohl durch Merkels Äußerungen, aber die Franzosen sind in diesem Falle wirklich hinterlistig. Mal von dem ganzen Subjektiven weg, wie hilft man denn den Griechen, darum geht es ja angeblich, oder gehts darum mal wieder den Deutschen eine reinzukloppen? Man hilft ihnen, indem man die Korruption zurück treibt (d.h. ganz konkret das Steuersystem reformiert), man hilft ihnen im Ausbau der eigenen Strukturen, und man hilft ihnen durch Kredite. Denn die befinden sich nicht in einer theoretischen Debatte und in einem philosophischen Diskurs, sondern die befinden sich in der Sch... . |
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@lisaschwert
Was und wann unsere griechischen Mitbürger privatisieren wollen, sollen sie doch wohl selber entscheiden können – zur Zeit werden sie gezwungen es für'n Appel und'n Ei zu tun... Und meinen Sie, dass Merkel&Co die Richtigen sind, den Griechen den Weg in eine korruptionsfreie Zukunft zu weisen – sie gar dazu zu zwingen? 1941-1944 haben sich in Griechenland schon einmal Deutsche als Heilsbringer versucht – für hundertausende Griechen bedeutete das den Tod – die Infrastruktur wurde zerstört, und das behinderte die wirtschaftliche Nachkriegs-Entwicklung nachhaltig – da gab's keinen Marshall-Plan wie bei den „Tätern“. An diese Zeiten erinnern sich die Griechen heute wieder– daher die Nazi-Vergleiche, von denen man immer wieder hört. Eine tiefe Wunde - eine große deutsche Schuld, die von den deutschen Regierungen einfach ignoriert wurde – wegen Geld!!!!! Und noch einmal: Es geht „unserer“ und der französischen Regierung doch nicht um ein Hilfspaket für die Griechen, es geht ihnen um ein Hilfspaket für die Kreditgeber und auch für die exportierende Industrie - zu Lasten der Griechen und zu Lasten der anderen europäischen Bürger. |
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Sorry: „Was und wann unsere griechischen Mitbürger privatisieren wollen, sollen sie doch wohl selber entscheiden können...“
Da habe ich das wichtige „Ob“ vergessen. Wer Privatisierung will, sollte natürlich erst einmal die jeweilige Belegschaft fragen, ob sie den Betrieb unter Eigenregie weiter führen will. Falls sie es nicht will, sollte sie aber die Verhandlungen um die Bedingungen mit möglichen Investoren selbst führen und ihren künftigen „Chef“ selbst wählen. |
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schrieb am
23.06.2011 um 09:33
Sie sehen an Stellen Zwänge wo ich keine sehe, und mit der Geschichte zu kommen, ich weiß nicht, ob das an dieser Stelle konstruktiv ist.
Ich kann Ihnen auch nicht ganz folgen, Sie sagen natürlich müssen die Verantwortlichen in der Regierung Verantwortung tragen, aber dann sagen Sie da solle bloß keiner was auf die Finger kriegen, aber das ist an so einer Stelle völlig fehl am Platz über Idealisierungen zu sprechen. Im übrigen, die Privatisierung wurde schon von der gegenwärtigen Regierung in Athen angeleiert ehe überhaupt einer der anderen Staaten davon sprach. Und die Griechen gingen schon vor der drohenden Pleite auf die Straßen wegen mangelnder Arbeitsplätze und zu großen Privilegien der Beamten. Sie können hier ja noch gerne weiter von angeblichen Bösen reden und sich im Kreis drehen, das ändert aber nichts an einer Selbsverschuldung der Griechen an der Krise und daran, dass sie nun sehen wie sie da raus kommen. |
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@Fro
