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Zugespitzt und subjektiv: In der Phoenix-Sendung Der Tag prallen jeden Freitag Standpunkte und Perspektiven aufeinander, wenn Jakob Augstein, Verleger des Freitag, und Nikolaus Blome, Leiter des Hauptstadtbüros der Bildzeitung, auf ganz persönliche Art und Weise die politischen Geschehnisse der Woche reflektieren.
Wir wünschen gute Unterhaltung beim Gucken und viel Spaß beim anschließenden Diskutieren!
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"Was mich so stört, alle satteln jetzt, Ihre Zeitung auch, die Politik (...) auf diese WM drauf und tun so, als sei diese WM ein Zeichen dafür, wie weit die Frauengleichstellung in der Gesellschaft ist. Das ist aber Pustekuchen."
Das ärgert mich auch. Allerdings ärgert es mich noch mehr, dass diese Aussage von dem Verleger stammt, dessen Zeitung letzte Woche titelte: "Die Frauen-WM bringt alte Klischees ins Wanken. Na endlich!" Ja, was denn jetzt? |
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Den Frauenfussball mit Emanzipation verbinden zu wollen bzw. sich dazu aufgefordert zu fühlen, ist auf seine Art spießig und humorlos.
Frauen gehen auch zur Armee, boxen oder spielen eben Fussball. Also!? Alles andere ist eine Frage der Kultur. Man kann nicht erzwingen, dass plötzlich der Frauenfussball die gleiche Attraktivität wie der der Männer ausstrahlt. Auch wenn Augstein, vielleicht zu recht, Blome seine Freude am Event des 'anderen Fussballs' nicht abkauft - das Einlenken auf das Thema wirtschaftlicher Geschlechtergerechtigkeit (gar: "Equal Pay") ist hier wirklich fehl am Platze. |
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Genau das meine ich doch! Diese Verquickung bringt keine Klischees ins Wanken, es bestätigt sie - so wie der Titel der letzten Ausgabe des Freitags. So weit so ärgerlich
Wenn sich Augstein jetzt aber auch noch hinstellt und diese thematische Verknüpfung in anderen Zeitungen und der Politik kritisiert, dann ärgert mich das noch mehr, und kann ich dazu nur sagen: Immer schön vor der eigenen Haustür kehren! |
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Moment mal. Das Problem ist, Leute, die sonst nichts für Emazipation tun, geben jetzt vor, Frauen zu unterstützen - und zwar nicht nur als Sportlerinnen, sondern als Frauen. Und das ist höhnisch. Sollen Sie sie doch als Frauen im Beruf unterstützen, als Frauen im Spannungsfeld zwischen Familie und Beruf, als Frauen gegenüber männlicher Gewalt ... Unterstützung für Fußballerinnen ist so einfach gemacht und bringt leider so wenig. Das ist meine Radikalität.
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Das stimmt, da bin ich ganz bei Ihnen, habe ich ja auch kommentiert. Aber um es konkret zu machen: Der Titel lautete: "Sie will nicht nur spielen"
Das impliziert, man könnte meinen, sie als Frau wolle nur spielen... das bestätigt die Regel durch das Statuieren einer Ausnahme. Unter diesem kämpferischen Foto des letzten Titels hätte stehen müssen: "Sie will gewinnen!" Das wäre losgelöst vom Klischee und damit wirklich emanzipatorisch. Übrigens habe ich diese und ähnliche Vorgehensweisen hier im Freitag schon häufiger kritisiert. Das ist nach meiner bescheidenen Meinung mehr gut gemeint als gut gemacht. |
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@Jakob
auch wenn ich die Sendung mal wider neben der Spur Fand, aber genau. Das ist eine Fußball WM also lasst uns Fußballverückten doch unseren Fußball. Mir geht es auf die Nerfen das jeder meint unter dem Mantel der Emanzipation, des Feminismus oder des Gender Gedankens etwas zum Fußball sagen zu müßen. Für echte Fußball Fans ist das eine Fußball WM nichts anderes! Liebe Grüße Baphomed |
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Ja, eben, Baphomed. Genau so hätte ich mir das Titelthema gewünscht. Emanzipiert, das heißt losgelöst vom Klischee, auf den Sport fokussiert - wobei ich ohnehin nicht so der Fußballfan bin ehrlich gesagt.
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Hallo Calvani,
ich habe zwar mal wieder keine Ahnung was an meiner ausage Emanzipiert ist, aber trotzdem danke für das Kompliment. Liebe Grüße Baphomed |
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schrieb am
01.07.2011 um 21:05
@miauxx:
Nein, das ist eben nicht fehl am Platze, sondern wäre ein guter Aufhänger für Frauenrechte, wie es beispielsweise ARD und ZDF tun, wenn sie in ihren Beiträgen über kickende Frauen immer wieder deren Situation, die Situation im Lande und überhaupt das Dilemma vieler Frauen (gestern im Nigeria-Spiel wurde doch etliche Male angesprochen, wie Frauen im Fußball als Kampflesben abgetan werden) einblenden. Oder wollen Sie sagen Frauen und Männer werden gleich behandelt? Es geht um mehr als nur den Ball, wer das nicht versteht versteht gar nichts. Die ersten Frauen mussten in Ganzkörperhüllen spielen, damit sie nicht die Öffentlichkeit erregen, in manchen muslimischen Ländern ist es für Frauen verboten zu spielen, einige Spielerinnen (wie der Star der Mexikanerinnen) musste sich als Kind als Junge ausgeben, um mitkicken zu dürfen. Wenn Sie also von der Attraktivität sprechen oder Nichtattraktivität, dann nehme ich an Sie haben kein Spiel gesehen, denn da wird vorher, nachher und dazwischen immer wieder die Thematik angesprochen. Oja, der Männerfußball, der seit Ewigkeiten finanziell bestens unterstützt wird, wo sich ein Schweinsteiger hinsetzt und das geringere Niveau der Frauen bekrittel, ja, klar, das ist das Maß aller Dinge.(?) Ich will gar nicht, dass Frauen so spielen wie Männer, aber wenn es so eine gut organisierte WM gibt, dann will ich auch etwas über Frauenrechte wissen, weil es immer noch nötig ist. |
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schrieb am
01.07.2011 um 21:05
@miauxx:
Nein, das ist eben nicht fehl am Platze, sondern wäre ein guter Aufhänger für Frauenrechte, wie es beispielsweise ARD und ZDF tun, wenn sie in ihren Beiträgen über kickende Frauen immer wieder deren Situation, die Situation im Lande und überhaupt das Dilemma vieler Frauen (gestern im Nigeria-Spiel wurde doch etliche Male angesprochen, wie Frauen im Fußball als Kampflesben abgetan werden) einblenden. Oder wollen Sie sagen Frauen und Männer werden gleich behandelt? Es geht um mehr als nur den Ball, wer das nicht versteht versteht gar nichts. Die ersten Frauen mussten in Ganzkörperhüllen spielen, damit sie nicht die Öffentlichkeit erregen, in manchen muslimischen Ländern ist es für Frauen verboten zu spielen, einige Spielerinnen (wie der Star der Mexikanerinnen) musste sich als Kind als Junge ausgeben, um mitkicken zu dürfen. Wenn Sie also von der Attraktivität sprechen oder Nichtattraktivität, dann nehme ich an Sie haben kein Spiel gesehen, denn da wird vorher, nachher und dazwischen immer wieder die Thematik angesprochen. Oja, der Männerfußball, der seit Ewigkeiten finanziell bestens unterstützt wird, wo sich ein Schweinsteiger hinsetzt und das geringere Niveau der Frauen bekrittel, ja, klar, das ist das Maß aller Dinge.(?) Ich will gar nicht, dass Frauen so spielen wie Männer, aber wenn es so eine gut organisierte WM gibt, dann will ich auch etwas über Frauenrechte wissen, weil es immer noch nötig ist. |
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Hallo Lisa,
und in GB gibt es im Schulfußball nur Mixed Team. Das darauf schauen wo Fußball noch nicht genug gefördert wird und wo es Toll gefördert wird sollte man den Fußballern/innen überlassen nicht ambietionierten Menschen ohne Ahnung von Fußball. Noch eine Kleinigkeit für Menschen ohne Fußball Ahnung die Personen in Deutschland mit einem Gehalt wie Herr Schweinsteiger auf dem Platze belaufen sich auf 34 der Rest ist einkommensmäßig bei den Frauen teilweise mangels eigener Werbe Verträge sogar darunter. Liebe Grüße Baphomed |
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Wirklich gleich behandelt wären Männer und Frauen nur, wenn sie in gemischten Teams spielen würden... Willst du das, Lisa?
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schrieb am
01.07.2011 um 21:19
@Baphomed: Aha, Sie sind dann nichtambitioniert, aber haben Ahnung, danke für diese Erkenntnis. Auch wenn ich nicht Sie angesprochen habe.
