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Frieden – Wie geht das?

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Klaus von Dohnanyi, Erich Vad

Hardcover, gebunden

160 Seiten

22 €

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Drama

Deutschland, Frankreich 2026

93 Minuten
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Kultur : 15 Jahre ohne "Freitag" und ein interessantes Gespräch

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Ich kaufe den „Freitag“ immer am Kiosk. Gestern war ich mit dem Fahrrad in Lichtenberg unterwegs und kam an einem kleinen Zeitungsladen vorbei. Als ich den Inhaber nach dem „Freitag“ fragte, wies dieser mich höflich darauf hin, dass heute erst Donnerstag sei. Ich wiederholte meine Frage nach einer Wochenzeitung mit diesem Namen. Der Inhaber des kleinen Ladens blickte mich ernst an, er führe den Laden jetzt seit 15 Jahren, aber noch nie habe ihn ein Kundenach einem „Freitag“ gefragt.

So kamen wir ins Gespräch über Pressevielfalt und das Kaufverhalten in diesem Kiez. Ich erfuhr, dass einkleiner Laden wie seiner nicht alle Presseerzeugnisse anbieten kann und außerdem die Remission nicht verkaufter Ware zeitaufwendig sei. Als alteingesessener Händler wisse er, was seine Kunden kaufen. Als ich ihm den „Freitag“als ein Meinungsmedium, das offen für viele Themen und nicht parteipolitisch fixiert ist und außerdem über eineaktive Community verfügt, darstellte, wirkte er interessiert. Nur ob dies in seinem Kiez jemand kaufen würde, da sei er skeptisch. Die Klatschzeitschriften für die älteren Damen, die BZ, den Kurier und Bild, das würden seine Kunden kaufen.

Als ich nach einigen Minuten den Laden wieder verließ, war ich um einige Erkenntnisse reicher. Dass ein kleiner Einzelhändler sein Angebot auf die Nachfrage abstimmt, ist für mich noch nachvollziehbar. Dass meinungsBILDendePresseerzeugnisse immer noch mehr verkauft werden als hochwertiger Journalismus, wundert mich auch nicht.Was mich erstaunt hat, war die Tatsache, dass dieser Händler in 15 Jahren noch nie nach dem „Freitag“ gefragt wurde. Zeigt dies doch, dass dieser immer noch vielen unbekannt ist.

Dass der Händler nach dem gestrigen Gespräch ihn in sein Angebot nehmen wird, glaube ich allerdings nicht. Dazu müsste schon eine konstante Nachfrage vorhanden sein.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.