Lieber Fro, auch ich bin für die Erhaltung der griechischen Souveränität. Nur einen wesentlichen Punkt Ihrer Argumentation bestreite ich vehement: "es geht ihnen um ein Hilfspaket für die Kreditgeber und auch für die exportierende Industrie - zu Lasten der Griechen und zu Lasten der anderen europäischen Bürger." Wenn unserer Banken und unserer Industrie unter griechischen Zahlungsschwierigkeiten leiden, dann leiden auch wir die Bürger, via Steuerlast. Deshalb finde ich es legitim für eine Regierung, wenn sie für ihre Banken und ihre wirtschaftlichen Interessen eintritt. Weiter oben schreiben sie, dass die Kreditgeber auf Zinsen komplett verzichten sollten. Glauben Sie denn im Ernst, dass dann noch mal irgendjemand den Griechen Geld leiht? Was ist das Wesen eines Kreditinstituts? Geld verleihen und dadurch Gewinn machen. Das ist kein böses Monstrum, sonder Sinn und Zweck einer Bank. Es ist nun mal kein Wohlfahrtsunternehmen. Verstehen Sie mich nicht falsch, an Banken und deren Geschäften haben auch ich genug zu kritisieren (mit Gebühren anfangend), aber in diesem Falle würde man ein gesamtes Wirtschaftssystem untermauern. |
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@Daniel Meister
„Deshalb finde ich es legitim für eine Regierung, wenn sie für ihre Banken und ihre wirtschaftlichen Interessen eintritt.“ Da müsste man „ihre“ durch „unsere“ ersetzen und dann könnte ich dem zustimmen. Die meisten Schulden der Griechen wurden mittlerweile in öffentliche Einrichtungen verlagert - da geht's im Wesentlichen um "unser" Geld. Ich plädiere aber für eine faire Lösung des Problems – zur Zeit läuft alles zugunsten der Banken und Versicherungen, die aber maßgeblich – gemeinsam mit der griechischen Vorgänger-Regierung - diese Krise zu verantworten haben. Der Vorschlag, die Kreditgeber, sollen auf die Zinsgewinne verzichten, wäre ein nachvollziehbarer (eigentlich viel zu geringer) Preis für das, was sie da selber verbockt haben – man könnte diese Variante differenziert anwenden, um mögliche Ungerechtigkeiten zu vermeiden. „Griechenland“ wird wieder wird aus der Krise herauskommen, wenn es aus dieser Krise lernt, Korruption und Misswirtschaft beseitigt und Transparenz der Regierungsarbeit und demokratische Kontroll -und Einflussmöglichkeiten eingeführt werden. Das wird wahrscheinlich etwas dauern und braucht wohl auch Hilfe. |
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@daniel meister, kurzes zitat und dann ne frage von mir.
"Wenn unserer Banken und unserer Industrie unter griechischen Zahlungsschwierigkeiten leiden, dann leiden auch wir die Bürger, via Steuerlast." ähm...kann es sein, daß das grundsystem also falsch ist? ;-) |
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@glaubdir
Naja...was Sie halt mit Grundsystem meinen. Die soziale Marktwirtschaft als Grundlage sollte man nicht antasten,falls Sie es so elementar verstanden haben wollten. |
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Lange hatte ich keine richtige Position zu Griechenland, soll es raus aus dem Euro?
Welcher ist der beste Weg für die Griechen? Eigentlich hab ich nicht das nötige Wissen um da eine deutliche Position zu beziehen und vor allem nicht um Alternativen zur veröffentlichten Meinung zu erkennen. Aber dann kam Herr Blome, wortreich und mit einem ungeheuren Erklärungsbedarf und ich dachte nur, er benutzt all die vielen Worte um irgendetwas nicht zu sagen. Was nur? Und einige Nachrichten später, dämmerte es. Griechenland ist nichts anderes als ein scheitern der sog. marktwirtschaftlichen Intelligenz. Die Spitze eines Eisberges mit Namen wie Irland, Portugal, Spanien…. Ein weiterer Beleg dafür, dass betriebswirtschaftliche Methodik auf soziale Gesellschaften angewendet, nicht funktioniert. Bei all den Schlagworten die ständig fallen: Bankrot, Umschuldung, Ratingagenturen, Gläubiger, Anleger, Banken, Zocken…etc. Das ist doch keine XXXland- oder Euro- Krise, nee, nee, das ist eine Kapitalismuskrise! |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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