Aber meine Meinung müssen Sie schon mir überlassen. Und zum Inhalt Ihres Kommentars: Heißt, Frauenfußball wird genauso gefördert und genießt genauso viel Anerkennung. Ja, sieht man ja an Ihnen. Ganz speziell: Verkneifen Sie sich arrogantes Getue und hohle Phrasen, wenn Sie meinen mit mir reden zu wollen, und liefern Sie Inhalt, klar! Egal, auf welchen Schlips Sie sich getreten fühlen. |
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Liebe Lisa,
"Heißt, Frauenfußball wird genauso gefördert und genießt genauso viel Anerkennung. Ja, sieht man ja an Ihnen." Dazu eine Frage was bedeutet im Fußball "Siegen heist Gewinnen" Das wir heute in der BRD 1.2 Millionen Weibliche Fußballer haben ist eine leistung der förderung im Frauen Fußball. Hierzu empfhele ich einen Besuch des Sportparks Wedau. Liebe Calvani das was die Fans sich schon seid Jahren wünschen wäre eine gemeinsame WM Wie bei Olympia auch, einen Tag Frauen einen Tag Männer. Ganz speziell: Verkneifen Sie sich arrogantes Getue und hohle Phrasen, wenn Sie meinen mit mir reden zu wollen, und liefern Sie Inhalt, klar! Einfache Antwort NEIN. Liebe Grüße Baphomed |
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schrieb am
01.07.2011 um 21:37
@Calvani: Also, die Frage kannst du jetzt mir gegenüber nicht ernst meinen, oder?
Ich rede von der Ungleichstellung und mangelnder Emanzipation und du kommst mir mit mixed teams. Soll ich meinen langen Kommentar nochmal posten? Ich bin zwar auch der Meinung, dass dieser Titel "Sie will nicht nur spielen" platt und daneben ist, und dass das mit Emanzipation nichts zu tun hat, aber das Thema Mann und Frau hatten wir schon oft, also: was soll diese Frage? Es wäre ja schon mal angebracht, wenn Menschen (oder männliche Fußballer) sich nicht erhoben und gönnerhaft hinstellen und sich als das Maß aller Dinge ausgeben. Da war doch was? Ach ja, die unterschiedliche Physis zum Beispiel. In mixes teams werden die Männer angehalten nicht hart zu bolzen, hat seinen Grund, oder? |
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Hallo Calvani,
nochmal zum Mixed Fußball zurück, im Jugend bereich ist er eine echte bereicherung. Die Mädels werden wesentlich schneller im Leichtathletik bereich besser und die Jungens im Technik bereich. Bei Duisburg, Gladbach und Dortmund wo man damit vor 20 Jahren angefangen hat sieht man heute schon die erfolge. Auch beim DFB gibt es disbezüglich schon Ideen zur erweiterung der Jugend Arbeit. Liebe Grüße Baphomed |
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@ Lisa
Ungleichstellung? Gleichheit bedeutet Gleiches gleich und Ungleiches ungleich zu behandeln. Wenn die Physis also ungleich ist und das Spiel dadurch v.a. an Dynamik verliert, dann sehe ich nicht ein, was gleich behandelt werden sollte. Meine Frage nach den Mixed Teams ist nichts anderes als die Frage: Wann ist sie denn erreicht, die Gleichstellung, die dir vorschwebt? @ Baphomed Klingt gut, aber so sehr habe ich mich mit der Thematik nicht beschäftigt. Es ging mir darum, nach dem konstruktiven Ziel der Gleichstellung zu fragen. Das sehe ich dann erreicht, wenn der Sport im Mittelpunkt steht, nicht das Geschlecht. |
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schrieb am
01.07.2011 um 22:02
Calvani, ich rede davon, dass Frauenfußball als etwas niederes betrachtet wird (von einigen), dass es Frauen verboten wird das zu spielen in manchen Erdgegenden, und du brichst es runter auf die Frage der gemischten Teams, und auf die ewige Frage wie gleich können Mann und Frau sein. Verzeihung, dazu fehlt mir die Allmacht.
Ich rede von ungleicher Erziehung, Erziehung in Klischees und Rollen, und du kommst mir mit dieser Frage. Ich gehe nicht davon aus, das wäre dir nicht klar. |
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schrieb am
01.07.2011 um 22:02
Calvani, ich rede davon, dass Frauenfußball als etwas niederes betrachtet wird (von einigen), dass es Frauen verboten wird das zu spielen in manchen Erdgegenden, und du brichst es runter auf die Frage der gemischten Teams, und auf die ewige Frage wie gleich können Mann und Frau sein. Verzeihung, dazu fehlt mir die Allmacht.
Ich rede von ungleicher Erziehung, Erziehung in Klischees und Rollen, und du kommst mir mit dieser Frage. Ich gehe nicht davon aus, das wäre dir nicht klar. |
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schrieb am
01.07.2011 um 22:02
Calvani, ich rede davon, dass Frauenfußball als etwas niederes betrachtet wird (von einigen), dass es Frauen verboten wird das zu spielen in manchen Erdgegenden, und du brichst es runter auf die Frage der gemischten Teams, und auf die ewige Frage wie gleich können Mann und Frau sein. Verzeihung, dazu fehlt mir die Allmacht.
Ich rede von ungleicher Erziehung, Erziehung in Klischees und Rollen, und du kommst mir mit dieser Frage. Ich gehe nicht davon aus, das wäre dir nicht klar. |
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schrieb am
01.07.2011 um 22:02
Calvani, ich rede davon, dass Frauenfußball als etwas niederes betrachtet wird (von einigen), dass es Frauen verboten wird das zu spielen in manchen Erdgegenden, und du brichst es runter auf die Frage der gemischten Teams, und auf die ewige Frage wie gleich können Mann und Frau sein. Verzeihung, dazu fehlt mir die Allmacht.
Ich rede von ungleicher Erziehung, Erziehung in Klischees und Rollen, und du kommst mir mit dieser Frage. Ich gehe nicht davon aus, das wäre dir nicht klar. |
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Die Frage, was das Ziel sein soll, ist ja wohl mehr als berechtigt!
Und ich gehe davon aus, dass dir das auch klar ist. |
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Liebe Calvani,
das war mir Klar das du nicht so Tief im Thema Fußball stekst. Bevor ich aber auf deine frage antworte, möchte ich noch kurz etwas zu Lisas Idee sagen wenn Mixed gespielt wird sind Jungen nicht mehr so sehr am Bolzen. Eigendlich hat sie damit schon den richtigen Ansatz nur in die Falsche richtung. Hier vorab ein Link: www.fun-insite.de/Sport-lustige-videos-Frauenfuball-6-0728703358.html Das was du dort siehst im Frauen Fußball unterscheidet sich nicht in bezug auf Männer Fußball. In der Jugend Arbeit hat sich herausgestellt das Jungen die spielerisch erfahren das Mädchen sich wehren können später Respektvoller mit Frauen umgehen. Körperlichkeit wie schubsen stossen, geschubst werden und gestossen werden gehört zur sozialisation dazu. Aus dieser erwächst auch gegnseitiger Respekt. Oder einfacher auf fußball Deutsch der kann mir ja auch aua machen. Studien Hierzu gibt es seid 20 Jahren. Das was man daraus lernen kann ist sicherlich sehr wichtig eine erziehung zu Jungen schlagen keine Mädchen ist Falsch weil jungen dadurch nicht lernen können Mädchen können aua Machen und umgekehrt. Aus dem umgekehrten erwächst später eine duldung von Gewalt. Gehen wir aber einen Schritt weiter Diese WM ist kein anlass alle ungerechtigkeiten dieser Welt zu beseitigen wer das erwartet wird damit dem Fußball nur schaden denn es ist nur ein Sport. Ja die Fifa macht auch regelmäßig in Ländern in denen Frauen Fußball noch nicht Existiert werbung für selbigen das schönste beispiel hier ist Neuseeland in dem Frauen Fußball einen Höheren stellen wert hat als der Männer Fußball. Wer als über Gender Themen im Fußball reden will muß zuerst mal über Fußball reden und nicht umgekehrt. Sonst schüttet er das Kind mit dem bade aus wie Lisa es versucht. Liebe Grüße Baphomed |
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Den Frauenfussball mit Emanzipation verbinden zu wollen bzw. sich dazu aufgefordert zu fühlen, ist auf seine Art spießig und humorlos
eben miauxx. Unsere Mädels Fußball, weil sie ohnehin emanzipiert sind, machen was sie wollen einfach Lust am Fußball zu spielen, Leidenschaft für ihren Sport haben. Die Vermarktung des Frauenfußballs ist das Fortführen der Prostitution mit anderen Mitteln. Frauen müssen sich wirklich nicht pseudomäßig von jedem unterstützen lassen. Mich interessiert Fußball nicht wirklich. Aber ich habe seit dem ersten Tag der Frauen WM gut sichtbar eine Fahne auf dem Balkon. Während der Männer - WM - EM duldete ich eine National-Fahne lediglich dezent zur Verziehung der Käsehäppchen. Da bin ich radikal. beste Grüße |
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schrieb am
01.07.2011 um 22:25
Calvani: Fürs Erste die Missstände aufheben, das schafft man dadurch sie anzusprechen, erst recht, wenn sich diese Missstände so nah am Thema befinden wie beim Thema Fußball. Dazu braucht man Bewusstsein, auch in der Öffentlichkeit. Deswegen halte ich es für angebracht dies mit der WM direkt zu verknüpfen. Darum gings mir.
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Liebe Lisa,
im missstände anzusprechen muß zuerst mal das Thema Verstanden seien! Bei dir Drängt sich mir wie bei vielen Medien der Verdacht auf du hast Fußball nicht verstanden. Ja und ich kann sogar behaupten du weist nichts über die Missstände des Deutschen Frauenfußballs in bezug auf Feminismus. Aber du kannst mich gerne einen Dumschwätzer nennen so du mir eines der drängensten Femministischen Probleme im Deutschen Frauenfußball bennenst. Liebe Grüße Baphomed Gleichberechtigung erwächst aus Wissen nicht aus Öffentlichkeit Alice Schwarzer 1964 |
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@ Baphomed
So sehe ich das auch. Fußball derart zu instrumentalisieren, dass wie in der letzten Printausgabe gleich im Untertitel von wankenden Klischees die Rede ist, das wird dem Sport nicht gerecht, um den es doch gehen soll. |
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@lisaschwert
Nein, ich finde nicht dass der Sport für politische Themen instrumentalisiert werden sollte. Hierin liegt, selbstredend, eine Gefahr für die Unabhängigkeit und Unparteilichkeit sportlicher Veranstaltungen und Vereine. Zu nahe läge die Möglichkeit der Vereinnahmung durch Parteien und Interessengruppen für sportfremde Zwecke. Und muss in jeder Hinsicht eine Grenze gezogen werden - welche Sportart auch immer und welches Geschlecht auch immer betreffend. Der Primat der wirtschaftlichen Verwertbarkeit ist im Grunde schon schlimm genug. Dass Frauen in einigen islamischen Ländern nicht Fussball spielen bzw. nicht mal in Stadien dürfen, hat zunächst mit der Frauenfrage in den betreffenden Ländern an sich zu tun. Dir folgend, müßte vergleichsweise jede zweite, dritte "Freiheit", die Frauen hierzulande haben, als politische Ansage in Richtung streng islamischer Gesellschaften verstanden werden. Etwa Autofahren, Geschäftsfähigkeit, Recht zur Ehescheidung ... Und dass der Männerfussball (der "eigentliche") immer noch als der attraktivere gilt, ist auch keine Frage der Benachteiligung von Frauen. Genauso wie viele andere Sportarten, die eben nicht "König Fussball" sind, sowie überhaupt der Breitensport, fällt eben auch der Frauenfussball irgendwie hinten runter. Dass so exorbitante Unterschiede zwischen der "Glitzerwelt" der BuLi oder Champions League und dem Sport in der Breite bestehen, ist der wirtschaftlichen Verwertungslogik, der Kapitalisierung und sehr langen Wertschöpfungskette in eben dieser "Glitzerwelt" (ähnlich wie i.F. von Pop- oder Filmstars) geschuldet. Nehmen wir einmal an, auch der Frauenfussball hätte so gewaltige Zuschauerzahlen, Identifikations-Anknüpfungspunkte, folglich entsprechende TV- und Werbeeinnahmen und Spielerinnen-Millionäre. Hätten wir dann Gerechtigkeit im Fussball, im Sport? Ich glaube kaum. Hätten wir Gerechtigkeit in der Wirtschaft mit mehr Frauen in Führungspositionen? Ich glaube kaum. Als "Aufhänger" dient die Frauenfrage ARD und ZDF sicherlich gut. Zur letztjährigen WM war auch Südafrika und Afrika ein guter "Aufhänger". Mehr aber auch nicht. Werbewirksame "Aufhänger" gestalten die gesamte Medienlandschaft - wechseln aber auch alle 3 Tage. |
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Liebe Miau,
zu fast 100% gebe ich dir Recht. nur: "Der Primat der wirtschaftlichen Verwertbarkeit ist im Grunde schon schlimm genug." Der fan der selbiges seid 10 Jahren Ablehnt gewinnt gerade im Fußball immer mehr an Macht. Betrachte ich die Aktuelle situation haben wir eine starke diskrepanz Zwischen Zuschauerinteresse und Kapitalströmen selbiges ist auch seid diesem Jahr der Werbe Industrie Aufgefallen und es wird im Nächsten Jahr deutliche einbussen an werbung bei den Medien Top Clubs geben. Das es dadurch für die Publikumslieblinge nicht mehr Finanzmittel geben wird ist ein Punkt den die Fans begrüßen. Gerade im Fußball ist dieser weg der entkoppelung vom Werbesklaventum zu begrüßen, als solches kann man FF in seiner Korektheit als Fan nur befürworten. Liebe Grüße Baphomed |
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schrieb am
02.07.2011 um 05:19
@miauxx:
Gut, dann haben wir einfach andere Einschätzungen, ich sehe es nicht als Instrumentalisierung, wenn damit Fragen der Gleichstellung aufgeworfen werden, und ich sehe die ganze Veranstaltung nicht nur als Sport; nicht umsonst verbinden die Sender mit der Ausstrahlung "Frauenfragen". Das haben Sie auch bei der Männer-WM getan, da gab es viele kleiner Berichte über town ships usw. Und um zu Augstein zurück zu kommen, die Frage, die er aufwirft ist, inwieweit da Leute auf den Zug aufspringen, denen es weder um den Sport und erst recht nicht um Gleichstellung geht, das ist dann für mich wirkliche Instrumentalisierung. Kann sein es ist persönlich, aber ich habe keine Probleme damit, wenn bei der Vita der ein oder anderen Spielerin Emanzipatorisches angesprochen wird, auch ganz einfach, weil es mich interessiert. |
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Was ich gerne im Freitag gelesen oder von Augstein gehört hätte: www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,771852,00.html
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schrieb am
02.07.2011 um 11:33
Danke für den Link. Aber auch Barbara Hans argumentiert wie Blome, dass Frauenfußball eben anders ist. Ich sehr auch, dass die anders spielen als die deutsche Männer Nationalmannschaft. Aber auch Real Madrid spielt anders als "wir" oder die afrikanische Mannschaft etwa. Warum muss man aus dem anders spielen ein Charaktermerkmal machen und damit sagen: Frauen SIND anders?
Besser finde ich wenn Hans schreibt: "Emanzipation wäre, wenn man über all das nicht mehr reden und schreiben müsste. Wenn einfach elf Frauen auf dem Platz stehen und Fußball spielen könnten." Darauf hoffe ich! |
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@Baphomed
"Der fan der selbiges seid 10 Jahren Ablehnt gewinnt gerade im Fußball immer mehr an Macht. Betrachte ich die Aktuelle situation haben wir eine starke diskrepanz Zwischen Zuschauerinteresse und Kapitalströmen selbiges ist auch seid diesem Jahr der Werbe Industrie Aufgefallen und es wird im Nächsten Jahr deutliche einbussen an werbung bei den Medien Top Clubs geben." Bist Du dir da so sicher? Gut, es mag hier und da schon mal Unmutsäußerungen geben, doch bewegen diese sich doch eher noch im kleineren Rahmen; wie etwa die Proteste gegen den Atomwirtschaftskonzern Areva als Sponsor des 1. FC Nürnberg. Und Rufe wie "Scheiß Millionäre" werden eben seitens Ultras mal laut, wenn es nicht so optimal läuft (so geschehen bei der TSG Hoffenheim). Doch rüttelt das am System des kapitalisierten Fussball an sich? Das Gros der Fans will eben diesen modernen, attraktiven Fussball und Stars sehen. Wenn ein Verein etwa zig Millionen für einen Star ausgegeben hat, dann machen ihm tausende Fans den Hof, wenn er das erste Mal zum Training aufläuft. Diese Hochglanz-Fussballwelt strahlt im Ganzen einfach eine viel zu starke Attraktivität aus, als dass die Fussballbegeisterten im Sinne des Sports an sich auf diese Inszenierungen verzichten würden. Und mistpielen würde dort letztlich jeder gerne. Für die Kids afrikanischer Herkunft in den Banlieues von Paris ist ein Thierry Henry eben das große Idol. Und auch ein Verein wie St. Pauli hat sich wegen seines einstigen alternativen Identifikations-Images nicht dem Mitspielen in der 1. Bundesliga verweigert, so bald das möglich wurde. |
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schrieb am
02.07.2011 um 18:37
Ein kleiner Schritt für die Menschheit und ein großer für die Frauen und Männer wäre, wenn Männer einfach anfingen, Frauen ganz entspannt zuzuhören, sich dann ein Urteil bildeten, doch bevor "Equal Pay for all" gibt, ja dann, sollten sich beide den solar plexus streicheln, denn hier ist der Entspannung
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schrieb am
02.07.2011 um 18:39
Ein kleiner Schritt für die Menschheit und ein großer für die Frauen und Männer wäre, wenn Männer einfach anfingen, Frauen ganz entspannt zuzuhören, sich dann ein Urteil bildeten, doch bevor es "Equal Pay for all" gibt, sollten sich beide den solar plexus streicheln, denn hier ist der Entspannung
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Hallo Miauxx,
also mal ein Paar beispiele, hier einmal die Ergo Versicherung. Für den BVB ist es Mittlerweile nicht mehr Möglich diesen Sponsor gegen den Willen der Fans zu halten. Achja die Ultras würde ich in der Diskussion nicht als irgendwie wichtig erachten. In bezug auf die Tausend Fans die Für einen Spieler Auflaufen oder auch Trainer ist dies nur der Fall wen die Vereins Fans sich auch damit Identifiezieren können bestes Beispiel der vergangenen Saison ist Schalke egal welchen Erfolg der Falsche Trainer gehabt hat er war schon am Entlassen weil die Fans Ihn nie Akzeptiert hätten. Das beste Beispiel der neuen Saison ist Herr Neuer die PR Kampagne um ihn zu Inthronisieren wird Millionen verschlingen weit mehr als er dem Verein erbringen kann ein Verlorenes Spiel wird Reichen seinen Rauswurf zu fordern. Ich denke auch nicht das eine Verweigerung der Publikums Vereine wie Pauli nicht in der Bundesliga den Fußball ändern wird wohl aber wenn man sich den Gesamten Liga Betrieb anschaut die vielen Vereine die Freiwillig nicht aufsteigen und Mittlerweile Freiwillig absteigen. Es gibt ganze Ligen in denen der Aufsteiger und der Absteiger schon zu anfang der Saison Feststand. Das wird auf dauer den Kapital gesteuerten Fußball verändern denke ich. Liebe Grüße Baphomed |
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@Calvani
Ja, gefällt mir auch der Artikel von Frau Hans. Aber warum muss Augstein so reden oder schreiben? Bzw., warum muss er in Haftung dafür genommen werden, was vor einer Woche in "seinem" Blatt stand (wie Du oben anregst)? Wäre es nicht irgendwie langweilig, wenn stets nur Erwartungen bedient werden? Muss es einen Konsens darüber geben, was man vom 'Freitag' konkret inhaltlich erwarten darf? Ich schätze, dass ich hin und wieder auch mal überrascht werde. Klar sollen Artikel dann kritisch kommentiert werden. Aber "hätte ich gerne gelesen" oder "hätte ich erwartet", erinnert mich eher an die Enttäuschung über den geliebten Popstar. Kurz: Ich würde Augstein nicht so vereinnahmen wollen. Vielleicht habe ich Dich überinterpretiert - das bitte ich dann zu verzeihen! |
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Ein interessanter Einwand, miauxx! Ich habe den Link eingefügt, um zu verdeutlichen was mir gefällt, Kritik ohne konstruktiven Ansatz ist schließlich für die Tonne. Ich mag vieles am Freitag, aber gerade wenn es um "Feminismus" bzw. Emanzipation geht, bin ich oft enttäuscht, weil ich die Herangehensweise eindimensional und geradezu altbacken finde. Ich werde also eben nicht überrascht von einer neuen, einer anderen, einer progressiven Perspektive, sondern lese genau das Gleiche, was Augstein auch an anderen Zeitungen und der Politik kritisiert - mit dem einzigen Unterschied, den er hier selbst formuliert hat, nämlich dass er für sich in Anspruch nimmt, es ernst zu meinen mit der Emanzipation. Das allein reicht aber nicht, denn wie ich schon schrieb: gut gemeint ist nicht gut gemacht. Vielleicht hätte ich die Kritik eher an den Chefredakteuer richten sollen? Mhm. Augstein macht sich öffentlich schon sehr gemein mit dem Freitag und wer bestimmt denn am Ende des Tages, wo es hier lang geht, wenn nicht er?
Nochmal Augstein: "Was mich so stört, alle satteln jetzt, Ihre Zeitung auch, die Politik (...) auf diese WM drauf und tun so, als sei diese WM ein Zeichen dafür, wie weit die Frauengleichstellung in der Gesellschaft ist. Das ist aber Pustekuchen." Wie gesagt, das sehe ich genau so, nur hat er eine Zeitung und könnte es besser machen. Ich hab' keine Zeitung und kann deshalb hier nur lautstark quaken! |
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@Calvani
Naja, ich glaube nicht, dass Augstein allein das letzte Wort darüber hat, was bzw. wessen Artikel letztlich in einer Ausgabe des Freitag erscheint. Dafür gibt es wohl die Redaktionssitzung(en). Dass Dir in der Tendenz die Artikel zur 'Frauenfrage' hier nicht so gefallen - ok. Dafür ist jetzt hier wohl auch nicht der Ort, das was zu diskutieren. Vielleicht ist die Emanzipation ja nun auch weniger Augsteins Hauptthema. Dass es eine Diskrepanz zwischen Augsteins Aussage, die Du oben zitierst, und dem Auftritt bei A&B gibt, stimmt schon. Naja, für A&B schien es eben das Thema letzter Woche zu sein; man "musste" halt was zu sagen. Entsprechende Kritik ist ja hier im thread auch reichlich formuliert. Nun kommt das Thema Emanzipation und Frauenfrage ja hier meistens aus anderer Leute Feder. Findest Du etwa K. Rönicke auch zu wenig ernsthaft? Oder siehst Du bei ihr das "Altbackene"? Aber klar: Man ist schon auch schnell enttäuscht - gerade, wenn es um Themen geht, die einem am Herzen liegen. Na, und dann bleiben ja auch noch die BloggerInnen. Und da konnte sich das Emanzipationsthema in der letzten Zeit ja kaum über fehlende Aufmerksamkeit beklagen. Und wenn Du hier "rumquakst", lesen das nicht unbedingt weniger Leute, als etwa Artikel in der Print-Ausgabe des Freitag. Schätze ich mal. Dass der Freitag einerseits ein Nischendasein führt (an sich auch bedauerlich) andererseits aber eine sehr rege Bloggerszene hat, hat also so gesehen auch sein gutes. :-) Grüße |
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Wenn das so ist, miauxx, dann will ich noch kurz was hinterher quaken: Rönickes Kolumne leidet nach meiner Meinung an einem konzeptionellen Mangel. Wenn es um das Verhältnis zwischen Männern und Frauen geht, dann sollte sich das auch in der Kolumne niederschlagen. Will heißen: Ein Mann und eine Frau sollten diese Kolumne schreiben. Das entscheidet sicherlich nicht Rönicke, ist also keine Kritik an ihr, sondern an, an, äh, Augstein? Grassmann? Hab' ich auch schon früher bei Rönicke kommentiert. Darin z.B. zeigt sich der eindimensionale, "altbacken-feministische" Ansatz, den ich hier häufiger kritisiere.
So, genug gequakt für dieses Mal... |
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schrieb am
05.07.2011 um 12:36
Speziell Rönickes Artikel leiden unter mangelndem Zeitgeist und fehlender Realität und weisen damit das gleiche auf wie stehengebliebene Feministinnen.
Und ich finde das ist durchaus der richtige Ort für diese Kritik. Der Freitag will anders sein und beansprucht für sich Zeitnähe und Wahrheit und liefert dann aber solche altbackenen Texte; das will ich nicht verstehen, das kann ich nicht verstehen. Das ist alles andere als durchdacht und kompetent. Dazu brauche ich keinen Freitag, da kann ich mir auch Sendungen aus den 70igern anschauen. Entweder schraubt man auch ehrlicherweise den Anspruch hinunter - übrigens auch den des trendigen Internetauftrittes, denn dieser Server ist alles andere als trendig - oder man gleicht die Produkte, also die Texte, dem Anspruch an, also die Qualität. Sonst bleibt bei mitdenkenen Usern, bei Usern, die dem Freitag wohlgesonnen sind, imemr dieses schale Gefühl der fehlenden Übereinstimmung und das brodelnde Gefühl der Verärgerung. |
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schrieb am
09.07.2011 um 21:17
@miauxx schrieb am 04.07.2011 um 20:35
"Findest Du etwa K. Rönicke auch zu wenig ernsthaft? Oder siehst Du bei ihr das "Altbackene"?" Boah, wie kannst Du nur solche Fragen stellen... wie kann man K.Rönicke zu wenig ernsthaft finden? Die zielstrebige voll emanzopationsbewusste Aufforderungen, über Scheidenpilze laut und deutlich zu reden... das verkündete progressive Vorhaben, diese blöde Gesellschaft bei den Eiern zu packen und das Heulen zu genießen... die Versuche, die Frauen zu bevormunden und ihnen vorzuschreiben, wie sie z.B. ihr Familienleben gestalten solle... wie kann das zu wenig ernsthaft sein? Die andere Problemen haben ja die Frauen weltweit nicht mehr als über Scheidenpilze zu plaudern und konkrete Solidarität in konkreten Notsituationen brauchen sie auch nicht. Was ich, ein zurückgebliebenes primitives altmodisches Weib, immer noch nicht verstanden habe: Darf man die Gesellschaft nur bei den Eiern packen, wenn man Lust dazu hat, das fremde Heulen zu genießen, oder geht es auch bei den Titten? Bitte FeministInnen um Aufklärung... |
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Ein ehemaliger Bundespräsident sagte mal: "Equal goes it loose!" Augstein fordert jetzt: "Equal Pay Now!" Er meinte damit wohl die gleiche Bezahlung für Fußballerinnen und Fußballer. Ganz so arm wie Augstein sein Protagonistinnen rechnete, sind diese nicht. 60.000 Euro sollen sie für den WM-Titel erhalten. Mit Vermarktungsprämien sollen bis zu 90.000 Euro pro Spielerin am Ende des Turniers reinkommen. Da die Konkurrenz eher auf bescheidenem Niveau spielt, wird der Pokal mit großer Wahrscheinlichkeit nur unter zwei oder drei Frauschaften ausgemacht. Ob das letztendlich nicht doch relativ leicht verdientes Geld ist?
Dass der DFB für die Frauen-WM sich so ins Zeug hängt, liegt hauptsächlich an dem neuen Marktsegment, das er meint generieren zu können. Der deutsche Patriotismus, der bei der Männer-WM mit dem Wort "positiv" gekennzeichnet wurde, greift diesmal noch nicht um sich. Und das wird hoffentlich so bleiben. Denn: Ein mit dem Fußballgen ausgestattete Mann und Krombacher-Wampe will doch nicht kicken wie eine Frau! |
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schrieb am
01.07.2011 um 18:31
"Ganz so arm wie Augstein sein Protagonistinnen rechnete, sind diese nicht. 60.000 Euro sollen sie für den WM-Titel erhalten."
Es ging aber bei den von Augstein erwähnten Gehältern um Bundesliga-Einkommen und nicht um die WM-Prämie. Die Spielerinnen (der Bundesliga) müssen tatsächlich 'nebenbei' in richtigen Berufen arbeiten. |
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@ envoi
Findest Du okay, dass Schweinsteiger lt. Spiegel im Jahr rund 16 Mio Euro bekommt und ein Durchschnittskicker der Bundesliga nur ein Sechszehntel erhält? |
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schrieb am
01.07.2011 um 18:40
Weder das eine noch das andere.
Bei solchen Summen verliere ich allgemein den Überblick. |
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@Achtermann
"dass Schweinsteiger lt. Spiegel im Jahr rund 16 Mio Euro bekommt und ein Durchschnittskicker der Bundesliga nur ein Sechszehntel erhält?" 1/16 von 16 Mio. = 1 Mio. Dieser "Durchschnittskicker" tut mir noch lange nicht leid. Eine Diskussion darum ist aber auch müßig. Die BuLi ist im Grunde ein Marktplatz. Je erfolgreicher ein Verein, umso höher seine Einnahmen aus TV-Übertrag.rechten und Werbung. Dadurch wird der Erfolg wieder umso mehr beflügelt, weil man sich so Stars leisten kann, was wiederum den Erfolg beflügelt - und zwar nicht allein sportlich! Genau wie i.F. von Popstars aber auch etwa Managern in der Wirtschaft, kann die Frage nach einem nachvollziehbaren Verhältnis von Leistung und Entlohnung im Grunde so nicht gestellt werden. Der vermeintliche Wert der Leistung entsteht aus vielen Faktoren in der Wertschöpfungskette. Ein Schweinsteiger oder Ronaldo wird gewissermaßen zur Marke und zum Kapital (wirtschaftlichen) eines Vereins. Stimmt ferner dann auch das Umfeld im Verein, kann dieser also durch erwartet attraktives Auftreten entsprechende Mengen von Zuschauern auf sich ziehen, so hegt dieser freilich seinen an "Wert" ins Unermessliche steigenden Anlagenbestand. Von Gerechtigkeit braucht man hier, wie gesagt, eigentlich gar nicht erst anfangen zu sprechen. |
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Ja, schön, wie Blome da diesen Quoten-Quatsch aushebelt.
Frauen sollten bevorzugt werden, wenn sie gleich qualifiziert sind wie Männer, aber Frauen in einem Gremium unterrepräsentiert sind, – das wäre ok. Alles andere wäre doch Blödsinn – oder? Zeitgemäß wäre aber, wenn Frauen die Männernationalmannschaft trainieren und managen könnten – schön wären in Zukunft gemischte Fußball-Mannschaften in denen die besten Fußballer/innen spielen, unabhängig ihres Geschlechtes. Die Frauenfußballerinnen konnten in Deutschland bedauerlicherweise erst seit 1970 frei aufspielen (vorher war Frauenfußball als Vereinssport von Nazis und DFB verboten) - Männer hatten hingegen 100 Jahre mehr Zeit sich im Wettbewerb zu profilieren.... Dieser Vorteil der Männer könnte allerdings nach der Frauenfußball-WM-Hype schnell aufgebraucht sein, wenn sich aus lauter Begeisterung massenweise Mädchen/Frauen auf irgendwelchen Ackern - wie einst Maradona - der Fußballleidenschaft hingeben.... Was, wenn sich in 5-10 Jahren herausstellten sollte, dass Frauen die besseren Fußballer auf diesem Planeten sind? Besser als Messi... Oh Mann... |
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"Ja, schön, wie Blome da diesen Quoten-Quatsch aushebelt."
Das war wohl eher ein absichtliches Missverständnis... |
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Die wichtigste Erkenntnis dieses Unterhaltungswerks. Endlich gibt ´mal ein Medialist zu, keine Ahnung vom Fußball zu haben. Sonst sind sie ja alle ganz geil, auch was zum Ballspiel sagen zu können, sogar live, getickert und getackert. Nun kann man getrost wieder Kissen schlachten, durch Federn ballern, die Faust ballen, das eigene Fahrrad adeln, oder ´mal einen Schachzug planen. Sch,sch,sch,....
Christoph Leusch |
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Augstein&Blome "Rüsten Frauen den Kampfsport Fussball ab?" 1/7/11
Augstein&Blome frauen fussball wm2011 gleichstellung quoten kampfsport abrüstung polizei fanmeilen Lieber Augstein, dieses Mal können Sie doch die Scharz Rot Goldene...startet Blome ... Augsten prescht Blome in die Parade und in die gedachte linke Empörungsecke zu seiner sicheren Schmusedecke und gibt Kampfgeräusche von sich, will weder für die Sache eines abgerüsteten Fussballs insgesamt fighten, noch für die Frauen- WM in Deutschland als Auftakt zur Abrüstung in den Fussballstadien? Trotzdem will Augstein aus seinem medialen Schaukelstuhl den Eindruck äußerster Empörung behaupten. Richtig, wenn er seinen geschwärzten Daumen auf die BILD Schlagzeile legt "Jungs, wir rächen euch!". da klingt noch einmal dieser ohrenbetäubende Nachhall, das Hintergrundrauschen der militant blutdrünstigen Rhetorik über den Fussballsport der Männer in den Medien an. Das wars dann aber auch. Frauen Fussball ist anders, der läßt sich nicht so miltarisierend instrumentalisieren, auch wenn Augstein das mit fragiler Berechtigung des Arguments befürchtet.. Aber, was bitte soll passieren, was nicht. Fussball ist ein Spiel der Akteure/innen, Frauen machen ihr eigenes Spiel und wir dürfen nicht nur, wir sind herzlich eingeladen nicht nur per Public Viewing auf der Fan- Meile auf der Straßes des 17. Juni in Berlin zuzuschauen. Was Augstein einen gewaltigen Hals macht, weil er als Autofahrer die Fan- Meile zur Freitags Redaktion in Berlin Mitte weitläufig umschiffen muss. Warum fährt Augstein nicht wie Django mit Monatskarte U- , S- Bahn?, das verbessert seine CO2 Bilanz. Hat Augstein seine Pille die schrille nicht genommen?, doch er hat, nur die andere, die ihm innerlich den alten Weg weist, andere zu manipulieren, jetzt sollen die Fussballerinnen im Fall ihres Sieges, wie die Black Panther US- Sprinter bei der Olympiade 1968 in Mexico, zwar nicht ihre schwarzbehandschuhten linken Arme hochrecken, aber doch als Sufragetten die Quoten Zoten Gleichstellungs Szene als Tema nährend den Medien retten, ihren nackten Bauch mit der Aufschrift zeigen "Equal pay now!" Warum?, weil Männer in der Bundesliga 1 Million €/anno Gehalt kriegen,plus Siegprämien, weil im Durchschnitt 42.000 Zuschauer/innen bei ihren Bundesligaspielen in den Stadien sind, während Frauen nur 800.- €/Monat ohne Siegprämien kriegen, weil angeblich nur 800 Zuschauer/innen im Durchschnut zu ihren Spielen in die Stadien kommen? Will Augstein, dass Frauen im Spitzenfussball 1 Million € verdienen, wie die Männer, oder will Augstein, dass Männer nur wenig mehr als 800.- €/Monat wie die Frauen an Fussballspielerinnen- Gehhalt erhalten? Was ist mit der Solidarität mit dem Fussball im Breitensport, in den Amateurligen, egal ob männlich, weiblich? Pause. Als ob man/frau aus den Medien so einen Black Panther 1968 Credit Event für die Wallstreet befehlen kann. Wie soll das gehen, falsches Thema, falscher Mann? Blome heute ohne Partner, beim Spiegel Schattenboxen "Wer ist der coolste Frauenversteher im Land!"? Nur Blome bleibt dran, wenn er dem Frauen Fussball, trotz des Spotts der Fussballveteranen ein beschwingtes schnellfüssiges Eigenleben assistiert. Da ist Blome präsent, wenn er von dem Eröffnungsspiel der Frauen Fussball- Weltmeisterschaft im Berliner Olympia Stadion berichtet, dass da zwei Frauenmannschaften und 75.000 Zuschauer/innen von der Leichtigkeit, dem Schweben der Gefühle im Stadion während des Spielverlaufs getragen wurden. Blome macht jetzt als Sport- , Spiel-, Spaß- , Frauenversteher den Galan, Augstein verfällt zusehends desorientiert unterwegs, mit seinen Gedanken auf und nieder flatternd, in die tragisch komische Rolle des in schöner wie vergeblicher Empörung sterbenden Schwans Weiss Augstein nicht, was Blome längst weiss, was alle Spatzen von Dächern pfeifen: "Zum Frauen Fussball gehen keine Zusschauer/innen als hochgerüstete Kampfschwadronen, erpicht auf Fan- Schlachten in Kampfzonen, die nach dem Knüppel- Einsatz von Polizei Hunderschaften brüllen. Zum Frauenfussball gehen Väter, Mütter, Omas, Opas, Onkel, Tante mit Kind, Enkel, Nichten, Neffen mit Kegel und Holzwauawau, ist das eine freuden- und friedensstiftende Schau! Der Frauenfussball ist das Beste, was dem Fussballsport hierzulande in der Breite überhaupt passieren kann. Was für ein Glücksfall, dass da sportlich engagierte junge Frauen aus vielen Ländern der Welt nach Deutschland daherkommen, aus dem Männer Fussball Kampfsport endlich ein elegantes Fusballspil ohne Blutgrätsche zu machen. Immerhin, immer hin ist Deutschland Gastgeber für diese engagierten jungen Frauen der Fussball WM 2011 aus vielen Ländern (16). Herr Augstein haben Sie das im Eifer alter Altagsgefechte in den Medien übersehen?. Das bedeutet Gastfreundshaft. Darf ich um mehr Achtsamkeit als Gastgeber bitten, Herr Augstein!? Wenn schon nicht mehr der Schwimmsport Unterricht in den Schulen, Kitas obilgatorisch von den Ländern, Kommunen finanziert wird, weil es angeblich nach der Weltfinanzkrise die Haushaltslagen des Bundes, der Länder, Kommunen nicht mehr erlauben, vielleicht wird es wenigsten bald der Fussballsport sein, der obilgatorisch in Schulen, Kitas mit dem Ergebnis finanziert wird, dass der Schwimmsport nachziehend daran obligatorisch partizipiert. JP |
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siehe:
www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/augsteinblome-ruesten-frauen-den-kampfsport-fussball-ab?1/7/11 02.07.2011 | 02:42 Augstein&Blome "Rüsten Frauen den Kampfsport Fussball ab?" 1/7/11 augstein&blome frauen fussball wm2011 gleichstellung quoten kampfsport abrüstung polizei fanmeilen breitensport schulsport |
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Hi Jochen war 5 Sterne wert
Rick |
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War wieder ziemlich witzig, der Schöne und der Fiese. Inhaltlich bin ich bei Blome, auch wenn mir klar ist, dass er die Springer-Linie zur Frauenfußball-WM vertreten soll. (Da geh' ich nicht tiefer drauf ein, das hat mit DFB, Bild, Abhängigkeiten&Verquickungen und viel Geld zu tun.)
Der emanzipatorische Aspekt scheint mir zu sein, dass die deutschen Fußballfrauen sich das Recht an ihrem Sport erkämpfen mussten. 1950 hatte der Deutsche Fußballbund (DFB) Frauenfußball verboten, Vereine, die Frauen trotzdem kicken ließen und ihnen Sportplätze überließen, drohte der Rausschmiss aus dem Verband. Dieses Verbots geschah zu der Zeit, als Adenauer auch mit nazierprobten Ministern regierte, und ein Peco Bouwens zum DFB-Präsident aufgestiegen war. Bouwens nach dem Gewinn des WM-Titels der deutschen Fußballmänner 1954: „Wenn aber andere auf dem Spielfeld herumturnen mit ihren Fahnen vor dem Spiel, dann geht es nicht an, dass unseren Leuten verboten wird, unsere stolze deutsche Fahne zu führen. Das lassen wir uns nicht gefallen. Unsere Mannschaft hat ihnen heute die Quittung gegeben.“ Bauwens führte den WM-Sieg aufs Walten des germanischen Kriegsgottes Wotan zurück, und in der Mannschaft sei das Führerprinzip gewahrt worden. (zitiert nach de.wikipedia.org/wiki/Peco_Bauwens ) Trotz des DFB-Verbots spielten Frauen Fußball, sie gründeten eigene Vereine und spielten auf städtischen Plätzen und auf Wiesen. Sie wollten Sport treiben und ihr Sport war Fußball. Und sie setzten sich dafür ein, dass ihr Sport endlich vom DFB legalisiert werde. 1970 schwenkte der DFB um. Freiwillig? Ging es in damaligen gesellschaftlichen Debatten nicht um Emanzipation, um Teilhabe, Mitspracherechte usw.? Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, das war wenige Jahre später. Vor 1970 ging es u.a. darum, dass Ehemänner nicht länger darüber entscheiden dürfen, ob ihre Frau arbeiten darf oder nicht. Oder dass mein Bauch mir gehört. Und noch viel mehr. Sie krempelten die Bundesrepublik so um, dass es viele Männchen zur 68-er Zeit das Schwänzchen nach innen stülpte. Dieser Hintergrund dürfte den DFB bewogen haben, den Frauenfußball lieber doch zu gestatten. Den Fußball von Frauen mit dem von Männern zu vergleichen, bringt rein nichts. Das sagen auch Birgit Schweinsteiger und Lukas Laudehr. Marathonmänner laufen schneller als Marathonfrauen*, Männer springen höher und weiter als Frauen und sie würden wohl auch Boxkämpfe gewinnen. Männer rennen, springen und boxen seit Jahrtausenden, Frauen erst seit wenigen Jahrzehnten. Die alten Olympioniken waren Profis und verdienten schon damals viel, die sportlichen Frauen gingen vor 100 Jahren aus Liebe zur Sache an den Start, als Amateurinnen. Auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit müssen sie noch lange warten. Die Frauenfußball-WM könnte das aber beschleunigen, dank ARD, ZDF, Bild und Eurosport und der hohen Einschaltquoten. Eine Männerfußball-WM wird vom Freitag, im vorigen Jahr, gehypt, für die Frauen ist ein wenig Süffisanz übrig. *Zum Frauen-Marathon: in den späten 1970-er Jahren führte ich ein Interview mit dem Sportmediziner Dr. Ernst van Aaken. Er sagte, Frauen seien wegen ihres größeren Unterhautfettgewebes besser für Ausdauersportarten geeignet als Männer. Es sei nur eine Frage der Zeit, dass Frauen die Marathonstrecke schneller liefen als Männer. Vorausgesetzt, dass mehr Frauen diesen Sport wählten. |
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@weinsztein
Danke für ein wenig Historie. Halten wir doch einfach nur fest, dass es auch Frauenfussball- WMs gibt. Dass Frauen im Sport heute genauso selbstverständlich sind, wie Männer (jdf. an den meisten Orten der Welt). Frauenfussball erfährt in Ländern wie z.B. Norwegen oder den USA sogar mehr Unterstützung als in Deutschland. Ansonsten lasse man den Frauenfussball einfach Frauenfussball sein und meide die äußerst angestrengten Vergleiche mit dem der Männer. Genauso wie das In-Haftung-Nehmen der kickenden Frauen für die Frage um die Gleichstellung der Frau in allen gesellschaftlichen Bereichen. |
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ha!
Wie mein Chef vorgestern fragte: "muss man da denn immer die Brille des Vergleichs aufsetzen?" |
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@miauxx
mir ging es gar nicht um eine "In-Haftung-Nehmen der kickenden Frauen für die Frage um die Gleichstellung der Frau in allen gesellschaftlichen Bereichen". Das gibt mein Kommentar nicht her. @luzieh.fair Sie haben einen klugen Chef. |
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@weinsztein
Mein Kommentar war gar nicht als Kritik an Ihrem gedacht bzw. wollte ich auch nichts unterstellen. Ich wollte gewissermaßen meine Gedanken Ihrem Kommentar beimischen. Etwa an den Satz "Den Fußball von Frauen mit dem von Männern zu vergleichen, bringt rein nichts." anknüpfen. |
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"Sie haben einen klugen Chef."
Ja, bis 18h. Dann wird das Bier gegen Gin getauscht... |
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18 Uhr - das ist eindeutig zu früh.
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naja, wer mittags die Dinge, die nötig sind erledigt hat, kann sich um 14/14h getrost an den eigenen Tresen setzen und Hopfenbrause schlürfen...
naja und wenn der Tag konsequent früh begonnen wird, dann muss er auch früh enden... die Arbeit am Gast erledigen ja die Angestellten:-) Gute Nacht! |
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13/14h
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blome ist zwanghaft auf krawall gebürstet, mit seinen formulierungen, und JA gibt den ewigen kulturpessimisten und verfängt sich in metaebenen, die auch nicht mehr als ein moralisierter abklatsch aus einer reihe an vorhersehbaren reaktionen sind.
mich langweilt das. extrem. mfg mh |
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Einfach – nur – peinlich.
Solche TV-Kommentatoren hat kein Sport verdient. |
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Augsteins Unbehagen gegenüber Blomes Frauenverstehertum ist sehr berechtigt. Blome meint es gut, hat aber eine gänzlich unhistorische Auffassung von der Sache – ein durch und durch unreflektierter Macho!
Blome will Frauen freundlicherweise Fußball spielen lassen, meint aber, dass sei eben ein „anderer“ Fußball als der, den die Männer spielen. Ganz nach dem Motto „gleichwertig, aber nicht gleichartig“. (Hatten wir im 19 Jahrhundert doch schon mal ...) Frauen immer anzudichten sie seinen anders, (das Andere sozusagen, während Männer das Eigentliche darstellen), ist eine verdeckt reaktionäre, altbekannte Art und Weise Frauen in ein Getto zu drängen. Emanzipation sieht anders aus! Sie spielen eben einfach Fußball – und auch Männermannschaften spielen auch nicht alle gleich. Rennen Frauen wirklich sehr viel langsamer als die Männer wie Blome behauptet? Bin ich blind – ist mir noch nicht aufgefallen. Ja, sie spielen anderes. Ja, sie haben vor Jahren auch anders gespielt als heute – weniger körperbetont (Nigeria). Und jawohl – sie werden dazu lernen und bei der nächsten Frauen WM vielleicht so schön spielen wie Joggi Löw und seine Jungs – warum auch nicht. Ob die Bild Zeitung das dann ab kann? Ich bin gespannt. |
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Zwei Männer, ohne viel Interesse an Frauen Fußball, palavern pseudoengagiert darüber, ob diese WM nun ein Zeichen von Emanzipation für Frauen ist, oder nicht. Dabei kriegen sie es auch noch fertig, uns immer wieder zu vermitteln, dass sie sich für das starke Geschlecht halten. HERRlich.
Kann man machen. Aber muss man das senden? |
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Ja, ich bin da auch etwas zwiegespalten. Inhaltlich bin ich klar bei Augstein, aber irgendwie merkte man, dass es für beide eben nicht so ein wichtiges Thema war, auch oder gerade wenn sich Augstein regelrecht um Ernsthaftigkeit bemühte, um nicht engültig auf so ein Männerstammtischgegrinse zu verfallen.
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"...Inhaltlich bin ich klar bei Augstein, aber irgendwie merkte man, dass es für beide eben nicht so ein wichtiges Thema war, auch oder gerade wenn sich Augstein regelrecht um Ernsthaftigkeit bemühte, um nicht engültig auf so ein Männerstammtischgegrinse zu verfallen."
Und dann tut es mir leid. Aber wie soll ich das, was er da sagt dann ernst nehmen. |
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Naja, das ist soweit ich das mitgekriegt habe die Linie, die Augstein generell vertritt. Insofern nehme ich das Ernst.
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schrieb am
03.07.2011 um 10:25
Na, KalleWirsch, was ist das denn für ein Ton schon wieder.
Zum Thema: Ganz am Anfang entlarvt Augstein das vergleichende Denken von Blome, Frauen wären "harmloser" usw., er nennt es defizitär. Wo spielt er sich da als Herr auf? Blome macht noch in der Sendung die 180°-Wende wie Angie Merkel in der Atompolitik und will nun Augstein dieses HERRschaftsdenken unterjubeln. Widerspricht also in der zweiten Halbzeit seinen eigenen Aussagen der ersten. Augstein ist der, der die Gagen anspricht und die Zuschauerzahlen. Ganz am Ende redet er von der Quote, die politisch etwas bewirken kann, was Blome - wer hätts gedacht - anders sieht. Ich kann da auf der linken Seite Männergeprotze erkennen, würde mich auch wundern. |
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schrieb am
03.07.2011 um 10:26
...letzter Satz: ich kann da auf der linken Seite KEIN Männergeprotze erkennen...
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Zum Ton. Ich finde, es ist ein Unterschied, o ich in der Diskussion ständig auf die persönliche Ebene gehe, oder ob ich eine Sendung aus dem Fernsehen kritisiere.
Augstein hält Blome hier sicherlich den Spiegel vor. Aber sein Desinteresse am Thema ist doch deutlich. Mehr noch, er kann sich teilweise das Lachen nicht mehr verkneifen. Natürlich ist dieses ganze Emanzipationsgerede bezüglich der Frauem WM Mumpitz. Es ist schon Mumpitz es überhaupt Frauem WM zu nennen und es ein Jahr später stattfinden zu lassen. Das ist in anderen Sportarten auch nicht der Fall. Ich finde es super, dass Augstein für Equal Pay steht, für Parität. Das tut er immer wieder und das verdient durchaus Respekt. Aber hier ist es einfach unsinnig und bei mir kam es leicht belehrend rüber. Wenn ihr schon bei der WM spielt, dann müsst ihr auch politisch werden. Die Bezahlung im Sport richtet sich nach der Aufmerksamkeit, nach dem, was die Vereine damit auch verdienen können. In anderen Sportarten ist das nicht anders. Das hat hier eben nichts mit Mann und Frau zu tun, sondern damit, wieviel Menschen sich ein Ticket kaufen. Vielleicht steigen die Gehälter nach der WM, weil mehr Leute das Interesse haben ins Stadion zu gehen. Wer weiß?! Etwas anders ist es, was die FIFA ausschüttet. Es ga ja mal Zeiten, da haben die Frauen ein Kaffeeservice für den WM Titel bekommen. Da ist Equal Pay angebracht. Das aber wurde so nicht formuliert. Ich würde sagen: WMs zusammenlegen, dieselben Prämien zahlen, dann muss man auch nichts aufblasen. Etwas mehr Normalität fänd ich auch toll. |
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PS: Ich habe überhaupt nichts gegen scharfe Argumentation oder auch einen scharfen Ton. Ich finde es nur schade, wenn es persönlich abwertend wird.
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@ KalleWirsch schrieb am 03.07.2011 um 11:32
Ich bin ganz deiner Meinung. Hier an dieser Stelle ist Augsteins Engagement mehr gewollt als gekonnt bzw. gut gemeint statt gut gemacht. Ich fand diese Sendung wie auch die Aufmachung des Titelthemas der letzten Zeitung und den Tenor des Artikels dazu sogar kontraproduktiv. |
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@Calvani
Ja, und eben dieses "gut gemeint" ist für mich das ärgerliche und HERRliche. |
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@KalleWirsch
Ich finde es auch wichtig, das zu honorieren, dass Augstein in der Beziehung für einen (im Zweifel heterosexuellen) Mann da ziemlich viel Empathie zeigt und auch die Wichtigkeit des Themas anerkennt. Viele seiner Argumente würde ich da auch so unterschreiben. Natürlich hat er auch seine blinden Flecken, besonders wenn es um difizielere Dinge geht. Zum Beispiel habe ich es mal in einer Veranstaltung erlebt, dass eine junge Studentin, die in ihrer Sprechweise extrem unsicher und ungelenk wirkte, beklagte, dass sie als Frau nach dem Examen weniger verdienen wird. Da hat er ihr (wohlmeinend) mit lauter kräftiger Stimme auf den Punkt geantwortet: Ja, Mädel, dann mußt du richtig verhandeln. Es sei ja auch Arbeitgeber und das ist eben das wichtigste. Den Rat würden sicher viele geben, und unter dem gegenwärtigen Status quo ist das ja auch richtig. Dass er ihr damit aber auch den Rat gegeben hat, sich an die Strukturen männlichen Hegemonialverhaltens anzupassen, ist ihm sicher nicht aufgefallen. Dass man als Arbeitgeber (auch im eigenen Interesse) vielleicht doch auch mal gucken sollte, was sachlichere, ruhigere Leute drauf haben, und nicht nur die mit dem großen Rand und Verhandlungsgeschick, hat er auch nicht beachtet. Dass auch die Arbeitsmarktstrukturen für Frauen, Menschen aus der Unterschicht, Migranten etc. schwieriger sind, hat er auch nicht beachtet, obwohl er das sicher weiß. Aber über solche Momente würde ich dann mit den Leuten eher sachlich dikutieren wollen und ihnen trotzdem anrechnen, dass sie bemüht sind, Sachen zu verstehen und zudem die Probleme auch nicht einfach vom Tisch wischen, sondern sogar von sich aus - sogar klug und bis zu einem gewissen Grad reflektiert - thematisieren, auch wenn sie persönlich nicht betoffen sind. |
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Dass einem mal so eine Bemerkung rausrutscht, ist eine Sache, ich habe mich aber über die thematische Herangehensweise insgesamt geärgert. Sowohl in der letzten Ausgabe des Freitags als auch in dieser Sendung - und das, was Augstein hier vom Stapel lässt, hat er ziemlich genau so auch in der SPON Kolumne geschrieben. Und in diesem Kontext ist das dann keine unüberlegte Handlung mehr. Er wirft anderen Inszenierung vor und tut genau dasselbe. Augstein&Blome klingt in meinen Ohren nach dieser Folge wieder wie Kasper&Krawall.
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Die Äußerung war aus meiner Sicht auch nicht wirklich unüberlegt - das ist, so schätze ich, seine Einstellung dazu, weil ihm die anderen Sachen zumindest in dem Kontext nicht bewußt sind / waren, oder er es nicht so sieht.
Natürlich inszeniert sich Augstein als öffentliche Person - wir inszinieren uns alle, ständig, und erst recht, wenn wir ein bestimmtes Konzept an den Mann / die Frau bringen wollen. |
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Ach, komm! Du weißt, was ich meine. Augstein nennt es "künstlichen Hype" ... was war denn das in dieser Sendung, wenn nicht eben das?
Wie genau die Situation war, die du beschreibst, weiß ich natürlich nicht. Aber bei aller Kritik: Augstein hat die Haare schön ... |
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Ja klar kritisiert er den künstlichen Hype, gerade bei der sonst als wenig emanzipatorisch und frauenfreundlich bekannten Springer Presse. In der Position ist er auch absolut, sich genau so zu äußern: Der Freitag ist eines der wenigen großen Blätter, die wirklich emanzipatorische Artikel zum Thema Ungleichbehandlung von Frauen veröffentlichen und er äußert sich auch zumindest vergleichweise häufiger dazu, und dann mit emanzipatorischen Ansichten.
Seine Kritk war ja, wie er oben schrieb und wie auch klar aus der Sendung rauskommt: "Das Problem ist, Leute, die sonst nichts für Emazipation tun, geben jetzt vor, Frauen zu unterstützen - und zwar nicht nur als Sportlerinnen, sondern als Frauen. Und das ist höhnisch. Sollen Sie sie doch als Frauen im Beruf unterstützen, als Frauen im Spannungsfeld zwischen Familie und Beruf, als Frauen gegenüber männlicher Gewalt." Dass der Freitag dann auch was zu Fußball-WM gemacht hat, und zwar eben aus einer linken und emanzipatorischen Sicht (wobei ich nicht alle Artikel gelesen habe, aber ich gehe mal davon aus), passt ja im Gegensatz zu den meisten anderen Blättern eben in eine Linie, wo es *nicht nur* um ein kurzfristiges Event geht, mit dem Auflage gemacht werden soll, auch über vermeintlich oder tatsächlich emanzipatorische Behandlung des Themas "Frauen im Fußball". |
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@popkontext
Ich kritisiere Augstein Haltung ja nicht an sich. Das habe ich auch bereits geschrieben. Aber eben in diesem Video. Und der Meinung in ich immer noch. Equal Pay zu fordern ist hier sogar kontraproduktiv für Equal Pay als solches. und wenn schon, dann wenigstens mit dem nötigen Ernst und nicht als Schlußgag. Und ich bin auch überhaupt kein Freund von wohlmeinend, da es Augenhöhe ausschließt. Ich finde außerdem, dass auch Männer von Equal Pay betroffen sind. Denn Non Equal Pay schürt Konflikte in der Arbeitswelt. Und Männer die Equal Pay betreiben sind keine Helden, sondern sie tun etwas (eigentlich) Selbstverständliches, auch wenn das angesichst immer noch patriarchales Gesellschaftsstrukturen Respekt verdient. Parität ist ein Recht und keine Gnade. Meinen "Lieblingskommentar" bei der WM möchte ich noch mal zitieren. Gleich am Anfang der WM angesichts des vollen Stadions sagt der Kommentator: Hier gibt es kein Begrüßungsgeld, hier wird Frauenfußball gespielt. |
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@KalleWirsch
"Und ich bin auch überhaupt kein Freund von wohlmeinend, da es Augenhöhe ausschließt." Naja, was soll Augstein da machen? Geschlechtumwandlung, bei weiterer (oder überhaupt erstmal?) sexueller Fixierung auf Frauen, Pigmentbehandlung und Verschenken seines Vermögens, um zu wissen, was Armut bedeutet? Da er ja schon eine männliche Oberschichtssozialisation hat, werden ihm trotzdem einige Erfahrungen fremd bleiben. Ich hätte allerdings nach kürzester Zeit Angst, dass er sich was antut, weil er das nicht aushält. Und finde es allgemein ein bisschen viel verlangt. Natürlich hat man wie oben ein Beispiel blinde Flecken, wenn man gewisse Erfahrungen nicht gemacht hat, aber wenn man das reflektiert und sich zumindest um größtmögliche Empathie bemüht und auch Leuten zuhört, die diese Erfahrungen gemacht haben, und sich nicht als ihre Sprecher aufspielt, sondern eben ihre *Für*sprecher (so sehe ich das bei Augstein), finde ich das soweit ok, um nicht zu sagen ich habe davor Respekt, wenn es konsequent und aus wirklicher Überzeugung ist. Was nicht heißt, dass ich deine Position nicht verstehe - nur wie soll man in allen Punkten Augenhöhe erlangen? Oft haben die Betroffenen ja selbst nicht den nötigen Weiblick, weil sie ja auch vom hegemonialen Diskurs beeinflußt sind - Extreme sind dann schwule Schwulenhasser, antifeministische Frauen etc. |
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...Weitblick...
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@popkontext
Irgendwie hat das alles nicht mehr viel mit dem Thema zu tun und ich kann auch nichts zu dem Beispiel sagen, da ich nicht dabei. An Augstein herumzupsychologisieren finde ich jetzt auch ein bisschen komisch. Zumal ich ganz isoliert das Auftreten und die Haltung in der Sendung kritisiert habe. Gerade weil ich ansonsten Respekt habe vor seiner Haltung, hat mich das Auftreten in der Sendung sehr irritiert. Was ich überhaupt nicht verstehe, ist wie du Augenhöhe definierst. Seit wann muss ich dieselben Erfahrungen machen um auf Augenhöhe zu diskutieren. Augenhöhe heißt doch nichst anderes als den anderen ernst zu nehmen, was beim Wohlwollentum nicht der Fall ist. Sicherlich gelingt es mir nicht immer Augenhöhe zu erlangen. Aber dann vermeide ich es auch wohlwollend zu sein. Anyway. Wir geraten beide Off Topic. |
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Ich sehe auch nicht wirklich, was dein Kommentar, Popkontext, mit Kalles und meiner Kritik zu tun hat, insbesondere welche Rolle dabei Augsteins Sexualität spielen soll. Ob er nun so oder so oder irgendwie dazwischen orientiert ist, der Mann bleibt professioneller Journalist und Verleger und muss daher wissen und berücksichtigen, dass es nicht nur darauf ankommt für Emanzipation zu sein, sondern dass es mindestens genau so bedeutsam ist, wie und wann er diese Haltung zum Ausdruck bringt.
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@KalleWirsch
Da hatten wir uns falsch verstanden. Ich ging schon davon aus, dass er das Thema ernst nimmt, und das Unernste eher am Rahmen der Sendung lag. Daher ging ich davon aus, dass du meinst, aus welcher Position der Sprecher (Augstein hier in dem Fall, oder eben jedeR andere Sprecher/in um die es geht) spricht. Und da finde ich den Erfahrungshintergrund schon wichtig, weshalb ich das so geschrieben habe. Deshalb die Unterscheidung Sprecher/in (für eine Sache, die mich auch betrifft) und *Für*sprecher/in (für eine Sache, die mich nicht betrifft, die ich aber unterstütze). |
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@Calvani
Es ging um die Diskriminierungslinien Klasse / Geschlecht / sexuelle Orientierung / ethnische Herkunft. Da hatte ich aber Kalle offenbar falsch verstanden, was er mit Augenhöhe gemeint hat. |
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"Da hatten wir uns falsch verstanden. "
Ja hatten wir. Peace;) |
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das sommerloch des nationalismus ?
und wie: fussball, egal ob männer oder frauen, ist keine Inszenierung ? der mann ist der brüller des jahrhunderts und entweder dreister als dumm oder ... inszenierungbevollmächtigter inszenierungbestreiter |
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Na, ich fand diese Sendung ja nicht so schlecht. Aber wer sich davon überzeugen will, dass A & B auch ohne Mätzchen können schaue "Unter den Linden".
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Hach, Lisa, auf dich ist Verlass! Hab's auch gesehen. Spektakulär! Blome ohne Krawatte, Augstein mit super Frisur und ohne Blau - hallelujah! - und sogar Hirz ganz ausgelassen, also für seine Verhältnisse ausgelassen. Informativ und unterhaltend. So gefällt mir das! Schmacht!
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schrieb am
04.07.2011 um 20:09
Ja, und auch bei Augstein Applaus. Kann mich mal einer zwicken...
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Mich auch bitte... oder nein, noch besser: Was immer er genommen oder gemacht hat, er möge es bitte weiter nehmen oder machen... bitte!!!
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schrieb am
05.07.2011 um 10:00
Kneif!
Ein Pillchen davon noch für den Server und ich kauf´glatt Party-Luftballons. Aber echt, das war doch mal ganz groß, menschlich und intelligent. So, dann also bis nach der Sommerpause. |
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Ich finde es traurig, dass über ein Thema wie Frauenfußball immer noch diskutiert werden muss und ganz besonders, dass manche Männer es immer noch nötig haben, zu versuchen, sich mit Lästereien über Frauenfußball zu profilieren. Fakt ist: Frauen dürfen erst seit 1970 spielen, wurden aber niemals auch nur im Ansatz so gefördert wie die Männer, schlechte oder gar keine Bezahlung, schlechtere Grundbedinungen (Trainer etc.), oft wenig bis gar keine finanzielle Unterstützung von den Vereinen. Und wenn es dann zur Diskussion kommt, wird der Vergleich zu Männern gezogen: zu denen, die Millionen verdienen, denen die besten Bedingungen für Training und Spiele geschaffen werden und die seit etlichen Jahrzehnten zum deutschen Aushängeschild gemacht werden. Jeder logisch denkende Mensch sollte da ins Grübeln kommen.
Die öffentlich-rechtlichen Sender wurden vom DFB verpflichtet, die WM komplett zu übertragen und beide haben einen Hype geschaffen, der eine ununterbrochene Bombardierung mit dem Thema Frauenfußball zur Folge hat. Na und? Wer es nicht sehen will hat immer noch mindestens 30 andere Sender zur Auswahl, die er einschalten kann (genau wie bei der Männer-WM). Trotzdem erreichen die Spiele der Frauen aber absolute Top-Einschaltquoten. Es scheint also grundsätzliches Interesse zu bestehen. Ich fühle mich zumindest von niemanden gedrängt Frauenfußball zu schauen. Dass die Frauen als "sexy Fußballerinnen" instrumentalisiert werden, sehe ich auch und lehne es ab. Ich bezweifle aber, dass Männer gezielt 90 Minuten Frauenfußball schauen, um sich daran aufzugeilen, da gibt es andere Mittel und Wege, die wesentlich effektiver sind. Meiner Meinung nach, ist der Hype um die Frauenfußball-WM insgesamt positiv zu sehen. Klar, wahrscheinlich wird es in Zukunft keinen großen Aufschwung bei den Bundesligaspielen der Frauen geben, aber: lieber zwei Schritt vor und einen zurück, als gar keinen Schritt getan! Komplett auf 0 zurück können nämlich in Zukunft weder der DFB noch die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten (und werden dies auch nicht anstreben)! |
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"Equal Pay Now" hat natürlich was, auch wenn's mit Frauenfussball nur peripher zu tun hat. Denn im Vordergrund steht da ja immer das Spielerlebnis. Natürlich kann man jetzt aus der WM ein Genderthema machen, aber ehrlich bringt's das?
Hier geht es um SPIEL und SPASS. Und ich finde es super zu sehen wie toll die Frauen Fussball spielen; mit welcher Wucht sie auftreten. Nicht dauernd dieses nervige Spielen auf Zeit und das zaehe gedecke der wandelnden Vertreter von XY-Chomosomen. Ich bin völlig begeistert von einigen Pässen und Toren, beispielsweise war Inka Grings einfach klasse im letzten Spiel gegen Frankreich. Und allen, die keine Lust auf Fussball haben, die die wahre Schönheit und die konzeptionelle Intelligenz dieses strategischen Spiels nicht erfassen, denen seis auch gegönnt. Hier geht es nicht nur ums Können sondern auch um Lebensfreude und ganz nebenbei verändert Fussball die Welt. I love soccer and the girls are simply the BEST! /// BRASILIEN : USA in weniger als einer Stunde!! (Equal pay now – "Du hast keine Chance aber nutze sie", frei nach Herbert Achternbusch, ... "Equal Pay" wird sowieso kommen, das geht gar nicht mehr anders.) |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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